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Die nächste Generation steht beim Marburger SV in den Startlöchern

Gießen | Kirchhain. Zum 18. Mal lud der TSV Kirchhain am Wochenende zum Sprint- und Nachwuchsschwimmfest an die Ohm, das einmal mehr im Zeichen des jüngeren Nachwuchses stand. Zwölf Vereine meldeten mit 170 Teilnehmern knapp 729 Einzel- und Staffelstarts. Mit 29 kleinen und großen Aktiven stellte der Marburger SV 1928 in diesem Jahr das größte Teilnehmerfeld und zeigte mit 117 Einzeleinsätzen seine Präsenz.

Die nächste Generation steht beim MSV in den Startlöchern. Beim ersten Formtest überraschten einige der von Lydia und Rainer Pohl sowie Viktoria Estor und Riccarda Klefenz trainierten Schützlinge. Auch die Leistungsgruppen von Nathalie Richter zeigten Stehvermögen. Die Endbilanz mit 78 persönlichen Bestmarken und 15 Gold-, 24 Silber- und 18 Bronzemedaillen kann sich sehen lassen. Damit landete der Marburger SV in der Mannschaftspokalwertung mit 403 Punkten auf einem guten dritten Platz hinter dem VfL 1860 Marburg (550 Pkt.) und dem TSV Kirchhain (549 Pkt.).

Im Jahrgang 2003 zeigten Alva Starostik, Anne Arndt, Hannah Albrecht, Amelie Wilhelm, Johanna Blitzhöfer und Maureen Lemke gute technische Ansätze. Alva dominierte das Teilnehmerfeld über 50 m (40,60), 100m (1:27,91) und 200 m Rücken (3:06,38) um mehrere Sekunden und siegte jeweils mit deutlichen Leistungssteigerungen. Über 100 m Freistil erreichte sie eine Silbermedaille. Bei ihren vier Starts sicherte sich Anne Arndt über 50 m Brust (46,85) nicht nur eine Goldmedaille, sondern legte mit vier Bestmarken und 618 DSV-Punkten auch den Grundstein für den erstmaligen Einzug ins Finale über 50 m Freistil. Allerdings musste sie aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig auf einen Start verzichten. Dreimal in den Medaillenrängen war Mara Mensing über 100 m Lagen (1:43,38/2.), 50 m (3.) und 200 m Freistil (3:25,03/3.) zu finden. Eine solide Renneinteilung bewies Amelie Wilhelm, die erstmals über 200 m Brust (3:48,04) ins Rennen ging und auf Anhieb eine Silbermedaille gewann. Über eine Silbermedaille freute sich auch Hannah Albrecht im Rückensprint (45,85). Bei Johanna Blitzhöfer und Maureen Lemke reichte es nicht für die vorderen Plätze, aber sie überzeugten mit persönlichen Bestzeiten, ebenso wie Paul Jöllenbeck (Jg. 2004), der erstmals bei einem Wettkampf dabei war. Bereits über ein wenig mehr Wettkampfroutine verfügen Louisa Gnau, Joshua Mengel, Christina Hoffmann und Johann Köhling (alle Jg. 2004). Während Louisa Gnau über 100 m Freistil (1:30,24) zu Silber sowie über 100 m Brust (1:44,01) zu Bronze schwamm, war es bei Joshua Mengel genau andersherum. Christina Hoffmann wurde über 50 m Brust (54,36) Zweite und Johann Köhling verbesserte sich um drei Sekunden im Freistilsprint. Bei ihrem ersten Wettkampfeinsatz hatte Franka Fellenberg (Jg. 2005) allen Grund zur Freude. Sie stand über 100 m Lagen (1:59,67/1.) und 25 m Rücken (26,57/2.) zweimal auf dem Siegertreppchen. Weitere Medaillengewinner gab es im Jahrgang 2006. Elisa Köhling siegte über 25 m Rücken (26,50). Emilia Metz wurde über 50 m Freistil (52,85) und 50 m Rücken (57,52) jeweils Zweite und Charlotte Kayser über 25 m Rücken Dritte.

