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DKP Hessen solidarisch mit Blockupy-Anmelder

Gießen | Lieber Genosse Ulrich Wilken,

wir senden Dir unsere solidarischen Grüße als dem Anmelder der Blockupy Veranstaltung.

Genau jene, die Dich, die gesamte Demonstration, Veranstaltung und alle Teilnehmer zu diskreditieren versuchen, sind es doch, die täglich Gewalt in schlimmster und menschenverachtender Weise ausüben.

Das imperialistische Deutschland führt Kriege, ermordet Menschen und zerstört einen großen Teil der Lebensgrundlage der Bevölkerung. Während hier heuchlerisch von Nachhaltigkeit und der Schonung der Umwelt und Natur gesprochen wird, werden in Afghanistan, Syrien, Mali, Irak und anderen Ländern Trinkwasser, Pflanzen und damit Viehweiden zerstört.

Gerade Deutschland hat unter einer SPD-geführten Bundesregierung erstmals seit der Herrschaft der Faschisten mit dem Krieg gegen Jugoslawien Gewalt schlimmster Art ausgeübt. Selbst der ehemalige Bundeskanzler Schröder (SPD) musste eingestehen, dass dieser Krieg als völkerrechtswidrig zu bezeichnen ist.

Mit Beteiligung der EZB verelenden Menschen, im Mittelmeer ersaufen Flüchtlinge. In Griechenland, Spanien, Portugal und auch in Italien und Frankreich herrscht riesige Arbeitslosigkeit, die Jugend hat keine Perspektive. Da ist es nicht verwunderlich oder auch verständlich, wenn Gegenwehr sich entwickelt.
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Wenn die Mächtigen, also die Vertreter des Kapitals brüllen: In unserer Demokratie darf es keine Gewalt geben, dann schreien jene zurück, die unter dem Kapitalismus zu leiden und nichts mehr zu verlieren haben. Als in der Ukraine tausende auf dem Maidan gegen die Herrschenden protestierten, Barrikaden bauten, Steine und Brandsätze warfen, wurden sie von den „westlichen“ Medien als Helden gefeiert. Hier werden sie zu Staatsfeinden gemacht.

Noch verspüren jene, die täglich Menschen Gewalt antun, nicht die nötige Gewalt, um sie und das kapitalistische System zu verjagen.
Die Herrschenden wollen Dich, lieber Ulrich und Deine Partei um Verzeihung bittend auf den Knien sehen. Die DKP Hessen steht auf Eurer Seite.

Der Widerstand geht weiter, z.B. bei den Protesten gegen den G7-Gipfel.

Mit solidarischen Grüßen
Michael Beltz, Im Auftrag des Bezirkssekretariats Hessen der DKP

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Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 04.04.2015 um 19:40 Uhr
Auch ich muss Herrn Wilken zustimmen.
Ständig was das selbe brennende Auto zu sehen. Die berechtigten Anliegen der Demonstrierer haben die Qualitätsmedien nicht interessiert. Die blenden völlig aus, dass die Insassen der EZB Europa kalt lächelnd in Armut und Verelendung stürzen. Hauptsache die Kasse stimmt.
Hoffentlich bleibt Herr Wilken standhaft. Besser könnte er den Blockparteien keinen Spiegel vorhalten.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.04.2015 um 20:56 Uhr
Sehr gut Michael. Auch meinem Vorkommentator mag ich nur zustimmen und hoffe ebenfalls, das Herr Wilken standhaft bleibt.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 09:37 Uhr
Naomi Klein bei der Kundgebung auf dem Römer: "Ihr verbrennt Autos, sie verbrennen den ganzen Planeten!"
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 14:06 Uhr
Wer Herr Wilken schützt der macht sich mit strafbar. Wer toleriert wie in Frankfurt gegen Unschuldige von den Demonstranten vorgegangen wurde der ist in meinen Augen ein Mittäter. Herr Seibt alleine vor meinem Büro brannten vier Autos. Unserer Eingangstür wurde eingeworfen. Mülleimer brannten. Die medizinische Notaufnahme wurde besetzt. Ein Flüchtlingsheim im hinteren Bereich von meinen Bürogebäude (dort leben unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder) besetzt. Die Kinder wurden in Angst und Schrecken versetzt. Der Kindergarten daneben wurde besetzt. Das wird hier versucht schön zureden. Herr Wilken sollte jetzt so viel Mumm besitzen und zurücktreten.
Das Herr Belzt und die DKP das schön reden ist bei der Verklärung der politischen Geschichte kein Wunder. Kommunisten ist jedes Mittel recht auch wohl wie hier zu lesen die Toleranz gegenüber Gewalt an Unschuldigen.
Das der wahre Sinn der Demonstration dadurch in den Hintergrund gerückt ist sollte der Anmeldern für das nächste Mal eine Lehre sein. Wenn ich die Kleinen unterstützen will, dann darf ich Gewalt gegen diese nicht zulassen. Und genau dass ist geschehen. Dafür trägt Herr Wilken mit die Verantwortung.
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.04.2015 um 14:46 Uhr
Ich habe nichts zurück zu nehmen und
Drohungen schrecken mich auch nicht.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 14:48 Uhr
Hat Ihnen jemand gedroht?
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.04.2015 um 14:50 Uhr
Sie sollten wissen was sie so von sich geben.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 14:54 Uhr
Aha ich sehe keine Drohung aber o.k. Es nähmlich nicht meine Art zu Drohen oder Gewalt zu tolerieren.

