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Windkraftanlagen – Infraschall – Symptome bei Betroffenen

Gießen | Vorweg möchte ich allen jenen Lesern danken, die meinen Beitrag „Rekord-Bürgerbeteiligung bei der öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates Frankenbach, am 20. Januar 2015“ lasen, in dem ich das Thema ‚Windenergie’ und ‚Schutz der menschlichen Gesundheit’ bereits ausführte. Daher würde ich mich freuen, wenn Sie bitte auch diesen ergänzenden Beitrag lesen.

Die unsinnige wirtschaftspolitische Forderung anhand eines Rechenbeispiels erklärt
Gleich zu anfangs beginne ich mit der Quellenangabe, woraus ich das nachfolgende sehr anschauliche Rechenbeispiel entnahm. Es stammt aus zwei Vorträgen einer Veranstaltung gegen Windkraft in Hessen. Bei dieser Veranstaltung der Bürgerinitiative Gegenwind Wetterau und der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT, am 7. November 2014 in der Wölfersheimer Wetterauhalle, referierten Herr Dr.-Ing. D. Ahlborn und Herr Dr. med. E. Kuck (…letzterer zum Thema „Infraschall“) . Beide Vorträge sind als Video auf der Webseite von vernunftkraft.de/wetterau zu sehen.
Ginge es nach den Zielen der hessischen Landespolitik, bei der Durchsetzung des erweiterten Ausbaus der Windenergie auf der Landfläche Hessens, so sollte man sich bitte einmal dieses Rechenbeispiel vor Augen führen:
-> Verdopplung der Leistung gegenwärtiger WKA zur Stromproduktion auf 28 TWh (Terawattstunden), lt. Vorgabe vom Land Hessen
-> D.h. 28 TWh = 28.000 GWh (Gigawattstunden) oder 28.000.000 MWh (Megawattstunden)
-> Ein dabei gebautes 3 MW-Klasse-Windrad (200 m Höhe, 140 Nabenhöhe, wie oben im Bild), was mit einer Betreiberangabe von 2.000 Volllaststunden (theoretische Laufleistung / Jahr) ausgewiesen ist, diese tatsächlich in der Praxis aber nur max. mit 50% erreicht (Ertragsgewinnrechnung), soll dennoch als fiktiver Grundwert im Rechenbeispiel angesetzt werden.
-> D.h. 3 MW Nennleistung x 2.000 Volllaststunden = 6.000 MWh / Jahr (Stromproduktion).
-> Alle Windräder zusammen sollen 28.000.000 MWh produzieren
-> Ein Windrad macht fiktiv 6.000 MWh
-> D.h. 28.000.000 : 6.000 = 4.666 ... d.h. man benötigt dazu rund 5.000 Windräder.
-> Nochmals zur Verdeutlichung: Man bräuchte also in Hessen 5.000 Windräder mit je 3 MW, um dieses landespolitische Ziel des Experten-Energiegipfels 2011 zu erreichen.
-> Um diese 5.000 Windräder über die Fläche Hessens in Windparks mit je 10 Windrädern zu verteilen, bräuchte Hessen demnach 500 solcher Windparks.
-> Hessens Fläche hat ca. 20.000 qkm
-> D.h. 20.000 : 500 = 40 qkm pro Windpark
-> Teilt man nun die Fläche Hessens, ähnlich einem Schachbrett in kleine Planquadrate, hier ‚Windpark-Felder’ genannt auf, so ergibt sich folgendes rein mathematisches Ergebnis.
-> Zwischen den ‚Windpark-Feldern’ mit je 10 Windrädern, würde in alle Himmelsrichtungen das unmittelbar nächstgelegene ‚Windpark-Feld’ in einem Abstand von ca. 6,5 km stehen!
-> D.h. ganz Hessen wäre mit Windparks übersät. Stünde man im Rotorgehäuse der Turbine eines Windrades, genau innerhalb eines solchen ‚Windpark-Feldes’ und würde egal in welche Himmelsrichtung schauen, so könnte man mit dem bloßen Auge den nächstgelegenen Windpark im Abstand von ca. 6,5 km ausmachen.
Im Vortrag von Dr. Kuck bezieht sich dieser auf eine etwas kleinere ‚Windpark-Feld’- Anzahl mit nur je 6 Windrädern. Er nimmt auch die etwas kleinere Variante von manchmal nur 2,5 MW-Klasse-Windrädern mit in die Berechnung und, er schließt bei der Flächenberechnung von Hessens Fläche alle bereits bebauten Flächen, wie Straßen, Häuser in Städte etc. aus, auf denen keine WKA errichtet werden können. So sind es nur sehr viel weniger für WKA zur Verfügung stehende Flächen, aber mehr Windräder. -> D.h. konkret ca. 1.000 Windparks auf denen je 6 Windräder stehen.
Dabei kommt Herr Dr. Kuck schlussendlich auf ein noch erschreckenderes Ergebnis. -> Es bedeutet nämlich, dass dann aller 3 km in jede Himmelsrichtung ein ‚Windpark-Feld’ mit je 6 Windrädern steht.
Übrigens, der Infraschall bei Windkraftanlagen (WKA) ist das Kernthema im Vortrag von Dr. med. E. Kuck, worauf ich im nachfolgenden Beispiel, aus unserem baubiologischen Alltag (meiner Frau und meinem), eingehen möchte.

