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Kurz Kommentiert: Edathy und... ne da fällt mir einfach kein lustiges Gleichnis ein.

Gießen | 5.000€ und ein schwammiges Geständnis reichen aus um Sebastian Edathy´s Prozess um den Besitz von Kinderpornographischem Material einstellen zu lassen. Man muss das auch mal so sehen, wo wären denn die kleinen Racker ohne ihren Job im Movie Buissenes? Zugegeben es ist ein Nischenprodukt für einen exklusiven Kreis von Liebhabern. Aber die Zahlen gut. Sehr gut. Leider muss man aber auch verstehen das natürlich von Geld nicht viel bei den Kindern ankommt, also eigentlich ja schon eher Garnichts. Steigende Energiekosten, Umstellung auf Digitaltechnik, Risikozuschlag und Porto fressen die Einnahmen eben auf. Und der Produzent will auch was verdienen. Es gibt ja auch noch diese Hinterhof Produktionen die man dann tauschen kann. Aber wer will schon auf Dauer die erotischen Abenteuer der verpickelten 12 Jährigen Brigitte oder des kleinen rothaarige Kai sehen.
Nein man bestellt seinen Lendenschmeichler lieber im Ausland. Mit kleinen zuckersüßen Adonissen die….
Stop. Da kommt es mir jetzt selbst einfach nur noch hoch. Selbst wenn das rechtlich einwandfrei ist, wie kann man einen Mann zu gerade 5000 Schleifen verdonnern
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Es ist doch zum heulen (1)
der die widerlichste Branche der Welt finanziell unterstützt hat. Legale Fotos? Am Arsch hängt der Hammer. Die gibt es bei anderen Pornoproduktionen auch. Kaum entblättern sich die Darsteller/innen werden Fotos gemacht, als Anreiz oder Vorschaubilder. Kein Mensch kann so blauäugig sein und denken, der kleine Moritz und die kleine Anna dürfen sich danach wieder anziehen und spielen. Nein, es ist vielmehr so dass man noch ein wenig tiefer in die Tasche greifen muss, möchte man sehen wie es weiter geht. Nur weil man die Vergewaltigung nicht sieht, bedeutet es nicht das sie nicht stattgefunden hat, nur eben nicht zu dem Preis.
5000€ und ein schwammiges Schuldeingeständnis welches Herr Edathy nicht als solches gewertet wissen möchte wie er auf seiner Facebookseite schreibt. Er ist ja sowieso das wahre Opfer. Das hat er oft genug kund getan. 5000€ ist übrigens auch das Geld welches die katholische Kirche so im oberen durchschnitt an Schweigegeld Wiedergutmachung zahlt. Damit ist der Betrag salonfähig. Brüüüäääääääääähhh

Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 13:23 Uhr
Ich bin ebenfalls entsetzt über dieses Urteil !!!!!!!!!
M. E. gehört mindestens noch eine auferlegte Therapie dazu- denn diese Menschen sind krank. Pädophilie ist eine Krankheit. Ob heilbar, entzieht sich meiner Kenntnisse.

Selbst ein Verkehrssünder wird oft härter bestraft !!
Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 14:00 Uhr
In einem Land, in dem Kindergärten geschlossen werden, weil sich Rentner über den Lärm beschweren, in dem muss man sich über die Justiz nicht mehr wundern.
Die Großen lässt man laufen, die Kleinen hängt man !!
Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 15:37 Uhr
Pädophilie ist keine Krankheit, sondern eine sexuelle Neigung, für die der Pädophile zunächst einmal so wenig kann, wie Homosexuelle oder Heterosexuelle für ihre und die damit auch genau sowenig "heilbar" ist. Wofür er etwas kann, ist, wie er mit dieser Neigung umgeht, was ebenso für alle anderen Menschen gilt. Das Pech pädophiler Menschen ist, und das sind ja nicht nur Männer, dass ihre erstrebten Sexualpartner minderjährig sind und zwischen Erwachsenen und Kindern kein gleichrangiges Verhältnis besteht und vom Erwachsenen Vertrauen ausgenutzt wird. Leute wie Edathy sehen es vermutlich als weniger schlimm an, sich Bildmaterial zu besorgen, statt sich auf Kinderspielplätzen herum zu treiben. Dabei verdrängen oder ignorieren sie, dass die Kinderpornoanbieter ja genau das machen, Vertrauen ausnutzen und Machtverhältnisse missbrauchen.
Zum Ausgang des Verfahrens kann ich nichts sagen, da ich mich nicht mit dem Fall beschäftigt habe. Dass die Sache für Edathy so glimpflich ausging, hat ja etwas damit zu tun, dass er von den Ermittlungen vorgewarnt war und das ist auch ein Skandal, wenn auch ein anderer. Jedenfalls dürfte nicht nur Edathy froh sein, wenn sein Name nicht mehr ständig in den Medien erscheint.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 16:15 Uhr
Bernd, danke für Deinen Kommentar.
Meines Wissen nach ist Pädopholie eine psychische Störung , also eine Krankheit !?

