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Ostern ist mehr als ein Frühlingsfest

Kreuz auf dem "Kleinen Matterhorn"
Kreuz auf dem "Kleinen Matterhorn"
Gießen | Wer freut sich nicht auf den Frühling? Während ich diesen Text schreibe, tobt draußen das Sturmtief „Niklas“ und nach den langen Wintertagen sehnt sich jeder nach Sonne und Wärme. Die Werbung fährt auch ganz darauf ab: „Ostern steht vor der Tür – freuen Sie sich auch schon? Die schönste Zeit, den Frühling zu begrüßen und Zeit mit Ihren Lieben zu verbringen! Zeit zum Schlemmen, Lachen und für bunte Überraschungen. Wenn Sie noch Tipps für Ihr Osternest benötigen, haben wir viele schöne Ideen für Sie.“ oder: „Jetzt fehlt nur noch die Sonne und der Osterhase kann kommen.“ In der Zeitung liest man von „Osterbrunnen“, „Ostergarten“, „Ostereiermarkt“ oder „Ostermarsch“ – lauter Begriffen, die mit Ostern verbunden werden und wo jeder sich irgendwo wiederfindet.
Als im vergangenen Jahr von der Redaktion der „Gießener Zeitung“ die Frage gestellt wurde, was Ostern für die Leser bedeute, konnte man viele verschiedene Beiträge lesen, die alle in die gleiche Richtung tendierten: Frühling. Dass Ostern etwas mit Jesus Christus zu tun habe, stand nur in der Anmoderation, darauf ging kein Kommentar näher ein. Damals habe ich es zu spät gelesen und auch nicht mehr kommentieren wollen. Das möchte ich mit diesem Beitrag nachholen!
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Natürlich ist Ostern auch für mich ein Frühlingsfest, das ist gar keine Frage. Aber eben nicht nur!
Ostern ist neben Weihnachten eines der höchsten Feste der Christenheit. Auf der ganzen Welt feiern Christen an Ostern die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Nach den Berichten des Neuen Testaments (dem zweiten Teil der Bibel) wurde Jesus Christus, der Sohn Gottes, von den religiösen Führern der Juden wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt und von der römischen Besatzungsmacht (Pontius Pilatus) hingerichtet durch die Kreuzigung auf dem Hügel Golgatha vor den Toren der Stadt Jerusalem. Das geschah zur Zeit des hebräischen „Pessach“-Festes (etwa) im Jahre 33 nach unserer Zeitrechnung und von diesem hebräischen Wort „pessach“ und dem lateinischen „pascha“ leitet sich auch das Wort Ostern ab. In vielen ausländischen Bezeichnungen für das Osterfest ist dieser Wortstamm noch zu finden. Auch die Tatsache, dass Ostern kein festes Datum hat wie z.B. Weihnachten, hat damit zu tun, dass schon das jüdische Pessach-Fest ein bewegliches Fest war.
Im apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen Christen, dass Jesus Christus „… gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, …“ und damit den Tod überwunden hat. Dadurch, dass Gott seinen Sohn Jesus nach dem Kreuzestod wieder auferweckt hat, hat er die Macht des Todes endgültig überwunden und deshalb können alle, die an Jesus Christus glauben, auch diese Auferstehungshoffnung haben. Im Johannesevangelium, Kapitel 3 Vers 16 heißt es: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Das ist der wahre Grund für die Osterfreude und deshalb ist Ostern mehr als ein Frühlingsfest.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 15:24 Uhr
Ja Herr Menger, da haben Sie recht. Ich habe mir letztes Jahr die DVD "Die Passion Christi" von Mel Gibson gekauft, nachdem ich sie einmal mehr zufällig und nicht von Anfang an, im Fernsehen gesehen habe.
Alle Dialoge in Aramäisch und Latein mit Untertiteln.

Wenn man die Geschichte vom Leben, Leiden und Tod Jesus kennt, kann man der Handlung die sehr brutal alle Leiden zeigt, aber auch emotionales, sehr gut folgen.