Symptomatik bei Betroffenen durch elektromagnetische Wellen und Infraschallwellen
Der Brief einer Betroffenen (November 2014), welche durch Belastungen elektromagnetischer Wellen (Mobilfunk) und von nahegelegenen WKA, bei Feldatal im Raum Vogelberg, extrem beeinflusst wurde, soll hier angeführt werden. Dass dies kein Einzelfall ist, muss ich Ihnen leider auch berichten!
Die Klientin beschreibt ihre mittlerweile jahrelangen gesundheitlichen Belastungen durch massive Störquellen in ihrer Umgebung. Nachdem sich ihr Krankheitsbild zunehmend verschlechterte, beschloss sie mit ihrem Mann einen weiteren Versuch zu starten, um einen elektrosmogarmen Platz für sich zu finden, damit sie sich wieder etwas erholen kann.
Sie schreibt einleitend: „Tag und Nacht quäle ich mich mit dem ewigen Kribbeln im Körper herum, mit Schmerzen und Glühen aller Muskeln, ewiger Übelkeit. Meine Erschöpfung ist soweit fortgeschritten, dass ich kaum noch laufen kann. Zudem quält mich das ewige rhythmische Dröhnen und Brummen der Windräder so sehr, dass sie mich fast in den Wahnsinn treiben. Köddigen ist mittlerweile umgeben von etwa 60 Windrädern und es werden immer mehr.“
Hier beschreibt die Klientin, neben der elektromagnetischen Strahlenbelastung, ganz klar die Symptomatik der Beeinflussung durch den Infraschall bei Windkraftanlagen.

Beeinflussung durch den Infraschall bei Windkraftanlagen
Zum besseren Verständnis beim Thema Infraschall und Ultraschall, hier ein paar analoge Auszüge aus dem baubiologischen Grundlagenbuch von Wolfgang Maes „Stress durch Strom und Strahlung“.
Der Infraschall, das sind tiefe Frequenzen unterhalb des mit unseren Ohren wahrnehmbaren Schalls, d.h. unter 16 bis 20 Hertz. Im Gegensatz dazu der Ultraschall, das sind hohe Frequenzen, oberhalb des Hörbaren, also über 20.000 Hertz. In der gängigen wissenschaftlichen Lehrmeinung, wird Schall unter 90 Hertz bereits als tieffrequenter Infraschall bezeichnet. Manche Tiere wie Elefanten, Giraffen oder Blauwale, können den tieffrequenter Infraschall wahrnehmen und nutzen ihre Laute zur Orientierung und Kommunikation. Infraschallwellen breiten sich über große Entfernungen aus, je tiefer die Frequenz umso weiter. Elefanten beispielsweise hören den Infraschall nicht nur, sie produzieren ihn auch, um sich über weite Strecken – über Kilometer – auszutauschen und bemerkbar zu machen. Elefantöse Ferngespräche schnurlos und dennoch ohne Funk!
Menschen dagegen reagieren anders. Durch Infraschallwellen entsteht ein gewisses „Brummen im Bauch“ oder ein Ohrendruck, dieses spürbare Vibrieren, die Empfindung von „unter Druck stehen“. Betroffene klagen über Unsicherheits- und Angstgefühle, über Panikattacken, die Atemfrequenz kann herabgesetzt sein, Ermüdung und Konzentrationsschwäche sind beschrieben.

