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Von Schweden in die Schweiz. Radler werben für Eritrea. Zwischenstopp am 4. April in Gießen

von Michael Beltzam 05.04.20152235 mal gelesen3 Kommentare
Gießen | In Hannover und zuletzt Kassel wurden sie durch Vertreter der Stadt empfangen, in Gießen nicht.

Worum geht es ihnen? Die Eritreer wollen in Frieden leben. Sie brauchen kein Militär zum Selbstzweck, sie sind nicht glücklich über die Notwendigkeit, einen Militärdienst von drei Jahren (und mehr) zu erhalten.

"Das Ziel dieser Radtour ist es, zur sofortigen und bedingungslosen Umsetzung des Schiedsspruchs der Grenzkommission (EEBC) für Eritrea und Äthiopien und zum Ende der seit 15 Jahren andauernden illegalen Besetzung eritreischen Gebietes durch Äthiopien aufzurufen."

Es geht zunächst ausschließlich um die Anerkennung des im Jahre 2000 in Algier unterschriebenen Friedensabkommens. Damit sollten die blutigen Kriegshandlungen zwischen Äthiopien und Eritrea eingestellt werden. Nun wird dieses Abkommen von vielen Seiten missachtet bzw. torpediert. Um diese Nichtbeachtung des Vertrages scheinbar zu legitimieren und ein moralischen Mäntelchen überzustülpen, wird die Hetze gegen Eritrea durch die Meinungsindustrie fortgesetzt.

Dieses arme Land braucht Ruhe und Frieden. Hilfsorganisationen wie Medcare und Archemed haben dies erkannt und helfen selbstlos auf medizinischem Gebiet.

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Radtour (77)Eritrea (34)
Um die Menschenrechte weiter zu entwickeln, unternimmt die Regierung gerade im Bereich der Bildung und medizinischen Versorgung mit wenig Mitteln alles ihr Mögliche. Mit Stolz wird verwiesen auf:
Die Kindersterblichkeit hat sich um zwei Drittel reduziert und
die Müttersterblichkeit um 75%. Malariaerkrankung und -sterblichkeit ist um 85% bzw. um 90% gesunken. Die HIV/AIDS-Verbreitung ist mit 0,93% die geringste in Afrika. Gegenwärtig wurde Eritrea von der WHO als poliofreies Land erklärt.
Zu ergänzen ist das gesetzliche Verbot der Beschneidung von Mädchen und Frauen.
Gegen derartige Traditionen vorzugehen ist nicht einfach. So werden Praktizierer und Propagandisten dieser Verstümmelung ins Gefängnis eingesperrt.

Da kein Vertreter der Stadt anwesend war, habe ich es mir nicht nehmen lassen, ca. 170 Anwesende zu begrüßen. Dabei habe ich mein Bedauern darüber ausgedrückt, dass unsere Universitätsstadt die genannte Gruppe Ausländer dermaßen wie sonst nicht
üblich, missachtet.

 
 
 

Kommentare zum Beitrag

Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 20:18 Uhr
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.04.2015 um 18:36 Uhr
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 11:07 Uhr
In den Jahren 1980-85 waren schon einmal viele Kinder aus Eritrea in Gießen. Es war die Zeit des Bürgerkrieges mit Äthiopien. Damals schickten Eltern ihre Kinder nach Europa, damit es denen einmal besser geht.
Hallo Lieber Leser
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Michael Beltz
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