Ich fand den Film sehr gut, zeigt er doch zu was Menschen fähig sein können.

Ich werde mir die DVD am Karfreitag ansehen, leider allein, kann mich also anschließend mit niemanden darüber austauschen.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 16:32 Uhr
Wieso nicht noch Werbung für Judsüß? Wo wir hier doch schon offen antisemitsche Filme empfehlen. Da gucke ich lieber das Leben des Brian, besser kann man dieses perverse Gedankenkonstrukt nicht zusammen fassen. Diese ganze "Ich habe meinen Sohn für eure Sünden gegeben" ist eine abartige Methode Schuldgefühle zu erzeugen und Kontrolle zu erhaschen. Das Christentum hat weitaus mehr Menschen viel brutaler umgebracht. Wozu können Menschen Fähig sein, zum, beispiel andere Menschen lebendig zu verbrennen. Weil Hexe oder werwolf oder einfach nur anderer Weltanschauung. Das Feiern wir aber zum Glück nicht jedes Jahr. Nur den Kreuztod eines Predigers und die Urban Legends drumherum.
Hermann Menger
2.370
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 17:36 Uhr
Das war ja vorauszusehen, dass von Florian Schmidt wieder ein bissiger Kommentar kommt. Aber was soll ich dazu sagen? Jede inhaltliche Erwiderung würde sofort wieder einen ganzen Schwall weiterer unhaltbarer Vorwürfe hervorrufen und meine Erfahrungen bei anderen Themen zeigen, dass das überhaupt nichts bringt.
Leider haben dann auch andere Leser keine Lust mehr, den Artikel zu kommentieren. Schade...
Hermann Menger
2.370
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 17:48 Uhr
Was kritisieren Sie denn, Frau Back? Cartman kenne ich nicht und der Film von Mel Gibson ist zwar ziemlich grausam, aber das Geschehen am Kreuz von Golgatha war es auch. Jesus hat sich aus Liebe zu uns Menschen anspucken, schlagen und kreuzigen lassen.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 18:01 Uhr
Mir wird schlecht. Der arme gefolterte Jesus. Kehren sie mal in der Geschichte der verfechter ihres Glaubens. Wie die Christen mit ihren Kritikern und Opfern umgesprungen sind ist nicht minder grausam. Aber für diese Sünden muss sich das annageln lassen ja gelohnt haben. Herr Menger, meine "inhaltlosen Vorwürfe" finden sie nicht in der Bibel aber in den Geschichtsbüchern. Das ist der Nachteil, wenn man sich allein an ein Buch hält.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 18:20 Uhr
Ich dachte immer hier werden Beiträge kommentiert und nicht Kommentare anderer;-)

@ Florian Schmidt ..... Wo wir hier doch schon offen antisemitische Filme empfehlen.....

Warum wohl hat Mel Gibson so massive Probleme bekommen? Wird nicht in Der Bibel, bzw im Neuen Testament die gleiche Geschichte erzählt. Ist sie/es dann auch antisemitisch?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 18:48 Uhr
Die Bibel insgesamt ist eine Hetzschrift, und die Unterstützung der Kirchen während des Holocaust oder die Haltung eines Martin Luther kommen auch nicht von ungefähr.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 19:30 Uhr
Herr Schmidt - oft teile ich ihre in der Sache recht harte aber gut fundierte Meinung zu der "Erfolgsgeschichte" der Amtskirchen.

Was mir fehlt ist der Rückbezug zu dem was "Lieschen Müller" oder "Egon Schulze" an religiösen Überzeugungen hat (und was nicht). * Ich wenigstens habe in den letzten Jahrzehnten sehr selten den Spruch gehört (und der ist wirklich antisemitisch): " Die Juden haben unseren Herrn Jesus Christus ans Kreuz genagelt."

Ich kann mich noch dunkel an die kontroverse Diskussion um den Film von Mel Gibson erinnern. Ich kann die Kritik, dass hier das Volk der Juden (es war nur der aufgehetzte Teil - in Wirklichkeit war es die Amtskirche der Juden) zu hetzerisch "rüberkommt" nachvoll ziehen. Bei entsprechender persönlicher Disposition fördert das den christliche motivierten Antisemitismus (eine zahlenmäßig kleinere Spielart des Antisemitismuses).

