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Kurz Kommentiert: Der Papst erklärt was beim schlagen von Kindern zu beachten ist.

Gießen | Papst Franziskus hat sich zum Thema Gewalt gegen Kinder geäußert. Ein liebes Hobby so mancher Katholischer Geistlicher. Laut dem Pope ist es o.k. wenn man Kinder schlägt, einzig ihre Würde darf man nicht verletzen. Dann ist ja alles klar. Wenn ein Kind geschlagen wird, dann nicht ins Gesicht. Da sieht es ja auch jeder. Das könnte fragen aufwühlen, weil man die Chorknaben aus den ersten Reihen heraus noch gut erkennen kann. Wo fängt aber die Würde an? Vielleicht auch darin das es nicht schön ist, wenn Kinder Nächtens ihr Bett fluten weil sie Angst vor Ihren Bezugspersonen haben. Aber bei aller Kritik, steht nicht in der Bibel: "Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn bald" (Sprüche 13,24). Also ist es eben keiner Herabwürdigung sein Kind zu schlagen sondern ein Akt der Zuneigung. Also nicht umarmen sondern Hose runter und vorbeugen.
Man könnte so eine Aussage auch als Akt der Ökumene werten, ein Schritt in Richtung Evangelikale. Da gibt es sogar Literatur zum Thema Züchtigung der Rangen. „Wie man einen Knaben gewöhnt“ von Michael und Debi Pearl.
Unter den 10 Grundrechten welche die UNICEF aus der UNO Kinderrechtskonvention zusammengefasst hat heißt es in Artikel 7: „Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens.“
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Aber was interessieren einen Papst Kinder oder Menschenrechte. Unlängst rechtfertigte Papst Franziskus ja auch Gewalt bei Provokationen. Wer seine Mutter beleidigt muss mit der Faust rechnen. Da können sich Kinder nur schwer verteidigen.
Wie weit ist die Kirche eigentlich mit ihrer Aufarbeitung der Fälle von Missbrauch und Misshandlung an Kindern? Wie ernst kann man die Kirche dabei nehmen, wenn der Papst Gewalt für ein legitimes Erziehungsmittel hält und das öffentlich kund tut? Es muss schon viel Platz im Schädel herrschen wenn man die geringste Gewalt legimitiert. Und dann noch so fadenscheinig von Würde lamentiert. Wen sich ein Kind, warum auch immer von einem Erwachsenen schlagen lassen muss, ist die Würde verletzt. Das ist immer auch eine Machtdemonstration. Man zeigt einem Kind damit seine eigene Hilflosigkeit. Und es passiert nicht selten dass sich damit eine Spirale der Gewalt langsam anfängt zu drehen.
Wie kann man insgesamt eine solche Aussage bewerten? Sind das die vielbeschworenen „Christlichen Werte“? Grundlage der Erziehung in katholischen Schulen und Kindergärten? Was sagt man denn nun zu Ratzes Bruder, dem gegenüber Chorknaben auch mal die „Hand ausgerutscht“ ist?
Der Papst irrt hier, seine Unfehlbarkeit reden Dünnschiss. Kinder zu schlagen hat keine Berechtigung egal ob mit oder ohne Wahrung der Würde, das kann man eh nie trennen. Scheinbar ist der viel gelobte „Reformpapst“ genau so ein zurückgebliebenes reaktionäres Gesäßloch wie so viele seiner Vorgänger

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Kommentare zum Beitrag

2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.02.2015 um 10:01 Uhr
Ich habe mir das mal durchgelesen. Haben Sie schon daran gedacht, dass es sich um Anzeichen einer beginnenden Demenz
handeln könnte?Oder will der Papst etwa nur "volkstümeln", so wie unser Gabriel?
Florian Schmidt
4.986
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 08.02.2015 um 10:30 Uhr
Würde das irgendwas besser machen?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 08.02.2015 um 13:28 Uhr
Natürlich nicht. Ich frage mich nur, was er sonst noch soalles von sich geben wird, oder ob man ihm irgendwann einen Maulkorb verpasst.
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von:  Florian Schmidt

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Florian Schmidt
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