Ich habe mich an diesem Tag bedroht gefühlt und hatte ebenso Angst wie meine Kolleginnen. Wir die uns täglich um die schwächsten der Gesellchaft kümmern. Um Obdachlose, Drogenabhängige und nicht versicherte Menschen. Flüchtlinge in kostenlosen Sprechstunden versorgen wurden angegriffen. Deshalb kann ich dies hier geschriebene nicht tolerieren.
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.04.2015 um 15:09 Uhr
Das sehe ich.
Auch, dass die selbstverständlich das Wüten der EZB tolerieren.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 15:23 Uhr
Das habe ich nie geschrieben Herr Seibt wie kommen Sie darauf. Im Gegenteil habe ich geschrieben, dass durch die sinnlose Gewalt der wahre Sinn der Demonstartion in den Hintergrund gerückt wurde. Das Ziel der Demo findet meine Zustimmung nur nicht die Art und die Weise wie die Verantwortlichen mit der brutalen Gewalt gegen Unschuldige umgehen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.04.2015 um 15:30 Uhr
Aus diesem Grund ist es auch wichtig, nur die paar Gewalttäter ständig vorzuführen und die Masse der friedlichen Demonstranten zu verschweigen.
Darum sollte Herr Wilke solch unsinnigen Forderungen etwas husten.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 15:53 Uhr
Es waren nicht ein paar Gewalttäter.
Ich persönlich toleriere keine Form der Gewalt und würde wenn ich für eine solche Veranstaltung verantwortlich bin und diese mir entgleitet zumindest die Sache nicht schön reden. Das ist bei dem Thema Gewalt inakzeptabel da tut der feine Herr Wilken aber. Damit toleriert er die Gewalt gegen Unschuldige und ist nicht mehr tragbar.
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.04.2015 um 15:58 Uhr
Tja, unter den Blinden fühlen sich die Einäugigen wie Könige.
Da sind diejenigen, die beide Augen aufmachen, natürlich gefährlich.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 16:15 Uhr
Da haben Sie Recht. ich wünsche ihnen viel Erfolg beide Augen öffnen zu können.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 05.04.2015 um 18:42 Uhr
Wer solch eine Sauerei toleriert ist keinen Deut besser wie diese Verbrecher, welche Polizeiautos sowie PKW von Privatpersonen angesteckt haben und die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst attackiert haben.
Mit sowas findet man keine Freunde sondern nur Mittäter.
Die echten Demonstranten haben es auf dem Römerberg vorgemacht, damit dies in der Berichterstattung unterging daran sind wohl die Verbrecher vom Vormittag schuldig.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 18:46 Uhr
Herr Büttel, was soll das? "Wer Herr Wilken schützt, der macht sich strafbar." Das hat nun wahrlich mit unserem Rechtssystem nichts zu tun. Ich kann ja noch verstehen, dass Sie emotional reagieren.
Leider gingen die Ziele der Demonstration gegen die Verarmung und Verelendung der Menschen vor allem in Südeuropa im Fernsehen unter, die ständige Wiederholung brennender Autos kam den Meinungsmachern gerade Recht.
Ich will hier nichts rechtfertigen was es an Ausschreitungen gegeben, wir sollten besser die Ursachen dafür erforschen.
Den Unsinn zu behaupten, Kommunisten ist jedes Mittel recht, sollten Sie unterlassen. Ich habe Ihnen bisher in dieser Art nie etwas unterstellt und werde es nicht tun.
Äußern Sie sich doch bitte zu den Verbrechen der Kriegstreiber und den Verbrechen des Kapitalismus!
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2015 um 19:30 Uhr
"Die Herrschenden wollen Dich, lieber Ulrich und Deine Partei um Verzeihung bittend auf den Knien sehen. Die DKP Hessen steht auf Eurer Seite."
Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen. Wir die Betroffen waren, von der Gewalt, hätten eine Entschuldigung erwartet und keine Rechtfertigungsversuche. Aber wie ich es immer sage politische Ideologien bzw. jegliche Form davon stören ein Miteinander und machen es den Menschen in ihren Entscheidungen unmöglich klar zu Denken. Trennen Sie doch einfach die Geschehnisse in den Aussagen, was ist daran so schwer. Sie erwarten doch bei Rechten Delikten auch eine klare Aufklärung und beschweren sich zu Recht wie schleppend oder verschleppend auch auf dieser Seite häufig ermittelt und gearbeitet wird. Warum geht das bei Linken immer nur in eine Richtung. Wer Gewalt schützt egal welcher Partei angehörend die sich gegen Unschuldige richtet und dieses für gut heißt hat in einem demokratisch gewählten Parlament nichts zu suchen. Wer diese Personen schützt oder deckt macht sich Vielleicht nicht im Sinne der Rechtsprechung strafbar aber zum Mittäter gegenüber den unschuldigen Opfern. Es sind auch nicht immer alle Straftaten oder Vergehen einer juristischen Bewertung zu unterziehen sondern in diesem Fall auch einer Moralischen.
Das Thema Kapitalismus und wie sie es ausdrücken Kriege führen ist ein ganz anders und klar von brutalen Übergriffen zu trennen. Das im Kapitalismus nicht alles in richtig läuft und vieles im Argen liegt bezweifeln die wenigsten. Aus diesem Grund gab es und gibt es auch von meiner Seiter nicht gegen den Inhaltlichen Aufruf zu dieser Demonstration einzuwenden. Es findet meine volle Zustimmung. Es muss sich etwas ändern auch davon bin ich überzeugt.
Aber ohne Gewalt und Gewaltverherrlichung für eine Ideologie. Dagegen bin ich schon immer gewesen. Man kann das Geschehene die wie Herr Wilken leugnen und schön reden. Damit macht er sich zum Mittäter der Gewalt bereiten.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 19:34 Uhr
Einverstanden mit der Forderung nach Aufklärung!
Martin Wagner
2.745
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 19:51 Uhr
Herr Büttel - nur ganz kurz.

Herr Wilken hat lange in Giessen gelebt und ist den älteren Genossen sicher noch persönlich bekannt. Ihn als so etwas, wie der klammheimliche sich Freuende hinzustellen geht an der Realität vorbei. Ich habe - da ich ihn in den Endsiebzigern persönlich kannte - mir die Mühe gemacht und seine Stellungnahmen zu den politischen Forderungen zu seinem Rücktritt nachgelesen (ausführlich zum Beispiel in der "Frankfurter Rundschau").

1.
Fakt ist er war Anmelder der Demonstration die zeitlich und zusätzlich räumlich von den nichtfriedlichen Protesten entfernt war. Er kooperierte bei der nachmittäglichen Demonstration mit der Polizeiführung voll umfänglich und hat z.B. nach Aufforderung der Polizeikräfte mittels eigener Ordner eine kleinere Gruppe (mutmasslich) nicht friedlicher Demonstranten aus "seiner" Demo rausgenommen.

2.
Seine politischen Erklärungen zum Gesamtprotest waren und sind wesentlicher "verbindlicher" (mann/frau kann auch sagen staatstragender), als das was Michael B. wohl im Auftrag seiner (Mini)Partei hier geäußert hat.
Wenn Sie schon nach dem Richter rufen, dann bitte nach einen Richter für Herrn Beltz (und nicht für Herrn Wilken). ;-) ((Bitte Smiley beachten.))

3.
Überhaupt - superkurz - zu dem Verhältnis zwischen den drei Gewalten. Das sollte eigentlich allen Demokraten ganz, ganz wichtig sein: Erst Strafverfolgung, wenn einem Abgeordneten seine Immunität aberkannt wurde! Sonst bekommen wir irgendwann wieder die Verhältnisse wie 33 (Ermächtigungsgesetz bei "Abwesenheit" der Kommunisten im Reichstag).
Ich denke Herr Büttel, auch wenn sie ein sehr scharfer Gegner der Kommunisten sind - das wollen Sie doch nicht.
Übrigens, mir ist nicht bekannt, dass ein Verfahren zur Aufhebung der Immunität von Herrn Wilken läuft. Im Hinblick darauf erscheinen mir manche politischen Äußerungen in diesem Zusammenhang der Tatsache, dass wir quasi in einem Dauerwahlkampf uns befinden geschuldet.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 22:56 Uhr
Es wurde in obigen Kommentaren verschiedentlich richtigerweise zum Ausdruck gebracht (wie auch schon im Zusammenhang mit vorhergehenden Beiträgen zu den Aktionen in Frankfurt), daß die Aktionen gegen Autos etc. der Sache schadeten, vor allem weil sich die staatskonformen Medien darauf stürzten und das Wesentliche dieses Tages im Nebensatz verschwinden ließen.