Um so ein Thema reden hilft um (auch wenn politisch nicht gerade im Rampenlicht stehend) keine Rassenideologie aufkommen zu lassen.

Übrigens historisch völliger Unfug: Es war die Besatzungsmacht (die Römer) und die ganz kleine Schicht der damaligen Amtskirche der Juden. Und das genau ist doch heute noch aktuell: Die Amtskirchen schleimt sich gerne an die jeweiligen Herrschenden ran; egal wer das ist.

* kurzer Querverweis für "meine linken politschen Freunde": Auch der Übervater "Charly" hat das so vor 150 Jahrten gesehen, denn er sprach: Religion ist Opium des Volkes. D.h. es ist zutiefst ein Bedürfnis des Volkes und eben nicht Produkt der Verführungskunst der Herrschenden.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 19:46 Uhr
Herr Wagner, das Christentum der meisten Menschen ist doch heute recht weich gespült. Das haben wir in erster Linie der Aufklärung zu verdanken. Ich bin mir auch bewusst, die wenigsten Menschen heute sind noch der Meinung "Die Juden haben Jesus gekreuzigt". Aber es ist ein teil der christlichen Botschaft und bis in die 60 Jahre des letzten Jahrhundert auch so noch gelehrt worden.
Mir fehlt oft die kritische Auseinandersetzung mit diesen Teilen des Glaubens. In deutschland haben wir auch zum Glück keine oder nur wenige radikalen Prediger wie etwa in den USA oder Afrika.
Ich bin mir auch sicher, die meisten Menschen die sich heute als evangelisch bezeichnen kennen die Juden Hetze eines Martin Luther nicht, die geht ja auch meist unter. Die meisten Katholiken wären auch sehr geschockt wenn man sie mit dem Katechismus konfrontiert. In Deutschland haben wir überwiegend einen Glauben Light.
Kann auch jeder haben und für sich ausleben.
Ich finde nur es sollte sich in der Öffentlichkeit die Waage halten wie mit religiösen themen umgegangen wird. Eine offene Berichterstattung über Religionen und Glaubensgruppen ist sinnvoller als durch Glaubensgruppen. Jemandem z. B. zu erzählen, da gab es einen Mann und der hat sich für deine Sünden foltern und töten lassen finde ich extrem anmassend. Soll mir damit ein schlechtes Gewissen gemacht werden? Für welche meiner Sünden musste er sterben? Warum soll ich mich trotzdem zu ihm bekennen und was ist mit den Menschen die diese Geschichte am ende nicht kennen?
Klaus Stadler
5.167
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 31.03.2015 um 20:28 Uhr
Lieber Herr Schmidt,da sie ja nicht glauben, warum fühlen sie sich dann immer angesprochen.Wurde ihr Name erwähnt? Die größen Massenmörder der Menschheit waren Atheisten : Stalin,Hitler, Mao,Pol Pot usw. Wir leben doch in einem Rechtsstaat. Jeder kann so oft wie er möchte Artikel in dieser Zeitung veröffentlichen,sie tun dies ja auch. Sie geben ja auch nur ihre subjektive Meinung zum Besten. Es zwingt sie doch niemand an Jesus zu glauben!
Brigitte Matuschek
714
Brigitte Matuschek aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 22:40 Uhr
Ich wünsche allen Christen und Atheisten einfach eine gute Zeit,im Kreise ihrer Lieben.Leben und leben lassen!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 31.03.2015 um 22:46 Uhr
Herr Stadler, genau auf dieses Hitler und Stalin waren aber... habe ich gewartet. Hitler war kein Atheist. Er war ein sehr gläubiger Katholik und wurde von der Kirche getragen. Diese "atheistischen" Regime funktionierten auch nur, weil sie wie eine Religion aufgebaut sind. Ein großer Führer an der Spitze und Menschen die ihm folgen.
Zum Schluss schreiben sie wirr, wollen sie mir mit Verweis auf die meinungsfreiheit verbieten meine Meinung zu schreiben? Und nein, es zweingt mich niemand an Jesus zu glauben, aber gleichzeitig wird mir bedeuted, damit endet mein weg irgendwann in der Hölle. Das ist so das "Angebot was man nicht ablehnen kann".
Silvio Feld
19
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 01.04.2015 um 10:54 Uhr
Sehr guter Artikel, vielen Dank dafür! Und nicht von den Berufs-Motzern entmutigen lassen!
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.04.2015 um 20:35 Uhr
Herr Menger ich vermute einmal, dass es sehr wenige inhaltliche Übereinstimmungen zwischen ihnen und mir gibt.

