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Männlich oder weiblich - wie muss unsere Sprache sein?

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 17:03 Uhr
Ist doch irgendwie .... Banane
Florian Schmidt
4.880
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 19:04 Uhr
Wo ist die schöne alte Zeit? Da hatten die Weiber noch Arbeit in Küche und Haushalt genug um sich über solche Dinge nicht zu sorgen.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 19:38 Uhr
Michael B. hast du denn keine anderen Sorgen? Z.B. wer am 14.6. die OB-Wahl gewinnt .... oder .... oder .....!

Also ehrlich - gerade von dir erwarte ich mehr Substanz.
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 22:40 Uhr
Hallo Michael,
ich weiß jetzt nicht, was mein Vorredner unter Substanz versteht. Bleibt erst mal sein Geheimnis. Aber die Beispiele, die Du anführst, sind ja eher noch harmlos. An der Uni in Leipzig gibt es nur noch den Titel "Professorin". Und wer da keinen Rock, sondern Hosen an und einen Phallus in selbiger hat, der muss mit "Herr Professorin" angeredet werden. Kein Scherz. Unsere feministisch angehauchten Gleichberechtigungs-TalibanInnen laufen da zu kreativer Höchstform auf. Motto: Alice Schwarzer trainiert für Olympia!
Da gibt es diverse Sprachempfehlungen und -richtlinien. „Der Verfasser des Werkes ist unbekannt“ geht schon mal überhaupt nicht. Es muss heißen: „Es ist nicht bekannt, wer das Werk verfasst hat“. Du darfst auch nicht mehr sagen/schreiben: "Jeder macht mal einen Fehler", sondern "Alle maschen mal einen Fehler". Gut, Fehler, also der Fehler, ist jetzt männlich. Das wird stillschweigend toleriert. Sonst müsste es ja eigentlich auch "Fehlerin" heißen :-) Narhallamarsch!
Mehr zum Thema hier: http://www.rotorman.de/groteske-geschlechterdebatte-wo-diewitzboldin-das-ampelfrauchen-knutscht/#more-976
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 22:46 Uhr
Oh, unsere Kommentar-Queen hat ein neues Profilbild... Hammer.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.04.2015 um 23:28 Uhr
Dieser Beitrag hat bestimmt seinen Grund Martin! Ob du`s glaubst oder nicht, es gibt bei nicht wenigen politischen Diskussionen / Treffen / Plenen usw. manchmal mehr Auseinandersetzungen und Streit um solche Fragen als um Inhalt ! Nicht, dass ich es für unwichtig halte - da steckt schon Substanz drin! - aber es sollte geklärt werden und dann sollte man / frau sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.

Meine Lieblingsvariante = StudentInnen / DozentInnen, ob das nun grammatikalisch in Ordnung ist, das ist mir wurscht.
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 01:07 Uhr
Ist wenigstens aussagefähig genug
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 06:43 Uhr
@Nina Back: Apropos neue Ergüsse, Frau (oder Fräulein?) Back, gibts dahingehend außer der legendären Ode an den gelben Dachkater (oder war es eine "Kätzin"?) irgendetwas Neues bei Ihnen, was mir entgangen ist? Ich sehe aber, heute ist zumindest ein, wenn auch einfach strukturierter, so doch grammatikalisch einigermaßen korrekter Hauptsatz dabei. Alles wird gut. Ein neuer Sprachtrainer mit logopädischer Zusatzausbildung (aber in diesem Falle sind es natürlich SprachtrainerInnen) kann schon Wunder bewirken. Weiter so! Bei welchem Buchstaben des Alphabets sind sie momentan?
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 08:25 Uhr
Spitze, den Nagel sozusagen auf den Kopf getroffen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 09:06 Uhr
Liebe Frau Back, lang ersehnt, heiß erfleht. (alter Schlager) Endlich wieder mal einen Kommentar. Wozu die Aufregung, ich habe doch verschiedene Varianten angeboten.
Stefan, ich mag das große "I" in einem Wort nicht. Das erinnert mich an Effenberger, der das wohl mit seinem Stinkefinger erfunden hat.
Ich sage auch weiterhin Studenten und Studentinnen oder umgekehrt. Die Leute sind mir wichtig genug, dass ich mir Zeit lasse sie anzusprechen. Diese aus den USA eingeführten Verkürzungen in der Sprache will ich mir nicht angewöhnen.
Zunehmend werden Abürzungen benutzt, die ebenfalls dazu beitragen, den Inhalt nicht zu verstehen. Genauso ist es mit der überfeminisierten Sprache. Manche sehen dadurch die Gleichberechtigung der Frauen erreicht.
Also: MfG, LG, an alle mit ADS, ADHS und ADAC.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 09:19 Uhr
Übrigens: Das Fräulein ist out!
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 09:39 Uhr
Die Wiederholungskommentare von Frau Back häufen sich, werden dadurch auch nicht besser, dass sie versucht mit Formulierungen wie: ... dass unser Kommentarkönig der Herzen zur Zensur geblasen hat. Beifall aus der Szene zu erhaschen.
Ich hätte mir von einer Studentin doch etwas mehr Niveau erwartet.
Florian Schmidt
4.880
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 10:11 Uhr
Irgendwie erinnert mich die Diskussion imme an den ersten Auftritt der VVJ beim Leben des Brian. Es bricht sich doch niemanden einen Zacken aus dem Krönchen eine Gruppe Menschen wechselseitigen Geschlechts in neutraler Form zu benennen oder im konkreten Fall die entsprechende Endung zu benutzen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 10:17 Uhr
Die Regeln für einen korrekten Sprachgebrauch im Sinne der Gleichberechtigung haben vieles kompliziert und manchmal zu
komischen Auswüchsen geführt. Mich würde interessieren, ob es Erkenntnisse darüber gibt, was sie bewirkt haben. Gab es irgendwelche positive Auswirkungen auf die Situation der Frauen,oder hat das Ganze nur eine rhethorisch-symbolische Bedeutung.
Dass die Sprache von Machtstrukturen geprägt ist, das
ist klar, aber ob eine Veränderung der Sprache auch zu einer Veränderung der Machtstrukturen führt?
Es heißt übrigens immer noch :Der Mensch.
Und was bedeutet das?
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.04.2015 um 15:22 Uhr
Nicht schlecht Frau Barthel! ich denke, weder die "Quotenfrau" noch die Regeln des ( angeblich ) "korrekten Sprachgebrauchs" haben irgendetwas an der Situation der Frau geändert!
Trotzdem habe ich mich so entschieden, um wenigstens ein kleines Zeichen zu setzen... ob nun "StudentInnen" oder "Studentinnen und Studenten" Michael, das ist mir ziemlich egal, und ob das die Amis machen oder nicht machen, auch das interessiert mich nicht besonders....
Ja Herr Schmidt, ich versuche es auch oft zu umgehen, sage / schreibe "Leute", "Menschen" usw., funktioniert aber nicht in allen Fällen.
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 15:45 Uhr
Liebe Frau Barthel ich möchte Sie nicht verbessern, nur ergänzen. Es kann auch das Mensch sein und das wäre dann weiblich.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 16:40 Uhr
Ich komme ja aus einer bestimmtem politischen Gruppierung. Vor ein paar Jahrzehnten tobte da wirklich ein erbitterter Kampf unter den Genossen, wie die Gruppe den geschlechtsneutral umzubenennen wäre.