Doch sei zu der gelegentlich anklingenden Gleichsetzung von rechter Gewalt und der von Linksradikalen (nicht Linken) angemerkt: Seit 1990 gibt es 190 Todesopfer rechter Gewalt. Seitens linksradikaler Gewalt ist keines bekannt. Linksradikale Gewalt richtet sich äußerst selten gegen Personen (sieht man von der ungezielten Vorgehensweise gegen Polizisten in ihren Rüstungen ab), meist gegen Sachen ("Auto brennt, Kommune kichert; hoffentlich Allianz-versichert"). Daß in unserer heutigen Gesellschaft das Eigentum an Sachen fast so einen hohen Stellenwert einnimmt, wie Leben und Gesundheit von Menschen, spricht wiederum für sich.

Die Straftäter von Frankfurt sind schon oder werden bald ermittelt sein. Wann die Brandstifter von Vorra oder die aktuellen von Tröglitz belangt werden, steht in den Sternen. Vor ein paar Wochen wurden die Schänder von Stolpersteinen in Salzburg (Österreich) mit bis zu fünf Jahren Haft (ohne Bewährung) verurteilt. Im Jahre 2012 wurden in Greifswald sämtliche Stolpersteine (12) herausgerissen, die Täter bis heute nicht gefaßt.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.04.2015 um 23:01 Uhr
Sehr gut und sehr richtig Kurt!
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.04.2015 um 16:57 Uhr
"Wer solche eine Sauerei toleriert ist keinen Deut besser wie diese Verbrecher."
Herr Theiß, ich hoffe nur, Sie dulden nicht die Sauerei der völkerrechtswidrigen Kriege weltweit unter Führung der NATO mit deutscher beteiligung. Ansonsten lesen Sie Ihren Satz noch einmal unter anderem Blickwinkel
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.04.2015 um 19:00 Uhr
Ich toleriere überhaupt keinerlei Gewalt, wer Gewalt anwendet, der zeigt dass er charakterlich Schwach ist und möchte dem Schwächeren gegenüber seine eingebildete Stärke demonstrieren.
Wer mit Worten nicht weiter kommt und Gewalt anwenden muss hat selber nicht verstanden um was es geht.
Egal wer meint er müsse sich nicht von den Gewalttäter klar distanzieren zeigt dieselbe Schwäche.
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 06.04.2015 um 19:14 Uhr
Oh Herr Theiß,
weiß das unsere Kriegsministerin und Herrin der Front-Kitas?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.04.2015 um 20:34 Uhr
Herr Seibt, Thema verfehlt..................
Wolfgang Seibt
64
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 06.04.2015 um 20:44 Uhr
Schon klar Herr Theiß, diese Denkweise kenne ich wohl.
Seit vielen Jahren lautet in den Bibeln das 5. Gebot nicht mehr wie gelernt "du sollst nicht töten" sondern "du sollst nicht morden". Erkennen sie den Unterschied?
Bei ihnen vermisse ich die Konzequenz, ihre Predigt auch umzusetzen und bei den Qualitätsmedien spüre ich die Gewalt, mich zu manipulieren.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.04.2015 um 22:22 Uhr
Herr Theiß, wenn sie wirklich JEDE (!?) Gewalt verurteilen, wie sie schreiben, dann sollten sie auch die Gewalt verurteilen, die deutsche Waffen in aller Welt verursachen, oder die, die Armeen, darunter auch die Deutsche in fremden Ländern anrichten. Von daher hat Herr Seibt das Thema bzw. die Aussage ihres Kommentars mitnichten verfehlt.
Sie verurteilen die Gewalt die in FFM stattgefunden hat nur, weil sie a) von vermeintlich linken Aktivisten kam und b) nicht von der Staatsmacht autorisiert war.
Hätte z.B. die Polizei, wie des öfteren in den letzten Jahrzehnten in Deutschland geschehen grundlos auf friedliche Demonstranten (egal wofür oder wogegen, egal welche Gruppe von Protestlern) eingeprügelt, dann käme von ihnen jetzt kein Aufschrei.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.04.2015 um 23:04 Uhr
Herr Momberger, ich stehe zu dem was ich geschrieben habe, ich bin gegen
JEGLICHER ART VON GEWALT, ob die Gewalt von Links oder von Rechts ausgeht ist mir S.......egal.
Wer Gewalt verherrlicht und sich nicht davon distanziert ist keinen Deut besser wie der Gwalttäter selber.
Sollte mir Leid tun wenn ich zu meiner Meinung stehe, außerdem waren bei den Verbrechern in Ffm laut irgendeinem Nachrichten Sender, nicht nur Linke sondern auch Rechte Verbrecher. Soviel dazu ich würde nur Linke verurteilen.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.04.2015 um 23:10 Uhr
Schön, dass Sie zu Ihrer Meinung stehen, finde ich gut und tue ich auch!

Aber warum hätte Herr Seibt das Thema verfehlt? Und sind verurteilen sie auch die Gewalt, die von der Staatsmacht und von Rüstungsexporten und von Regierungen eingesetzen Armeen ausgehen? Oder ist das für Sie legitim?
Was sagen Sie zu dieser Karikatur?
http://2.bp.blogspot.com/__r_wnCDvOno/TGqV4pG7h5I/AAAAAAAAA5w/ksy6orJMAYc/s1600/400_600IllegalTerrorismLegalMilitarismCartoon-702093.jpg
Stimmen Sie dieser zu oder nicht? Sie stellt leider die Realität da, jedoch ist für mich beides genauso schlimm bzw. zu verurteilen. Sie auch?
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.04.2015 um 07:27 Uhr
Ich warte immer noch auf Ihre Antwort Herr Theiß! Oder ist es doch nicht so weit her mit Ihrer Ablehnung jeglicher Gewalt, wie sie weiter oben schrieben?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 08.04.2015 um 15:22 Uhr
Herr Momberger,
ich bin eben erst wieder zum lesen gekommen, (als Rentner hat man schon sein Problem mit der freien Zeit) wie ich schon geschrieben habe, ich verabscheue Gewalt, deswegen kann ich auch nicht über diese Karikatur lachen, ich mag es nicht wenn man Menschen tötet, ich versuche immer zuerst einmal den Mensch zu sehen, auch anders aussehende und anders denkende Menschen, man sollte immer erst einmal versuchen ein Gespräch zu führen. Obwohl mit dem gesagten Wort verhält es sich auch manchmal wie mit dem geworfenen Stein, aus dem Mund bzw. aus der Hand kann manchmal schon zuviel sein.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.04.2015 um 17:55 Uhr
D. h. sie verurteilen auch die Gewalt die vom Staat, vom Militär ausgeht? Können Sie diese Frage genau so wie ich sie bestellt habe bejahen?

