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Abwegige Beurteilungen des HR-Fernsehens zur Windenergie…

Fotos: Screenshots aus HR-Fernsehen Alle-Wetter vom 31.03.2015
Fotos: Screenshots aus HR-Fernsehen Alle-Wetter vom 31.03.2015
Gießen | oder wie die Hessen mit der Windkraft kirre bzw. gefügig gemacht werden sollen – von Ulrich Grüger, Biebertal

Im HR-Fernsehen, wurde die symbolische Darstellung von zZt. 733 Windkraftanlagen in Hessen angedeutet (‚Alle-Wetter’ vom 31.03.15, http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=2254).
Nehmen wir mal an, der obere Screenshot würde etwa 73 Windräder ausweisen, somit könnte man bei der Multiplikation mit 10 sicherlich keine grüne Fläche von Hessen mehr ausmachen – und das darf man ruhig wörtlich nehmen. Denn würde der Alptraum des grünen Al-Wazir-Ministers umgesetzt, dann müsste man die Zahl 733 verdoppeln bis verdreifachen, was dann das HR-Fernsehen seinen Zuschauern sicherlich auch noch als ökologisch wertvoll verkaufen würde.
Genauso lax und windig verwirbelt ging der oberflächliche Wettermoderator Thomas Ranft in Vergangenheit schon des Öfteren mit Zahlen, Prognosen und Fakten um, bis hin zu seiner Pseudo-Sendung ‚Alles Wissen’. Wenige Sekunden später wird die „energiewertvolle Bilanz“ der WKA im März präsentiert, siehe zweiten Screenshot. Wieder wird der Vergleich an einzelnen Tagen zur Strommenge anhand von X-Atomkraftwerken (das Totschlagargument für alle Widerständler schlechthin) hergestellt.

Hinkende Vergleiche
Eine solch schludrige Darstellung eines unhaltbaren Vergleichs in ‚Alle-Wetter’, geschmückt mit windigen Zahlen, kommt im Warmweichspülgang beim entspannten Abendzuschauer sicher überzeugend rüber. Was hat aber das eine mit dem anderen zu tun, bezüglich der Grundlastfähigkeit? Denn: …
> Bedauerlicherweise kommt der aktuelle Strommarkt ohne die grundlastfähigen Großkraftwerke, die immer noch die Strombasis bereitstellen, NICHT aus. Und daran wird sich trotz Spitzenwerten und Ertragsrekorden bei Sonne und Wind nichts, aber auch gar nichts ändern! Wie ich bereits in anderen Artikeln schrieb, erhöhen diese politisch subventionierten Technologien die Strompreise noch über das bisherige Maß hinaus, und zwar beim Stromkunden!
> Nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) lieferten Sonne und Wind in Deutschlands Sturmwochenende Ende März so viel Strom wie 40 Großkraftwerke. Ein neuer Wind- und Solarrekord wurde uns beschert, schreiben die Zeitungen. – Klasse!