Ich habe mich da mit keinem "Pieps" reingehängt und die Genossen sich auf der Spielwiese austoben lassen (was ja streng genommen auch eine bestimmte Funktion hat). Das Ergebnis der Diskussion habe ich auch wortlos akzeptiert.

Ich bleibe dabei: Bei der Beseitigung des Kapitalismus hat diese Fragestellung Null-Komma-Nullfünf Prozent Relevanz.

Ich denunziere den Artikelschreiber sicher nicht, wenn ich hier erwähne, dass er Kommunist ist. Kenne mich da nicht besonders gut aus, aber soweit ich mich entsinne gilt in diesen Kreisen die Frage: Was ist der Hauptwiderspruch und was ist nur ein Nebenwiderspruch?
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 17:07 Uhr
Rechtschreibung nicht nur bei anderen tadeln ;-(
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 17:12 Uhr
Das habe ich nicht gemeint. Sie sollten nur manchmal etwas Toleranz üben.
Darauf sollten erst gar nicht antworten.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 17:28 Uhr
Das Mensch, Herr Herold, ist in Bayern und Österreich ein übles Schimpfwort.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 18:01 Uhr
Man sollte ,glaube ich, auch die Verwendung von diffamierenden Ausdrücken in diese Debatte einbeziehen.
Zum Beispiel hat ja die Kirche schon vor einiger Zeit das Wort
"Weib" durch "Frau" ersetzt, was ich auch durchaus gut finde.
Hat sich aber in der Einstellung der Kirche zu den Frauen und den Rechten, die sie ihnen zugesteht, dadurch irgendetwas geändert?
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 18:05 Uhr
Das Mensch – altbayerische Bezeichnung für Jungfrau, Magd oder Luder – ist der Titel der neuen Wellküren-CD

Also wo ist außer Luder da was schlechtes zu lesen?

Auch wenn Sie Frau Back es nicht hören wollen. Wie lautet die In Schrift des Hosenbandordens?

Ich helfe gerne nach: „Honi soit qui mal y pense“ (ein Schelm, wer Böses dabei denkt)

Also denken Sie doch was Sie wollen. Ich sage da nur 'Die Gedanken sind frei' auch für Sie und andere.
H. Peter Herold
29.018
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 18:11 Uhr
Was ist nun wieder an Weib auszusetzen. Nur weil es heiß, das Weib sei dem Manne untertan. Ist es das? Ich empfehle einfach mal den link aufzurufen und alles zu lesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weib

Also ich finde an Weib nichts schlechtes. Oder ist an Mann was schlechtes zu finden.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 23:07 Uhr
Frau Barthel, das "Fräulein" ist nicht überholt. Es war überholt, jetzt taucht es wieder auf. Sehen Sie mal Filme unterschiedlicher Qualität an. Der Begriff Weib wurde mal in den 60/70igern positiv besetzt. Im Rahmen des SDS gab es einen Weiberrat.
Gewiss ist die herrschende Sprache die Sprache der Herrschenden und damit männlich dominiert. Nur, wer dagegen ankämpft mit dem dem Versuch die Sprache zu feminisieren im Interesse von Emanzipation, verbreitet gelegentlich Illussionen darüber, die Gleichberechtigung der Frauen zu erreichen.
Solange Frauen schlechter als Mäner bezahlt werden, gibt es keine Gleichberechtigung. Schweigen wir hier von Bedingungen in anderen Ländern.
Martin Wagner hat mit dem Hinweis auf Kapitalismus wohl nicht ganz Unrecht.
Florian Schmidt
4.880
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 00:08 Uhr
Veronica Ferres bezeichnet man gene als Vollweib, wobei ich da nicht genau zu bestimmen mag wo der größere Grad der Beleidigung liegt.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 08:58 Uhr
Ja, Frau Back, ich setzte an dem Wort Weib nichts aus. Heißt es nicht Wein, Weib und Gesang und das ein Leben lang!?

Nun mal ein Erlebnis: Ende der 60iger habe ich einen Brief (gab es damals noch) an die Schulrätin (gab es schon!) in Wetzlar geschrieben. "An die Frau Schulrätin Lore Reitz, Brühlsbachstr." usw. Mir wurde mitgeteilt, es müsse heißen "An den Herrn Schulrat...."

Ich lasse mich jedenfalls von Sprachverstümmelung, Denglisch und zunehmenden Abkürzungen nicht verrückt machen.
Anderer Bereich der Sprachvergewaltiger:
Jetzt wurde sogar der Dachdecker Neger, ein Nachfahre des bekannten Sängers Ernst Neger, der mit Toni Hämmerle auftrat, angegangen. Er solllte seinen Namen, den er auf seinem Firmenwagen als Werbung platziert hat, entfernen. Das sei Rassismus.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 09:22 Uhr
Die Entwicklung der Sprache und der Bedeutungswechselvon Worten, das ist ein sehr interessantes Gebiet !
Aber gerade die Diskussion über korrekte männliche oder weibliche oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zeigt doch
vor Allem, wie weit wir von echter Gleichberechtigung noch entfernt sind. Hätten wir die erst einmal erreicht, könnten wir
uns derartige Auseinandersetzungen sparen. Ob ich das noch erlebe?
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 12:25 Uhr
kurz zu:

"Nina Back aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 16:53 Uhr
Also sind Themen, die nicht der Kapitalismusbeseitigung dienen, von vorneherein unwichtig? Interessanter Standpunkt."

Frau Back, ich bitte sie bitte lesen sie meine Kommentare doch etwas aufmerksamer.

Wenn Frau Lieschen Müller und Herr Fritz Beliebig einen solchen Artikel schreiben geht das doch voll in Ordnung. Aber nicht, wenn ein so in der Öffentlichkeit stehender Kommunist, wie Michael B.!

Geht mich ja überhaupt Nichts an, aber ich würde mich nicht wundern, wenn er sich bei der nächsten Mtigleiderversammlung den Fragen seiner Genossen, so in der Richtung "..... Genosse glaubst du, dass du noch auf der richtigen Linie liegst ...." ausgesetzt ist.