Ich mag über die Karikatur auch nicht lachen. Nur leider beschreibt sie die Wahrheit, wie die Herrschenden derzeit verfahren. Für mich sind nämlich die Staaten, die fremde Länder bombardieren, wie z.B. der Westen es in Lybien, Afghanistan und anderswo getan hat, keinen Deut besser als die Terroristen, die man vorgibt zu töten. Ein Herr Obster Klein z.B. hätte man niemals befördern, sofern sofort aus der Armee und dem Staatsdienst entlassen müssen.
Wie sie das auch so sehen, dann bin ich bei Ihnen. Sehen Sie das so?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 08.04.2015 um 20:25 Uhr
Ich stehe zu meinem Kommentar, natürlich verabscheue ich auch Gewalt die vom Staat ungerechtfertigt ausgeht.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.04.2015 um 23:49 Uhr
> Ich stehe zu meinem Kommentar,

Das hatte ich auch nie bezweifelt. Aber Ihre Antwort war mir eben zu ungenau. Von daher geht die jetzt schon konkreter auf meine Frage ein. Danke.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 15:56 Uhr
Wer Gewaltexzesse generell verurteilt, erscheint glaubwürdig. Dennoch mache ich einen Unterschied, ob Gewalt gegen Sachen oder wie oben geschrieben gegen Menschenleben gerichtet ist.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 09.04.2015 um 16:55 Uhr
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht Herr Beltz. Nur müssen Sie auch den Blick öffnen, dass es in Frankfurt am 18.03.2015 klar gegen Menschenleben ging. Wenn Menschen in einem Auto sitzen und ich in dieses einen Brandbeschleuniger werfe nehme ich Verletzungen mit möglicher Todesfolge billigend in Kauf. Wenn Ihnen erstmal ein Stein knapp am Kopf vorbei fliegt oder günstiger Weise durch eine Tür abgehalten wird kommen Ihnen auch andere Gedanken. Erst gestern hatten wir wieder ein Treffen über den Personalrat bei dem es um die Bewältigung der Ängste der Mitarbeiter ging und wie man zukünftig sich gegen solche Gewalt gegen Leib und Leben im Vorfeld besser schützen kann bzw. wie der Arbeitgeber im Rahmen seiner Möglichkeiten besser vorbereiten kann. Sicherlich spielen bei mir oder bei denen die es live erleben mussten auch Emotionen mit. Aber wer es nicht erlebt hat kann dies auch nicht nachvollziehen. Aus diesem Grund kann ich keinerlei Verständnis für die Schönrederei entgegenbringen. Toleranz aus politisch motivierter Sicht ist hier völlig fehl am Platz.
@Herr Momberger Sie haben Recht, wenn man schreibt man lehnt jegliche Gewalt ab, dann muss man auch die Einsätze der Bundeswehr im Ausland oder der Nato oder jeder sonstigen Einrichtung mit einbeziehen. So einfach ist das aber nicht. Ich würde dann zwischen der Gewalt aus notwendigen politischen Schritten legitimiert durch einen Mehrheitsbeschluss eines Demokratische gewählten Parlamentes und der Gewalt gegen Unschuldige aus irgendeiner Willkür oder politischen oder religiösen Ideologie heraus unterscheiden. Von Ihnen Herr Momberger bin ich etwas enttäuscht in Ihren Aussagen. Sie sind ein engagiertes ehrenamtliches Mitglied der DLRG. Von Ihnen hätte ich mehr Respekt gegenüber den Kolleginnen und Kollegen der Rettungsdienste erwartet. Diese wurde erstmals wie Direktor der Branddirektion bestätigte von den Demonstranten angegriffen. Rettungsdienste und Feuerwehr waren immer ein no go.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 09.04.2015 um 16:56 Uhr
Herr Beltz,
beim ausüben von Gewalt ist es nur ein sehr schmaler Grat zwischen Sache und Menschenleben, also verabscheue ich Gewalt Generell.
Eine Verbale Auseinandersetzung mit Anstand und Würde geführt ist besser wie Körperliche Gewalt gegen Sachen oder Menschenleben.

@ Herr Momberger,
eine genauere Aussage werde ich hier nicht von mir geben, manche Aussagen kann man in einem persönlichen Gespräch tätigen, aber nicht auf einer Plattform wie diese.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.04.2015 um 22:58 Uhr
Herr Büttel,
ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich Gewalt gegen Einsatzkräfte von z. B. Rettungsdienst und oder Feuerwehr gut heiße oder begrüße.

Und ich finde, schon, dass man auch die Gewalt einer Staatsmacht gegen fremde Länder und/oder friedliche Bürger/Demonstranten verurteilen sollte. Und nicht nur dann aufschreien, wenn sog. Krawallmacher Randale begehen.

Und ich finde es immer schade Herr Theiß, wenn Leute nicht den Mut haben, sich frei zu äußern. Aber muss jeder selbst wissen, was und wie viel er schreibt.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 08:42 Uhr
Herr Büttel, ich kann durchaus verstehen, dass das von Ihnen Geschilderte emotional aufzuarbeiten ist. Denken Sie aber auch an jene Zivilisten, denen nicht "nur" ein Stein am Kopf vorbei fliegt. Die werden in den Ländern ermordet, in denen die NATO bombt, weil demokratisch gewählte Parlamente den Kriegsbefehl geben.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 10:43 Uhr
Und man denke auch an jene Zivilisten, die bei früherer Gelegenheit in Frankfurt und schon wiederholt in Hamburg ohne jeden Grund und ohne Sinn und Verstand stundenlang eingekesselt wurden.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 11.04.2015 um 12:24 Uhr
Ich denke an jeden dem Gewalt wiederfährt und dass nicht nur in eine Richtung.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 11.04.2015 um 12:29 Uhr
Herr Beltz,
man sollte aber auch in diesem Zusammenhang die Krim und die Ost Ukraine nicht außer acht lassen, oder?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 11.04.2015 um 20:16 Uhr
Herr Wirth,
hat hatte da wohl die alte Weisheit rausgekramt, "Wehret den Anfängen" wer sich da Aufhält wo Gewaltbereite aufziehen muß mit so etwas rechnen.
Wie ich noch in Ffm gewohnt habe, da gab es öfters Aufmärsche, da hielt ich mich zurück und wurde somit nicht eingekesselt.
Ganz besonders war es früher immer am 17. Juni wer da auf die Straße ging hatte ein Problem, da jagten die Roten die Braunen und anschließend die Braunen die Roten wieder zurück, wer da natürlich so Dumm war und sich an die Straße stellte um möglichst nah dabei zu sein, also aus reiner Neugier mußte damit rechnen das er dazugerechnet wurde.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 18:15 Uhr
Herr Theiß,
es gibt nun mal Angelegenheiten oder Situationen, da will ich mich nicht raushalten. Wenn Grundrechte zu verteidigen sind, wenn Ausländer oder leider immer noch Juden verfolgt werden, wenn es gegen Kriege oder Verarmung von Menschen geht - all das sind Anlässe, auf die Straße zu gehen und sich bemerkbar zu machen.
Vorher kann ich nicht wissen, wie so eine Demo verläuft.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 20:35 Uhr
Danke Michael. Mir schien es in diesem Fall nicht angebracht, mich mit dieser Argumentation auseinanderzusetzen. Demnach hätten ja auch im aktuellen Fall der in Mitleidenschaft gezogene Herr Büttel und viele andere den Fehler begangen, nicht rechtzeitig Leine gezogen zu haben. Da bei diesen Einkesselungen auch stets Fotoreporter und Journalisten betroffen waren, lag da auch eine erhebliche Beeinträchtigung der Pressefreiheit vor.