Aber in einem - vielleicht durchaus zentralen - Punkt, sehe ich eine gemeinsame Schnittmenge. In der Ablehnung der immer mehr (und vor allen Dingen rasent schnelleren) Kommerzialisierung der religiösen Feste.

Diese Entwicklung hat ja auch eine innere Logik. Selbst ihnen ist schon aufgefallen, dass kaum noch ein Mitbürger etwas mit den tieferen Sinn irgendwelcher religiösen Feiertagen anfangen kann. Es ist noch extremer: Kinder wissen nicht mehr, dass neben der Schenkerei ((ja, ja schauen sie mal in die Prospekten in diesen Tagen - Ostern wird von den Kapitalisten für Kinder als der zweite Geschenketermin propagiert...)) etwas anderes im Vordergrund der Feste steht.

Wir leben ganz sicher nicht in einer christlich geprägten Welt, sondern im Kapitalismus. Und das System interessiert keinerlei Religion, sondern nur der Profit.

In anderen Zusammenhängen Herr Menger schieben sie immer gerne das Argument in den Vordergrund, dass der Grundkonsens in der BRD christlich gefärbt ist. Ich erinnere an die in den letzten Jahren hier "tobende" Redeschlachten um die Durchsetzung der gesetzliche Verankerung der Feiertagsruhe für Karfreitag ((übrigens erstaunlich dieses Jahr ist nichts zu lesen ....)). Da haben sie kräftig für ein starkes Auftreten dieses Staat - der ekeligste "Schleimsch......." des Kapitalismus seit vielen Jahrzehnten wohlgemerkt - argumentiert.

Wahrscheinlich sind sie etwas älter als ich und mir steht es nicht zu sie zu belehren. Aber - fassen sie das bitte als Denksanstoss auf - sie sollten ihre Argumentation einmal hieb- und stichfester machen.

Entweder sie sind für diesen kapitalistischen Staat, dann können sie gerne auf die weitere Durchsetzung des Karfreitagsruhegesetzes pochen.

Oder sie sind gegen die Kommerzielisierung religiöser Feste. Dann freue ich mich sie in der Front der Kapitalismusgegner begrüssen zu können.

Beides zusammen, das geht aber nicht!

DENN ...........