(Ich verkenne nicht, dass Michael B. ein Recht darauf hat auch als Priatperson sich zu äußern, aber ich bezweifele, dass die Mehrheit der Leser zwischen Michael B. als ortsbekannten Kommunisten und Michael B. als Privatmensch unterscheiden können.)
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 13:28 Uhr
Sie liefern uns da ja einen hübschen Beweis für den Dogmatismus einer Partei,die angeblich für mehr Freiheit, Gerechtigkeit ,und für was eigentlich? einsteht.
Wenigstens ehrlich, und auch aufschlussreich, vielen Dank!
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.04.2015 um 18:43 Uhr
Martin = sicher hast du Recht: zur bürgerlichen Gesellschaftsordnung gehört auch die bürgerliche Familienordnung, diese bedingt die doppelte Ausbeutung der Frau ( Michael hat es in seinem Kommentar vom 10.04. - 23.07 Uhr angedeutet ), dies kann man natürlich durch eine "andere" Sprache auch kein bisschen ändern... von daher ist es sicher ein "Nebenkriegsschauplatz", aber immerhin - wie mehrfach jetzt geschrieben - auch dies Sprache ist Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse... also, warum sollte man sich nicht auch diesem Thema widmen ( natürlich muss man es von der Bedeutung her richtig einordnen )

Muss ja nicht stimmen, aber ich habe den vagen Verdacht, dass du hier Michael persönlich angreifen willst, statt in der Hauptseite inhaltlich zu antworten / zu kommentieren!? Das sollte nicht dein / unser Niveau und Anliegen sein, das überlassen wir doch lieber Leuten die nur provozieren wollen und sich dabei evt. ein wenig wichtig tun wollen, oder nicht?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 18:43 Uhr
Liebe Frau Barthel, da Martin Wagner nicht Mitglied der DKP ist, weiß er auch nicht, was auf der nächsten MV geschieht und ist insofern kein Zeuge meiner Partei. Was er hier äußerst ist seine persönliche Meinung; und das ist gut so.

Zu Neger: Ich muss zugeben, dass ich nur in der zeitung darüber gelesen habe. Heute auch im Sportteil der G. Allgemeinen (gw - Steines). Also muss ich meine Kritik zurückziehen.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 08:08 Uhr
Stefan .... natürlich greife ich Michael B. persönlich an. Aber nicht, weil "mir seine Nase nicht gefällt", sondern weil er - in meinen Augen eine ganz besch..... Lokalpolitik macht.

In meinem ersten Kommentar habe ich geschrieben: "(...) Michael B. hast du denn keine anderen Sorgen? Z.B. wer am 14.6. die OB-Wahl gewinnt .... oder .... oder .....! (...)". Was kam zurück? Bei diesem Artikel Nichts (und bei anderen Artikeln so - um es höflich auszudrücken - sehr allgemeine Überlegungen zum Verhältnis von Lokalpolitik zur "großen Politik").

Natürlich muss Michael B. mir nicht antworten, aber warum regst du dich dann auf, dass ich ihn angehe. Meines Wissens bist du doch nicht in seiner Minipartei. Aber du mischst doch auch in der Lokalpolitik mit (oder hast das zumindest über viele Jahre gemacht).

Ich kapiere das einfach nicht (vielleicht bin ich da begriffsstutzig), wie ein intelligenter Mensch (Michael B.ist sicher doppelt so schlau wie ich) (zumindest) zu einem für Linke so nebensächlichen Thema sich äußert, wenn es hochaktuell in Giessen ist durch eine Unterstützung von Frau Helmchen die Frau Grabe-Bolz am 14.6. endlich aus ihrem Sessel zu kippen.

Und komme mir keiner damit, dass dazu keine Chancen bestehen. Stefan gehe einmal durch die Innenstadt und rede mit den dir Bekannten darüber. Ich bin mir sehr sicher, du findest niemanden der meint, dass der Wahltag kein Abrechnungstag ist (und diese Frau "überreif ist").

Wie soll ich das humorvoll rüber bringen. Ich versuche es einmal so. Als der liebe Gott nach meiner Geburt mit Hirn nach mir warf, da habe wohl gerade an der Brust meiner Mutter genuckelt ... und so kam es, dass ich nicht die volle Ladung abbekommen haben .....! Was ich sagen will: Ich - obwohl ja schon älter - bin in manchen Bereichen "nicht der Hellste". So z.B. bin ich - trotz vieler negativer Erfahrungen - immer noch zu blauäugig.

Michael B. konnte mich deswegen mit der BI aufs Glatteis führen. Da wurde viel Tamtam gemacht, aber als es Ernst wurde, da wurde das Engagement vieler Mitbürger entwertet. Durch ein schlampig formulierten Bürgerentscheidtext wurde verhindert, dass "die Ernte eingefahren werden konnte". Wären wir damals nicht vor Gericht unterlegen und hätten den Bürgerentscheid gewonnen, dann wäre Frau Grabe-Bolz sicher schon längst weg vom Fenster.

Weiteres Beispiel: Michael B. sitzt ja im Stadtparlament. Warum hat er nicht darauf gedrängt, dass die Schlussrechnung zur Landesgartenschau vor dem 14.6.15 auf den Tisch kommt. Zurecht hat doch die BI immer darauf hingewiesen, dass der zu erwartende horrend hohe Verlust bei den sozialen Aufgaben fehlen würde. Ich bin mir sicher, dass so mancher eingefleischter Nichtwähler, wenn sie/er die Summe lesen würde, sich sagt: Heute ziehe ich mal die Pantoffel aus und die Straßenschuhe an und gehe ins Wahllokal.

((Der Kommentar wird zu lang - ich spare mir weitere Beispiele!))

Ich verstehe das einfach nicht. Gerade Kommunisten hatten doch unter den Spezialdemokraten zu leiden? Ist das Alles vergessen? Sind da nicht noch viele alte Rechnungen offen? Glaubt Michael B. ernsthaft, dass Frau Grabe-Bolz besser ist als Frau Helmchen? ......

Stefan ich bin wahrlich kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber warum betreibt so ein schlauer Mensch so eine besch..... Lokalpolitik? Aber wenn mir trotz ernsthafter längerer Überlegungen keine andere logische Gedanken zum Sachverhalt einfallen, so mag das an meiner Unfähigkeiten liegen, aber es kann auch Zusammenhängen liegen, die geheim gehalten werden sollen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 10:34 Uhr
Martin W. Mir geht es hier um Sprache, nicht um irgend eine Wahl. Weil ich nicht gegen die derzeitige OB auftreten will, mache ich Deiner Ansicht nach eine bescheidene Lokalpoltik. Das ist eben seit Monaten Deine Meinung.
"Michael B. ist sicher doppelt so schlau wie ich." Falsch! Höchstens 10% mehr.
Ansonsten rät der Arzt oder Apotheker: Bleib locker bei der OB-Wahl!!!
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.04.2015 um 11:03 Uhr
Gut, ne ziemlich ausführliche Antwort Martin, und du weisst ja, bei mir bekommen alle immer Antworten auf ihre Fragen / Anmerkungen, das gebietet allein schon die Höflichkeit und der Respekt!
Michael, auch wenn ich persönliche Angriffe generell als Mittel der ( politischen ) Diskussion ablehne, so ist deine Antwort aus meiner Sicht durchaus etwas "dünn" ausgefallen. Du stellst hier zu allem Möglichen Beiträge ein ( hier finde ich es nicht falsch ), bei manchen musste ich auch schon nachdenken "was soll das eigentlich für einen Sinn machen"... und da darf die Frage schon erlaubt sein "warum kommt hier ausgerechnet kein Beitrag zum Thema OB Wahl", nicht so allgemein, das genügt nicht, sondern wie stehst du / steht ihr zur "Nichtkandidatur" eines linken Kandidaten. Das ist sicher nicht das was Martin evt. erwartet, ihm geht es ja "nur" um die Abwahl der OB, aber ich persönlich hätte da schon einen öffentlichen Standpunkt von dir / von euch erwartet, wie Martin richtiger Weise feststellt " du bist immerhin Stadtverordneter und stehst als Kommunalpolitiker auch in der Öffentlichkeit"