Infraschallquellen im Wohnumfeld
Verursacher in unserem Alltag können sein: Motoren in Kühlgeräten oder Klimaanlagen, Pumpen für Heizungs- oder Lüftungsanlagen, Aquarien, Musikanlagen und Lautsprecherbässe, Transformatoren, Maschinen verschiedener Art wie Waschmaschinen, Kompressoren, Dunstabzugshauben, usw. deren Geräusche und Schwingungen über Schallbrücken in der Baumasse ungünstig weitergeleitet und so zu Resonanzen in weitere Wohnbereiche gebracht werden.
Ergänzende Symptome aus baubiologischer Erfahrung sind: Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Depressionen, Tinnitus und Angstzustände.
Zu einer interessanten Erkenntnis gelangen Sie am Ende meines Beitrages, wenn ich dann von einem „Infraschallexperiment“ aus dem „Maes-Buch“ berichten werde.

Eine ungewöhnliche Reise
Im Brief schreibt die betroffenene Klientin weiter: „Ich hatte gelesen, dass hochsensible Menschen (high sensitive persons-HSP) wie ich, deswegen so extrem auf jegliche Wellen reagieren, weil der Körper so empathisch ist, dass er versucht mit diesen Wellen in Resonanz zu gehen (…). Das kann zu Erschöpfung, zum Burnout, zur chronischen Erschöpfung bis hin zum Chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) führen, wie ich es habe, das sich wiederum bis zur Bettlägerigkeit verschlechtern kann. In der Regel stirbt man an dieser Krankheit nicht, die meisten Todesfälle gibt es aufgrund von Selbstmord. Waren diese Symptome wirklich Einbildung, psychisch bedingt, wie manche Ärzte mir einreden wollten, oder waren sie real?“
Ihr Mann besorgte von einem Freund ein Wohnmobil und sie unternahmen mit verschiedenen Messgeräten „bewaffnet“ eine ungewöhnliche Reise quer durch Deutschland auf Mecklenburg-Vorpommern zu. Liegend im Wohnmobil sah sie entlang der Autobahn unzählige Mobilfunksendemasten und einen Windpark neben dem anderen vorbeisausen. Sie berichtet von ihrer Suche nach einem geeignetem Mittags- oder Nachtschlafplatz der unbelastet war. Vergeblich. Gerade im flachen platten Land kann der Schall (und Infraschall) sich ungehindert weit verbreiten. Selbst im Müritz Nationalpark und angrenzenden Landschaftsschutzgebieten war das rhythmische Sirren der Windräder zu hören, schreibt sie. Vom unhörbaren Infraschall ganz zu schweigen, möchte ich an dieser Stelle ergänzen.
Sie führten ein Messprotokoll das die Ergebnisse aus Messungen an div. Orten mit physikalischen Messgeräten widerspiegelte. Dabei stellte die Klientin fest, dass ihr Körper selbst ein „hervorragendes“ Messgerät darstellte, der ihr durch die physikalischen Messergebnisse eine klare Bestätigung gab. Manchmal binnen von Minuten später, nachdem sie sich von den Störquellen entfernten, nahmen ihre Beschwerden deutlich ab. Sie beschreibt im Weiteren das Kribbeln und Brennen in den Muskeln, die Schmerzen und die Übelkeit bei Strahlenbelastungen von WLAN-, DECT-, UMTS- u. a. Mobilfunksendern, als auch das Brummschwingen und Vibrieren des Infraschalls in der Nähe von WKA.
Sie fasst zusammen, dass sie leider keinen strahlungsfreien Ort (nur strahlungsschwache) auf ihrer Reise gefunden haben, und, dass die Windparkdichte so erschreckend zugenommen hat, was ein Flüchten vor deren störenden Schallwellen und anderen permanenten Reizüberflutungen kaum noch möglich macht.
Schlussendlich zieht die Klientin für sich die Konsequenz einen Weg zu finden, diese Krankheitssymptome in ihr Leben zu integrieren, da sie vor ihnen nicht mehr flüchten kann. Es sei denn sie würde unter Naturvölkern in unberührter Natur leben. Sie schließt mit den, mich stark berührenden, ernüchternden Worten: „Ich bin nicht krank! Sondern mein Messgerät Körper ist einfach völlig überlastet, weil er ständig Höchstwerte anzeigen muss und seine Batterie dadurch völlig erschöpft ist.“

