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Zwei neue Masern-Verdachtsfälle im Uniklinikum

Gießen | Am Wochenende wurde in den Medien von einer Masern-Erkrankung berichtet, die im Universitätsklinikum Gießen/Marburg (UKGM) behandelt wurde. Darüber hinaus hatten die Mediziner zwei weitere Masern-Verdachtsfälle unter Beobachtung. „Diese beiden Verdachtsfälle haben sich nicht als Masern bestätigt. Die Kinder leiden unter anderen Krankheiten, die einen ähnlichen Hautausschlag hervorgerufen hatten“, berichtet Christine Jung, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts. Allerdings sind beim UKGM mittlerweile zwei weitere Masern-Verdachtsfälle aufgetreten, der nun klinisch untersucht werden.

Eines der betroffenen Kinder wohnt im Wetteraukreis, das andere im Landkreis Gießen. Möglicherweise hat sich dieses Kind bei dem jungen Masern-Patienten angesteckt, der in den vergangenen Tagen in Gießen behandelt wurde, bevor die Krankheit richtig diagnostiziert wurde. „Die Ärzte und das Klinik-Personal haben vorbildlich agiert und sofort alle notwendigen Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen“, bescheinigt Christine Jung von der Aufsichtsbehörde.

Die Eltern beider Kinder seien umfassend informiert und beraten worden, der Impfschutz der Familie und des direkten Umfeldes wurde bzw. wird überprüft, die erkrankten Kinder werden nun zu Hause gepflegt. Derzeit warten die behandelnden Ärzte auf das Ergebnis der Überprüfung, ob es sich tatsächlich um Masern handelt. Es wird in den nächsten Tagen erwartet. „Aus unserer Sicht ist hier alles richtig gelaufen“, heißt es aus dem Gesundheitsamt des Landkreises – auch mit Blick auf die Kritik, die zum Wochenende im Raum stand. Das Gesundheitsamt als Aufsichtsbehörde wird überprüfen, ob es Versäumnisse gegeben hat und ob die Mediziner den Masern-Verdacht früher hätten melden müssen.

„Diese Aufklärung wird unvoreingenommen stattfinden“, versichert Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald, „das Uniklinikum arbeitet verlässlich und fachlich auf hohem Niveau.“ Es sei aber nun mal Aufgabe der Aufsichtsbehörde, genau hinzusehen. Möglicherweise wurde bei dem ersten Verdachtsfall der Meldepflicht erst verzögert Genüge getan. Da Masern zu den meldepflichtigen Krankheiten gehören, wird nun aufgeklärt werden, zu welchem Zeitpunkt die Kinderärzte das Gesundheitsamt hätten informieren müssen.

Kontakt zum Gesundheitsamt: Tilmann Schnelle, Telefon: 0641 9390-1412


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