zu Martin: jetzt hast du versucht die inhaltlichen Punkte zu benennen, ich habe versucht darauf einzugehen... immer dran denken "Kritik und Selbstkritik" ist das Entwicklungsgesetz jeder Bewegung / Organisation / Partei .... und immer in der Sache, nie vernichtende Kritik, nie persönlich... zumindest sehe ich das so, denn alles andere führt zu nichts.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 11:40 Uhr
Warum, Stefan, soll ich eine Antwort auf die Frage zur OB-Wahl geben. Dazu kann sich jeder äußern. Martin verbeißt sich nun mal darin, die derzeitige OB müsse abgewählt werden.
Die Überlegung, einen linken Kandidaten aufzustellen, habe ich zunächst vertreten. Da kein bekannter Gießener zur Verfügung stand, war ich nicht dafür, einen Unbekannten aufzustellen. Er wäre, wie sich jetzt herausstellt, einer von dreien gewesen. Der Kollege Höll hat mich angesprochen und überrascht mit der Tatsache, jetzt kandidieren zu wollen.
Er, der Pirat und ein unbekannter Linker - ich hätte dies nicht für gut befunden. Mit der PDL stimme ich darüber ein, intensiv die Kommunalwahlen vorzubereiten. Unser Wunsch und Versuch, eine gemeinsame Liste aufzustellen, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Ich hoffe, wir werden das schaffen
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.04.2015 um 11:51 Uhr
Vorschlag Michael ( gut, dass du jetzt doch darauf eingehst! ) = stell dies doch als Beitrag ein, dann diskutieren wir darüber ( du weisst, dass ich da ganz anderer Meinung bin ), hier würde es nicht mehr zum Thema des Beitrages passen!?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 15:44 Uhr
Herr Beltz istjavielleicht so schlau, um zu begreifen, dass er als reiner Zählkandidat am Ende noch Mehrheitsbeschaffer für die jetzige OB wäre?
Und warum soll man sich nicht auch einmal zu einem nicht so ganz
im Vordergrund stehenden Thema äußern dürfen?
Herr Wagner, Sie sind also nicht Mitglied der kommunistischen Partei? Soll ich jetzt dazu sagen, ein Glück für Sie-oder ein Glück für die Kommunistische Partei?
Auf jeden Fall gibt es außer den Insidern niemanden, der sich für eine solche Debatte interessiert. Tragen Sie das also bitte unter sich aus!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 18:08 Uhr
Liebe Frau Barthel, es lag nicht in meiner Absicht, für die OB-Wahl zu kandidieren. Mit meinem Beitrag wollte ich mal eine Anregung geben, über Sprache zu diskutieren und nicht über die kommende Wahl.
Ein Glück für Martin W. oder für die DKP - das kann jeder der Beteiligten für sich bewerten.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 18:29 Uhr
So habe ich das auch verstanden.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.04.2015 um 22:23 Uhr
Also doch hier weiter diskutieren? "Ein Mehrheitsbeschaffer für die jetzige OB"? Das müssten Sie schon näher erklären Frau Barthel, zumindest mir, ich habe es nicht kapiert! Ein linker Kandidat hätte zumindest - davon bin ich überzeugt - verhindert, dass die jetzige OB bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erhält. Außerdem halte ich es für ein Armutszeugnis der Linken ( allgemein ) in Gießen, dass sie nicht in der Lage sind einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Ob "bekannt" oder "unbekannt" was spielt das für eine große Rolle, auf die Inhalte kommt es an und wie diese vermittelt werden... klar, das bedeutet immer auch ein wenig Arbeit, wer aber - als Ausrede - sagt, das ist nicht leistbar wegen der 2016 anstehenden Kommunalwahl, der hat meiner Ansicht nach einfach nur keine Lust politische Arbeit zu machen....
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.04.2015 um 08:20 Uhr
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.04.2015 um 11:03 Uhr: (...)
"... und immer in der Sache, nie vernichtende Kritik, nie persönlich..."

Ja Stefan, diesen Ansprüchen sollte jeder Bürgerreporter versuchen nachzueifern. Offensichtlich siehst du die Gefahr, dass ich hier gegenüber Michael B. das nicht geleistet habe. Ich denke das ist Ansichtssache (bin halt bei besimmten inhaltlichen Punkten sehr schnell gefühlsmäßig etwas "uffgeregt"), aber "ich breche mir keinen Zacken aus der Krone", wenn ich hier expliziert Michael B. als Person (und nicht als Lokalpolitiker) einmal versuche zu beschreiben und somit meine Wertschätzung Ausdruck verleihe.

Michael B. ist ein sehr liebenswerter Zeitgenosse. Er pflegt einen sehr kommunikativen Umgang mit anderen Mitmenschen. Oft recht humorvoll geht er auf (fast alle - nur nicht auf Rassisten oder Faschisten) Mitbürger offen zu, nach Eröffnung eines Gespräches versteht er gut zuzuhören um dann seine Ansichten gut begründet und in knapper Form "an die Frau bzw. Mann zu bringen".

Dabei ist er in der Lage seine politischen Ansichten / seine Weltanschauung "im Hintergrund zu lassen" ohne dass er in seiner Meinungsäußerungen den Korridor der von seiner Partei vorgegebenen Meinungen und Ansichten verlässt.

Bei eher (ich bin der Meinung es gibt keine scharfe Trennung zwischen "privat" und "politisch") privaten Themen zeigt er sich mitfühlend und hilft geg.falls im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Seinen Sprachstil vermag er dem Bildungssstand seiner Mitbürger gut anzupassen. So kommt es, dass er innerhalb von 10 Minuten mit dem Obdachlosen genauso kommunizieren kann als auch mit der Frau Professorin. Bei dem Gespräch mit einem bildungsmäßig "Unterlegenenen" achtet er darauf, dass er als nicht überheblich "rüber kommt".