Fotos: Screenshots aus HR-Fernsehen Alle-Wetter vom 31.03.2015
Fotos: Screenshots aus HR-Fernsehen Alle-Wetter vom 31.03.2015
Und wohin mit dem vielen Strom?
Wo ist er denn nun hingekommen, dieser enorme Stromrekord? Was hat Deutschland mit dieser riesigen Strommenge gemacht? – Gespeichert? Verbraucht? Verschenkt? …oder doch nur Fassadenwerbemäßig Verpufft? Alle diese Werte basieren auf Auswertungen von vorläufigen Daten der Strombörse und der Netzbetreiber, und das lässt tief schließen!
> Gespeichert? – Fehlanzeige. Denn bis heute (4 Jahre nach dem Atomausstieg) hat es die Politik versäumt Gelder für die Forschung geeigneter Speichernetzwerke aufzubringen bzw. bereitzustellen!
> Verbraucht? – kann nicht sein. Denn vor allem an Feiertagen und Wochenenden entsteht im Netz ein enormer Stromüberschuss, aufgrund der geringen Nachfrage. Was nützt da eine hohe Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie?
> Verschenkt? – äußerst wahrscheinlich. Denn an der Leipziger Strombörse EEX wird der Stromüberschuss zu „Negativpreisen“ verkauft (welch galant gewählte Wortschöpfung für „noch draufgelegtes Geld, damit den Strom überhaupt jemand abnimmt“). Dieses Phänomen ist der wachsenden Einspeisung von Ökostrom in das Stromnetz geschuldet. Der Grund: Die Kapazitäten der Netzbetreiber sind häufig durch Strom aus den klassischen Kraftwerken ausgelastet. Würde
Bild aus Asterix und Maestria, Bd. XXIX, S. 43
Bild aus Asterix und Maestria, Bd. XXIX, S. 43
man diese kurzfristig abstellen, könnte dies zum einen die Netzsicherheit gefährden und zum anderen hohe Kosten verursachen. Daher benötigt man Abnehmer für den überschüssigen Strom, um ein “Überlaufen” der Stromautobahnen abzuwenden. Da in diesem Fall der Nachfrage nach Strom ein Überangebot gegenübersteht, fallen die Preise, teils sogar in den Minusbereich. Um einen Strompreisverfall ins Bodenlose zu unterbinden, hat der Chef der Bundesnetzagentur Kurth nun eine Untergrenze für negative Strompreise festgelegt. Sie liegt bei -150€ bis -350€ für eine Megawattstunde Strom.
2012 wuchs der deutsche Stromexport auf die Rekordsumme von 23 Mrd. kWh Strom an. Diese Zahl muss man aber differenziert betrachten: Zum Einen enthält sie eine rein physikalische Größe, da deutscher Strom bei einer innerdeutschen Überproduktion automatisch in ausländische Netze drängt, was dort nicht überall für Begeisterung sorgt: So erwägen Polen und Tschechien bereits, Barrieren im Netz einzurichten, weil sie um die Netzsicherheit im eigenen Land fürchten.
Des Weiteren ist Deutschland in Zeiten hoher Ökostromproduktion auf ausländische Abnehmer angewiesen, um einen Kollaps des Stromnetzes zu vermeiden. Das hat zur Folge, dass der Strom zu sehr niedrigen Preisen verkauft oder sogar verschenkt werden muss. Es gibt aber auch Nachbarländer, welche bewusst die gesunkenen Preise an der Leipziger Börse nutzen möchten. Ein Beispiel hierfür sind die Niederlande. Dort freuen sich die Verbraucher über sinkende Strompreise, da billiger deutscher Strom dort die teurere Energie aus Gaskraftwerken verdrängt.
> Dazu schrieb t-online.de am 12.01.2013: "Holland liebt uns, weil unser Strom teurer wird – Die Energiewende macht sich deutlich bemerkbar. Millionen deutsche Haushalte müssen tiefer in die Tasche greifen. Laut Berechnungen des Verbraucherportals Verivox, steigen die Strompreise um durchschnittlich 13 Prozent.(…) Überangebot: Deutschland exportiert viel Strom(…) Ungeachtet des Atomausstiegs haben die deutschen Stromkonzerne auch im vergangenen Jahr wieder eine deutliche Menge Strom billig exportiert und zum Teil auch verschenkt. (...)Deutschlands Ökostromerzeuger erhielten allein für 2012 für die Energie mehr als 20 Milliarden Euro. Fast 17 Milliarden Euro davon zahlten die Stromverbraucher mit einer Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, berichtet die FAZ. Somit kommt die Erzeugung von Ökostrom die Verbraucher teuer zu stehen, wie in keinem Jahr zuvor.“

