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Landratskandidatin Anita Schneider (SPD) stellt in Buseck Themenschwerpunkte und Kampagne vor

Gießen | In der Form von Teilraumkonferenzen stellt die sozialdemokratische Landratskandidatin Anita Schneider den Genossinnen und Genossen ihre Themenschwerpunkte und die geplante Kampagne vor. Die erste von insgesamt fünf geplanten Konferenzen fand am vergangenen Montag in Buseck statt. Neben Landrat Willi Marx konnte Anita Schneider auf weitere prominente Unterstützung bauen. Der SPD-Landes- und Unterbezirksvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel betonte in einer kurzen Einführung die Wichtigkeit der anstehenden Landratswahl und zeigte sich überzeugt, dass die SPD mit Anita Schneider die bestmögliche Kandidatin für das Amt aufbieten könne. Angesprochen auf das jüngste Umfrageergebnis in der Presse zeigte sich Schäfer-Gümbel erfreut über die Zahlen, betonte aber gleichzeitig, dass die SPD „nicht Umfragen, sondern Wahlen gewinnen wolle“.

Als eines der Schwerpunktthemen ihres Wahlkampfes nannte Schneider die Zukunft des ländlichen Raums. „Der Landkreis Gießen ist zu einem großen Teil ländlich strukturiert. Viele Menschen leben bei uns in Dörfern und kleinen Gemeinden. Hier findet das ländliche Leben mit den eigenen Traditionen
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und Bräuchen statt. Die Vielfalt der Dörfer ist unsere Stärke im Kreis Gießen. Ich will, dass unsere Dörfer sich auf ihre Stärken besinnen können und das alle gemeinsam vor Ort Strategien entwickeln, wie Lebensqualität auf dem Land gesichert werden kann. Aus diesem Grund ist es gut, dass mit dem Dorferneuerungsprogramm ein Instrument zur Unterstützung der Kommunen zur Verfügung steht. Allerdings sind die Mittel bei weitem noch nicht für alle Dörfer ausreichend“, sagte Schneider.

Gerade in der Dorfinnenentwicklung und in der Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen - hier ganz besonders mit medizinisch-pflegerischen Leistungen – gäbe es viele neue Aufgaben. Der demografische Wandel treffe auch den Landkreis, wie einschlägige Prognosen bestätigen würden. Durch den wachsenden Anteil an älteren Menschen werde der Bedarf an pflegerischen Leistungen zunehmen. Aus diesem Grund müsse sich der Landkreis gezielt mit der Beratung und Vermittlung von Pflegeleistungen und Fragen rund um das Alter in Zusammenarbeit und unter Berücksichtigung der bestehenden und guten Angeboten im Landkreis beschäftigten.

„Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Die Beispiele Vulkanradweg und Limesradweg zeigen, dass für Gäste und Bevölkerung viele Schätze in der Region gehoben werden können. Ich möchte mich für die konsequente Förderung des Tourismus einsetzen und die erfolgreiche Arbeit von Willi Marx in diesem Bereich fortsetzen. Der Tourismus schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern erhöht die Lebensqualität durch Freizeit- und Kulturangebote vor Ort und bietet somit viele Möglichkeiten der Naherholung für die hier im Landkreis lebenden Menschen. Das Image der Region wird durch diese Angebote positiv geprägt“, betonte die Sozialdemokratin.

Die technische Infrastruktur für Dörfer und kleinen Kommunen sei darüber hinaus ein wichtiger Entwicklungsfaktor. Nur bei einer ausreichenden Versorgung des Landkreises Gießen mit schnellem Internet, könnten gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Betriebe aber auch für Privathaushalte geschaffen werden. Die Landratskandidatin kündigte an, sich für eine „Breitbandinitiative“ einzusetzen, die dazu dienen solle Versorgungslücken im Landkreis zu erkennen und Lösungen zur Anbindung zu bieten. Das Konjunkturprogramm des Bundes sowie ein EU-Förderprogramm würden für diesen Bereich Gelder vorsehen. „Ich bin optimistisch, dass der Landkreis mit Hilfe der Dorfentwicklung, der Förderung des Tourismus und einer Breitbandinitiative gestärkt werden kann. Klar ist aber auch, dass dies nur ein Anfang in meinen Bemühungen sein wird, das Gießener Land fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Anita Schneider abschließend.

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