Michael B. ist in der Lage aus seinen zahlreichen Gesprächen mit Mitbürgern "aller Coleur" ein gutes Stimmungsbild der Giessener Bevölkerung raus zu destillieren.

Da Michael B. direkt in der Innenstadt wohnt ist die Chance recht groß ihn bei seinen wohl täglichen Gängen durch den Seltersweg anzutreffen. Liebe Mitbürger nutzen sie die Gelegenheit, sprechen sie Herrn Michael B. an (als Rentner hat er meistens etwas Zeit) und führen sie ein Gespräch mit ihm.

Trotz seines hohen Alters (weit über die 70) verfügt Michael B. (noch) über eine hohe Spannkraft. Er nimmt nicht nur an den lokalen und überregionalen Terminen seiner Partei teil, sondern sitzt auch als (zumeist gut vorbereiteter) Vertreter in zahlreichen lokalen Koordinationen von Organisationen der Zivilgesellschaft.

Seine Pflichten im Giessener Stadtparlament nimmt er wahr.

Gerüchteweise wird gesagt, dass er außerdem ein guter Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater ist.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.04.2015 um 12:26 Uhr
Also diese Lobgesänge hätte ich nicht besser formulieren können. Auf meinem Grabstein sollte jedoch nur eine Kurzfassung eingraviert werden.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.04.2015 um 16:52 Uhr
"Mein lieber Scholli", alter Spruch aus meiner alten Heimat :-)
Aber sehr gut Martin, dass du dies hier geschrieben hast!

Hoffentlich war das dann aber nicht das Schlusswort und Michael lehnt sich genüsslich und zufrieden zurück :-)
Ich erwarte schon noch die ein oder andere Meinung zu "Nicht-Kandidatur eines Linken zur OB Wahl" = richtig oder falsch?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 09:31 Uhr
Das Thema OB-Wahl, möglicherweise wichtig, gehört hier jedenfalls nicht her.Aber man sollte durchaus darüber diskutieren.
Und auch darüber, wie die Linken insgesamt sich und ihre Themen besser vermitteln könnten.
Ich habe noch eine Frage an Herrn Beltz. Ich habe auch einmal versucht, ein Gedicht hier einzustellen. Aber beim Ausdrucken
wurden jedesmal die Zeilen vervollständigt, sodaß vom Versmaß nichts mehr übrig blieb. Wie haben Sie das gemacht?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 17:04 Uhr
Frau Back, 10.4. 23.48 Uhr. Sie fragen : wieso nicht beides. Sie haben Recht mir der so einfachen Frage. Wir haben alle noch keine Antwort gefunden.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.04.2015 um 20:17 Uhr
Tja, schade Frau Barthel, Sie merken wir kriegen keine weiteren Antworten ( wobei Sie natürlich Recht haben, das gehört nicht zum eigentlichen Thema des Beitrages, aber das ist hier in der GZ schon oft so gewesen, macht dann doch nichts wenn das eigentliche Thema ausdiskutiert ist )

Nun, wenn Sie jedoch noch eine Frage aufwerfen, dann will ich natürlich darauf eingehen = "Und auch darüber, wie die Linken insgesamt sich und ihre Themen besser vermitteln könnten." ( so Ihre Frage ). Nicht ganz einfach zu beantworten, ich versuche es aus meinen gemachten Erfahrungen in Gießen ( kann und darf man nicht verallgemeinern! ): aus meiner Sicht haben viele der Linken in Gießen ( wenn ich jetzt den Begriff Linke verwende meine ich nie eine bestimmte Partei oder Gruppe ) ein mir oft unverständliches Problem mit der Bündnisarbeit. So gab und gibt es zahlreiche Bündnisse auch in Gießen, die Themen besetzen, die ureigenste Themen der Linken sind / sein müssten. Beispiele? = "Umfairteilen", "Griechenland-Soli-Komitee", "Kurdistan-Soli-Bündnis", "Antifa-Plenum"...jetzt ganz aktuell "Bündnis gegen TTIP" usw.
Und die Linken??? Da kommen teilweise die abenteuerlichsten Begründungen ( neben der Standard Ausrede "keine Zeit, keine Kräfte" ) wie z.B. = "ist doch von bürgerlichen oder kleinbürgerlichen Parteien beherrscht", "da sind doch sowieso immer die selben Leute" ( darüber muss ich immer nur lachen, das sagen meist die Leute, die ich noch nie in einem Bündnis gesehen habe )
Ergebnis ist dann, dass man sich ggf. selbst isoliert - vielleicht hat man auch nicht verstanden was Bündnisarbeit bedeutet ( gemeinsamer Nenner, nie auf eigene Positionen verzichten, solidarischer und kameradschaftlicher Umgang miteinander... ) und denkt, man könnte vereinnahmt werden oder den Schwerpunkt falsch setzen? Ich weiss es nicht, aber dies könnten Gründe für die teilweise schlechte Bündnisarbeit sein und damit auch Gründe dafür, dass Themen schlecht vermittelt werden!?
Ein Punkt ist natürlich immer ( nicht nur bei Linken ) = wer ist denn überhaupt bereit praktisch etwas zu machen... und wer redet lieber nur darüber was andere ( angeblich ) alles nicht richtig machen. Die habe ich am "liebsten", die "reinen Kritiker"...
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 15.04.2015 um 06:48 Uhr
Stefan, prima Auflistung.

ich sehe das ähnlich wie du. Da aber bei manchen Punkten auch Kritik an mir und meiner Bündnisarbeit mitschwingt bewerte ich die einzelnen aufgelisteten Punkte etwas anders (Punkte die du in Vordergrund schiebst weniger wichtig - andere Punkte wichtiger ...).

Mir fehlt vorallen Dingen ein Punkt den ich bei meinem Kommentar am 12.04.2015 um 08:08 Uhr vornehm beschrieben habe.

Hier kommt jetzt die härtere Version.

Die gesetzten Themen werden nicht in der eigentlich notwendigen Konsequenz voran getrieben. Damit meine ich nicht den - wie du Stefan zu recht anmerkst - notwendige Reduktion seiner eigenen Ansichten auf das Mass was für eine erfolgreiche Bündnisarbeit nun einmal gemacht werden muss (zugegeben da hatte ich Schwierigkeiten, aber - so meine Selbsteinschätzung - wenn ich da auf Defizite hingewiesen wurde konnte ich nachkorregieren), sondern dass von Anfang an nach Setzung des Themas eigentlich dem Thema nicht unbedingt im Vordergrund stehende "Randerscheinungen" (mit) transportiert werden sollen.


Konkret: Die BI - so mein bis heute nicht ausgeräumten, aber leider nicht belegbare Vermutung ist - gegen die LaGa wollte eigentlich nicht offen die Machtfrage mit dem herrschenden Block im Rathaus stellen (und den Bürgerebntscheid "durchziehen"), sondern es ging den Initiatoren darum latente Unzufriedenheit innerhalbn der Bevölkerung zu fokusieren.