Zurück zu Deutschlands Sturmwochenende Ende März
> In DIE ZEIT vom 03.04.2015 liest sich der „Stromsturm-Rekord“ ganz anders: „Sturm Niklas kostet Stromkunden Millionen – Um das Stromnetz während des Sturms zu stabilisieren, haben die Betreiber nach eigenen Angaben hohe Summen aufgewendet. Ihre Kosten geben sie über den Strompreis weiter. Das orkanartige Wetter (…) sei dadurch ein ‚unterer bis mittlerer zweistelliger Millionenbetrag’ an Kosten verursacht worden.“
> Im Brief eines Freundes der im Börsengeschäft bestens Bescheid weiß, las ich folgendes: „...ja am Sturmwochenende gabs wieder jede Menge Wind-Zufallsstrom, der leider NICHT gebraucht wurde und somit wertlos ist, bzw. zwangsvergütet werden muss… die Börsenpreise für Strom stürzen ab und auf der anderen Seite geht die EEG-Umlage (Differenzbetrag aus Börsenpreis und garantierter Vergütung) durch die Decke. Ergebnis: die Medien feiern die Windenergie, die Realität: Niklas zieht jedem Bürger noch ein paar Euros mehr aus der Tasche... das kapieren leider Einige noch nicht so ganz, bzw. wollen es nicht kapieren...“
> Tja, da nützt auch das Schönreden im Al-Wazir-Stile nichts, gerade nicht im hoch verschuldeten HR-Hause (…für 2015 kalkuliertes Minus von rund 50 Millionen). Oder nutzt man damit vielleicht die Gunst der Stunde für eigene Zwecke? Die Frankfurter Neue Presse schrieb am 16.12.2014: „hr: Mit Volldampf ins Defizit – Der Hessische Rundfunk benötigt für das kommende Jahr 543 Millionen Euro, um sein Programm zu finanzieren. Jetzt stimmte der Rundfunkrat dem Budget zu – mit einem kleinen Haken.(…) Reitze (Anm.: der Intendant) hat den Bedarf des Senders für das kommende Jahr berechnen lassen: 543 Millionen Euro an Aufwendungen standen in dem Entwurf lediglich 492 Euro an Erträgen gegenüber. Macht summa summarum ein nicht unbedeutendes Minus von 51 Millionen Euro, die dem Sender fehlen. Dennoch hat der aus 29 Mitgliedern bestehende Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks den Etat für 2015 am vergangenen Freitag abgesegnet. Der Sender toppt damit sogar das Minus des vorhergehenden Jahres noch einmal um satte 10 Millionen Euro. Und dies, obwohl bereits massive Sparmaßnahmen eingeleitet wurden. (…) Weil dieser Artikel noch weiteren Sprengstoff den Zuschauer bzw. Zuhörer betreffend enthält, habe ich ihn hier zum eigenen nachlesen verlinkt: (http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/hr-Mit-Volldampf-ins-Defizit,art675,1177001)

Wenn Sie lieber Leser bis hierher gelesen haben, dann sollten Sie den zweiten Teil dieses Beitrags nicht verpassen!

Windpark Hohenahr bzw. geplante Windkraftanlagen in Biebertal
Wenn doch aber (wie man oben lesen konnte) die Windkraftanlagen in Hessen eine so tolle Ernte einfahren, was viele Medien immer wieder behaupten, müsste es doch eigentlich im eigenen Interesse liegen, die Ertragszahlen der Windparks werbewirksam offenzulegen, oder?
> Der von der Firma ABO errichtete und von der Firma Mainova betriebene Windpark Hohenahr (Hohensolms/Erda) ging etwa Ende 2012 „ans Netz“. Im April 2014 erschienen die ersten Jahres-Ertragszahlen für 2013, verbunden mit der Schlagzeile: „Ertrag des Windparks Hohenahr liegt weit unter den Erwartungen“.
Wer hätte das gedacht? Oder sollte es besser heißen: „Wer hat sich das nur ausgedacht“ ???
Mit schlappen 55 Prozent der einst für 100 Prozent erstellten großspurigen Prognose, zogen Erbauer, Betreiber und vor allem Aktionäre lange Gesichter. Und das, obwohl der Windpark Hohenahr (mit seinen 7 Windrädern) laut Prognose bei der Windhöffigkeit, also dem durchschnittlichen Windaufkommen, wesentlich höher über NN liegt, als die geplanten Windkraftanlagen in Biebertal. So errechnete der Computer in der Prognose die Windhöffigkeit für den Standort Windpark Hohenahr mit 6,25 m/s. Aus der erzeugten Strommenge, also jene 55 Prozent für 2013, lässt sich nun rein rechnerisch die tatsächliche mittlere Windgeschwindigkeit ermitteln. Die liegt dann bei realen 5,3 m/s.
Um es deutlich zu sagen: Das sind alles Modellrechnungen mittels Computer, keine messtechnisch ermittelten Werte, mit physikalischen Messgeräten!
Als hartes Ausschlusskriterium gilt die untere Grenze von 5,75 m/s in 140 m Höhe. Der Windpark Hohenahr liegt auf ca. 386 m bis über 400 m über NN.
Anders bei den geplanten Windkraftanlagen in Biebertal. Die liegen unter 360 m, z.T. sogar unter 340 m über NN, und der Computer spukte für diese geplanten Windräder rechnerische Werte aus, die weit unter der 5,75 m/s Marke liegen!
Warum nur, um alles in der Welt, werden dem Erbauer im Vorfeld keine Auflagen erteilt, beispielsweise durch den RP oder andere Entscheidungsträger, um tatsächliche messtechnische Werte zur besseren Kosteneinschätzung ermitteln zu können?
Übrigens. Ist es nicht seltsam, dass man die Ertragszahlen vom Windpark Hohenahr für 2014, die in den Rechenzentren seit Anbeginn 2015 längst vorliegen müssten, immer noch nicht offenlegt und dies erst für Ende Mai verspricht?
Bis dahin sollen wahrscheinlich die treuen Bürger und TV-Zuschauer für die ach so ökologisch wertvolle Akzeptanz der WKA gefügig gemacht werden, oder sich womöglich noch viele Aktienanteile erwerben?

