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DIE WIESECKAUE WIRD ZUM »STADTPARK« – WIESO???

Gießen | Die Schäden, die die Gartenschau hervorrief, sind noch nicht beseitigt (ganz zu schweigen von einem angemessenen Ausgleich für die schweren Eingriffe!), da droht neues Unheil.

Der Förderverein darf auch nach der Gartenschau sein Treiben fortsetzen; nun soll die Wieseckaue umbenannt werden in »STADTPARK WIESECKAUE«, weil sich dafür in einer Umfrage in der Gießener Allgemeinen Zeitung unter ca. 400 Menschen gerade einmal 86 Personen!!! ausgesprochen hätten: eine lächerliche Zahl, vor allem, wenn man immer wieder äußert, welch breite Unterstützung man aus der Gießener Bevölkerung hinter sich habe.
Viele tausende Bürgerinnen und Bürger erhoben ihre Stimme gegen die geplante Landesgartenschau- diese Stimmen wollte keiner der Stadtregierung hören und diese Stimmen wurden überhaupt nicht ernst genommen.

IST DAS BÜRGERBETEILIGUNG?

Im Februar versicherte Bürgermeisterin Weigel-Greilich noch, in der Wieseckaue sollten nur "kleine, feine Veranstaltungen" stattfinden.

Nun wird immer offensichtlicher, dass hier demnächst eine Festivität die nächste vor sich hertreibt:

· Stadtparkfest,

· Landesturnfest (mit rd. 4.500 Teilnehmern und Besuchern sowie Helfern),

· Sommerfest,

· Herbstfest,

· "Strandbar" für 200 Gäste…

Das Naherholungsgebiet verkommt zum Event-Park, die Natur wird nachhaltig beeinträchtigt.

Der Besucherdruck in diesem stadtnahen Erholungsgebiet ist heute schon höher, als noch vor der Gartenschau. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt auch die Verdichtung der innerstädtischen Bebauung unter dem Stichwort der »ökologischen Verdichtung«!!!

Was an dieser Vorgehensweise »ökologisch« ist, bleibt das Geheimnis der Verantwortlichen!

Dass die Gartenschau dieser Stadt keinen merklichen Zuwachs von Grünzonen gebracht hat, dürfte mittlerweile auch dem letzten Befürworter der Gartenschau deutlich geworden sein!

Das Gegenteil ist der Fall - die Verantwortlichen dieser Stadt setzen bei Neugestaltung innerstädti-scher Plätze lieber auf Beton anstatt auf begrünte Aufenthaltsorte (siehe Berliner Platz, Kirchenplatz, Bahnhofsvorplatz uvm.)

Wie am 24. März bei einer eilig einbe-rufenen "Informationsveranstaltung zu den »Natur-schutzfachlichen Maßnahmen auf dem Landesgartenschaugelände« von Frau Bürgermeisterin Weigel-Greilich ausgeführt wurde, handelt es sich bei der Wieseckaue um »Kulturlandschaft, die ständige Eingriffe erfordere«. Was sie aber noch nie erwähnte (oder einfach nur "vergessen hat, zu erwähnen"?), ist der Erhalt und die Sicherung dieses LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIETES.

Dieses wurde mit der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Auenverbund Lahn-Dill“ von 1996 bestimmten Beschränkungen - auch in der Nutzung - unterworfen!!!

Diese aber werden gerade von der Verwaltungsspitze dieser Stadt völlig ignoriert und von den ausführenden Ämtern ausgeblendet.



Zudem hält die Stadt an ihrem Plan fest, den Uferweg zwischen Schwanenteich und Wieseck zu sanieren, was nach der vorgelegten Planung die komplette und dauerhafte Entfernung jeglichen Bewuchses (u.a. rd. 200 Bäume) sowie die Begradigung der Uferzonen zur Folge hat – also genau das, was durch das Bürgerbegehren der BI verhindert werden sollte! Es stimmten rd. 3.500 Menschen gegen die Begradigung der Uferzonen des Schwanenteichs, die verbunden wären mit der Fällung von weiteren ca. 200 Bäumen.

