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Organist Jakob Ch. Handrack spielt Werke von Johann Sebastian Bach am kommenden Palmsonntag

Organist Jakob Ch. Handrack an der Großen Kreienbrink Orgel von 1971
Organist Jakob Ch. Handrack an der Großen Kreienbrink Orgel von 1971
Gießen | Am kommenden Palmsonntag spielt Organist und Kirchenmusiker Jakob Ch. Handrack im Anschluss an das Hochamt um 11:30 Uhr in der St.-Thomas-Morus-Kirche, Grünberger Straße 80, in einem kleinen Orgelkonzert Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750).
Auf dem Programm stehen Jugendwerke des Großmeisters aus seiner Arnstädter und Lüneburger Zeit, darunter das Praeludium und Fuge in c-Moll (BWV 549) sowie Studienarbeiten nach italienischen Vorbildern aus seiner Weimarer Zeit. Als unmittelbare Frucht dieser Studien darf man die Canzona in d-Moll (BWV 588) ansehen, die für das Thema Ähnlichkeiten zur vierten Canzone der "Fiori Musicali", einer Sammlung des italienischen Renaissancekomponisten Girolamo Frescobaldi (1583-1643), die dieser 1635 zum Gebrauch für den katholischen Organisten beim Meßgottesdienst herausgegeben hatte, aufweist.
Die einzelstehende Fuge in g-Moll (BWV 578) als "kleine g-Moll-Fuge" bekannt, zählt aufgrund ihrer musikalischen Vorzüge mit Recht zu den meistgespielten Fugen Bachs. Mit ihrem reich gegliederten, aus drei Phasen sich zusammensetzenden Thema weist sie ebenso zurück auf das Thema der
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vorangegangenen c-Moll-Fuge wie vorwärts auf die große g-Moll-Fuge (BWV 542). Die Schönheit der ganzen Fuge ist in der des Themas begründet: die Geschlossenheit der ersten Phrase verstärkt sich dadurch, dass die drei ersten Noten des Themas umgekehrt die letzten ergeben. Ihre besonderen musikalischen Vorzüge liegen in der Stringenz und Klarheit des Einsatz der einzelnen Stimmen.
Abschließend erklingt die Fuge in h-Moll (BWV 579) dessen Doppelthema der 4. Kirchensonate für zwei Violinen und Basso Continuo von Corelli entlehnt ist als meditativ gestalteter Ausklang in die folgende Karwoche.
Jakob Ch. Handrack (*1984) absolvierte 2002 die kirchenmusikalische C-Ausbildung am Kirchenmusikalischen Institut des Bistums Mainz bei Regionalkantorin Regina Engel. Seit 2007 ist er als Organist an St. Thomas Morus tätig und setzt sich seit 2009 durch die Ausrichtung der Orgelvesper-Reihe mit wechselnden ehren-, neben- und hauptamtlichen Kirchenmusikern für die Kirchenmusik an St. Thomas Morus ein.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.539
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 27.03.2015 um 19:35 Uhr
Herr Handrack - wenn der Eintritt frei ist, "geht das okay" (Jugendsprache).

Zwischendurch mal Klassik - das erweitert den Horizont.
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von:  Jakob Handrack

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Interessensgebiet: Gießen
Jakob Handrack
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