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Spendenübergabe an die Clearinggruppe der Caritas in Gießen

(v.l.) Inge von Alvensleben (Präsidentin SI), Ute Nicolai (Schatzmeisterin SI), Dr. Barbara Rösler (Vizepräsidentin SI), Jessica Perk (Gruppenleiterin), Ulrich Dorweiler (Heimleiter), Joachim Tschakert (Caritasdirektor), Taraneh Ghasemi Erziehungsleiterin
(v.l.) Inge von Alvensleben (Präsidentin SI), Ute Nicolai (Schatzmeisterin SI), Dr. Barbara Rösler (Vizepräsidentin SI), Jessica Perk (Gruppenleiterin), Ulrich Dorweiler (Heimleiter), Joachim Tschakert (Caritasdirektor), Taraneh Ghasemi Erziehungsleiterin
Gießen | Soroptimist International Gießen übergab am vergangenen Mittwoch eine Spende in Höhe von 1000,- Euro an die Clearinggruppe der Caritas. Die Spendenübergabe fand in den Räumen des Gießener Hotels am Ludwigsplatz statt, derzeitigen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlingsjugendliche. Mit der Summe kann die Anschaffung von Wörterbüchern finanziert werden, die die vielfältigen Sprachen und Herkunftsländer der minderjährigen Flüchtlinge wiederspiegeln. Auf der Wunschliste stehen neben Englisch und Französisch, vor allem auch fernere Sprachen wie Dari, Farsi, Somali, Urdu, Tigrinya, Paschto, Arabisch, Albanisch und Bengali. In Gießen sind insgesamt 163 Clearing-Plätze mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) besetzt: 100 davon befinden sich in der Notfallversorgung, 63 in regulären Einrichtungen.
Im Hotel am Ludwigsplatz sind zurzeit 50 Jugendliche aus unterschiedlichsten Ländern untergebracht, die meisten von ihnen stammen aus Syrien und Afghanistan. Sie bringen alle ihre individuelle Geschichte der Verfolgung und Bedrohung mit sich. Die Einrichtung bietet ihnen zunächst einmal einen festen Tagesablauf:
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reguläre Mahlzeiten, Deutschunterricht, medizinische Versorgung und ein breites freizeitpädagogisches Angebot. Wie bei der deutschen Jugendhilfe, erhalten auch hier die Jugendlichen Taschen- und Bekleidungsgeld. Die Flüchtlinge, die nach Deutschland fliehen, plagen Sorgen, Ängste und Heimweh. Viele von ihnen sind durch die Erlebnisse in ihrer Heimat und die Flucht stark traumatisiert. Das Freizeitprogramm und der Unterricht haben deshalb die Funktion, den jungen Menschen diesen äußerst schweren Ballast ein Stück weit abzunehmen und sie von ihren Kummer abzulenken. Die Flüchtlingsjugendlichen nehmen das Angebot überaus gerne wahr und „die meisten sind für das Angebot sehr dankbar“, erklärt die Erziehungsleiterin Taraneh Ghasemi.
Die Jugendlichen verbleiben im Bereich Clearing im Schnitt sechs Monate. In der Ersteinrichtung in Gießen sind sie in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern, mit einem eigenen Bad, untergebracht. Etwa ein Fünftel der dort untergebrachten Jugendlichen sind weiblich, die meisten jedoch männlich. Der Deutschunterricht findet in zwei Gruppen an zwei verschiedenen Standorten statt: Die St. Bonifatius Gemeinde und das Mama Of Restaurant in Gießen stellen dabei ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.
Diesen jungen Menschen, die teilweise dramatische Erlebnisse hinter sich haben, fachgerecht zu helfen, sich um sie zu kümmern und dabei zu unterstützen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden und in die fremde Kultur einzuleben, stellt alle vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Caritasdirektor Joachim Tschakert erklärt, dass die große Herausforderung nur mit Unterstützung der Bevölkerung zu bewältigen sei. Es ist deshalb sehr wichtig, dass vor allem die Bevölkerung den jungen Menschen Beistand leistet und sie unterstützt. „Die Meisten sind wissbegierig und unendlich fleißig“, betont Joachim Tschakert. So erklärt er, würden alle auf lange Sicht davon profitieren: Deutschland braucht kompetente Arbeitskräfte einerseits, anderseits kann den Jugendlichen mit einer anständigen Ausbildung eine sichere und vielversprechende Zukunft ermöglicht werden. Sehr wichtig sei aber dabei, die Zustimmung der Bevölkerung und dass viele Menschen für diesen Zweck spenden. Für ein besseres Leben des Einzelnen und eine stärkere Weltgemeinschaft.

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Herzlichst, Ihr(e) Magdalena Skorupinska

von:  Magdalena Skorupinska

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Interessensgebiet: Gießen
Magdalena Skorupinska
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