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Dr. Jörg Bremer und Christine Jung leiten das Gesundheitsamt

Vorstellung des neuen Leitungsteams für das Gesundheitsamt des Landkreises: Dezernent Dirk Oßwald (Mitte) mit Dr. Jörg Bremer und Christine Jung im Raum für sportärztliche Untersuchungen. Bild: Landkreis Gießen
Vorstellung des neuen Leitungsteams für das Gesundheitsamt des Landkreises: Dezernent Dirk Oßwald (Mitte) mit Dr. Jörg Bremer und Christine Jung im Raum für sportärztliche Untersuchungen. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | „Ich bin froh, dass der Führungswechsel reibungslos und ohne Vakanzen gelungen ist.“ Das sagt Dirk Oßwald in seiner Funktion als verantwortlicher Dezernent für den Fachbereich Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu der bedeutenden Personalie im Landkreis Gießen. Nachdem die bisherige Leiterin Dr. Barbara Breitbach nach 33 Jahren in der Kreisverwaltung in Pension gegangen ist, verantwortet der bisherige Stellvertreter Dr. Jörg Bremer nun das Gesundheitsamt. Seine Stellvertreterin ist Christine Jung. Das neue Leitungsteam will weiterhin den bisherigen Kurs verfolgen.

„Wir haben ein motiviertes und gut funktionierendes Team“, sagt der 63-jährige Fachbereichsleiter, „mit dem wir unsere Philosophie konsequent weiterverfolgen werden.“ Demnach versteht sich das Gesundheitsamt als moderner Dienstleister mit qualitativ hochwertigem Beratungsangebot für die Bevölkerung. „Dies gilt in allen medizinischen Bereichen, für die wir einen gesetzlichen Auftrag erfüllen“, ergänzt Jörg Bremer, „wobei wir gleichzeitig solche rechtlichen Vorgaben konsequent umsetzen, die dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung dienen.“

Wichtig ist dem Mediziner dabei, dass sich Beratungs- und Überwachungsaufgaben in einem ausgewogenen Verhältnis befinden. „Diese Richtung, weg von der Gesundheitspolizei zum serviceorientierten Dienstleister, werden wir weiterhin einschlagen.“ Jörg Bremer arbeitete bereits ab 1989 als stellvertretender Amtsleiter, damals für den Landkreis Wetterau. Vor acht Jahren wechselte er zum Landkreis Gießen. Er verfügt über zwei Facharztqualifikationen in der Allgemeinmedizin und dem Öffentlichen Gesundheitswesen sowie über eine Zusatzbezeichnung (Umweltmedizin).

Seine Stellvertreterin Christine Jung hatte das Studium aus Niedersachsen nach Gießen gebracht, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Nach Tätigkeiten in Klinik und Praxis in den Bereichen Innere Medizin, Orthopädie und Allgemeinmedizin arbeitet sie seit fast fünf Jahren im Gesundheitsamt des Landkreises Gießen. „Mir ist der Kontakt mit den Mitarbeitern wichtig“, sagt sie. Der Zusammenhalt sei ihr bei ihrem Start gleich aufgefallen. Eine Weiterbildung zur Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesens läuft noch. Ende vergangenen Jahres sind ihr zunächst die Aufgaben der Sachgebietsleiterin für den amtsärztlichen Dienst und schließlich die der stellvertretenden Amtsärztin übertragen worden.

„Eines der wichtigen Projekte ist es, das Angebot zur ärztlichen Begutachtung im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben zu erhalten“, erläutert Jörg Bremer die wichtigsten Ziele, „weil es neutral, objektiv und unabhängig ist, denn das gibt es ansonsten nicht.“ Außerdem soll die Präventionsarbeit weiter gestärkt und entsprechende Ideen gefördert werden. Neben einer Stillberatung, die aktuell im Gesundheitsamt eingerichtet wird, soll das Gesundheitsamt auch weiterhin als Partner oder Koordinator in gesundheitsbezogenen Netzwerken mit präventiven Ansätzen fungieren. Hierzu zählen etwa das MRE-Netz zum Kampf gegen Multiresistente Erreger, lokale oder regionale Gesundheitsnetze und -konferenzen oder die „Runde Sache“, das Frühpräventionsprojekt von Stadt und Landkreis im Gesundheitsamt, das problembeladene Familien schon in der Schwangerschaft durch den Einsatz von Familienhebammen unterstützt. Genauso werden Projekte zur Kooperation des Landkreises mit den beiden Hochschulen aktiv unterstützt.

Aber auch im Gesundheitsamt in Gebäude D am Riversplatz selbst wird es optisch auffällige Änderungen geben. „Wir werden die Wartezone für Kinder deutlich aufwerten“, erklärt Christine Jung. Zugleich herrsche eine große Offenheit gegenüber neuen Technologien, um die Zufriedenheit der Kunden weiter zu steigern. Eine Online-Anmeldung zur Lebensmittelbelehrung verkürzt seit wenigen Tagen den Besuchern die Wartezeit erheblich und eine neue Software soll dem Gesundheitsamtsteam die Arbeit erleichtern. „Wir sehen uns auch als ,Kümmerer‘ für die Belange des Personals unter schwieriger werdenden Rahmenbedingungen“, sagt Jörg Bremer.

Die Situation als ein Landkreis unter dem Schutzschirm des Landes sei mit entsprechend knappen Ressourcen im Personalbereich spürbar.
Grundsätzlich ist Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald sehr zufrieden mit der Entwicklung: „Denn die Bedeutung und Wahrnehmung eines funktionierenden öffentlichen Gesundheitswesens nimmt erfreulicher Weise wieder zu.“ Diese sei unter anderem durch epidemische Krankheitswellen aus dem Ausland – Stichwort: Ebola – gestärkt worden. „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass es ein funktionierendes öffentliches Gesundheitswesen gibt. Das können Sie in Gießen auch in Zukunft.“

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