Der Uferweg zwischen Schwanenteich und Wieseck wäre dauerhaft von jedem Bewuchs befreit worden und sollte zu all dem Unheil auch noch einen Asphaltbelag erhalten. Eine Maßnahme, die diesem stark genutzten Spazierweg jeden Aufenthalts-Charakter entzogen hätte.

Die Maßnahme wurde aufgrund des Bürgerbegehrens und der nicht mehr zur Verfügung stehenden Zeit bis zur Gartenschau durch einen Parlamentsbeschluss (im Dezember 2012) bis zum 28. Februar 2016 "auf Eis gelegt".

Dies bedeutet aber nicht, dass das Projekt "gestorben" ist, im Gegenteil!

Zwischenzeitlich wurden die zur Finanzierung erforderlichen Fördermittel hierfür in Wiesbaden beantragt.

Man hält weiter an dem Projekt fest und wird die angeblich notwendigen Maßnahmen nach Fristablauf im Februar 2016 wieder aufgreifen und sicherlich zeitnah umsetzen!

WOLLEN SIE EINEN BEWUCHSFREIEN, ASPHALTIERTEN SPAZIERWEG???

Wir wünschen uns, dass sich die Wieseckaue nun nach der Gartenschau wieder zu einem Erholungs- und Schutzgebiet entwickeln kann, wie es über Jahrzehnte Gepflogenheit war. Wir sind überzeugt, dass dieser Wunsch auch in der Bevölkerung auf breite Zustimmung trifft.