Ich habe im Googel dazu folgendes gefunden :
Pädophilie wird in der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD-10) von der Weltgesundheitsorganisation WHO als "Störung der Sexualpräferenz" eingeordnet.

Zu Tätern werden diese Menschen, sobald sie .................,
ab wann eigentlich ????
Diese Frage stelle ich mir nach diesem Urteil.
Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 19:03 Uhr
Na, ja, Birgit, was alles schon als Krankheit bezeichnet wurde. Das ICD-10 ist ja ein Klassifizierungssystem und als solches zu einem gewissen Grad willkürlich. Homosexualität wurde darin bis 1991 auch als Krankheit geführt. Heute ist sich die Wissenschaft zu großen Teilen einig, abgesehen von eindeutig einer Ursache wie Viren- oder Bakterieninfektion zuordenbaren Krankeiten, erst dann von Krankheit zu sprechen, wenn auch ein Leidensdruck vorhanden ist. Der hängt aber häufig von der Reaktion der Gesellschaft ab, ganz besonders wenn das Verhalten auch noch kriminalisiert ist.

Heutige Schwule dürften eigentlich spätestens seit dem Outing Wowereits allenfalls im familiären Umfeld Probleme mit ihrer Neigung haben, die Gesellschaft geht damit inzwischen relativ locker um. Vorher dürften Schwule unter ihrer Neigung ganz erheblich gelitten haben. Abgeschafft wurde der Schwulenparagraph 175 erst 1994 und bis Ende der 60er Jahre wurden in der Bundesrepublik ca. 50.000 Männer danach verurteilt oder es genügte schon ein Gerücht, um den Job zu verlieren (Kießling-Affäre).

Pädophiles Verhalten ist aber nunmal, und da es sich nicht um einvernehmliches Verhalten unter gleichberechtigten Partnern handelt, zu recht als kriminell eingestuft und dürfte damit auch bei vielen Pädophilen zu Leidensdruck führen. Es führt aber nicht die Neigung, sondern der Konflikt zwischen Neigung und Gesetz zum Leidensdruck.

Du stellst aber eine wichtige Frage, Birgit, ab wann sind sie Täter? Zweifellos, wer selbst Kinder missbraucht ist Täter. Ist es der Konsument, der sich Missbrauchsbilder etc. beschafft? Da würde ich sagen, er ist Mittäter, indem er durch seine finanzielle Leistung das fördert und ermöglicht. Posingbilder, und soweit ich es mitbekommen habe, ist es das, was Edathy wohl nachgewiesen werden konnte, ist gar nicht so einfach zu beurteilen. Zweifellos werden Kinder dabei ausgenutzt, und ich bin durchaus dafür, das zu verbieten, aber dann müsste man auch diesen ganzen Unfug von Schönheits- und Talentwettbewerben mit Kindern verbieten, das ist auch nichts anderes als Kinder auszunutzen. Ein Problem auch, wie soll man mit Produkten um gehen, an denen reale Kinder nicht beteiligt sind, sprich Zeichnungen oder Computeranimationen? Verhindern kann man auch nicht, dass Pädophile ihre eigene derartige Pornographie produzieren oder sich der Fotos in Eltern-Kind-Zeitschriften bedienen.

Therapien sind sicher empfehlenswert, wenn auch dadurch wahrscheinlich lediglich der Umgang mit der eigenen Neigung trainiert werden kann. Ich meine gelesen zu haben, dass an der Uni Gießen derzeit ein Projekt mit noch nicht straffällig gewordenen Pädophilen läuft.

Ich finde, beide sind bedauernswert, die Kinder und die Pädophilen, was bitte nicht im letzteren Fall als Billigung oder Rechtfertigung verstanden werden sollte.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 02.03.2015 um 19:35 Uhr
Es muss wohl mehr gewesen sein als Postingbilder. Anders hätt er sich auf diesen dreckigen deal nicht einlassen müssen. Wieso sollte er eine Verurteilung fürchten wenn man ihm lediglich legales Material vorwerfen kann.
Andreas Läufer
621
Andreas Läufer aus Wettenberg schrieb am 02.03.2015 um 21:46 Uhr
Da bewahrheitet sich der Spruch leider wieder mal: Alle sind gleich, nur manche sind gleicher. Man muß nur einer gewissen Klientel angehören und man kann sich rauskaufen.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 03.03.2015 um 23:42 Uhr
Herr Schmidt,
das ist doch ganz einfach. Die Aktion wurde ihm selbstverständlich "nahegelegt" aus politischen internen Gründen. Aktuell stellt ein potenzielles Verfahren gegen Edathy ja eine akute Gefahr für seine Parteikollegen und die anderen Beteiligten dar. Deren eigene Aktionen in dem Fall werden jetzt, wo das Verfahren sang- und klanglos eingestellt wird, nämlich ganz schnell still und heimlich unter den Teppich gekehrt werden! Die Presse hat ihr obligatorisches Bauernopfer in Edathys Person, um nur ja nicht weiter Staub aufzuwirbeln und alle sind glücklich...