Dagegen spricht erst einmal auch Nichts. Aber ich - der ich vom Anfang an dabei war - wollte das überhaupt nicht. Mir ging es "nur" darum die LaGa zu verhindern und damit die finanzielle Ausblutung Giessens zu verhindern (bei Sonntagsreden heisst das dann pathetisch: .... zum Wohle der Stadt zu arbeiten ...).

Sicher ein harter Vorwurf. Aber den "halte ich", auch wenn - wie in den letzten Monaten immer wieder - der Vorwurf kommt. Bist doch selber an den falschen Winschätzungen / den wahren Absichten / diesen Fehleinschätzung der Initiatoren schuld. Wärs du damals nicht so doof gewesen, hättest du das doch gleich erkannt.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.04.2015 um 08:42 Uhr
Stefan, Deine Kritik trifft im Wesentlichen zu. Auch bei uns gibt es Mitglieder, die Bündnisarbeit gering schätzen.
Martin, Deine Bemerkungen verstehe ich kaum. Du bist aus Bündnissen ausgetreten. Der Haupteil Deiner Diskussion lag in der Frage, wie können wir die OB abwählen. Stelle doch dazu einen Artikel ein, dort werde ich mich dazu äußern.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.04.2015 um 00:09 Uhr
Ja, Michael und Martin, es antworten jetzt - mit euch beiden - "natürlich" zwei Leute auf die diese Kritik nicht zutrifft! Ist zwar schade, passt aber ins Bild...

Richtig Martin, auch du solltest dich da nicht angesprochen fühlen, ich weiss doch wo und wie du in verschiedenen Bündnissen aktiv warst! Nun, wann und wie du dann ausgeschieden bist, das wäre ein anderes Thema, das gehört für mich auch nicht hier her, das können wir gern mal bei Gelegenheit unter uns besprechen. Nur ne kurze Anmerkung, die nicht ins "Eingemachte" geht = es ist schon ein Unterschied ob jemand von einer Organisation oder Partei "etwas praktisches macht oder nicht macht...", oder ob ein "Unabhängiger" sich wie du einbringt ( und für mich - ich gebe zu mitunter überraschend ) und zuverlässig und diszipliniert übernommene Aufgaben auch umsetzt. Von daher erhebe ich überhaupt keinen Vorwurf / Kritik in deine Richtung, ich kann da schon differenzieren!

Die BI interessiert mich da nur am Rande - für mich liegt die Hauptschwäche der BI auf ganz anderer Ebene ( sie war für mich nie eine "richtige" BI, eine Bewegung die von einer großen Zahl von Menschen aktiv mitgetragen wird ). Mir geht es - wie ich oben schon angedeutet habe - um ganz andere Bündnisse. Man kritisiert - als Internationalisten - die verschiedendsten Missstände, weist völlig zurecht auf die Bedeutung der Arbeiterschaft und der Gewerkschaften hin... und wenn sich dann dementsprechende Bündnisse gründen und aktiv werden, dann glänzen die gleichen Leute ( nicht alle! ) durch Abwesenheit, das passt halt nicht richtig zusammen.
Vielleicht ist es auch der Punkt, dass die Linken ( auch hier rede ich nur von Gießen ) es längst verlernt ( aufgegeben? ) haben eine kontinuierlische Betriebs- und / oder Wohngebietsarbeit zu machen? Mit regelmäßigen Einsätzen vor Betriebstoren - oder regelmäßigen Hausbesuchen / Infoständen in bestimmten Wohngebieten. Klar, es ist "leichter" Veranstaltungen zu machen, Infostände im Seltersweg durchzuführen usw.
Auch dies ist jetzt nicht auf eine bestimmte Organisation / Partei gemünzt, ich nehme da die eigene, in der ich aktiv bin ( das Linke Bündnis ) gar nicht aus, da ist es genauso, leider...!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.04.2015 um 19:34 Uhr
Alles richtig , Stefan. Die BI schätzt Du jedoch falsch ein. Die von uns verbreiteten Inhalte, Forderungen und Anträge wurden von mehreren tausend Menschen unterstützt, die z.B. selbst Unterschriften gesammelt haben. Wir haben eine gewiesse Sensibilisierung unter den Menschen erreicht und vielleicht ein wenig dazu beigetragen, den Menschen Mut zu machen, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen und keien Stellvertreter zu suchen.
Die von Dir angemahnten Aktivitäten kommen zu kurz - leider.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.04.2015 um 00:19 Uhr
Stimmt Michael, das war zu einseitig von mir dargestellt! Dies war ja auch ein Grund für mich eine ganze zeitlang in der BI mitzumachen!
Neben Zeitmangel ( hier jetzt kein von mir vorgeschobener Grund!, musste mich einfach auf bestimmte Dinge konzentrieren ) war jedoch die weitere Entwicklung der BI nicht das was man sich / ich mir von einer breiten Bürgerbewegung erwartet hatte, ein entscheidender Grund, dass ich mich dort ausgeklinkt hatte. Mehrere gute Vorschläge einzelner Mitstreiterinnen und Mitstreiter - ich vermeide das große "I" :-) - wurden leider ignoriert oder als nicht umsetzbar befunden... z.B. Aktivierung von Schülern und Studierenden, die mit Sicherheit eher für Aktionen auf der Straße wie Kundgebungen und Demos zu begeistern gewesen wären als die Fraktion der "Grauhaarigen" ( ich darf das sagen, gehöre auch dazu ), die sich manchmal gern "zu Tode diskutiert", lieber den Rechtsweg bestreitet... oder auch nicht unbedingt so den richtigen Ton und Weg findet die Jugend zu begeistern!? Vielleicht von allem etwas?

Schön, dass du an den anderen Aussagen in meinem Kommentar nichts grundsätzliches auszusetzen hast, vielleicht sollten wir - alle - wieder mal darüber nachdenken und uns bewusst machen, wen wir denn in erster Linie ansprechen wollen und müssen....
Marcus Link
456
Marcus Link aus Gießen schrieb am 17.04.2015 um 20:17 Uhr
Ich habe eine Lösung für das Problem:
Machen wir es doch wie mit Tiefdruck- und Hochdruckgebieten...

Von Jahr zu Jahr wechseln wir bei pauschalen Anreden abwechselnd von weblich auf männlich. Also z.B. 2015 weiblich und 2016 männlich.

Schon ist der Ärger gebannt...

Grinsende Grüße
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 08:12 Uhr
Michael B. schreibt am 16.4.:

"(...) Die BI schätzt Du jedoch falsch ein. Die von uns verbreiteten Inhalte, Forderungen und Anträge wurden von mehreren tausend Menschen unterstützt, die z.B. selbst Unterschriften gesammelt haben. Wir haben eine gewiesse Sensibilisierung unter den Menschen erreicht und vielleicht ein wenig dazu beigetragen, den Menschen Mut zu machen, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen und keien Stellvertreter zu suchen. (...)"