Sich vor Unrecht zu verkriechen - das hatte in Deutschland schon verheerende Folgen.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 12.04.2015 um 20:54 Uhr
Unrecht politisch idiologisch zu verteitigen auch. Aus der Geschichte haben viele nichts gelernt.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 21:06 Uhr
Leider gibt es nirgends einen politikfreien oder ideologiefreien Raum.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 22:33 Uhr
Eben Kurt, genau so sehe ich das auch wie in Deinem letzten Kommentar und dem letzten Satz Deines vorletzten Kommentars. Daher ärgert es mich auch maßlos, dass die Gesellschaft oder zu mindestens große Teile - und viele Leute so völlig unpolitisch sind, nichts mit Politik zu tun haben wollen oder nicht bereit sind, einen klaren Standpunkt einzunehmen und diesen auch frei zu äußern, wenn sie nach Ihrer Meinung fragt.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.04.2015 um 12:30 Uhr
Herr Büttel, ich muss den Gedanken von Kurt Wirth wiederholen. Oft wird gesagt: das ist Ideologie; und damit wird auf links gezielt. Auch Sie vertreten eine Ideologie und Politik. -
Unrecht (Kriege) wird politisch ideologisch verteidigt.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 13.04.2015 um 14:10 Uhr
Ich vertrete keine Ideologie das steht mir fern. Ich bin nach vielen Richtungen offen. So wie Sie auf Dingen beharren könnte ich dies niemals. Ideologien gibt es Links wie Rechts und bei Religionen. Ähnlich wie beim Fußball der Fanatismus. Herr Momberger bestätigt ja auch indirekt einen großen politfreien Raum.
Mir stehe Dinge wie Fanatismus und Ideologien sehr vorsichtig gegenüber und verabscheu diese eigentlich von allen Seiten. Darin sehr ich die Vorstufe zu einem gewaltbereiten Miteinander. Gerade das Gegenteil was immer vom Frieden schaffen erzählt wird.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 13.04.2015 um 18:42 Uhr
Um zu verdeutlichen, wie ich das verstehe: Man steht morgens auf, schaltet das Radio ein - das Programm, die Nachrichten sind von politisch und ideologisch geprägten Richtlinien bestimmt. Man fährt auf die Autobahn - Hitlers Autobahn mit dem bekannten, einer bestimmten Ideologie entsprungenen perversen Individualverkehr. Man beginnt seine Arbeit - geregelt nach einem ganz bestimmten politisch und ideologisch fundierten Arbeitsrecht. Die Kinder werden zur Schule und in den Kindergarten gebracht - mit Erziehungsrichtlinien, die einer ganz bestimmten Ideologie entsprechen.

Ich war ein paar Tage im Skiurlaub am Ifen im Kleinwalsertal: da tobt ein heftiger Kampf um einen gigantischen, profitorientierten Ausbau des vorhandenen Skizirkus (erstmal durch eine Volksabstimmung gestoppt). Zwei Ideologien stehen sich gegenüber.

Sicherlich wedeln da viele über die Pisten im tiefen Glauben, weit entfernt von aller Politik und Ideologie zu sein.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 13.04.2015 um 19:01 Uhr
So denken nur Menschen die selbst einer Ideologie verfallen sind.
Man muss doch in der Lage sein sich selbst und das was um einen herum geschieht in Frage zu stellen. Jegliches Handeln aus einer Gewohnheit heraus oder was schon immer so war muss doch nicht einer Ideologie nachkommen. Die meisten Menschen gestalten ihren Alltag aus einer Gewohnheit heraus ohne sich zu Fragen welche Ideologie wie Sie es nennen dahinter steht. Die wenigsten hinterfragen doch ihr tun und handeln. In Ihrem Beispiel mit der Skipiste oder dem Skizirkus sehe ich keine Ideologien sondern unterschiedliche Interessen.
Vielleicht obliege ich auch einer eigenen Ideologie, weil ich keine Ideologien mag und dafür wenig Verständnis habe. Das kann sein.
Das führt aber auch in dieser Diskussion sicherlich nicht weiter.Politik ist für mich eine Interessenabwegung für mich und meine Familie. Aber keine Überzeugung oder Ideologie. Wenn eine Partei kommt die es besser macht oder meinen Vorstellungen mehr entspricht dann wechsele ich mein Wahlverhalten.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.04.2015 um 23:50 Uhr
> Jegliches Handeln aus einer Gewohnheit heraus oder was schon immer so war muss doch nicht einer Ideologie nachkommen.

Darum geht es auch nicht. Es geht um die "Ideologie", die hinter den Gesetzen und Regeln steckt, die wir befolgen (müssen). Die fast alle Dinge sind bewusst so geschaffen worden oder (gesetzlich) normiert, wie sie aktuell sind. Sie sind immer auch ein Spiegelbild bzw. Gradmesser aktuell (vor)herrschenden politisch-ökonomischen Meinung bzw. deren Durchsetzungsfähigkeit.

> Die wenigsten hinterfragen doch ihr tun und handeln.

Und das ist durchaus ein Fehler. Aber geht eben nicht nur um das eigene Handeln, sondern auch im die gesellschaftlichen Strukturen und Zusammenhänge, die viel zu wenig bzw. von viel zu wenigen hinterfragt werden. Und genau das habe ich mit meiner Kritik an den Menschen auch kritisiert. Es gibt nichts wirklich politik- oder ideologiefreies, da hat Kurt völlig recht. Aber den Menschen wird vieles eben nur so geschickt präsentiert und verpackt, dass sie eben die Zusammenhänge dahinter nicht erkennen bzw. eben nicht anfangen nachzudenken. Auch das Fernsehprogramm, die Nachrichten und welche Sendungen/Filme wann und wie gezeigt werden oder auch nicht, ist eben nicht zufällig, sondern ideologisch durch die jeweils Herrschenden motiviert.