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 26.04.2015 um 11:57 Uhr
So ist das mit unseren Volksvertretern, aus der schönen Lahnaue wird eine „Lahnpark GmbH“ und aus dem Schwanenteich ein "Stadtpark", beide Projekte kann man dann besser kommerzialisieren.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 12:10 Uhr
2016 ist aber auch Kommunalwahl? Wird irgendeine Partei die
Umweltzerstörung zum Wahlthema machen?
Und: Wenn die bestehende Koalition abgewählt wird, wie wird
sich dann eine neue Stadtregierung zu dem Thema verhalten?
Auf jeden Fall sollte man Frau Helmlich vor der OB-Wahl um ihre
Stellungnahme zu diesem Problem bitten.
Eine Bürgerinitiative sollte jedenfalls sehr bald auf den Weg gebracht werden, als initiative Bürgerinitiative, damit man nicht
mit irgendwelchen Fristen in Konflikt kommt.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 12:15 Uhr
Heute wird der ganze Mist auch noch "getauft". Amen! Ich kann mir nicht helfen, ich finde die Brücke hässlich und ich vermisse Enten und andere Wasservögel. Das waren mal mehr. Aber Hauptsache mit Größenwahn bekommt ihren Stadtpark.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 12:19 Uhr
Korrekt Herr Viehmann - der Lahnpark weist vergleichbare Vorgehensweisen auf, nur leider noch in einer viel größeren Dimension!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 12:21 Uhr
Über den Lahnpark würde ich gern mehr erfahren ,Herr Kraft.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 12:30 Uhr
Detailliertere Infos kann evtl. Herr Viehmann beisteuern.
Aber auch hier kann man sich einen Überblick verschaffen:
http://schuetztdielahnaue.jimdo.com./
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 13:11 Uhr
Ich habe mir die Homepage angeschaut und mich als unterstützendes Mitglied(ohne finanzielle Verpflichtungen) angemeldet.
Übrigens habe ich die Debatte über den Lahnpark am Anfang
verfolgt, war aber dann der Meinung, es sei eine Einigung erzielt worden und die Sache vom Tisch.
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 26.04.2015 um 13:20 Uhr
Herr Kraft, die Dimension „Lahnpark“, wie sie sie nennen, ist größer als die des „Stadtparks“, der Lahnpark zieht sich ja von der Stadt Gießen bis zur Stadt Wetzlar. Die Gemeinden Lahnau und Heuchelheim zahlen noch mit, bisher über 300.000,00€, um eine GmbH zu gründen und auf den Weg zu bringen.
Frau Barthel, sie können sich gerne unsere Homepage der BI schützdielahnaue ansehen. Die Ob Kandidatin heißt Helmchen. Unter folgendem Link: http://schuetztdielahnaue.jimdo.com
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 14:03 Uhr
Danke, ich habe mir die Homepage schon angesehen. Siehe oben. Und was hat Frau Helmchen damit zu tun?
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 26.04.2015 um 14:07 Uhr
Frau Helmchen ist die eine OB-Kandidatin.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 14:42 Uhr
Das weiß ich schon. Sie war sogar bei mir an der Haustür und hat versprochen, als OB würde sie etwas gegen den Kahlschlag tun.
Man müßte sie möglichst öffentlich mit ganz gezielten Fragen
konfrontieren.Mal sehen!
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 15:09 Uhr
Lieber Herr Viehmann, auch mich interessiert es sehr, was genau Frau Helmchen mit der Lahnpark GmbH, bzw. der Lahnaue, zu tun hat. Aus Eurer sehr schönen und informativen homepage geht es nicht hervor. Die Seite "Lahnpark GmbH" habe ich ebenfalls studiert !! ?? In Giessen muss sehr genau hingeschaut werden. Die o. g. Tragödie besagt genug. Für weiteres Wissen wäre ich sehr dankbar.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.04.2015 um 15:29 Uhr
Ich denke gar nichts Herr Viehmann stellt wohl nur die Schreibweise richtig. Weiter oben steht Frau Helmlich und nicht Helmchen.
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 26.04.2015 um 15:54 Uhr
Eine Klarstellung, Frau Helmchen hat mit der Lahnpark GmbH nichts zu tun. Es ging nur um die Schreibweise von Frau Barthel weiter oben, sie schrieb von Frau Heimlich, richtig ist OB Kandidatin Anja Helmchen aus Kl. Linden.
Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 23:03 Uhr
Frage ist trotzdem, ob der Park jetzt offiziell "Stadtpark Wieseckaue" heißen darf, denn muss dazu nicht erst ein Parlamentsbeschluss herbeigeführt werden? Es gab keinen. War der Förderverein befugt, aufgrund einer Umfrage, an der sich gerade einmal 400 Personen beteiligten und von denen sich 86 sich für "Stadtpark Wieseckaue" aussprachen, so ein Schmierentheater zu veranstalten?
Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 26.04.2015 um 23:09 Uhr
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/102662/einweihung-des-esther-stern-platz-in-giessen/

Wenn dem so rechtens ist, dann dürfe es auch kein Problem sein, dass z.B. dieser Platz seinen Namen behalten darf, oder?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 11:47 Uhr
Tut mir Leid, wenn ich mich meinem Schreibfehler Verwirrung gestiftet habe. Übrigens hat Frau Helmchen, wenn sie OB werden sollte, schon etwas mit der Sache zu tun, und deshalb wäre es durchaus angebracht, sie vor der Wahl zu ihrer Position zu befragen.
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 27.04.2015 um 11:59 Uhr
Das kann und sollte man tun, aber so wie ich es sehe, ist der „Stadtpark Wieseckaue“ schon beschlossene Sache.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 12:48 Uhr
Der Stadtpark Wieseckaue, ja. Aber was die Lahnaue betrifft, sind
doch mehrere Gemeinden, auch Gießen, betroffen.Oder habe ich das falsch verstanden?
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 27.04.2015 um 13:56 Uhr
Ja das ist richtig, zum Lahnpark investieren die Städte Gießen und Wetzlar und die Gemeinden Heuchelheim und Lahnau. Im Ortsteil Dorlar hat sich dadurch der Gemeindevorstand zerstritten, aber näheres über die Medien oder vom Vorsitzenden der BI schütz die Lahnaue Her W. Hill.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 14:37 Uhr
Wer hat denn nur diese unselige Koalition ermöglicht? Ich allein kann es mit meiner Stimme für eine Partei, die ich nie mehr wähle, nicht gewesen sein.
Was sich hier in Gießen abspielt ist ein Trauerspiel. Da kann eine "GRÜNE" BM tun und lassen was sie will und keiner legt ihr etwas in den Weg.
Für mich ist auf lange Zeit in Gießen keine Partei mehr wählbar.
Klaus Viehmann
1.390
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 27.04.2015 um 15:24 Uhr
Angeblich 7000 Besucher bei der Eröffnung des Stadtparks.
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Strandbar-eroeffnet-Stadtpark-Wieseckaue-getauft-_arid,567025_regid,1_puid,1_pageid,113.html