Tiefsinnige Zeitungsmeldungen
> Die FAZ schrieb am 23.11.2014: „Ein Fünftel der Windparks wirft keine Rendite ab – Der Wind hat viel weniger geweht, als versprochen: Hunderttausende Anleger sind mit zu hohen Prognosen zu Investitionen in Windparks bewogen worden. Viele können froh sein, wenn sie ihr eingesetztes Kapital zurückbekommen.“
> Oder der FOCUS am 03.11.2014: „Schlaraffenland ist abgebrannt: Windkraft lässt Anleger bluten –
Lange galt Windkraft dank Subventionen als sicheres Geschäft. Mittlerweile verlieren Anleger massiv Geld - weil sie die Fallstricke übersehen.
> Meine Favoritenmeldung liegt in der Zukunft und klingt so: „Sommer 2015: Bundesweite Projekte zur Errichtung von Windkraftanlagen eingestellt – Bei den Ergebnissen der ‚Dänemark-WKA-Studie’, die seit Anfang 2015 einen wissenschaftlich belegbaren Zusammenhang zwischen Krankheitssymptomen und Windkraftanlagen untersuchte, gingen die Forscher noch einen Schritt weiter. Sie untersuchten parallel dazu ebenso die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität solcher WKA. Ihr Fazit: lebensraumbedrohend, naturzerstörend, krankmachend, sozialerpressend, generationsproblematisch, ressourcenschädigend, ökologieterrorisierend, unwirtschaftlich, doppelzüngig, insolvenzgefährdend, usw.“

Energiewende vs. Denkwende
Damit dürfte sich nicht nur die geplante WKA in Biebertal /Hessen verabschiedet haben, oder? Ob es dazu kommt, hängt nicht allein von den vielen bundesweiten Bürgerinitiativen ab, die dem Windwahn ein Ende setzten werden. Sondern es hängt auch von einem vernünftigen und verantwortungsvollen Umdenken der Politiker und Entscheidungsträger ab. Wenn aber ein störrischer grüner Wirtschaftsminister in der kürzlichen Landtagsdebatte, zum Antrag der Opposition zwecks Einberufung eines zweiten Energiegipfels, nur primitiv-flapsige verbale Entgleisung übrig hat, sinkt das Hoffnungsbarometer rasant. Später musste Al-Wazir sich beim Parlamentspräsidenten dafür entschuldigen, was er mit „seiner typischen Aufrichtigkeit“ auch tat. (http://www.hr-online.de/website/specials/home/index.jsp?rubrik=91215&startrubrik=30676). Dennoch besteht für mich die Hoffnung, dass das nicht der letzte Angriff auf eine verfahrende Energiewende war, und so harre ich weiter auf die kommende ‚Denkwende’ nicht nur der Hessen.

