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Stadt und Landkreis entscheiden sich: Gefahrenabwehrzentrum soll im US-Depot gebaut werden

Das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis Gießen soll auf dem früheren US-Depot direkt neben der früheren US-Feuerwehr (im Bild hinten) entstehen. Bild: Landkreis Gießen
Das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis Gießen soll auf dem früheren US-Depot direkt neben der früheren US-Feuerwehr (im Bild hinten) entstehen. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | Das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis Gießen soll auf dem früheren US-Depot entstehen. Das haben der Kreisausschuss und der Magistrat fast zeitgleich beschlossen. „Das ist der Startschuss für den lang ersehnten und dringend benötigten Neubau“, sagten Landrätin Anita Schneider und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei der Vorstellung des Grundstücks.

Dieses liegt genau am Standort der früheren Army-Feuerwehr, gut sichtbar nur wenige Hundert Meter vom Haupteingang in der Rödgener Straße entfernt.

„Zunächst befanden sich fünf Standorte in der Prüfung“, erläutert Dietlind Grabe-Bolz die Vorgehensweise. Stadt und Landkreis hatten gezielt das auf die Planung von Feuerwehrstandorten spezialisierte Unternehmen Kplan mit Sitz in Siegen mit einer Standortanalyse beauftragt. Ziel war es, ein unabhängiges Urteil zu erhalten.

Geprüft wurden zwei mögliche Grundstücke in der Lahnstraße, zwei weitere an der Grünberger Straße und eines auf dem US-Depot-Gelände. Dieses wurde letztlich in dem Gutachten als Standort empfohlen.

Für die Empfehlung gibt es mehrere Gründe: Einerseits erfüllt der Standort die Hilfsfrist. Diese besagt, dass die Rettungskräfte ab einer Alarmierung in zehn Minuten vor Ort sein müssen. Außerdem sprachen Gründe des Lärmschutzes und der Verkehrslage für das US-Depot.

Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz: „Wir sind durch den Zuschnitt des Grundstücks auch sehr flexibel.“ Und Landrätin Schneider ergänzt: „Von hier aus kann sowohl über den Gießener Ring als auch durch die Stadt ausgerückt werden.“

Bislang befindet sich die rund 23.000 Quadratmeter große Fläche inklusive einer Halle im Eigentum der Firma Revikon. Den Gesamtkaufpreis in Höhe von 1,7 Millionen Euro teilen sich Stadt und Kreis. Hinzu kommen 126.000 Euro für eine Halle, die stehen bleiben und als Übungs- und Abstellfläche genutzt werden soll.

Damit sind die Stadt und Landkreis Gießen mit dem Bau eines gemeinsamen Gefahrenabwehrzentrums einen großen Schritt weiter gekommen. Darin sollen künftig neben der Berufsfeuerwehr der Stadt auch die Leitstelle sowie ein feuerwehrtechnisches Zentrum des Kreises unter einem Dach zu finden sein.

„2018 soll es stehen“, sagt Anita Schneider. Die Gesamtkosten werden mit rund 23 Millionen Euro veranschlagt. Davon entfallen zehn Millionen auf den Kreis und 13 Millionen auf die Stadt. Nachdem sich die Beteiligten auf ein Grundstück festgelegt haben, kann nun ein Kostenplan erstellt werden. Der wiederum ist Voraussetzung für eine finanzielle Förderung durch das Land Hessen.

Das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis Gießen soll auf dem früheren US-Depot direkt neben der früheren US-Feuerwehr (im Bild hinten) entstehen. Bild: Landkreis Gießen
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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 05:48 Uhr
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