> In Ihrem Beispiel mit der Skipiste oder dem Skizirkus sehe ich keine Ideologien sondern unterschiedliche Interessen.

Und steckt hinter den Interessen nicht vielleicht auch eine Ideologie. Wollen die einen nicht vielleicht den maximalen Profit durch immer mehr Touristen und ein größeres, attraktiveres Skigebiet. Und die anderen nicht den größtmöglichen Schutz der Natur und steht für sie die Ökologie statt des Profits im Vordergrund?

> Wenn eine Partei kommt die es besser macht oder meinen Vorstellungen mehr entspricht dann wechsele ich mein Wahlverhalten.

Dagegen ist ja im Prinzip nichts zu sagen, nur die Frage ist doch welche Vorstellungen haben Sie? Und warum gerade diese und jene? Warum ist ihnen a) wichtiger als b)? Und wir ihr handeln und ihr denken nicht auch von durch die Medien verbreiteten ideologischen Konstrukten beeinflusst?

Kurt hat also völlig recht.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.04.2015 um 08:13 Uhr
Nein wird es nicht Herr Momberger. Aber das ist der Unterschied zwischen Menschen die in einer Ideologie gefangen sind und dem Rest. Sie können ja gar nicht anders denken. So lange so etwas verbreitet wird gibt es Auseinandersetzungen bis hin zu gewalttätigen Aktionen. Ideologien stören maßgeblich das Miteinander. Ich stimme weder Ihnen noch Herrn Wirth zu da ich nicht ideologisch behaftet bin sondern frei. Das es Einflüsse gibt durch das berufliche und private Umfeld und durch die Medien ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Nur entscheiden kann jeder selbst in einem gewissen Rahmen, das streite ich nicht ab. Natürlich sind wir in gewachsene Strukturen gepresst die es zu verändern gilt aber bitte ohne so eine blöde Ideologie sondern wertfrei und offen. Folgen wir einer anderen Ideologie wie sie es nennen sind wir ja darin gefangen. Darauf habe ich persönlich keine Lust. Jeder will nur seine Ideologie durchsetzen das führt doch zu nichts. Den eine passt dies nicht den anderen dies. Zu was führt so ein Denken wie Sie es verbreiten. Zu einer Auseinandersetzung und zu sonst nichts. Ideologen ist jeden Mittel recht ihr Ding durch zu setzen, das ist der Unterschied zu meinem Ansatz ich bin bereit auf etwas zu verzichten und etwas ohne Hintergedanken zu verändern für eine positive Miteinander ohne den Menschen oder meiner Umgebung etwas überstülpen zu wollen. Aber wie weiter oben geschrieben das führt zu nichts hier. Kämpfen Sie weiter für Ihre Ideologie und ich für eine freie Entscheidung meiner selbst.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 10:19 Uhr
"Wer Herr Wilken schützt der macht sich mit strafbar". Herr Büttel, dieses Zitat von Ihnen stammt vom 4. April. Abgesehen davon, dass Sie etwas als strafrechtsrelevant betrachten was der in Deut schland herrschenden Rechtsauffassung wirderspricht, entspricht Ihre schon beinahe demokratiefeindliche Auffassung einer Ideologie. Es ist die Ideologie der Herrschenden, die kleine Kritiken am Kapitalismus zulassen (Turbokapitalismus, Es gibt auch Fehler), aber das kapitalistische Systhmen nicht in Frage stellen. Kritik ja, aber Handeln dagegen nein (Trotz Grundgesetz!).
Sie glauben eben an die freie Entscheidung des Individuums - sehen aber nicht wie diese Entscheidung durch Sozialisation und Umwelt beeinflusst ist.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 10:53 Uhr
Wir haben es hier wohl durchaus mit einem unterschiedlichen Verständnis des "Ideologie"-Begriffs zu tun und auch von Politik. Mit meinen Vorrednern stelle ich auch das "freie Denken" und die "freie Entscheidung" des Individuums, so wie Sie, Herr Büttel es verstehen, in Frage.

In den 60/70-er Jahren vergangenen Jahrhunderts gab es ein weit verbreitetes Buch: E.A. Rauther, "Wie eine Meinung im Kopf entsteht". Dieses wäre durchaus lesenswert in diesem Zusammenhang.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.04.2015 um 11:06 Uhr
Herr Beltz ein guter Versuch von sich abzulenken aber nicht weit genug: Kommentar
am 05.04. "Es sind auch nicht immer alle Straftaten oder Vergehen einer juristischen Bewertung zu unterziehen sondern in diesem Fall auch einer Moralischen." Das ist die Erläuterung dazu.
Aber genau das ist es Sie können aus dem Zwang heraus nichts anders.
So profoziert man Konflikte darin sind Sie geschickt aber ohne mich. Diese Art ist nicht mein Ding.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 11:15 Uhr
Man findet den Text von E.A. Rauter (so wird er richtig geschrieben) in etwa als pdf unter:

http://tadema.de/thesen/e_a_rauter.pdf
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.04.2015 um 16:45 Uhr
Herr Büttel, Sie können sich sicher an die Auseinadersetzungen um die Gesamtschulen erinnern. Wer für die Integrierte Gesamtschule (Gießen: 0st-Schule) eintrat, tat dies aus ideologischen Gründen. Noch schlimmer war der Wunsch nach einer Einheitsschule.
Wer für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems eintrat galt in konservativen Kreisen nicht als Vertreter einer Ideologie.
Derartige Beispiele können aufgezählt werden.
Ich halte Sie für einen anständigen Menschen, der sich beruflich und auch zu Hause um andere Menschen kümmert. Sie sind aber so gefangen in ihrer Ideologie - auch ich bin geprägt durch Sozialisation, Umwelt und Familie - dass Sie nicht sachlich auf meinen Beitrag von heute 10.19 Uhr eigehen können.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.04.2015 um 15:22 Uhr
Auch das kann ich ihnen wiederlegen. Ich war zur der Zeit als Krollmann (ich glaube so war der Name) Kultusminister in Hessen war und die Integrierten Gesamtschulen einführen wollte (hat) gerade Schüler. Meine Eltern waren nicht politisch aktiv. Einfache Landwirte die von Schulsystemen keine Ahnung hatten. Ich war zur der Zeit Klassensprecher und in der SV so was gab es damals schon. Viele Informationsveranstaltungen habe ich besucht und für mich ganz alleine den Entschluss gefasst gegen die Einführung der Integrierten Gesamtschule zu sein. Das bewegte mich dazu als Schulsprecher zu kandidieren mit genau diesem Hintergrund. Meine Gegenkandidatin war soweit ich mich erinnere aktiv bei den Jusos. Ich hatte das Glück und wurde gewählt. Meine negative Haltung gegenüber der geplanten Integrierten Gesamtschule führte mich über den Kreisschülerrat in den Landeschülerrat. Ich war damals einer der ganz wenigen Gegner. Heute nach Abschluss meiner Schule auf einer Integrierten Oberstufe einer Gesamtschule muss ich sagen lag ich damals falsch. Es war gut die Integrierten Gesamtschulen einzuführen. Gleichzeitig aber auch wichtig Gymnasien zu erhalten. So hat man die Möglichkeit zu wählen. Meine Meinung habe ich Grundsätzlich geändert. Warum konnte ich das? Weil ich keiner Ideologie nacheifere.

