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Bitcoin -- Der Anfang vom Ende -- Doch welches Ende eigentlicht? -- Episode 1

© ulifunke.com / bitcoin.de
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Gießen | Die diffuse Bezeichnung Bitcoin hat mittlerweile wohl jeder einmal gehört. Allerdings liefert die Schlagwortsuche auf der Webseite dieser Zeitung... Nichts!
Das wird sich nun ändern. Wo fange ich eigentlich an? Am Besten wohl am Ende. Letztenendes zählt der Mensch!
Bei dem aktuellen Finanzsystem ist das nicht wirklich so. Kommerz nicht um des Verbrauchers willen sondern Verbraucher um des Kommerz willen. Die Frage ist nur, wie der Teufelskreis des Geldes auf andere Bahnen gelengt werden kann und eine Alternative entsteht. Genau hier setzt der Bitcoin an: Statt eine Währung an Finanzinstitute und damit den Markt zu koppeln wurde etwas aus dem Nichts erstellt, das für alle Menschen gleichermaßen vorhanden ist.
Doch wie geht das?
Ein kluger Kopf hat unter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" im Jahre 2008 eine Beschreibung für ein System einer sicheren Bezahlung via Internet veröffentlicht. Im Folgejahr hat er dann eine Währung namens "Bitcoin" auf Basis dieser Beschreibung veröffentlicht. Nähere Informationen liefert der Wikipedia Artikel zu Bitcoin.
Das hinter Bitcoin stehende System ist in wesentlichen Teilen jedoch komplementär (=gegensätzlich) zu allen aktuellen Währungen. Hier sind einige Gegensätze aufgeführt:
Mehr über...
* Es unterliegt keiner Zentralbank und kann somit nicht politisch gesteuert werden.
* Langfristig gesehen wird der Wert des Bitcoin steigen, da nach mathematischer Wahrscheinlichkeit eine Verknappung eintreten wird
* in Minutenschnelle ist eine Bezahlung weltweit möglich, ohne Umtauschverluste an Ländergrenzen
* Es sind keine Bankkonten notwendig um das Geld zu lagern. Geldbörsen (engl:wallet) kann sich jedermann so viel erstellen, wie er lustig ist, ohne Kosten.
Ich brauche wohl nicht lange zu erklären wozu das im Wesentlichen führt:
1. Machtverlust für die etablierten Steuerungsmechanismen
2. Deflation
Ob man diese Auswirkungen nun positiv oder negativ wahrnimmt hängt ganz vom Auge des Betrachters ab. Alle aktuellen Finanzsysteme sind darauf ausgelegt, die Finanziellen Mittel aus der Masse der Bevölkerung möglichst in wenige Hände diffundieren zu lassen. Wenn beispielweise ein Migrant aus Uganda 40$ an seine Familie im Heimatland überweist, dann werden von dem Betrag zwischen 10$ und 15$ bei einer Überweisung via Institute wie Western Union fällig. Wer einmal eine Überweisung ins Ausland getätigt hat, kann ein Lied davon singen!
Wie allgemein bekannt ist, gehören Wirtschaftswissenschaftler selten zu den am Hungetuch nagenden Persönlichkeiten der Menschheit, weswegen es höchst fraglich ist, weshalb man geradediesen in Fragen der Geldpolitik seriösität bescheinigt.
Von Alfred Nobel wird berichtet, dass er die Meinung vertrat, dass Wirtschaft weniger mit Wissenschaft als mit Roulette zu tun hat.
Von ebendiesen Wissenschaftlern wird auch die Deflation als Damoklesschwert der Menschheitsgeschichte angesehen. Begründung: Wenn das Geld an Wert zunimmt, dann geben die Verbraucher es nicht mehr (unnötig?) aus.
Meiner Meinung könnte hier ein Schlüssel zum nachhaltigen wirtschaften liegen. Anstatt sich Dinge zu kaufen, deren Wert von Werbung hochstilisiert wird, und die man eigentlich doch gar nicht benötigt, werden Dinge angeschafft, die man zum leben braucht.
Vielleicht leben wir dann wieder mehr.
Im Nächsten Artikel wird es dann praktisch: Wie komme ich zum ersten Bitcoin, und was ich damit anstellen kann.

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin
http://www.youtube.com/watch?v=BrRXP1tp6Kw
http://www.youtube.com/watch?v=e__m-w4N7NI
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/100306/bitcoin-eine-waehrung-fuer-die-ganze-welt-episode-2/
Anmeldung bei Bitcoin.de: https://www.bitcoin.de/de/r/wdmczr

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von:  Marcus Wellnitz

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