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Runde Sache: 58 Familien erhalten Unterstützung. Familienhebammenprogramm zieht Bilanz

Die ‚Runde Sache‘ ist ein gemeinsames Frühpräventionsprojekt von Stadt und Landkreis Gießen. Es wird unter dem Dach des Gesundheitsamtes von Britta Westen und Sandra Deissmann koordiniert, gefördert wird es über die Bundesinitiative ‚Frü
Die ‚Runde Sache‘ ist ein gemeinsames Frühpräventionsprojekt von Stadt und Landkreis Gießen. Es wird unter dem Dach des Gesundheitsamtes von Britta Westen und Sandra Deissmann koordiniert, gefördert wird es über die Bundesinitiative ‚Frü
Gießen | Seit rund eineinhalb Jahren gibt es im Landkreis Gießen nun die ‚Runde Sache‘, ein Netzwerk, welches (werdenden) Eltern und jungen Familien Hilfestellung bietet. Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald hatte die Gründung des Familienhebammenprogramms vorangetrieben und begleitet nun den Ausbau des Netzwerks. „Die gute Entwicklung in den ersten Monaten nach dem Start zeigt, wie dringend wir in Stadt und Landkreis Gießen ein Angebot zur Frühprävention gebraucht haben. Die ‚Runde Sache‘ füllt eine Lücke und wird sich in den nächsten Monaten weiter festigen“, sagt Gesundheits- und Sozialdezernent Oßwald mit Blick auf die jüngste Bilanz.

Die ‚Runde Sache‘ ist ein gemeinsames Frühpräventionsprojekt von Stadt und Landkreis Gießen. Es wird unter dem Dach des Gesundheitsamtes von Britta Westen und Sandra Deissmann koordiniert, gefördert wird es über die Bundesinitiative ‚Frühe Hilfen‘. „Dass der Bund unser Familienhebammenprogramm fördert, ist eine Anerkennung und Würdigung des Projekts. Es zeigt, wie wichtig Frühe Hilfen sind und wie groß der Beratungsbedarf von jungen Familien ist“, sagt Gießens Bürgermeisterin und Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich. Dr. Jörg Bremer, Leiter des Gesundheitsamts, spricht dabei von einem „Meilenstein auf dem Weg zur modernen Ausrichtung des Gesundheitsamtes“, welches er als Moderator und Koordinator von gesundheitsfördernden Präventionsangeboten und Gesundheitsnetzwerken in Stadt und Landkreis Gießen versteht.

Die beiden ‚Runde Sache‘-Koordinatorinnen haben Bilanz für das vergangene Kalenderjahr gezogen. In 2014 wurden insgesamt 58 Familien über die ‚Runde Sache‘ betreut. Im Fokus stehen Schwangere und Familien mit Säuglingen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf während der Schwangerschaft und des ersten Lebensjahrs des Kindes haben. „Die Lebenssituationen der einzelnen Familien sind sehr unterschiedlich“, erläutert Britta Westen die Auswertung, „so haben die Familienhebammen zum Beispiel Teenager-Eltern, Elternteile mit psychischen Erkrankungen oder auch Familien mit einer Suchtproblematik betreut.“ Ihre Kollegin Sandra Deissmann ergänzt: „Gründe gibt es aber viele, die Unterstützung des Familienhebammen-Programms in Anspruch zu nehmen. Die ‚Runde Sache‘ ist auch für Familien da, die einfach nur verunsichert sind, wenig soziale oder familiäre Unterstützung haben oder erst neu in Gießen angekommen sind und die Systeme vor Ort nicht kennen.“

Sandra Deissmann (l.) und Britta Westen sind die Koordinatorinnen der ‚Runden Sache‘. Das Familienhebammenprogramm von Stadt und Landkreis Gießen ist auch im Internet unter www.rundesache.lkgi.de zu finden.
Sandra Deissmann (l.) und Britta Westen sind die Koordinatorinnen der ‚Runden Sache‘. Das Familienhebammenprogramm von Stadt und Landkreis Gießen ist auch im Internet unter www.rundesache.lkgi.de zu finden.
Durchschnittlich ein halbes Jahr lang werden die Eltern von den Expertinnen der ‚Runden Sache‘ betreut. Zugang zum Familienhebammenprogramm bekamen die Klienten über verschiedene Multiplikatoren: Kinder- und Frauenärzte, Geburtskliniken sowie verschiedene Beratungsstellen haben vermittelt.

Im Vordergrund der Arbeit einer Familienhebamme oder Familienkinderkrankenschwester steht ein guter Bindungsaufbau zwischen Kind und Eltern. Damit dieser gut gelingen kann, ist es manchmal notwendig, andere Belastungsfaktoren in der Familie zu bearbeiten. Die Helferinnen sind dann in einer Lotsenfunktion. Sie stellen den Kontakt zu anderen Institutionen her und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. „Um diese Kontakte auszubauen, gibt es das Netzwerk ‚Runde Sache‘. Es setzt sich aus Teilnehmern unterschiedlicher Institutionen zusammen“, erläutert Dirk Oßwald die Grundidee. So haben sich im Dienste der Neugeborenen beispielweise Ärzte aus den Geburts- und der Kinderkliniken, niedergelassene Kinder- und Frauenärzte, Vertreter der öffentlichen Gesundheits- und Jugendhilfe und von freien Trägern vernetzt. Sie alle arbeiten gemeinsam daran, dass sich die Wege für Rat suchende Familien verkürzen. Dieses Netzwerk tagt in großer Runde drei Mal im Jahr.

Insgesamt erhalten der Landkreis und die Stadt Gießen circa 160.000 Euro jährlich über Bundesmittel. Davon wird die Koordinationsstelle ‚Runde Sache‘ finanziert, der Großteil geht direkt in die Einsätze der Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern. Für das laufende Jahr wurde dieselbe Fördersumme wieder bewilligt. „Wir werden so weitermachen, denn wir sind mit dem Frühpräventionsangebot auf dem richtigen Weg“, sagt Dirk Oßwald. Gerda Weigel-Greilich stimmt zu und ergänzt: „Eine gute und stabile Bindung zwischen Eltern und Kind ist schließlich das Fundament in ein gesundes und eigenverantwortliches Leben. Daher sollten wir jedem Baby ermöglichen, in einem förderlichen Umfeld und einer starken Familie aufzuwachsen. Wer dabei Hilfe braucht, der soll sie bekommen.“

Die ‚Runde Sache‘ sei ein Baustein, um dem demnächst erwarteten Präventionsgesetz des Bundes zu genügen, meint Jörg Bremer: „Mit diesem Angebot ist das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen gut gerüstet, die Anforderungen an einen modernen Öffentlichen Gesundheitsdienst zu erfüllen.“

Die ‚Runde Sache‘-Koordinatorinnen sind zu erreichen unter Telefon, 0641 9390-1404, E-Mail: rundesache@lkgi.de, www.rundesache.lkgi.de

Die ‚Runde Sache‘ ist ein gemeinsames Frühpräventionsprojekt von Stadt und Landkreis Gießen. Es wird unter dem Dach des Gesundheitsamtes von Britta Westen und Sandra Deissmann koordiniert, gefördert wird es über die Bundesinitiative ‚Frü
Die ‚Runde... 
Sandra Deissmann (l.) und Britta Westen sind die Koordinatorinnen der ‚Runden Sache‘. Das Familienhebammenprogramm von Stadt und Landkreis Gießen ist auch im Internet unter www.rundesache.lkgi.de zu finden.
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