"Es ist nicht nur ein neuer Name, es ist ein neuer Park"

Besonderer Höhepunkt wird die symbolische Taufe des »Stadtparks Wieseckaue« durch Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und den Vorstand des Fördervereins.

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Am-Sonntag-an-der-Strandbar-entspannen-_arid,566219_regid,1_puid,1_pageid,113.html

oder:

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/wieseckaue-ist-wie-ein-diamant_15270130.html
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 16:53 Uhr
7.000 ? Wer hat die und wie gezählt. War das nicht schon im alten Rom so üblich. Mit Brot und Zirkusspielen von den Problemen abzulenken.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 20:48 Uhr
Es geht hier doch darum, dass die Stadt einen Stadtpark ausruft, den viele Bürger so sich nicht wünschen. Es geht doch darum, dass einfach Fakten über die Köpfe der Bürger geschaffen wird. Mir ist so ein Stadtpark, der nicht Rücksicht auf Tiere und Pflanzen nimmt suspekt. Ich und viele weitere Bürger wünschen mehr Natur und Erholung als diese ständigen zumal auch sehr fragwürdigen Events. Wieso dürfen also nicht die Bürger bestimmen, wie hier mit dem Gebiet umzugehen ist? Wann wird der Bürger mal ernst genommen?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.04.2015 um 21:26 Uhr
Der Bürger sind doch Alle oder? Am Wochenende sah es doch wohl so aus, das einige Tausend Bürger ihren Spaß hatten. Werden die nicht berücksichtigt? Bürgerwille ist wohl immer nur der eigene Wille oder der einer Interessengemeinschaft. Am 14.6 steht die OB zur Wahl und am 06.03.2016 die Stadtverordnetenversammlung dann wird man den Bürgerwillen erkennen. Das nennt sich Demokratie.
Am 27.06.2012 war die Offenlage des Bebauungsplan haben Sie da Einspruch eingelegt?
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 22:02 Uhr
Lieber Herr Büttel, mir geht es um Bürgerbeteiligung. Und Gießen hat im übrigen 80.000 Einwohner. Und die Zahl der Besucher wird angezweifelt. Und kamen diese alle wirklich aus Gießen?

Und natürlich geht es umdemokratische Entscheidungen. Aber ich denke hier wird am Bürgerwillen vorbei entschieden. Und das im Übrigen von einer Mehrheit, die noch nicht einmal von 50 % der Wahlberechtigten gewählt wurde. dies sind die Themen. Und es geht um scheinheilige Bürberbeteiligung der Bürger. Viele sind doch maßlos enttäuscht und gehen leider gerade deswegen nicht mehr wählen.