((Das mag etwas überheblich klingen, wenn ich ihnen mit einer Bibelstelle komme, aber es passt gerade so gut .....:Niemand kann zwei Herren dienen .....!))
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 01.04.2015 um 20:55 Uhr
Herr Wagner, wie soll man denn aber Glaube und Kapitalismus heute noch trennen, wenn die höchsten Vertreter des Glaubens voll darin integriert sind. Die Kirche ist ein Konzern, der auch mit allen Mitteln versucht Geschäfte zu machen. Die beuten ihre Arbeitnehmer ebenso aus wie alle anderen und haben auch kreative eigene Steuerkonzepte wie alle anderen.
Ich frage mich auch, ob die heutige Wirklichkeit den Bestand der vielen christlichen Feiertage nocht rechtfertigt.
Man könnte auch säkulare Feiertage einführen. Auch ein atheist braucht Zeit für Ruhe und Besinnung. Die steht ihm auch zu.
Ich weiß noch, in meiner Kindheit gab es ein Osternest mit Eiern, Süßigkeiten und einer Kleinigkeit. Heute I-Pad. I-Phone oder EIgenes Auto. Für mich allerdings auch wieder die Frage was die Leute feiern und ob ihnen der Anlass so wichtig ist.
Hermann Menger
2.370
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 02.04.2015 um 12:17 Uhr
Herr Wagner, was die Ablehnung der Kommerzialisierung christlicher Feste anbetrifft, stimme ich Ihnen zu. Aber es ist immer schwierig, unsere Welt in irgendwelche „ismen“ zu kategorisieren. Ob wir – wie Sie meinen – im Kapitalismus leben oder nicht, lässt sich endlos diskutieren. Wenn es schon ein „Ismus“ sein soll, dann sehe ich eher unsere Gesellschaft im Materialismus und Individualismus verstrickt.
Aber im Gegensatz zu Ihnen sehe ich durchaus noch christliche Prägungen und Werte, die aber immer weiter zurückgedrängt werden. Ich bin mal gespannt, ob der erste Satz in der Präambel unseres Grundgesetzes: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen …“ irgendwann einmal gestrichen wird. An „Redeschlachten“ zur Feiertagsruhe an Karfreitag kann ich mich nicht erinnern, vielleicht verwechseln Sie mich da mit jemand.
Für Sie gibt es anscheinend nur die beiden Kategorien „Für oder gegen“ den kapitalistischen Staat. Diese beiden Kategorien sind mir zu wenig und deshalb werden Sie mich auch nicht „in der Front der Kapitalismusgegner begrüßen“ können.
Ich wünsche Ihnen (trotzdem) schöne Osterfeiertage!
Herr Schmidt, auch Ihnen gebe ich Recht, was die finanziellen Machenschaften der beiden Großkirchen betrifft. Auch die Berechtigung von säkularen Feiertagen streite ich nicht ab.
Aber ich finde es schade, dass Sie immer wieder mit pauschalen Äußerungen („Die Bibel insgesamt ist eine Hetzschrift“) oder mit dem Verweis auf Fehlverhalten von Christen in der Geschichte (Holocaust, Luthers Judenhass) eine sachgemäße Diskussion in diesem Forum unmöglich machen.
Ich wünsche auch Ihnen schöne Osterfeiertage!
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.04.2015 um 19:41 Uhr
Herr Menger, danke für die Feiertagsgrüße.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.04.2015 um 20:34 Uhr
Was ich zum Karfreitag gesagt habe ist überholt. In einer Lokalzeitung (genauer im Kommenatarbereich) "geht auch dieses Jahr der Punk ab".

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Aus-aller-Welt/Artikel,-Tanz-Pause-am-Karfreitag-Giessen-haelt-sich-daran-_arid,561805_regid,1_puid,1_pageid,13.html
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2015 um 01:03 Uhr
Habe noch nie soviel dummes Zeug gelesen wie in dem von Dir Martin zur Verfügung gestellten link. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 02:18 Uhr
Und was daran ist dummes Zeug?
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 16:53 Uhr
ist halt meine Meinung. Ich lasse jedem anderen doch auch seine. Aber äußern darf ich sie ja.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 17:00 Uhr
Damit Frau Back, die ja sonst anscheinend nichts zu tun, was zu kommentieren hat.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.04.2015 um 17:42 Uhr
Das ist wieder so ein billiges herausschwurbeln. Wenn jemand etwas als dummes Zeug bezeichnet kann man ja schon erwarten dieses zu präzisieren. Ist jetzt das Tanzverbot dummes Zeug oder das Menschen gegen diese schwachsinnige Regel aufbegehren?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 11.04.2015 um 21:04 Uhr
Ich denke nicht das der Artikel gemeint, sondern die Kommentare darunter. Diese sind für die Verteter der Bibellehre sicherlich unerträglich. Die Kirche schafft es durch ihre Haltung und Vorgehensweise dazu ist das Tanzverbot nur ein Beispiel immer mehr Mitglieder und Gläubige zu verlieren. Die Menschen sind heute zum Glück viel Aufgeklärter.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Hermann Menger

von:  Hermann Menger

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