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Frisches Wasser: Gießener Hilfswerk bohrt 1.000 Brunnen in Afrika

Gießen | Sauberes Wasser bringt Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätze. Darum ist das Gießener Hilfswerk „Global Aid Network“ (GAiN) glücklich, dass in diesen Tagen der hat 1.000ten Brunnen in Afrika gebohrt werden konnte. GAiN-Leiter Klaus Dewald war dabei, als in Benin das erste Wasser aus dem Jubiläumsbrunnen floss. "Unbeschreiblich groß ist die Freude der Dorfbewohner gewesen", erinnert er sich. Für 7.500 Euro kann ein Brunnen gebohrt werden. Rund 1000 Menschen profitieren dann von sauberem Wasser und das jeden Tag aufs Neue. 1.000 Brunnen in den Ländern Benin, Tansania und Togo gebohrt wurden seit Beginn des Projektes gebohrt und gebaut. Das Wasser verändert das Leben von etwa einer Million Menschen. Nur eine Tiefbohrmaschine kann bis auf 70 Meter Tiefe bohren. GAiN hilft mit der nötigen Technik und Manpower beim Brunnenbau. Die von GAiN gebauten Brunnen sorgen für sauberes Wasser aus der Tiefe und verhindern, dass verunreinigtes Oberwasser geschöpft wird. Das geschlossene System sorgt dafür, dass der Brunnen sauber bleibt.

In Afrika haben über 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Sie verbringen
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viele Stunden damit, Wasser aus Bächen, Seen oder Pfützen zu holen. Dieses Wasser enthält oft Krankheitskeime. In jeder Minute sterben weltweit vier Kinder an den Folgen verunreinigten Trinkwassers. Kinder, vor allem Mädchen, gehen nicht zur Schule, weil sie jeden Tag viele Kilometer mit schweren Wasserkanistern zurücklegen müssen. Klaus Dewald: "Viele Frauen machen sich bereits nachts auf den Weg zum Wasserholen machten, da es bei Tage ein großes Gedränge gibt. Das in Seen oder Flüssen gewonnenen Wasser enthält krankmachende Keime." Die kleine Naomi in dem Dorf Tchatzhou im Benin hatte schon oft schlimmen Durchfall, erzählt Dewald. Doch jetzt kann die Familie sauberes Brunnenwasser holen. „Wir in Deutschland nehmen unsere gute Wasserversorgung so selbstverständlich hin, dass wir uns gar nicht vorstellen können, welche Veränderung sauberes Trinkwasser für die Menschen in Afrika bringt. Gutes Wasser durchbricht den Teufelskries von Krankheit und Armut und verwandelt ihn in einen Segenskreis“, so Dewald.

GAiN bildet die Dorfgemeinschaft aus, damit sie den Brunnen eigenständig nutzen kann. Ein Brunnenkomitee ist für die Wartung und Pflege verantwortlich. Dieses Komitee muss mindestens zur Hälfte mit Frauen bestehen. Die gesamte Wirtschaftsleistung steigt und das Dorf kann beispielsweise Gemüsegärten anlegen. „Das ist wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe“, fasst Dewald das 2005 gemeinsam mit GAiN Kanada gegründete Projekt zusammen.
Mütter haben Zeit für ihre Kinder. Krankheiten nehmen ab und Menschen haben Kraft für die Feldarbeit. Felder können bewässert werden. Der Anbau von Nutzpflanzen lohnt sich, um damit auch Geld zu verdienen. Kurzum, die Wirtschaft des Dorfes blüht auf. Aus dem Erlös können Schulen gebaut und Kinder unterrichtet werden. Ihre Bildung ist eine wichtiger Schritt aus der Armut. "In einem Dorf, wird jede Woche ein Brunnenfest gefeiert. So glücklich sind die Menschen für das saubere Wasser."
GAiN führt das Brunnenbauprojekt weiter, damit bald wieder weitere 1.000 Bewohner freudig um ihren neuen Brunnen tanzen können.
Weitere Infos können gerne per Mail angefordert werden: info@gain-germany.org

 
 

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von:  Harry Weiß

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