Die Wahlen werden spannend. Dafür werden wir sorgen.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 22:47 Uhr
Nein, bestimmt nicht. Wir nehmen es ernst. Und wir wissen von vielen, die es genauso meinen. Im übrigen wäre ich gern bei den 20 dabei gewesen. Aber es passte halt von meiner Zeit leider nicht. Und wer ging denn hin? Und warum? Und wer ging denn nicht hin? und warum? Ich hasse dieses reinen Kommerzveranstaltungen.
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 23:00 Uhr
Ja und genau diese Fragen sind zu klären! Und warum macht man es nicht?
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 23:27 Uhr
Lieber Arnd, Su bist nicht allein. Egal was da angebliche Tausende Gießener Bürger, wer hat sie denn gezählt. Wurden dazu Listen aufgelegt, Eintrittskarten verteilt oder sonst eine seriöse Zählung durchgeführt?
So wie die Befragung von etwas unter 500 bei denen denn etwas unter 100 begeistert hurra schrien?
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 23:31 Uhr
Und diese Fragen hat die Politik zu liefern. Und nicht der gemeine Bürger! Und warum macht sie es nicht?
Arnd Lepère
592
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 27.04.2015 um 23:35 Uhr
Ich meine natürlich diese Fragen haben die herrschenden Politiker zu beantworten.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.04.2015 um 08:32 Uhr
Meine langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik und in den verschiedenen Vorstandstätigkeiten von Vereinen aber auch als Gründer von zwei BI (auch dort habe ich im Vorstand mitgearbeitet) hat mich den Bürgerwillen gelehrt. Immer wenn der Bürger persönlich betroffen ist wegen einer angeordneten Maßnahme ist er bereit für die Sache einzustehen. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie die Atomausstiegsbewegung, die Friedenbewegung und verschiedene andere Überregionale Bürgerbewegungen. Im kommunalen Bereich sind es meist Interessengruppen die nach dem Bürgerwillen rufen, weil eine politische Mehrheit (den doofen Ausdruck der Herrschenden mag ich nicht, weil diese Menschen im kommunalen Bereich aus unserer Mitte der Bürger kommen) etwas entschieden hat, was dieser Gruppe nicht passt. Gelebter Bürgerwille sollte aber für Alle das sein. Viele Städte und Kommunen haben dies schon versucht. Ein Beispiel der Bürgerhaushalt. Dort wo dies versucht wurde, ist es wieder eingestellt worden. Andere die das Wort Bürgerwille so toll finden haben diese Erfahrung noch vor sich. Informationsveranstaltungen für Bürger werden leider nicht besucht. Mehrere Versuche die Bürger einzubinden scheitern. Geht es aber um einen Straßenausbau und die Anliegergebühren, oder um die Errichtung einer Windkraftanlage rotten sich die betroffen Zusammen und rufen nach dem Bürgerwillen. Diese Menschen bewegen sich Erfahrungsgemäß unter ihres Gleichen und hören nur die gleichen Meinungen, so dass sie irgendwann denken, es denken Alle so und dies sei der Bürgerwille. Den gleichen Fehler machen auch die Parteien. Die bewegen sich genauso auf Schulterklopferkurs untereinander und denken das sei die alleinige Wahrheit. Da werden Mehrheiten ausgemacht die es nicht gibt. Der Bürger der keine Beschwerden hat, wird auch nicht auf die Straße gehen. Immer wird man die Gegner hören und sehen. Der Befürworter hat dies nicht nötig. So entsteht subjektiv ein falscher Eindruck. Die Zahlen vom Sonntag werden wie bei Open Air Veranstaltungen üblich ermittelt. Die Caterer und die Verkaufsstände (so unsere Erfahrung) können anhand der Verkaufszahlen ziemlich genau ermitteln wie viele Besucher vor Ort waren. Das ist bei solchen Veranstaltungen seit Jahren die gängige Praxis. Da ich schon viele solche Veranstaltungen (Open Air usw.) mit geplant habe weiß ich aus Erfahrungen, dass die Zahlen eher nach unten korrigiert werden, da dies möglicherwiese die Abgaben minimiert. Ob Besucher einer Kreisstadt aus der Stadt selbst oder aus dem Landkreis kommen spielt dabei nur eine ungeordnete Rolle ob Ihnen das gefällt oder nicht. Es wäre an der Zeit spätesten bei der Kommunalwahl mal zu zeigen was die BI und die Schreiber hier wollen und wie die Bürger dazu stehen. Nicht nur lamentieren auch mal handeln. Von Ihren Mutmaßungen was der Bürgerwille ist kann man zu keinem Ergebnis kommen. Sie sind doch und das sieht man hier an dieser Diskussion dem Bürgerwillen gar nicht aufgeschlossen. Für Sie ist der Bürgerwille das Durchsetzen eigener Interessen, mit ein paar anderen zusammen dann sogar die absolute Mehrheit. Sie sind in Ihrem Denken nicht besser wie diejenigen denen Sie vorwerfen der Bürger würde übergangen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.04.2015 um 16:04 Uhr