Was mich bei der ganzen Skandalisierung extrem gestört hat, war die Art und Weise, wie die Staatsanwaltschaft bereits eine Vorverurteilung medial in Szene gesetzt hat.
Bettina Hammer hat dazu deutliche Worte gefunden.

heise: Kategoriedenken, oder Wie aus etwas Legalem Illegales wird


Der bekannte Anwalt Udo Vetter kommentierte die Inszenieurng ebenfalls deutlich.
lawblog.de: Fünf Sätze hätten genügt


Da Ihnen "leider kein lustiges Gleichnis" einfiel - bitte sehr, Volker Pispers hat da genau das Richtige (ab ca. 2:10):
Volker Pispers: Der Fall Edathy


Übrigens, wer sich ernsthaft damit auseinandersetzen will, wie Pädophile bzw. MissbraucherInnen ticken, dem sei
"Wer sind die Täter?" von Karin Jäckel ans Herz gelegt.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 03.03.2015 um 23:59 Uhr
Herr Herwig, da wird mir spontan wieder schlecht.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 04.03.2015 um 02:13 Uhr
Ach, das ist doch nichts als billiger Populismus.

lawblog.de: Edathys Geld ist nicht erwünscht

Drecksack hin oder her, für mich hat die ganze Affäre und ihr Ablauf zumindest ein Gschmäckle.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 04.03.2015 um 04:40 Uhr
Herr Herwig, die Links aus ihrem ersten Kommentar sind ja noch aus einer Zeit zu der man ihm wohl wirklich nur diese legalen Bilder hätte vorwerfen können. Diese stammten allerdings aus einer Quelle die auch mit schlimmster Pädopornohraphie Handel trieb. Wer jetzt glaubt es wäre ein lustiger Nachmittag für diese Kinder und nach ein paar Fotos ist das ganze vorbei ist ein Vollidiot.
Wieso sollte eigentlich Edathy auf der einen Seite Parteikollegen schwer im Untersuchungsausschuss belasten und dann ein Geständnis ablegen in einem Prozess der diese nicht betraf. Edathy ist kein Bauernopfer, er hat sich in einem Millieu bewegt das Kinder zu Opfern macht. Jeden Tag und mit jedem Klick auf den Auslöser.
Christine Weber
7.489
Christine Weber aus Mücke schrieb am 04.03.2015 um 19:04 Uhr
Dieses Urteil ist eine Schande. Jeder Dieb wird härter bestraft als dieser Mensch. Er gibt zu, dass er sich mit dem herunterladen der Bilder strafbar gemacht hat, das soll aber kein Geständnis sein. Wie bitte? Was ist es dann?
Dass der Kinderschutzbund das Geld von diesem Kerl nicht annehmen will, kann ich verstehen.
Zu diesem Fall kann ich nur eines sagen: Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.
Christiane Pausch
6.489
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 09.03.2015 um 11:43 Uhr
Ich finde diesen Mann nur ekelhaft und schmierig wie er sich da rausgewunden hat!
Ich kenne kein Kind das pornografische Aufnahmen freiwillig von sich machen lässt!
Ich finde die Auffassung Gabriels Edadthy von der SPD auszuschließen richtig!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 09.03.2015 um 15:44 Uhr
Edathy gehört zu jenen Menschen, die es erst ermöglichen, dass von Kindern Nacktfotos in großen Mengen hergestellt und an den "Mann gebracht" werden. Also richtig, dass diese Angelegenheit verfolgt wurde. Über das Strafmaß halte ich mich als Nichtjurist zurück.
Frage: warum wurden die Priester, die Kinder körperlich missbraucht haben, nicht in mindestens gleichem Maß verfolgt und bestraft?
Spielte bei den Untersuchungen der Vorsitz Edathys im NSU-Untersuchungsausschuss eine Rolle?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 09.03.2015 um 17:48 Uhr
Priester werden durch ihre Kirche gerne abgeschirmt und die Sache wird intern geregelt. Nicht das der Eindruck entstehen könnte, dass passiere öfters.
Ich glaube zum NSU Unersuchungsausschuss besteht da wenig Zusammenhang, wieso hätte man ihn dann Parteiübergreifend warnen sollen?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.03.2015 um 23:55 Uhr
Dann war er wohl doch nur Opfer... und ich dachte es gäbe wirklich einen Markt für Filme und Videos missbrauchter Kinder.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.03.2015 um 19:05 Uhr
Es geht hier nicht um Opfer. Sicher spielen jedoch politische Überlegungen eine Rolle. Nun soll Edathy der einzige sein, der Dreck am Stecken hat.
Wer sind die Schlimmsten weit und breit? Das beantwortet uns BILD: Putin, Edathy, die Griechen,der Profifußball von Hoffenheim und Leibzig........
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Florian Schmidt

von:  Florian Schmidt

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