Ich bin doch sachlich auf Sie eingegangen um 11.06 Uhr was wollte Sie denn hören?
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.04.2015 um 13:24 Uhr
Herr Büttel, ich war sogar in meinen jungen Jahren ein Antikommunist. Einen Kommunisten im VK (Verband der Kriegsdienstgegner) wollte ich mit einem Antrag ausschließen lassen. Dann lernte ich dazu. Die Bundesregierung paktierte mit Faschisten in Portugel, Spanien, Chile oder auch Griechenland und mit Rassisten in den USA und Südafrika. Mit Martin Niemöller und auf Ostermärschen lernte ich Menschen kennen, die gegen den Krieg protestierten, gegen Rassismus, Antisemitismus und Frauenfeundlichkeit auftraten. - So entwickelt man sich eben.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 16:25 Uhr
>Wir haben es hier wohl durchaus mit einem unterschiedlichen Verständnis des "Ideologie"-Begriffs zu tun und auch von Politik. Mit meinen Vorrednern stelle ich auch das "freie Denken" und die "freie Entscheidung" des Individuums, so wie Sie, Herr Büttel es verstehen, in Frage.

Völlig richtig Kurt, wir haben wohl unterschiedliche Auffassungen/Verständnisse des Begriffes Ideologie.

Und dass die Menschen nicht völlig frei entscheiden können, nicht immer frei sagen können, was sie denken und dass gewisse Meinungen, Aussagen und Personen von den (Leit)Medien bevorzugt dargestellt und andere totgeschwiegen werden ist auch nicht von der Hand zu weißen.
Herr Büttel kennen sie z.B. die Musiker/Liedermacher Konstantin Wecker oder auch Hannes Wader? Warum z.B. werden Lieder nicht oder so gut wie nicht im Radio gespielt und/oder haben auch nur sehr selten Auftritte im Fernsehen. Wegen Ihrer Inhalte, wegen ihren kritischen Texten und Haltungen, weil sie eben zum Nach- und ggf. auch Umdenken anregen könnten, weil sie dazu führen könnten, dass sich zunehmender Widerstand gegen die Politik der "Herrschenden" entfaltet.
Nein, zu mindestens das Handeln derer die in unserem Land - egal auf welcher Ebene - was zu sagen haben, ist nicht Ideologiefrei, ist nicht völig wertfrei, ohne jeglichen Hintergedanken. Und auch der normale Bürger wird nicht immer offenen Aussprechen was er denkt. Die freie Entscheidung des Bürger gibt es nur sehr bedingt und ich zweifele, ob es sie jemals geben wird, d.h. dass jeder völlig frei sein wird und ohne äußere Zwänge und ohne beeinflusst durch verbreitete Meinungen und befürchtete Konsequenzen handeln kann.


> Sie glauben eben an die freie Entscheidung des Individuums - sehen aber nicht wie diese Entscheidung durch Sozialisation und Umwelt beeinflusst ist.

Eben, genau das meinen wir. Und auch Ihr Handeln ist eben von diesen Umständen geprägt und folgt gewissen Grundsätzen und Motiven - die sie teilweise eben nicht selbst gewählt haben sondern annehmen, damit es keine Nachteile hat oder aber sie nicht mit den über ihnen stehenden in Konflikt kommen.

Und was sie zum Thema Gesamtschulen schreiben - finde ich sehr interessant. Ich hatte mal einen Lehrer, der sagte er war zunächst für die Gesamtschulen. Jedoch sei von Anfang an das Problem gewesen, dass es zu wenig Personal für diese gab, dass diese eben nicht ausreichend ausgestattet wurden um die damit verbundenen Ziele zu erfüllen.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.04.2015 um 17:01 Uhr
Das mein Handeln durch meine Umgebung und meine Erziehung geprägt ist durch die Einflüsse von außen habe ich nie in Frage gestellt. Das ist in der Natur der Sache. Ich verstehe sie und die anderen sehr wohl. Nur so werden wie Sie möchte ich nicht. Sie können nur links das ist das was ich meine. Ich kann nach allen Richtungen. Wobei zugegeben mir aus den genannten Gründen Links einfach nicht zusagt. Zu Ideologisch. Selbst die SPD oder die CDU habe sich angepasst und aufgeweicht. Ich mag nichts Festgefahrenes. Das ist für mich nicht wählbar und auch nicht anzustreben. Ansonsten ist mir die Farbenlehre durchaus eine schöne Spielwiese meiner Entscheidung. Die ich dadurch jederzeit verändern kann. Das können und wollen Sie nicht. Das ist der Unterschied. Für mich ist die Ursache das gefangen sein in einer Ideologie. Das wir alle Zwängen unterliegen dachte ich muss ich nicht extra erwähnen und setzte dies als bekannt voraus. Ich sehe das ist leider nicht der Fall. Man lernt dazu. Ich hielt Sie für aufgeklärter. Sie müssen alle anderen die nicht Links denken für äußerst doof halten sonst würden sie so was nicht schreiben. Aber auch das begründet sich im Ideologischen Denken.
Einfach mal locker werden und etwas geschmeidig mit dem Leben umgehen das ist manchmal hilfreich. Nicht so verbissen in der Sache das macht vieles einfacher.
Wecker macht inhaltlich (Text) gute Musik aber doch nichts fürs Radio. Die Texte sind den Leuten zu anstrengend. Die wollen Spaß. Somit ist die Vermarktung seiner Musik schlecht und wird nicht gespielt ganz einfach. Da kommen die einheimischen Amigos besser an mit ihrer Herz Schmerz Musik. Das wollen Leute hören und nicht noch in ihrer Freizeit Probleme. Die Amigos will auch nicht jeder hören aber einige Millionenmehr wie halt einen Herrn Wecker. Ich lese auch lieber seine Texte als das ich sein undefinierbaren Stimme zuhöre. Für mich sollte er lieber vorlesen wie das was er macht Musik nennen. Aber reine Geschmackssache..
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 17:19 Uhr
Ich halte keineswegs alle nicht linken für doof, wie sie schreiben. Und auch ich bin nicht dumm. Ich bin durchaus aufgeklärt und versuche eben die Zusammenhänge, die Hintergründe, die hinter allem was gerade passiert und wie die Welt so läuft zu sehen und zu verstehen. Für mich gibt es nahezu für alles eine Begründung bzw. muss es diese geben.