Ob die Bürger, die dort waren, auch tatsächlich von den Neuerungen begeistert sind oder ob es bei vielen nur Neugier war,wird man jetzt noch nicht sagen können.Entweder man führt eine (repräsentative) Befragung durch, oder man wartet einfach ab, wie die Besucherzahlen sich entwickeln. Oder es zeigt sich, wenn es noch einmal ein Bürgerbegehren gibt.
Frau Back, Ihre geradezu reflexhafte Verteidigung von Allem, was unsere Stadtregierung tut, weckt bei mir den Verdacht, dass
Sie irgendwie dafür bezahlt werden.
Herr Büttel sagt offen, dass er in die Kommunalpolitik involviert ist, und bemüht sich im Übrigen um Objektivität. Und sein anderer Blickwinkel und sein Insiderwissen sind für mich immer wieder interessant.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.04.2015 um 20:38 Uhr
Das verrate ich Ihnen nicht, wegen der Steuer, die ich doch
irgendwie vermeiden muß.
Sie haben sich ja ganz schön ausgetobt!
Habe ich vielleicht einen wunden Punkt bei Ihnen getroffen?
Aber ich gebe es zu : Wenn die Verdummungs-und Manipulationamaschinerie so erfolgreich war, dass jetzt tatsächlich einer Mehrheit dieser Park gefällt, dann müssen wir als gute Demokraten das natürlich respektieren:
Nur: Was ist mit den Minderheitsrechten für die anderen?
Zum Beispiel die Senioren, die unverschämterweise Ruhe ,
schöne Natur, und als Gipfel der Unverschämtheit auch noch Bänke mit Aussicht haben möchten? Wer sich nicht anpassen und abfinden mag, ab in die Urne? Oder vielleicht in die großartige Pflegefabrik an der Lahn, was so ziemlich aufs Gleiche herauskommen wird? Ich würde sagen: Überlassen wir die Wieseckaue dem Pöbel, da ist eh schon alles zu spät, und
lasst uns dafür den Schwanenteich, das wäre doch ein fairer Kompromiss.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 29.04.2015 um 08:46 Uhr
Frau Barthel Ihre Ausdrucksweise gegenüber den jungen Familien und den Menschen die Ihre Freizeit in anderer Form genießen wollen, als Sie lässt tatsächlich tief blicken. Menschen mit einer anderen Meinung oder anderen Interessen als Pöbel zu bezeichnen ist ziemlich unverschämt. Diese Art der Diffamierung kenne ich so nicht von Ihnen. Schade, dass eine Anfangs doch recht sachliche Diskussion aus dem Ruder läuft. Ihr Vorschlag das Gebiet ein wenig einzuteilen ist nämlich gar nicht so schlecht und ähnelt der Bauleitplanung aus 2012. Naherholung und Naturschutz müssen nicht im Wiederspruch stehen. Dafür gibt es auch in der näheren Umgebung viele Beispiele.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.04.2015 um 09:14 Uhr
Richtig, zu Ihrem letzten Satz. "Pöbel" ist für mich keine soziale Kategorie. Aber wer auf dem Standpunkt steht, was kümmert mich die Natur, Hauptsache ich kanns mir am Wasser bequem, der hat
meiner Meinung nach diese Bezeichnungverdient.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 29.04.2015 um 10:45 Uhr
Das gemeine Volk abschätzig der Pöbel genannt...
Sie stellen Sich damit über die Erholung suchenden.....viele Menschen lieben beides im Einklang. Das funktioniert wenn man der Sache offen und mit dem nötigen Respekt gegenüber tritt. Aber natürlich kann dazu jeder sein Meinung haben.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.04.2015 um 12:16 Uhr
Herr Büttel,
ich habe mich von meinen Gefühlen mitreißen lassen und ein Unwort gebraucht. Mit Verachtung für das gemeine Volk hat das aber nichts zu tun, sondern nur mit Verachtung für diejenigen,
die ihrem Vergnügen nachgehen ,ohne nachzudenken oder irgendeine Verantwortung empfinden. Und Verachtung für die
Politiker, die die Menschen darin bestärken und dieses Verhalten dazu benutzen, um sie in ihrem Sinne zu manipulieren.
Trotzdem entschuldige ich mich bei Ihnen und den Familien ,die Sie vertreten, und möchte auch betonen, dass ich hier ausschließlich für mich selbst gesprochen habe und nicht für
irgenwelche andere Protestbürger, wie Frau Back unterstellen möchte. Bei Ihr entschuldige ich mich ausdrücklich nicht.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 03.05.2015 um 21:42 Uhr
Auf Gießen.de / Kultur,Freizeit und Sport ist folgendes zu lesen :