Infrasonic – ein Infraschallexperiment mit 17 Hertz (Text entnommen dem Buch „Stress durch Strom und Strahlung“, von Wolfgang Maes, Seite 896)
Im Mai 2003 machten Wissenschaftler ein Massenexperiment an dem 700 Menschen teilnahmen. In der Londoner Konzerthalle Purcell Room hörten sie zwei gleiche Konzerte mit nur einem wesentlichen Unterschied: Das eine war mit einer andauernden, nicht hörbaren Infraschallfrequenz von 17 Hertz unterlegt, was die Zuhörer nicht wussten. Im Einfluss des Infraschalls klagte eine signifikante Zahl von Befragten (22%) über Beklemmung, Unbehagen, Traurigkeit, Reizbarkeit verbunden mit Übelkeit oder Furcht. Viele hatten das Gefühl, dass es ihnen „kalt den Rücken runterläuft“, andere berichteten von „Druck auf der Brust“. Die Wissenschaftler: „Die Ergebnisse legen nahe, dass Klänge niedriger Frequenz bei Menschen ungewöhnliche Erfahrungen auslösen können, selbst wenn sie den Infraschall gar nicht bewusst wahrzunehmen vermögen. Manche Experten behaupten, eben jene Geräusche kämen an vermeintlich spukenden Orten häufig vor und vermitteln auf diese Weise seltsame Eindrücke, die die Leute dann Gespenstern zuschrieben – unsere Erkenntnisse stützen diese Erklärungen.“

Mein Fazit
Nochmals möchte ich auf die 2014 im Internet veröffentlichte „Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall“ verweisen, die im Auftrag des Umweltbundesamtes u.a. von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Detlef Krahé erstellt wurde.
Wir sind biologische Wesen, die über Jahrtausende mit natürlichen Strahlenfeldern und natürlichen Wellen im Kosmos klar gekommen sind. Welche Auswirkungen Felder, Wellen und andere Störeinflüsse aus menschengemachten künstlichen Quellen auf biologische Systeme haben, erleben wir gerade in einem großangelegten Massenexperiment, weltweit. Wie meinte einst der gute alte Goethe sinngemäß: „…die Geister die ich rief, werd’ ich nun nicht mehr los!“.
Wenn Sie noch weitere wichtige Fakten zu den unsinnigen wirtschaftspolitischen Forderungen, dem massiven Ausbau von Windkraftanlagen, erfahren möchten, so lege ich Ihnen hiermit die Internetseite der „Bürgerinitiative Königsberger Gegenwind“ nahe.

Herzliche Grüße
Ulrich Grüger

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Heuser
6.054
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 18.02.2015 um 00:18 Uhr
Ein guter Beitrag darüber, gerade der Infraschall wird wohl kaum beachtet... ich habe mir den Beitrag mal auf das Papier gezogen!
Marcus Wellnitz
60
Marcus Wellnitz aus Gießen schrieb am 20.02.2015 um 17:09 Uhr
Hallo Herr Grüger,

Vielen Dank für den guten Artikel! Ich bin ein ausgemachter Freund von alternativen Energieen und betrachte mit Sorge die immer größer werdenden Windkraftanlagen.

Aus der Schwingungslehre ist bekannt, dass mit Zunahme von Ausdehnung und Gewicht eines Gegenstandes seine Schwingfrequens abnimmt.

Leider ist das einzige Argument bei der Errichtung von Windkraftanlagen die 'Effizienz', die angeblich nur mit zunehmender Größe gesteigert werden kann.

Kleinere, vertikal drehende Windräder wie [1] können schon mit einfachen Mitteln gebaut werden. Sie benötigen keine 'Mittführung' mit dem Wind und wirken von der Seite betrachtet eher wie ein Gebäude und wirken nicht so 'hektisch' wie drehender Flügel.

Sie starten schon bei schwachen Winden und bei starkem Wind nimmt der Wirkungsgrad ab, so dass sie nicht 'aus dem Wind' genommen werden müssen. Eine Infraschallbetrachtung derartiger Alternativen ist mir nicht bekannt aber da die Bauteile nicht 'lang und dünn' sind ist meine Vermutung, dass Infraschall eher kein Problem darstellt.

