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Der Tod gehört zum Leben

Gießen | Heute, am Nachmittag waren mein Mann Martin und ich auf der Beisetzung eines Bekannten.

Am Vormittag hatte ich noch die Gedanken von Ilse Toth gelesen.

http://www.giessener-zeitung.de/heuchelheim/beitrag/100523/gedanken/

Während der heutigen Trauerfeier ging mir beim Anblick des Sarges durch den Kopf, an was hatte unser Bekannter wohl vor seinem Tod gedacht.

Jeder von uns weiß ja, dass er sich irgendwann von dieser Erde verabschieden muss. Sein Leben nach Möglichkeit lebenswert gestalten, und versuchen seine Zeit nicht mit unwichtigem zu vergeuden, sollte eine Motivation sein sich eine gewisse Lebensqualität zu gestalten.

In einem Kommentar zu Ilse Toth ihren Gedanken heißt es „ Wir sind dumm geboren, wir sterben dumm, und das Dumme ist, das wird`s wohl gewesen sein“.
Es kann sein das es so ist und sein wird, aber ist es nicht auch ein Vorteil wenn man nichts weiß, keine große Erwartungen an das hat was kommen könnte, oder wird ?

Hier noch passende Worte von
Theodor Fontane

Immer enger, leise, leise
ziehen sich die Lebenskreise,
schwindet hin, was prahlt und prunkt,
schwindet Hoffen, Hassen, Lieben
und ist nichts in Sicht geblieben
als der letzte dunkle Punkt.

Vor dem Tod muss ich sagen habe ich keine Angst, finde es aber sehr schade das ich irgendwann diese Erde und unsere Welt nicht mehr erleben kann, denn ich lebe gerne.
Auf dem Amöneburger Friedhof in 365 m Höhe war es heute verdammt kalt, und ohne warme Kleidung hätte man sich den Tod holen können :-)

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Kommentare zum Beitrag

Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 10.02.2015 um 16:22 Uhr
Der Pfarrer sagt bei der Beerdigung meiner Mutter ehrlich: "Ich weiß es auch nicht, was danach kommt. Aber ich vertraue darauf, dass etwas danach ist. Ich denke, das die sog. Seele tatsächlich bleibt. Der Himmel ist ja nur symbolisch in diesem Zusammenhang genannt. Im Universum gibt es kein Raum und Zeit. Der körperlose Zustand wird ewig bleiben. Er braucht ja auch keinen Platz. Deshalb ist die Aussage, der Verstorbene bleibt in Gedanken bei uns und ist immer vorhanden, vielleicht gar nicht so abwägig. Der Körper ist nur eine Verpackung und ist von der Persönlichkeit des früheren Menschen getrennt. Das steht, denke ich, fest. Es heißt ja auch nicht, da liegt Herr Müller, sondern da liegt der Leichnam des Herrn Müller. Die individuelle Person ist erloschen, für immer. Eine Auferstehung braucht es schon deshalb nicht zu geben, weil die Seele körperlos ist und sicher bleibt. In einem Punkt dürften wir beruhigt sein. Eine Hölle kann es nicht geben, denn Gott hat genug Möglichkeiten, uns zu quälen, wenn er es für angemessen hält. Wozu dann eine extra Abteilung mit Personal. Das ist Quatsch. Schon die Nahtoterfahrungen einiger von einander unabhängiger Menschen besagt ja eindeutig, dass da dieser helle Tunnel, warm und geborge usw. ist. Irgendwas muss dran sein. Die sind ja nicht alle doof. Im blödesten Fall ist der Tot einfach so wie die heutige Vollnarkose. In zwei Sekunden ganz weg, "wegger" gehts nicht, nur mit dem Unterschied: Nicht mehr plötzlich da! Viel Spaß noch an alle am Leben!
Christine Stapf
8.217
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 10.02.2015 um 16:41 Uhr
Gute Zeilen Herr Petersen !

< Deshalb ist die Aussage, der Verstorbene bleibt in Gedanken bei uns und ist immer vorhanden, vielleicht gar nicht so abwägig.