Spaziergänge in und um Gießen

Schwanenteich
Spazieren Schwanenteich: Nur wenige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt liegt diese kleine Oase, ein ruhiger See im grünen Auengebiet........
( Mai 2015 )
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.05.2015 um 09:31 Uhr
Ich war am Wochenende da, um mich zu vergewissern, ob ich mit meiner Beurteilung richtig liege oder mich korrigieren muß.
Ich habe außerdem meinen Mann mitgenommen, der ist weniger elitär und insgesamt gemäßigter als ich.
Es waren zwar durchaus Menschen in der Wieseckaue, aber
keineswegs besonders viele. Mir fiel aber auf, dass die meisten
davon keineswegs fröhlich wirkten, sondern eher grimmige Gesichter machten.. Vielleicht aus Ärger darüber, dass sie auf die fadenscheinigen Anpreisungen der städtischen Homepage hereingefallen waren?
Und was hat mein Mann gesagt? "Haben die Gießener das
wirklich verdient?"
Der Schwanenteich allerdings ist immer noch schön, wenn man von der scheußlichen Brücke einmal absieht.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.05.2015 um 10:40 Uhr
Ich war schön öferts in letzter Zeit da. Auch mit meiner Frau. Die findet alles ganz Prima. Lauter fröhliche Familien, Kinder die dort spielten, Jugendliche auf der Skaterbahn einfach Leben pur. Das in Verbindung mit dem jetzt schön angelegten Park regt zu weiteren Besuchen an. So etwas schönes haben die Gießener seit langem verdient. Die Hompage müsste auf die vielen Möglichkeiten hinweisen und nicht nur auf die gut angelegte Anlage.
Am letzten Wochenende spielte leider das Wetter nicht so mit.....
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.05.2015 um 12:43 Uhr
Na , viel Spaß. Hoffentlich reichts für mehr als einen Aufenthalt im neuen Gießener Ballermann.
Ironie haben Sie übrigens nicht für sich allein gepachtet.
Mit der Zeit wird sich ja heraustellen , wie groß die Zustimmung
zum Gießener Ballermann und Umgebung wirklich ist.
Wir haben ja zwei Wahlen vor uns, und ich hoffe doch sehr, dass die Gießener nicht so dumm sind, wie gewisse Politiker und deren Anhänger glauben.
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 07.05.2015 um 12:23 Uhr
Umfrage in der GAZ zur Strandbar, abgegebene Stimmen 1.093:

32 % Super. So etwas gehört einfach zu einer Unistadt. Man sieht sich.

62 % Also nee. Ich brauche keinen Remmidemmi beim Spazierengehen.

6 % Wenn ich ans Wasser will, gehe ich an die Lahn.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 08.05.2015 um 12:42 Uhr
nur halb so lächerlich wie die Abstimmung zur 'Umbenennung zum Stadtpark'!!!
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 08.05.2015 um 13:44 Uhr
Es tut mir aufrichtig leid, dass in ihrem Studium die Prozent-Rechnung noch nicht stattfand!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Martina Lennartz

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Am 22.01.2020 hatten wir Rocky (jetzt Olaf) hier vorgestellt....

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