Ich würde mich freuen, wenn sich in naher Zukunft nicht die Großanlagen durchsetzen sondern die vielen Kleinanlagen. Ihr Artikel geht auf Chancen und Möglichkeiten in diese Richtung nicht ein.

Im Gegenteil werden die Kleinanlagen eher als 'Problem' dargestellt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Das Problem der Elektromagnetischen (Mobilfunk) Strahlung stellt sich wieder als ganz anders dar, da die Masten ja bewust überall dort aufgestellt werden, wo sich Menschen aufhalten und die Ursachen und Wirkung auf den Organismus ganz anders sind. Die Verwebung dieser beiden Themen empfinde ich in dieser Form ein wenig fragwürdig und läßt eher den Schluss zu, dass jemand Panik machen möchte denn Informationen streuen -- Schade.

Ansonsten guter Artikel!

https://de.wikipedia.org/wiki/Savonius-Rotor
91
Heiko Schmidt aus Grünberg schrieb am 22.02.2015 um 07:15 Uhr
Was der breiten Masse der Menschen sicher auch nicht bekannt sein dürfte, da in unseren "Qualitätsmedien" kaum erwähnt:

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat am 16. Dezember 2014 ein INFRASCHALL-EXPERTEN-HEARING veranstaltet.

Die Frage, ob Infraschall-Emissionen von Windkraftanlagen gesund­heit­liche Schäden bei Anwohnern verursachen können, wurde in Wiesbaden im Auftrag des hessischen Energie- und Wirt­schaftsministeriums unter Ausschluss der Öffentlichkeit erörtert.

Das Ministerium hatte die Veröffentlichung eines Faktenpapieres für Ende Januar angekündigt. Leider ist diese aus "unerfindlichen" Gründen bisher nicht erfolgt.

Der Landesverband Vernunftkraft Hessen e.V. informiert hier zu diesem Hearing:
http://www.vernunftkraft.de/nach-dem-hearing-nichts-zu-hoeren/

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet hier Videomitschnitte zu dem Hearing:
http://www.energieland.hessen.de/dynasite.cfm?dsmid=503005
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.02.2015 um 21:47 Uhr
Christoph Schäfer
676
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 24.02.2015 um 11:47 Uhr
Herr Wellnitz, dass die Mobilfunkmasten "bewusst überall dort aufgestellt werden, wo sich Menschen aufhalten", macht es nicht besser. Die flächendeckende "Versorgung" mit Elektrosmog hat für die Betreiber unter anderem den immensen Vorteil, dass der Schädlichkeitsnachweis so gut wie nicht mehr zu führen ist, da "neutrale" Vergleichsgruppen in der Bevölkerung einfach nicht mehr aufzufinden sind!
Marcus Wellnitz
60
Marcus Wellnitz aus Gießen schrieb am 24.02.2015 um 11:56 Uhr
Herr Schäfer: Ich wollte es auch nicht werten sondern als eine Tatsache hinstellen. Das Mobiltelefone durch ihre gepulse'ten Signale eine erhebliche Belastung für den Organismus darstellen ist mir durchaus bewust und ich betrachte die Entwicklung mit Sorge.