Das ist für einen so "durch und durch" politischen Menschen wie Michael B. schon ein Armutszeugnis. Da wird eine BI mit viel Arbeit gegründet um hauptsächlich Menschen zu sensibilisieren. Selten so einen politischen Unsinn gelesen. Sensibilisierung und solchen Kram ist natürlich etwas was gerne nach dem Erfolg (und nur dann gibt es ja eine Sensibilisierung - ohne Erfolg wird doch genau das Gegenteil / Frustation erzeugt) "mitgenommen" wird. Also etwas wie ein gern gesehenes Nebenprodukt der politsch erfolgreichen Tat. Politik ist handfest. Politik wird gemacht "UM ETWAS ZU BEWEGEN" oder um "ANDERE FAKTEN ZU SCHAFFEN"!

Hier war es doch von Anfang an klar. Die LaGa ist zu verhindern oder zumindest (als Mindestergebnis) zu verbessern. Und wir waren nahe dran. Wenn der Text (ich wiederhole mich notgedrungen) des Bürgerbegehrens / Bürgerentscheid nicht so schluddrig formuliert gewesen wäre, wir hätten vor Gericht gewonnen (und die Abstimmung sowieso). Und dann hätte es keine LaGa gegeben. Und damit nicht das - immer noch nicht bezifferte - Riesenloch im Stadtsäckel. Das Loch das dafür verantwortlich ist, dass die Arm gemachten in Giessen wirklich "schweren Zeiten entgegen gehen" (teilweise sind die Auswirkungen auch schon heute zu vermelden).
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 16:36 Uhr
Ja Martin, hättest Du den "schludrigen" Text verbessert, hätten wir Erfolg gehabt.
Der Gedanke von Wilhelm Lenk erscheint mir doch interessanter.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.04.2015 um 00:20 Uhr
"Politik wird gemacht um andere Fakten zu schaffen"?
= wer sollte dir da widersprechen Martin?

Aber so dahin geschrieben ist das ziemlich phrasenhaft ( im Text sogar besserwisserisch = du monierst den angeblich schludrigen Tex - klar, dann musst du dir auch die Frage gefallen lassen "was hast du denn unternommen, dass der Text anders ausgesehen hätte... )

Du versetzt mich immer wieder in Erstaunen Martin. Gerade du solltest von deiner Einstellung her doch eher die Meinung vertreten, dass es nicht das Entscheidende ist den "rechtlichen" Weg zu begehen und darauf hoffen und spekulieren, dass man dann auch Recht bekommt....
Es ist also nicht der entscheidende Erfolg wenn man die Menschen sensibilisiert ( sicher, allein nur sensibilisieren wäre schon etwas dürftig ) dafür, dass man nur etwas ändert indem man selbst aktiv wird? Das verstehe wer will, ich verstehe es nicht!
Ob das nun gelungen ist, oder ob gerade diese Ausrichtung in der BI nicht - oder nur teilweise - als Schwerpunkt der politischen Arbeit gesehen wurde... darüber liesse sich trefflich streiten und analysieren ( und das wäre auch wichtig, denn man muss das Positive anerkennen und bewahren UND aus gemachten Fehlern lernen, so sollte Politk gemacht werden Martin, "Kritik und Selbstkritk", alles andere sind nur Phrasen... )
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 08:07 Uhr
Nein - ich lehne die Rechtsprechung als Ordnungsprinzip nicht ab. Sie wird zur zeit noch von den Bürgerlichen (oft gegen die Arbeiter) beherrscht. Aber die wird ganz anders aussehen, wenn wir an der Macht sind.

Noch einmal - langsam kommt es mir selber "aus den Ohren" - wir waren auf dem Weg zum Kippen der LaGa (zugegeben im Rahmen des herrschenden Rechtes, aber das ist mir bei den konkreten Erfolgsaussichten egal ...) recht weit voran geschritten. Es ist schon ärgerlich, wenn das dann an nicht richtig gemachter Arbeit von Spezialisten scheitert. Über die Forderung "dann hättest du am Text mitarbeiten müssen" kann ich nur lachen.

"Unsere" Stadtverordneten (Michael B., Michael J. und Elke .... soweit ich mich entsinne) haben den Text vorgelegt. Ich bin Maurer und kein Jurist. Ich kann einfach davon ausgehen, das der der BI vorgelegte Text gerichtsfest ist. Nein - da lasse ich mir nicht ans Bein pinkeln. Wenn die Dame und die Herren nicht sicher sind, dass der Text taugt, dann hätten sie zur BI kommen müssen und sagen: Wir müssen Geld sammeln, damit ein (spezieller) Rechtsanwalt mal über den Text rüber schaut.

Meine Einschätzung* ist, dass bei den Textverfassern garnicht damit gerechnet wurde, dass die Unterschriften zusammen kommen (und damit der Text mit allen Kommas und Halbsätzen wichtig wird). Sollte das so gewesen sein, dann Stefan - und ich greife ein gerne von dir verwendete Begrifflichkeit auf - herrschte kein Vertrauen in die Massen.

*Bitte beachten ich behaupte das nicht, denn ich kann das letztendlich nicht beweisen. Aber es gab in meinen Augen viele Anzeichen dafür. Z.B. wurden die Anzahl der schon gesammelten Unterschriften als Erfolg "bejubelt". "Völlig Banane" - entweder wir schaffen die geforderte Zahl oder die Geschichte ist unter Misserfolg glatt abzubuchen.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.04.2015 um 11:11 Uhr
Stimmt, da gehe ich nicht mit = ich unterstelle keinem einzigen Mitstreiter in der BI, dass er / sie damit spekuliert hatte "Wir bekommen die Unterschriften sowieso nicht zusammen". Ist das naiv von mir? Ich weiss es natürlich nicht, aber das wäre ein Skandal!
Natürlich muss man "auch" den Rechtsweg bestreiten, logisch, das habe ich nie in Frage gestellt... aber das kann nie der Schwerpunkt der politischen Arbeit einer Bürgerinitiative sein! Was passiert wenn man ( zurecht oder angeblich zu unrecht spielt keine große Rolle ) vor Gericht unterliegt? Man stellt die Aktivitäten ein, man verzichtet darauf die berechtigten(!) Forderungen von tausenden von Bürgerinnen und Bürgern weiter zu verfolgen???
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 11:16 Uhr
Martin W., Frage mal bei Michael J oder Elke nach, die wiessen noch, wie wir gearbeitet und Texte erstellt haben. Und die Behauptung, wir hätten nicht damit gerechnet, das Ziel der Unterschriften zu erreichen oder dies nicht gewollt, zeugt von Ahnungslosigkeit.
Dein Thema ist doch die OB-Wahl. Stelle doch dazu einen Artikel ein.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 11:19 Uhr
Stefan, ich habe eben erst Deine neue Mail gelesen. Einverstanden!
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 19:11 Uhr
Also hier wird versucht eine bestimmte Geschichte der BI zu schreiben.

