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Antrag: preisgünstige Wohnungen bauen!

Gießen | Der Magistrat wird beauftragt, zukünftige Investoren von Bauvorhaben zu verpflichten, 20 Prozent des geplanten Wohnraums kostengünstig – in Anlehnung an den sozialen Wohnungsbau – zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Da die bisher von den Investoren projektierten ca. 1000 Wohnungen von einem Großteil der Bürger nicht bezahlt werden können, erscheint dies erforderlich.
Beispiele sind aus anderen Städten bekannt.
Der Sinn des Wohnungsbaus kann nicht alleine darin liegen, Spekulationen zu fördern.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Beltz

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2015 um 19:10 Uhr
Guter Antrag. Hätte schon viel früher kommen müssen.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 22.04.2015 um 16:18 Uhr
Der Antrag ist gut. So wie es früher war im Sozialen Wohungsbau. Förderfähige günstige Wohnungen. Der Investor verliert ja nichts.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 18:46 Uhr
Dieser Antrag wurde gestern im Bauausschus mit dem Hinweise auf eine Initiative der Stadt abgelehnt. Die Stadt soll 1,2 Millionen Euro für Sozialwohnungen ausgeben. Wieviele Wohnungen werden es?
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 18:57 Uhr
Diese heiß begehrten Investoren werden sich doch nichts vorschreiben lassen, das hätte mich nun aber sehr gewundert.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 19:07 Uhr
Aber immerhin sind die Investoren verpflichtet, Grünflächen anzulegen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 21:12 Uhr
Grünflächen oder Gärten können m. E. beim Verkauf der Eigentumswohnungen preissteigernd wirken. Da lacht das Herz der Investoren doch nur.
Aber jeder Versuch, die Stadt zum Bau von Sozialwohnungen in die Pflicht zu nehmen, ist ein guter Versuch.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.04.2015 um 17:30 Uhr
Sie haben Recht, aber das nutzt nichts. An konkretene Zahlen wird noch mehr kritisiert.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.04.2015 um 07:10 Uhr
Frau Back - sie legen sicher ihre "Finger in die richtige Wunde", wenn sie fragen: Was ist eigentlich heutzutage eine preiswerte Wohnung.

Michael B. sieht aus seiner parteipolitischen Sicht den Schwerpunkt der Antwort darauf auf der Seite der zukünftigen Nutzer. Das ist angesichts der dramatisch ansteigenden Anstieg der Zahl der arm Gemachten in unserer kapitalistischen BRD sicher auch die richtige Sichtweise.

Dabei sollte aber auch nicht vergessen werden - und Herr Kaiser vom örtlichen Mieterverein wird ja nicht müde darauf hinzuweisen - dass die horrend hohen Mietpreise nicht nur wegen der Raffgier von irgendwelchen Kapitalisten (und dazu zähle ich auch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften, die vorgeben bekommen, welchen Reibach sie an die Stadtkasse abführen müssen bzw. wie hoch maximal der jährliche Zuschuss sein darf ....) und der Tatsache, dass preiswerte Mietwohnungen Mangelware sind geschuldet ist, sondern auch (wie genau das zu bewerten ist - da müßten Spezialisten sich dazu äußern) den in den letzten Jahren stark geänderten staatlichen Bestimmungen zum Mindeststandart von Wohnungen bzw. den Randbedingungen zur Beantragung von Fördermitteln.

Ich verweisse dazu auf eine Pressemitteilung der Gewerkschaft "Bau-Steine-Erde".

http://www.igbau.de/Die_Preisspirale_ist_staatlich_gemacht.html
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 25.04.2015 um 11:58 Uhr
Für mich der sehr oft für unsere Patienten und Klienten Wohnungen suchen muss, hat das Desaster mit der Änderung der Sozialgesetzgebung weg von der Sozialhilfe hin zu Hartz IV begonnen. Schlagartig wurden die geförderten Wohnungen weniger und es war bald gegen Null Wohnungen zu finden und zu vermitteln. Selbst innerhalb der kommunalen Verwaltungen führt dies zu großen Spannungen. Durch die gleiche gesetzliche Änderung (Einführung Hartz IV) wurde die eigen Verantwortlichkeit der Mieter gefordert und die Miete nicht mehr direkt durch die Ämter bezahlt. Dies führte zu Mietausfällen und der dadurch geringeren Bereitschaft in Sozialwohnungen zu investieren. Ich kenne Vermieter die noch bis Anfang der 2000er Jahre gerne an Hilfeempfänger vermietet haben mit den Worten da kommt die Miete sicher und pünktlich und die Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres wird ohne Murren durch das Amt bezahlt. Die habe auf nicht geförderte Mieter sogar verzichtet. Das hat sich völlig gewandelt. Auch sind die staatlichen Sätze nicht mit der allgemeinen Preisentwicklung mitgestiegen. Ich bin wie bekannt in der Regel gegen die staatliche Steuerung. Hier im Falle des bezahlbaren Mietraumes muss ich mich für eine Steuerung aussprechen. Bebauungspläne sollten von vorne herein dies bei der Planung durch die Politik berücksichtigen bevor es in die Ausschreibung geht. Eine Obergrenze des sozialen Mietspiegels ist dabei an den Berechnungsgrundsätzen der entsprechenden Leistungssätze festzulegen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 30.04.2015 um 12:12 Uhr
Das ist leider alles zu 100% zutreffend. Nur: Wer könnte daran etwas ändern? Und wie?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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