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Kommunen als Vorreiter in puncto nachhaltige Mobilität

Gießen | Zahlreiche aktuelle Pilotprojekte in Deutschland sollen dazu beitragen, Lösungen für eine klimaschonende Mobilität der Zukunft zu erproben. Städte und Gemeinden spielen hierbei eine tragende wichtige Rolle – als Vorreiter mit Vorbildfunktion. Über die derzeitigen Entwicklungen in Sachen Elektromobilität informierten die Stadtwerke Gießen am vergangenen Donnerstag beim diesjährigen Kommunalen Umwelt-Treff.

Bis 2020 sollen rund eine Million Elektrofahrzeuge über Deutschlands Straßen rollen. An diesem ehrgeizigen Ziel hält die Bundesregierung trotz großer Skepsis von Experten fest. Vor allem Kommunen sieht der Gesetzgeber in der Rolle des Vorreiters – weil sie eine Vorbildfunktion ausüben und weil Elektromobilität ihre Stärken im örtlichen Straßenverkehr umfassend ausspielen kann.
Davon ist auch Michael Rösner, Leiter Vertrieb Privat- und Gewerbekunden bei den Stadtwerken Gießen (SWG), überzeugt. „Während die Zahl der Autos weiter zunimmt, wird es immer wichtiger, sich über eine nachhaltige Mobilität Gedanken zu machen. Neben Erdgasfahrzeugen tragen E-Mobile dazu bei, den Schadstoffausstoß und die Feinstaubemissionen zu senken – sofern beim Laden klimaschonend erzeugter Strom zum Einsatz kommt. Darüber hinaus reduzieren sie die Lärmbelästigung erheblich.“
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Welche Vorteile Elektrofahrzeuge außerdem besitzen, welche Modelle die Hersteller derzeit anbieten und was die zukünftige Technik leisten könnte, darüber informierten die SWG am 5. März beim diesjährigen Kommunalen Umwelt-Treff. Die Teilnehmer: elf Umweltberater, Energiebeauftragte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Städten und Gemeinden der Region. In einem zweistündigen Vortrag brachte sie Marius Buchmann vom Fraunhofer-Institut IFAM in Bremen auf den neuesten Stand in Sachen E-Mobilität.

Moderne Konzepte – neue Ansätze
Der Experte ging zunächst auf die aktuellen nationalen und internationalen Marktentwicklungen ein, zeigte die derzeitigen Trends auf und erläuterte innovative Antriebstechnologien wie den Radnabenmotor. Im weiteren Verlauf des Vormittags fokussierte sich Marius Buchmann dann auf Batteriekonzepte sowie die Frage nach einer geeigneten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Was die Teilnehmer des Kommunalen Umwelt-Treffs zunächst in der Theorie kennenlernten, durften sie anschließend in der Praxis selbst testen. Nach dem Vortrag und einer Diskussionsrunde stellte Martin Jahn, Technische-Services bei den SWG, die kürzlich eingeweihte Stromtankstelle auf dem Besucherparkplatz, direkt gegenüber der SWG-Hauptverwaltung in der Lahnstraße 31, vor: „Hier können ab sofort zwei Fahrzeuge gleichzeitig laden – und zwar klimaschonenden, atomstromfreien Gießener Grünstrom. Einfach die entsprechende Tankkarte in der Hauptverwaltung holen, Ladekabel anschließen und schon kann es losgehen.“ Den Strom stellen die Stadtwerke Gießen kostenlos zur Verfügung. Kunden der SWG erhalten zudem eine frei verfügbare Tankkarte, Nicht-Kunden zahlen für die Karte lediglich einmal 25 Euro oder müssen ein Pfand in der Hauptverwaltung hinterlegen. Anschließend konnten die Teilnehmer im Rahmen einer Probefahrt auf dem Werksgelände die Fahreigenschaften eines Elektrofahrzeuges in der Praxis testen.


Bildunterschrift:
Nach der Probefahrt beim Kommunalen Umwelt-Treff (von links): Martin Jahn (SWG), Astrid Weixler (SWG), Uwe Markgraf (Reiskirchen), Marius Buchmann (Fraunhofer-Institut IFAM), Michael Rösner (SWG), Thomas Uhrig (Heuchelheim), Steffen Becker (Pohlheim), Sascha Wolf (Lich), Thomas Heidt (Buseck), Anja Hardt (Lahnau), Kerstin Schweda (Grünberg)

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