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Gesundheitsamt rät zu Vorsorge: Bitte Impfstatus im Hinblick auf Masern überprüfen

Gießen | Mit einem eindringlichen Appell wendet sich das Gesundheitsamt Gießen an die Öffentlichkeit: Bitte überprüfen Sie bei allen Kindern und Erwachsenen den Masernimpfstatus. Als Anlaufstelle kommen dafür Hausarztpraxen, bei Kindern auch die kinderärztlichen Praxen in Frage. Gegebenenfalls sollte eine Impfung nachgeholt oder komplettiert werden, insbesondere bei denjenigen, die nach 1970 geboren wurden, rät Christine Jung, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts: „Die Impfung ist der beste und sicherste Schutz gegen die hochkontagiöse Masernerkrankung.“

Anlass für diese Mahnung ist ein bestätigter Fall einer Masernerkrankung bei einem Kind aus dem Landkreis Gießen. Bei einem Jungen aus dem Lahn-Dill-Kreis waren bereits Ende Februar Masern diagnostiziert worden. Vermutlich stehen beide Krankheitsfälle im Zusammenhang, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Drei weitere Verdachtsfälle werden derzeit noch untersucht. Zwar wurden bis jetzt in Mittelhessen nur einige Fälle einer Masernerkrankung bekannt, aber es steht zu befürchten, dass die Fallzahlen in den nächsten Tagen und Wochen auch in unserer Region deutlich ansteigen werden, weiß Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald und unterstreicht daher den Impf-Appell der Mediziner.

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Christine Jung klärt auf: Masern sind hochansteckend und keine harmlose Kinderkrankheit. Die Viren werden durch feine Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Fast jeder Kontakt von ungeschützten Personen mit einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung. Bereits fünf Tage vor Auftreten des Hautausschlags sind Infizierte ansteckend. Masern können zudem mit ernsthaften Komplikationen (z.B. Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Gehirnentzündungen) oder Folgeerkrankungen und im schlimmsten, allerdings selten eintretenden, Fall sogar tödlich verlaufen.

Vor Einführung der Masernimpfung in den 1970-er Jahren machte fast jeder Mensch eine Masern-Infektion durch, meist im Kindesalter. Eine durchgemachte Masernerkrankung verursacht eine lebenslange Immunität, diese Menschen sind also auch jetzt noch gegen die Krankheit geschützt. Durch die Impfung hat die Häufigkeit der Masern in Deutschland insgesamt deutlich abgenommen. Masernausbrüche gibt es dennoch immer wieder, so dass die Impfung als vorbeugende Maßnahme erforderlich bleibt.

Die Impfexpertinnen und -experten der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfehlen, alle Kleinkinder ab dem Alter von elf Monaten (erste Impfung) und ein zweites Mal ab dem Alter von 15 Monaten, spätestens bis zum zweiten Geburtstag, gegen Masern impfen zu lassen. Dies erfolgt mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln und ggf. auch gegen Varizellen. Darüber hinaus sollten sich auch alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, bislang nicht an Masern erkrankt waren oder nie oder nur einmal gegen Masern geimpft sind oder bei denen der Impfstatus unbekannt ist, einmalig impfen lassen.

Weiterführende Informationen im Internet: www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/masern, www.impfen-info.de/impfcheck .Kontakt zum Gesundheitsamt: Tilmann Schnelle, Telefon: 0641 9390-1412

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