1. Schwerpunktsetzung innerhalb der BI

Stefan du stellst das so dar, dass da eine falsche politsche Entscheidung getroffen worden ist. Das ist völlig falsch. In dem Moment, wo die BI davon abgesehen hat die Fällung der Bäume am Schwanenteich praktisch zu verhindern, da war doch spätestens klar: Diese BI kämpft nicht mit allen Mitteln, sondern nur mit denen, welche in unserem Rechtssystem zur Zeit dafür vorgesehen sind. Also die Frage vor Gericht zu gehen oder nicht ist nicht dogmatischer Natur gewesen, sondern Ausdruck eines bestimmten praktischen Diskussionsstandes.

2. Was war die Hauptstossrichtung?

Ja, Michael B. ich werde bei Gelegenheit die zwei anderen Stadtverordneten dazu befrage. Dich brauche ich dazu nicht mehr / nicht noch einmal befragen. Ich leide (noch) nicht an Alsheimer. Ich weiss noch ganz genau, wie ich mich darüber gewundert habe, dass Du Dich mehrmals über die Anzahl der schon gesammelten Unterschriften "wie ein Schneekönig" gefreut hast. Immer mit dem Zusatz. ..... das hätte ich nicht erwartet ....!

Übrigens, falls Du es nicht bemerkst, ich bin mitten drin in der Frage: Wen am 14. Juni wählen.

Michael B.: Warum erkennst du nicht (wie du das damals bei der Geschichte mit dem Bürgerbegehren nicht begriffen hast), dass mit etwas Organisation die Frau Grabe-Bolz ab dem 15.Juni "weg vom Fenster ist". Hier kann praktische Politik gemacht werden und nicht nur rumdiskutiert und sensiblisiert werden. Die Frau zukünftig in der Schlange vor dem Arbeitsamt und Giessen geht es besser.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.04.2015 um 21:51 Uhr
da muss ich nochmal drauf eingehen Martin:

zu 1.
- die BI kämpfte nicht mit allen Mitteln? = was habe ich geschrieben: "...aber das kann nie der Schwerpunkt der politischen Arbeit einer Bürgerinitiative sein! " Und die Notwendigkeit dies zu analysieren, zu diskutieren ob hier richtig oder falsch gehandelt wurde, die notwendigen Schlüsse für eine weitere Arbeit daraus zu ziehen... das hatte ich schon angesprochen. Wo ist dein Widerspruch Martin? Nun, ob Kundgebungen / Demos oder gar "Besetzung" von Bäumen einen Rechtsbruch bedeutet hätten, auch das wäre erstmal zu diskutieren, so eindeutig wie du es schilderst ist das nicht.

zu 2.
- es ist ein qualitativer Unterschied ob jemand sagt "freut mich, hätte ich so nicht erwartet...", oder "ist doch egal wie der Text für das Bürgerbegehren formuliert wird, die Zahl der Unterschriften werden sowieso nicht erreicht...".
Ob das nun Ausdruck von mangelndem Vertrauen in die Massen - in die Bürgerinnen und Bürger - war ( wenn es so stimmt wie du es schilderst ) oder einfach nur Freude über das Ergebnis? Woher soll ich ( oder du ) das wissen, interessant zu erfahren wäre es schon... aber sooo wichtig finde ich es nicht wenn es keine bewusste Spekulation war, daraus kann man nur lernen, dass man sich immer auf die Massen verlassen sollte... ( ich will nicht schon wieder alles wiederholen :-))

Bei der Sache mit den OB Wahlen, da werden wir uns nicht einig... merkt man auch daran, dass bisher niemand darauf eingegangen ist ob es nun richtig oder falsch war keinen linken Kandidaten aufzustellen. Diese Diskussion halte ich für wesentlich interessanter als die Frage ob nun eine SPD oder CDU Frau OB wird. Wieso sollte es bei einem Wechsel dann Gießen "besser gehen", auch das kann ich nicht nachvollziehen...
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.04.2015 um 09:46 Uhr
Frau Back - ihre Kritik, dass in der Kommentarkolonne zu diesem Artikel recht ausführlich zu einer im Artikel nicht angesprochene Thematik sich geäußert wird ist berechtigt. Vielleicht sollte ich da Selbstkritk üben (Stefan fordert dieses ja immer wieder - wohl nicht zu unrecht - ein).

Ich bedaure, dass ich bei "meinem Lieblingsthema" so "emotional drauf bin", dass ich mich selber kaum bremsen kann. Ich gelobe Besserung.

Frau Back zu ihrer Einschätzung "Schmutzwäschewascherei zu irgendwelchen Parteien oder einer BI" möche ich lediglich bemerken. Ihr Eindruck erscheint mir sehr subjektiv.

Ich persönliche schätze an den Gruppen auf dem linken Spektrum * durchaus, dass sie - zumindest ansatzweise - zu "Kritik und Selbstkritik" in der Lage sind. Ob dafür die Onlineausgabe der "Giessener Zeitung" das richtige Medium ist, daran habe ich leichte Zweifel. Aber meines Wissens wird die Frage "Wie zum 14.Juni sich stellen?" allüberall im linken Lager diskutiert.

* Gegenbeispiel: Da ist eine Partei ausserhalb des linken Spektrums so stolz, dass alle Mitglieder "auf Linie gebracht werden konnten", dass sie nicht davor zurück schreckt so etwas Oberpeinliches auch noch als Erfolg in die Zeitung zu setzen. (100 Prozent ....)
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.04.2015 um 18:15 Uhr
Nun Frau Back, es ist nicht das erste Mal - und wird auch nicht das letzte Mal sein - dass man vom eigentlichen Thema weg kommt... ( Wiederholung = macht doch nix wenn das eigentliche Thema ausgereizt ist, oder? )

Was interessant ist oder nicht, das kann man sicher immer so oder so sehen... Solange hier noch einige zum Thema "BI und Parteien" etwas zu sagen haben, also, solange scheint es doch interessant zu sein ( Sie brauchen es ja nicht zu kommentieren )
"Schmutzige Wäsche waschen"? Kritik und Selbstkritik, das ist die Vorgehensweise, evt. sehen Sie Kritik immer gleich als etwas negatives an, die hier Beteiligten können sicher damit umgehen, seien Sie beruhigt...
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 18:49 Uhr
Wenn schmutzige Wäsche gewaschen wird (Perwoll, Ariel) ist sie nach erfolgreichem Waschgang sauber oder gar porentief rein.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.04.2015 um 13:34 Uhr
Glaube versetzt Berge und hilft Wäsche zu waschen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
7.760
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