Und waren sie jemals auf einem Konzert von Wecker, dass sie so über seine Musik herziehen. Waren sie z.B. mal in der Sport- und Kulturhalle in Garbenteich, wo er regelmäßig im Februar auftritt. Dieses Jahr war ich nicht da, aber das Jahr zuvor. Und es war eines seiner besten Konzerte, nicht nur wegen der guten Texte, sondern auch wegen der tollen Musiker, die er dabei hatte (neben seinem ständigen Begleiter Jo Banickel auch Nils Tuxen und noch ein weiterer Künstler) und wie vielseitig er insgesamt ist (kann ja nicht nur Klavier spielen).
Natürlich sind seine Texte nicht immer einfach. Aber das ist noch lange kein Grund, ihn nicht im Fernsehen auftreten oder nicht im Radio spielen zu lassen. Es ist sind doch bewusste Entscheidungen der Intendanten/Reaktionsleiter, wie kritisch ein Programm ist oder wie seicht die Unterhaltung ist. Wenn sich z. B. die Amigos oder auch Helene Fischer so deutlich politisch Positionieren würden und so klar sich gegen neue Kriege, die Allmacht der Banken und ähnliches aussprechen würden und bei Konzerten/Aktionen der Friedensbewegung/von Gegendemos zu Naziaufmärschen, etc. spielen würden, dann hätten diese auch nicht eine solche mediale Präsenz, wie sie es jetzt haben, selbst wenn sie weiterhin fast nur seichte Texte spielen würden.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.04.2015 um 17:25 Uhr
Ich schreibe doch Geschmacksache. Ich mag auch AC/DC nicht.
Künstler die Geld verdienen wollen spielen für die Leute und nicht für eine Meinung. Die Mehrheit will das nicht hören was Herr Wecker singt und spielt. Das regelt der Geschmack und nicht der Text. Die Menschen sind zum Großteil zum Glück frei in ihrem Musikgeschmack oder wollen Sie das jetzt auch noch bestimmen. Ich persönlich finde seine Musik schrecklich. Noch vor Udo Lindenberg den ich auch nicht mag mit seiner rauchigen Stimme. Eben Geschmacksache.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 17:35 Uhr
Naja, es gibt schön Künstler, die wegen Ihres tuns von den Medien Boykottiert werden, das kann nicht abgestritten werden. Da war nicht nur früher so, dass ist auch heute so.

Und der Geschmack wird auch von den Medien mit gemacht. Wenn diese ein Lied/ein Künstler pushen, dann kommt der auch nach vorne, dann hat der auch schnell Fans und Hörer. Ode eben nicht, wenn die Medien ihn eher verschweigen. Und das meine ich ganz allgemein, nicht nur auf einen speziellem Künstler oder ein spezielles Medium bezogen.

Warum z.B. laufen denn all die guten, kritischen Dokumentationen bei ARD und ZDF so spät oder nur im Spartenprogramm. Warum haben solche Sendungen wir z.B. Montor, Report Mainz oder Frontal 21 nicht mehr 45 oder 60 min Sendezeit wie früher, sondern nur noch 30 und kommen nicht mehr um 20.15 (ARD) oder 19.30 (ZDF), sondern erst viel später, z.B. 21.45 (ARD). Nicht (nur) wegen der Quote. Auch wegen der Inhalte.
Was wäre denn wenn z.B. die Anstalt oder die heute-Show zukünftig Samstag um 20.15 kämen, zu Besten Sendezeit?
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.04.2015 um 17:43 Uhr
Das wäre toll Herr Momberger. Die hier aufgelisteten Sendungen sind so mit das einzige was ich im TV außer (ZDF Info und Historie) noch ansehe. Die Quoten reichen aber nicht für eine gute Vermarktung. Einige der hier aufgelisteten waren ja auch schon in früheren Jahren besser plaziert. Zu geinges Interesse. Die meisten Leute ollen was anderes sehen, dass ist wie mit der Musik. Geschmack und Interesse.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.04.2015 um 17:47 Uhr
ARD und ZDF finanzieren sich doch über Gebühren und haben einen Auftrag, den sie jedoch nicht war nehmen bzw. negieren, wenn sie nur nach Quote gehen. Sie könnten anders, wenn sie dürfen. Aber wer sitzt denn in den Rundfunkräten, wer bestimmt denn wie es läuft. Warum durfte bzw. wurde z.B. der Vertrag des damaligen ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nicht verlängert?

Die Quote bzw. das Fixiertsein auf diese folgt eben der kapitalistischen, der marktwirtschaftlichen Ideologie, des größtmöglichen Profits. Wo wir wieder beim Thema wären.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.04.2015 um 08:18 Uhr
Natürlich geht es um das Geld. Auch diese Form der Ideolgie ist falsch.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 11:38 Uhr
Geschmacksache - richtig. Wie aber kommt Geschmack zustande? Nehmen wir mal die Mode. Nicht nur über Modezeitschriften und BRAVO wird der Geschmack reguliert. Warum reagieren viele Menschen auf lang oder kurz, auf die aktuellen Farben? Wieso laufen junge Leute mit zerrissenen Hosen herum? Wieso sind bstimmte Getränke gerade in, im nächsten Jahr andere? Wieso werden gerade in der Werbung zunehmend mehr englische Begriffe benutzt? Denken Sie doch mal an die Manipulationen vom ADAC (ich bleibe drin), oder in der Musikbranche (Petri z.B. wurde betrogen).
Die andauernde Manipulation auf wichtigen Gebieten dient einzig dem Profit.
Wer das alles vertritt oder auch bejaht, ist Anhänger einer (staatstragenden) Ideologie. Obwohl, Sie Herr Büttel, sicher keine zerrissenen Hosen tragen werden.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 19.04.2015 um 12:21 Uhr
Eben Michael. Das meinte ich: Meinung wird gemacht und hinter jeder gepushten Meinung steht auch ein bestimmter Zweck, ebenso bei dem das weggelassen wird, was nicht gezeigt, worüber nicht oder falsch berichtet wird.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.04.2015 um 21:37 Uhr
Das zweifelt niemand an. Ich entscheide für mich was ich aus diesen Einflüssen heraus für mich in Anspruch nehme. Die genannten Beispiele haben auch nichts mit religiöser oder politischter Ideologie zu tun. Fantismus einseitig lehne ich einfach ab. Nicht mehr und nicht weniger. Einfach mal versuchen macht frei von Zwängen und vieles im Miteinander einfacher.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.04.2015 um 18:51 Uhr
Herr Büttel, dann sind wir uns in einem Punkt zumindest einig. Ich lehne ebenfalls Fanatismus ab - unabhängig ob religiös oder politisch.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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