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Neue Energie um über sich selbst hinauszuwachsen

Cathérine Miville und das Intendanten-Team präsentieren anlässlich der Pressekonferenz den neuen Spielplan
Cathérine Miville und das Intendanten-Team präsentieren anlässlich der Pressekonferenz den neuen Spielplan
Gießen | "Im Theater ist das Selbst kein Selbstläufer. Aus immer anderen Blickwinkeln betrachten wir die Welt in ihren kleinen und großen Zusammenhängen."
So leitete Cathérine Miville vergangenen Donnerstag die Vorstellung des Programms für die neue Spielzeit des Stadttheaters ein.
Viel ist geplant für die neue Saison, bis zu ihrem Beginn wird auch der Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße abgeschlossen sein. Somit verbessern sich in der bevorstehenden Spielzeit die Probemöglichkeiten und auch die Schneider des Theaters erfreuen sich künftig an mehr Platz.
Die Gedanken, die sich die Intendanten für die neue Spielzeit machten, drehten sich vor allem um die Menschen, die im rasanten Hier und Jetzt leben und sich ständig auf Umstellung von hoher Intensität einstellen müssen. Immer wieder nötigen sich Menschen selbst zur Selbstoptimierung, so Intendantin Cathérine Miville. Theater und Konzerte seien wunderbare Energiespender, um über sich selbst hinauszudenken und auch mal über sich selbst zu lachen.

Das Musiktheater unter der Leitung von Generalmusikdirektor Michael Hofstetter wird die Saison mit Tschaikowskis
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Stadtheater (1)Spielplan (3)
"Eugen Onegin" beginnen. Neben weiteren Stücken, wie zum Beispiel der beliebten deutschen Operette "Im Weissen Rössl" von Ralph Benatzky und Francois-Adrien Boieldieus französischer Opéra comique "Die Weiße Dame" stehen auch zeitgenössische Opern auf dem Spielplan:
Ludger Vollmers "Gegen Die Wand" wurde 2008 uraufgeführt und etablierte sich seitdem in den deutschen Theatern. 2009 wurde Vollmer für seine Oper mit dem Europäischen Toleranzpreis ausgezeichnet.
Zwei Kammeropern, "Death Knocks" von Christian Jost und Woody Allen und "Savitri" von Gustav Holst werden miteinander verknüpft. Es sind zwei Stücke, die sich der vielleicht größten Angst der Menscheit, dem Tod, widmen - einmal komisch, einmal poetisch.

Mehrere Schauspielpremieren stehen in der neuen Spielzeit auf dem Programm. Eingeleitet wird die Saison am 26. September mit Goethes zentralem Werk der Weimarer Klassik "Iphigenie auf Tauris". Zur Eröffnung im taT wird unter anderem die Broadway-Komödie "Sonny Boys" von Neil Simon aufgeführt.
Auch im Schauspiel werden zeitgenössische Dramatiker vorgestellt, beispielsweise Ulrike Syhas "Mao und Ich".

2016 jährt sich William Shakespeares Todestag zum 400. Mal - dieses Jubiläum wird mit Paul Pouveurs "Shakespeare is dead - get over it!" auf etwas andere Weise begangen.
Der Text des Stücks springt lustvoll durch einen Wald von Assoziationen und durch die Jahrhunderte.

Mit der Wiederaufnahme des Tanzkrimis "Der Tag, an dem der Goldfisch starb", choreographiert von Paolo Fossa, leitet auch das Tanztheater die neue Saison ein.
Im Oktober lädt Balettdirektor und Choreograph Tarek Assam zu "Petruschka vs. Feuervogel" in Zusammenarbeit mit Pascal Touzeau ein.
Während "Petruschka" tragisch endet, ist "Der Feuervogel" eine Geschichte über Hoffnung, übernatürliche Kräfte und die phönixgleiche Erneuerung der Natur.
Bei dem Tanzabend "Researching and Exploring the Outside within us" werden innere und äußere Grenzen des Körpers sowohl räumlich als auch somatisch und emotional ausgelotet.

Auch das Kinder- und Jugendtheater unter der Leitung von Abdul M. Kunze hat erneut allerlei zu bieten - neben dem Familienstück "Moritz in der Litfasssäule" von Christa Kozik und Rolf Losansky stehen allerlei Aufführungen, einige bereits für das Publikum ab vier Jahren, auf dem Programm.
Im Januar werden die schönsten Filmmelodien von Walt Disney aufgeführt, im Mai des nächsten Jahres wird eine bearbeitete Fassung von Georges Bizets "Carmen" mit einem Gastspiel der Oper Frankfurt stattfinden.
Die Stücke sollen die Kinder zum Selbstentdecken anregen, so Kunze.

In der neuen Spielzeit kann es also ein Leichtes werden, ein paar Stunden von sich selbst abzusehen und die Zeit selbst, oder gemeinsam mit anderen, im Theater zu genießen.

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von:  Natalija Köppl - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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Interessensgebiet: Gießen
Natalija Köppl - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
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