Im Gegensatz zu Windanlagen macht es bei Mobilfunkanlagen aber keinen Sinn darauf zu drängen, diese in menschenleere Gebiete zu stellen ;-)
Ulrich Grüger
356
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 24.02.2015 um 15:20 Uhr
Hallo Herr Wellnitz,
Danke für Ihre Reaktion auf meinen Artilkel. Windkraftanlagen bringen nach Untersuchungen kompetenter Sachverständiger einen Beitrag an der Gesamtstromerzeugung von 1,2 Prozent(!).
Auch ich stehe brennend dahinter, die Atomkraft, als schlimmstes Übel was die Menschheit je hervorgebracht hat, einzustellen und sicher (wenn es das bei dieser Technologie überhaupt gibt?) zu entsorgen. Bereits der in der Anti-Atomkraft-Bewegung bekannte Holger Strohm, schrieb in den 1970ern, nach Tschernobyl, sein Grundlagenwerk: ‚Friedlich in die Katastrophe’, und sprach sogar dazu vor dem Bundestag. Doch was hat es genützt bei den Entscheidungsträgern? Nach Fukushima zog die Bundesregierung zwar die Notbremse, aber um Deutschland herum wird munter weiter gemacht. Die aktuellen Berichte zeugen leider auch nicht von einer dringenden Veränderung so wie es gern kundgemacht wird, im Gegenteil, die Atomkraftbetreiber mischen sogar bei der Windkraft ganz oben raffgierig mit!
Was ist mit dem Ökobeitrag den wir (Deutschen) an der Tankstelle zahlen? Der fließt subventionell sogar tlw. der Atomlobby zu, wegen angeblicher Defizite!? Was ist mit dem Überschuss-Strom, siehe EEX… usw.
Suchen Sie bitte dazu im Internet einen Artikel aus 2010: ‚Windkraft - der große Bluff. Rot-Grün fördert Natur- und Landschaftsvernichtung - auch zugunsten der Atom- und Rüstungskonzerne, von Klaus Hart’ …
Leidenschaft schafft leiden; aber es ist und bleibt mein Herzenswunsch diese Fassaden der politischen Schönrederei zu entlarven und der Wahrheit entgegenzublicken, bzw. entsprechend zu handeln.
Die Kernenergie (8 Prozent bei der Gesamtstromerzeugung) wegzustreichen hieße aber auch, den Teil sinnvoll zu ersetzen. Da der überwiegende Teil Kohle, Gas und Mineralöl den Strom mit über 80 Prozent produziert – und zwar grundlastfähig!!! – hätte bereits vor Jahrzehnten nach effizienteren konventionellen Lösungen geforscht werden müssen. Aber das war gar nicht im Interesse der Industrie, genauso wenig wie die Forschung nach genialerer Speicherkapazität! Daher müssen wir künftig noch lange in den saueren Apfel beißen und konventionelle Kraftwerke ausbauen, aber eben effizienter!
Den Mobilfunk im gleichen Zusammenhang mit der Errichtung von Windkraftanlagen zu benennen, ist mehr als berechtigt! So sind meine Erfahrungen als Baubiologe. In dem von mir zitieren Buch (von Wolfgang Maes) meines Beitrages, finden Sie unzählige Beispiele die eine gesundheitliche Beeinträchtigung für alle biologischen Systeme aufzeigen. Die Basis ist die Mikrowellentechnologie. Diese ist selbst in der Küche als Mikrowellenherd gefährlich, nicht nur durch Leckstrahlung, sondern auch durch die völlig vital-zerstörte, abtötend gemachte Nahrung mit diesen Herden. Alles Quatsch? Schon mal was von Mikrowellenwaffen gehört? Richtfunkstrecken, Handystrahlung am Ohr? … modernste Heimmobilfunkanlagen, Tablet etc. --- Interesse? Schauen Sie nach den Fallbeispielen auf W. Maes Webseite (maes.de), und das ist kein Hokuspokus!
Wieder zu Windkraftanlagen: Der von Ihnen angesprochene Savonius-Rotor ist da leider auch nicht der Renner, durchaus aber für den Bastler ein guter Selbstversorger, wenn es den Nachbarn unter den Gegebenheiten von Schall, Schattenwurf, Diskoeffekt usw. nicht belastet!
Vielleicht kann es in absehbarer Zeit gelingen, so etwas im großen Maßstab und unter den gegebenen Kriterien zu entwickeln. Vielleicht lohnt es sich aber auch nach anderen bereits erprobten Technologien zu forschen, wie bspw. der ‚Raumenergie’ nach Prof. Dr. rer. Nat. Claus Turtur u.a. früheren Wissenschaftlern.
Nochmals Danke und forschen Sie bitte weiter!
Christoph Schäfer
676
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 24.02.2015 um 15:31 Uhr
Marcus Wellnitz: Da haben Sie natürlich recht. Allerdings ist die "Planung" der Standorte im Mobilfunk alles andere als dem vorsorglichen Gesundheitsschutz der Bevölkerung dienlich. Da es immer schwieriger wird neue Standorte zu rekrutrieren, kummulieren die verschiedenen Provider an den etablierten. Mit dem Segen der Bundesnetzagentur!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ulrich Grüger

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