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Warum weht am 10. März die Tibet-Flagge in Gießen?

von Gabi Albrechtam 09.03.20151056 mal gelesen8 Kommentare
Gießen | Gießen zeigt Flagge für Tibet !
Am Rathaus der Stadt Gießen und beim Landkreis Gießen wird - wie auch in den vergangenen Jahren - am 10. März die bunte Tibet-Flagge wehen. Die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und die Landrätin Anita Schneider setzen damit ein deutliches Zeichen. Flagge zeigen für Tibet heißt, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet einzusetzen. Die Aktion findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ statt. Gießen gehört damit zu den vielen hundert deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen, in denen an diesem Tag öffentlich die tibetische Flagge gehisst wird. Als Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk, dem von der chinesischen Besatzungsmacht täglich großes Leid und Unrecht angetan wird. Aber auch als unmissverständliche Positionierung zu den universell geltenden Menschenrechten, die nicht verhandelbar sind. Dieses Signal wird weltweit, vor allem jedoch auch in Tibet, wahrgenommen und gibt den Menschen dort Hoffnung. Wir dürfen sie nicht vergessen!

Wir sind sehr alarmiert von den Entwicklungen in Tibet. Mittlerweile haben sich mindestens
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136 Tibeter – Mönche, Nonnen, Jugendliche, Mütter, Väter - aus aussichtsloser Verzweiflung und aus Protest gegen die chinesische Unterdrückungspolitik grausam selbst verbrannt. Überwachung, Folter, willkürliche Verhaftungen und Tötungen sind an der Tagesordnung. Die chinesische Regierung setzt weiterhin auf Gewalt, der kulturelle Völkermord geht weiter und die internationale Gemeinschaft schaut weg.

Hintergrund:
Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die einmarschierten chinesischen Truppen. Aus Sorge um den Dalai Lama versammelten sich etwa 300.000 Tibeter vor seiner Sommerresidenz Norbulingka. Der Dalai Lama musste fliehen, und der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87. 000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Tibet ist seitdem völkerrechtswidrig von den Chinesen besetzt. Zwischen 120.000 und 150.000 der sechs Millionen Tibeter sind - meist auf dem lebensgefährlichen Weg über den Himalaya - geflüchtet und leben heute im Exil. Viele haben auf der Flucht ihr Leben verloren.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit 60 Regionalgruppen und Kontaktstellen und rund 2000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme. Weitere Informationen gibt es unter www.tibet-initiative.de und www.tibet-flagge.de

Kontakt:
Gabi Albrecht, stellvertretende Vorsitzende der Tibet Initiative Deutschland und Sprecherin der Regionalgruppe Gießen, albrecht@tibet-initiative.de

Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.128
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 09.03.2015 um 19:16 Uhr
Hier wird doch auch wieder ein völlig verzerrtes und vorallem verklärtes Bild gezeichnet. Soll Tibet wieder zu dem grausamen Gotteststaat werden der er einmal war unter der Herrschaft eines Kalendersprüche fusselnden Nazifreundes?
Florian Schmidt
4.128
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 09.03.2015 um 19:16 Uhr
Doppelt
Stefan Walther
4.150
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.03.2015 um 23:12 Uhr
"und jährlich grüßt das Murmeltier", Diskussion sinnlos Herr Schmidt, siehe die alten Beiträge...
Florian Schmidt
4.128
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.03.2015 um 08:24 Uhr
Wieso wird nie die Feudalgesellschaft des alten tibet hingewiesen, die Leibeigenschaften, die extremen Körperstrafen und Misshandlungen? Dazu wird der Dalai Lama als gutmütige Lichtgestalt dargestellt. Ungeachtet seiner Positionen etwa zur Homosexualität oder Frauenrechten. Auch seine freundschaftlichen Kontakte zu Nazis oder seine Verwicklungen mit der CIA bleiben in der Regel unerwähnt. Aber Hauptsache ein Free Tibet Aufkleber auf der Stoßstange und sich ein bisschen besser fühlen als alle Anderen.
Stefan Walther
4.150
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.03.2015 um 23:01 Uhr
Wieso Herr Schmidt? = Weil man dann zugeben müsste, dass das angebliche "free Tibet" am wenigsten etwas mit Freiheit ( für das Volk ) zu tun hat.
Florian Schmidt
4.128
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.03.2015 um 23:56 Uhr
Aber wohin dann mit all der Betroffenheit?
Gabi Albrecht
96
Gabi Albrecht aus Gießen schrieb am 11.03.2015 um 09:53 Uhr
Guten Tag Herr Schmidt, wenn Sie ein ernsthaftes Interesse an einem fairen inhaltlichen Austausch haben, können Sie mir dies gerne unter der im Artikel angegebenen E-Mail-Adresse signalisieren oder sich über die Ansprechpartner auf unserer Homepage www.tibet-initiative.de an uns wenden.
Florian Schmidt
4.128
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.03.2015 um 11:17 Uhr
Wieso wollen sie das nicht öffentlich disskutieren?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Gabi Albrecht

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Gabi Albrecht
96
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