Eine Verschnaufpause von den Abiturvorbereitungen gönnte sich die 17-jährige Sabrina Försterling. Eine goldrichtige Entscheidung, die sie bei ihren vier Sprinteinsätzen mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen bestätigte. Über 50 m Rücken war Sabrina „im Flow“ wie Trainerin Nathalie Richter das Rennen mit zwei Worten zusammenfasste. In Bestzeit sicherte sie sich in 32,97 Sekunden den Sieg und schiebt sich in der deutschen Bestenliste vorerst auf den 8. Platz. Auf der perfekten Welle schienen auch Niklas Werner (Jg. 99), Hanna Stockschlaeder (Jg. 2002) und Robin Wolf (Jg. 2001) zu schwimmen. Auf den Bruststrecken über 50-, 100- und 200-Meter ging an Niklas Werner kein Weg vorbei. In Bestzeit lieferte er dreimal Gold ab. Über 50 m und 100 m Freistil steigerte sich Niklas um jeweils zwei Sekunden und landete auf dem 2. Platz. Hanna Stockschlaeder brillierte in allen Lagen mit deutlichen Leistungssteigerungen. Verdient gab es über 50 m Brust (42,86) eine Goldmedaille, zu der noch dreimal Silber über 50 m (32,86) und 100 m Freistil (1:17,40) sowie 100 m Lagen (1:29,69) hinzukamen. Robin Wolf verwies im Freistilsprint mit einem Vorsprung von vier Sekunden das Teilnehmerfeld auf die Plätze und steckte eine neue Bestmarke. Zweiter wurde er über 50 m Brust, sowie dreimal Dritter über 100 m Lagen (1:24,35), 100 m Brust und 100 m Freistil (1:12,40). Bei Wladimir Petri (Jg. 2000) wäre an diesem Wochenende definitiv mehr drin gewesen. Er nimmt eine Silber- und zwei Bronzemedaillen mit nach Hause. Eine Goldmedaille sicherte sich Jacob Horn (Jg. 2002) im Brustsprint. Zwei persönliche Bestzeiten schwamm er über 50 m (35,26) und 200 m Freistil (3:01,01). In der „Wertung 1998 älter“ stellten sich „Oldstar“ Lucas Schremb (Jg. 1993) und Newcomer Zishan Ahmed (Jg. 1997) der Konkurrenz. Für Lucas Schremb hieß es am Ende im Schmetterlings- und Rückensprint Platz 1 und Platz 3. Zishan Ahmed setzte über 50 m Rücken und über 50 m Schmetterling mit einer Gold- und einer Silbermedaille Akzente.

Auch bei der 3. Mannschaft des Marburger SV überzeugten die von Rainer Pohl trainierten Youngster. Hierbei lieferten sich Marcus Knöppel und Mika Schütz (beide Jg. 2003) regelrechte Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Freistilsprint hatte Mika Schütz noch die Nase vorn und platzierte sich in 37,97 Sekunden vor seinem Vereinskameraden auf dem zweiten Rang. Über 100 m Lagen (1;45,87) und 200 m Freistil (3:22,67) ließ sich Marcus Knöppel allerdings nicht die Butter vom Brot nehmen und landete vor Mika auf dem zweiten bzw. ersten Platz. Knapp lief das Rennen über 100 m Freistil, in dem Beide in 01:34,60 Minuten zeitgleich im Ziel anschlugen. Die Zielrichter sahen Mika Schütz einen Wimpernschlag vor Marcus, so dass dieser mit dem dritten Rang das Nachsehen hatte. Lea Hahme (Jg. 2002) und Lara Hohn (Jg. 1999) erreichten im Brustsprint eine Bronzemedaille.

von Ines Peters-Försterling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marburger SV

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