Diese, Ihre Worte untersteiche ich. Meine Schwester starb mit 38 und mein Vater mit 59. Beide hören gedanklich immer noch zu meinem Leben.

Was diese Nahtoterfahrungen betreffen, so muß ich sagen, dass ich es den Menschen die es erlebt haben glaube. Eine Frau und ein Mann die sich nicht kennen, erzählten mir unabhängig voneinander fast das Gleiche.

Der Vergleich mit einer Vollnarkose könnte stimmen.
Christine Stapf
8.217
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 10.02.2015 um 18:09 Uhr
Diese, Ihre Worte untersteiche ich. Meine Schwester starb mit 38 und mein Vater mit 59. Beide hören gedanklich immer noch zu meinem Leben.

Hier soll es in der zweiten Zeile heißen: gehören gedanklich
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 10.02.2015 um 23:24 Uhr
Wie man immer sagt: "Sie sind nicht weg, nur vorrausgegangen. Wo auch immer das ist, da kommen wir ja alle hin. 38 Jahre ist natürlich heftig und 59 viel zu früh. Hier hat unser höchster Chef Schei... gebaut. Ich bin jetzt 61. Mit 51 hatte ich furchtbare Angst, weil mein Vater mit 51 gestorben ist. Ist natürlich Unsinn. Meinem Onkel sage ich, er soll an das Grab seiner Frau gehen und ihr alles erzählen. Als Taxifahrer habe ich eine Frau gefahren, der ich das Gleiche gesagt habe. Sie werden es irgendwie hören. Beweis mir das Gegenteil!
Ilse Toth
38.630
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.02.2015 um 20:12 Uhr
Unsere gestorbenen Lieben sind niemals weg, denn sie leben in unserem Herzen weiter.
Dein Artikel gefällt mir, liebe Christine. Die vielen Kriege, das Leid und Elend der betroffenen Menschen, ihr sinnloser Tod! Es geht um Macht und leider auch um Religion. Was könnte es so schön auf unserer Erde sein, wenn das Wort Frieden in den Köpfen der Menschen verankert wäre. Der Mensch ist das einzige Geschöpf auf Erden, was bewusst und gewollt vernichtet und tötet. Das macht traurig.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 11.02.2015 um 23:26 Uhr
Ich habe dazu ein eindrucksvolles Bild gesehen. Eine Unterwasseraufnahme, wo ein Taucher schwimmt und rechts daneben ein Hai. Text: "Das gefährlichste Lebewesen der Erde. Verantwortlich für jedes Jahr Millionen von Toten." Da habe ich gedacht, so viele Menschen kann der Hai ja gar nicht umbringen. Weiterer Text: "Und rechts daneben schwimmt ein Hai."
Ilse Toth
38.630
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 12.02.2015 um 10:28 Uhr
Das gefährlichste Lebewesen der Erde ist der Menschen.
Christine Stapf
8.217
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 12.02.2015 um 11:16 Uhr
Ich möchte nicht aufzählen warum der Mensch das gefährlichste Lebewesen ist, da Ihr es ja selber wisst, kann mich dieser Aussage nur anschließen !!
Christiane Pausch
6.494
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 13.02.2015 um 12:32 Uhr
Ich habe meinen Vater mit 12 Jahren verloren, meine über alles geliebte Oma- seine Mutter- starb 10 Tage an gebrochenem Herzen nach ihm.
Beide leben in meinem Herzen weiter und das schon seit 40 Jahren.
Als ich "auf der Kippe" stand bei meinem Hirntumor hatte ich keine Angst vor dem Tod, ich dachte ich gehe zu meinem Vater und war ganz ruhig.
Angst hatte ich vor den Behinderungen die sie mir vorhergesagt haben, zum Glück ist es, trotz Komplikationen, gut ausgegangen.
Da denke ich aber auch, dass mein Vater die Hand über mich gehalten hat...
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 13.02.2015 um 16:53 Uhr
Da freuen wir uns aber, das du die Sache überstanden hast. Schutzengel gibt es auf jeden Fall, denn nicht jeder Glücksfall ist erklärbar.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Christine Stapf

von:  Christine Stapf

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Interessensgebiet: Gießen
Christine Stapf
8.217
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