Dass man derartige Proteste und Bedenken der Menschen offensichtlich ernst nimmt, war in Biebertal bereits spürbar. Am 20. März veranstaltete die Bürgerinitiative KÖNIGSBERGER GEGENWIND ihren eigenen Informationsabend zum Thema Windkraft. Bitte lesen Sie dazu die Pressestimmen unter dem Link der Bürgerinitiative, vom 23. und 24.03.2015: http://www.koenigsbergergegenwind.de/aktuelles/
Kurz darauf folgte ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag von FW und SPD in der Biebertaler Gemeindevertretung. Mit einer Resolution zum Teilregionalplan Energie, an den hessische Wirtschaftsminister und das Gießener Regierungspräsidium versuchte man ein Umdenken zu ermöglichen. Leider verpasste dieser nur knapp seinen Erfolg. Warum? Nun das werden die nächsten Wochen sicherlich noch zeigen, dank dem Internet und der Presse. – Wetten dass?

Zuversichtliche Grüße
Ulrich Grüger

Fotos: Screenshots aus HR-Fernsehen Alle-Wetter vom 31.03.2015
Fotos: Screenshots aus... 
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Bild aus Asterix und Maestria, Bd. XXIX, S. 43
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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
456
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 06:31 Uhr
Servus
Das klingt nach einem Beitrag eines RWE Managers. ;-)

Zitat: Und daran wird sich trotz Spitzenwerten und Ertragsrekorden bei Sonne und Wind nichts, aber auch gar nichts ändern!

Derzeit ist es in der Tat so dass durch sogenannten Ökostrom große Unterschiede in der verfügbaren Strommenge entstehen. In windstiller Nacht wird es sehr wenig Strom geben, am windigen Sonnentag hingegen einen satten Überschuss.
ABER: Es gibt einige Ideen des Pufferns der gewonnenen Energie, die auch umsetzbar sind, Doch aufgrund eines erforderlichen Infrastrukturwandels dauert die Umsetzung ggf. Jahrzehnte. In der Zwischenzeit brauchen wir ergänzende Kraftwerke, keine Frage, aber in 10-20 Jahren KÖNNEN "wir" so weit sein, auf diese Großkraftwerke zu verzichten.
Die von Ihnen geschilderte Sichtweise trifft also nur auf den Moment zu, nicht für die Zukunft.

Das ist nur mal ein Beispiel das ich heraus gegriffen habe, es gibt jedoch noch weitere Ansichten im Beitrag, die mir nicht wirklich sachlich erscheinen.
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 11:27 Uhr
Danke Herr Lenk für Ihren Kommentar…

Definitiv bin ich kein Vertreter von Energiekonzernen und auch kein Atomkraftbefürworter, wie uns Windkraftgegner manche „grünen“ Männleins oder Weibleins gern titulieren!

Ich gebe Ihnen Recht wenn Sie schreiben, dass es mit dem „Puffern“ der gewonnenen Energie noch deutlich hapert und womöglich noch Jahrzehnte dauern wird. Allerdings ist das auf vielerlei Gründen für mich nicht nachvollziehbar! …z.B.: Warum forscht man erst jetzt? Und wieso soll das solange dauern? Schauen Sie mal nach Russland oder China…
Es lag seit jeher und liegt noch heute an der Politik, wie wir in Zukunft mit dem Energiehunger der Ind.-Staaten umgehen!

Dazu darf ich Sie gern auf meinen GZ-Beitrag „Wofür unsere Kinder aufkommen müssten…“ verweisen. Im letzten Absatz lesen Sie folgendes: „Aus meiner Sicht bietet in der gegenwärtigen Situation der Energieträger Erdgas ein wesentliches Überbrückungsglied, hin zu ausgereifter Technik (kein Fracking und keine CETA/TTIP-Doktrin!). Gleichwohl müsste genauso die Effizienz der Kraftwerke durch Reduzierung der Verlustenergie und Abgase gesteigert werden, und das auf mindestens 5 Prozent, was sicher machbar wäre.(…)“
Im Absatz davor gehe ich auf die Kernenergie und die verpassten Chancen seit Jahrzehnten ein.

Ob wir in Zukunft generell auf Großkraftwerke verzichten können, ist zwar eine kühne Wunschvorstellung, wird aber schwer umsetzbar sein, weil die Energiekonzerne von konventioneller Technologie und Atomkraft in denselben Reihen der alternativen Technologien sitzen. Schauen Sie sich doch mal die Tätigkeitswechsel der Politiker vor oder nach ihrer Amtszeit genauer an?

Ulrich Grüger
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