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Kita entwickeln sich gemeinsam zu Familienzentren. Abschluss der ersten Förderrunde, zweite hat begonnen

Bei der Abschlussveranstaltung kamen Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligter Einrichtungen und die Ausbilder zusammen.
Bei der Abschlussveranstaltung kamen Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligter Einrichtungen und die Ausbilder zusammen.
Gießen | „Seit 15 Monaten sind wir auf einem gemeinsamen Weg und durften zehn Einrichtungen, die sich in Richtung Familienzentrum entwickeln wollten, begleiten“, sagte Christiane Hegemann. Die Leiterin der Evangelischen Familien-Bildungsstätte Gießen blickte beim Abschlusstreffen des Pilotprojekts zur Förderung von Familienzentren im Landkreis Gießen gemeinsam mit den Teilnehmern zurück. Im Oktober 2013 startete das Programm, bei dem sich Kindertagesstätten auf den Weg gemacht haben, um Familienzentrum zu werden. Der Landkreis hat diese konzeptionelle Weiterentwicklung mit jeweils 2500 Euro pro Einrichtung unterstützt. Angeleitet und begleitet wurde der Prozess von der Evangelischen Familienbildungsstätte Gießen.

Dank spezifischer Fachberatungen und Netzwerktreffen haben die Kita-Vertreterinnen und Vertreter jeweils einen eigenen Weg gefunden, um die eigene Kindertagesstätte für neue Angebote im Bereich Familienbildung zu öffnen. Dabei haben sie Arbeitsprinzipien eines Familienzentrums kennengelernt, Bedarfs- und Sozialraumanalysen durchgeführt sowie Aufgabenverteilung, Finanzmittelakquise und Öffentlichkeitsarbeit durchdacht. Jede Einrichtung wurde dreimal individuell beraten, vier Netzwerktreffen mit den anderen Projektteilnehmern gab es. Sie sollen auch weiterhin stattfinden, um sich gegenseitig zu unterstützen und weiterhin zu begleiten.

Am Förderprogramm und der gut einjährigen Projektphase teilgenommen haben: Kita Rabennest in Londorf (Rabenau), Kita Am Gründchen in Lich, Kita Mäuseburg Langgöns, Kita Schatzkiste Wettenberg, Kita „Auf den Röden“ in Laubach, das Inklusive Kinder- und Familienzentrum in Reiskirchen, Ev. Kita Rodheim und die Kita Königsberg (beide Biebertal). Nicht alle werden nun schnellstmöglich die Konzeption umstellen und Familienzentrum sein, aber alle Einrichtungen haben für ihre Arbeit wichtige Impulse bekommen.

Claudia Zecher, Vorsitzende des Sozialausschusses des Kreistags, ist jedenfalls vom Erfolg des Förderprogramms überzeugt. Sie hatte an der Abschlussveranstaltung teilgenommen und so Einblick in die Veränderungen der Kindertagesstätten in den vergangenen Monaten bekommen. „Mit der Evangelischen Familien-Bildungsstätte und den ausgesuchten Referenten hatten Sie wirklich hervorragende Partner an Ihrer Seite. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Weg hin zu einer modern aufgestellten Kindertagesstätte mit Angeboten für die ganze Familie erfolgreich verlaufen wird“, gab sie den Erzieherinnen und Kita-Leitern mit auf den Weg.

Ein Familienzentrum zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Kinderärzten, Therapeuten und anderen Fachleuten, etwa für Elternberatung und -bildung aus. Aufgabe eines Familienzentrums ist die Entwicklungsbegleitung der Kinder auf der ganzen Linie. Ein gut funktionierendes und vernetztes Familienzentrum kann die Lebensqualität und Attraktivität einer Kommune steigern.
Aktuell läuft beim Landkreis die zweite Förderrunde zur Entwicklung von Familienzentren im Landkreis Gießen.

Unter den eingereichten Bewerbungen werden bis zu zehn Kindertagesstätten ausgewählt. Sie erhalten eine Förderung im Gegenwert von jeweils 2500 Euro und eine fachkompetente Begleitung und Anleitung auf dem Weg zur konzeptionellen Neuaufstellung der eigenen Einrichtung. Gabriele Arnold ist Fachberaterin beim Landkreis und betreut das Vorhaben seitens der Kreisverwaltung. Sie ist zu erreichen unter Telefon: 0641 9390-9663, E-Mail: gabriele.arnold@lkgi.de.

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