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Hundebekleidung für unsere vierbeinigen Freunde

von Sylvie Bunzam 28.01.20151034 mal gelesenkein Kommentar
Warm und trocken Gassi gehen. Foto: (c) PETA
Warm und trocken Gassi gehen. Foto: (c) PETA
Gießen | Draußen ist es kalt, nass und windig. Teilweise liegt Schnee und die Temperaturen sind zumeist unter dem Gefrierpunkt. Zeit für warme und wettergerechte Hundebekleidung!

Hundebekleidung für unsere vierbeinigen Freunde: Häufig hört man die Worte “Mein Hund braucht keinen Mantel, der hat doch Fell!”. Aber stimmt diese Aussage so pauschal wirklich? Oder können wir unseren Pfoten-Freunden etwas Gutes tun, in dem wir sie im Winter zum Gassigehen anziehen?
PETA50Plus gibt Tipps für zufriedene Hunde im Winter
Welcher Hund braucht einen Wetterschutz?

Es gibt Hunde mit Unterfell und welche ohne Unterfell. Jene, die Unterwolle haben, frieren nicht so schnell. Solange sie in Bewegung sind, schützt das eigene Haarkleid die Tiere. Aber aufgepasst: Muss der Hund für mehr als 20 Minuten im Auto warten braucht er eine warme Decke unter sich und am besten auch eine zum Zudecken. Ohne Bewegung kühlt der Körper schnell aus!
Hunde ohne Unterfell frieren sehr schnell, zudem haben sie kaum Schutz gegen Regen und Schnee. Sie durchnässen ebenso schnell wie unsere menschlichen Haare. Sind sie nass bis auf die Haut, so frieren sie. Dies führt häufig zu Folgekrankheiten wie Erkältungen bis hin zur lebensgefährlichen Lungenentzündung.
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Junge, alte, schwache oder kranke Hunden brauchen mehr Schutz. Hier ist ein wärmender Mantel, der auch die Feuchtigkeit abhält, unerlässlich.

Für alle Hunde gilt: Sie leben mit uns zusammen in geheizten Räumen. So beträgt der Temperaturunterschied, den der Körper zu regulieren hat, häufig 20° Celsius in den Wintermonaten. Schnell wird die Temperaturspanne noch größer, wenn wir echte Minusgrade haben. Das ist für den Organismus eine Belastung, die nicht jeder Hund alleine meistern kann.
Welche Hundebekleidung gibt es?

Der Pullover: Im Fachhandel gibt es für Hunde Pullover aus synthetischer Wolle – in zahlreichen Formen und Farben. Diese Pullis sind bei trockener Kälte sehr praktisch und sie können zumeist bei bis zu 40°Celsius in der Maschine gewaschen werden. Bei Feuchtigkeit ist dieses Kleidungsstück nicht ratsam – es nimmt Nässe auf, wird schwer und kühlt den Hund dann aus, anstatt ihn zu wärmen.
Der Regenmantel: Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Schnitte für Hunde-Regenmäntel. Manche werden nur mit Klettverschlüssen geschlossen, andere werden über den Kopf gezogen und dann um den Körper herum mit Schnallen fixiert. Wichtig ist, dass das Material wasserabweisend ist. Hierfür eignen sich Stoffe, aus denen auch menschliche Regenjacken gemacht sind. So zum Beispiel Teflon beschichtete Nylonstoffe oder gewachste Baumwolle. Auch Softshell ist sehr geeignet. Es gibt diese Mäntel fertig im Handel oder man kann sie maßgeschneidert bestellen. Zahlreiche Internet-Geschäfte bieten diesen Service an – hier muss man genau messen, dann passt der angefertigte Mantel perfekt.
Der Wintermantel: Wird es richtig kalt, so reicht häufig ein dünner Regenmantel nicht aus. Dann kommen die Hunde-Wintermäntel zum Einsatz. Fleecestoffe, gefüttert mit warmer Baumwolle oder Nicki sind sehr geeignet. Ebenso gut sind wattierte Stoffe, die die Wärme am Körper des Vierbeiners halten. Es gibt diese Mäntel auch mit extra langem Halskragen, damit von oben kein Schnee in den Mantel fallen kann, der ansonsten schmilzt und wieder Feuchtigkeit in das Haarkleid bringt. Auch hier gibt es tolle Mäntel im Fachhandel oder man kann einen Mantel nach Maß anfertigen lassen.
Der Overall: Für besonders empfindliche Hunde gibt es sowohl die Regenbekleidung, als auch die Wintermäntel mit Beinen – so bleiben auch diese warm und trocken! Manche Hunde wundern sich zu Beginn über den neuen Anzug, merken aber schnell, wie angenehm dieser ist! Zu erhalten sind diese im Fachhandel und angefertigt nach Maß bei zahlreichen Online-Dienstleistern.
Die Schuhe: Streusalz, Eis und Splitt setzen zarten Pfoten zu! Hierfür gibt es spezielle “Booties”, die der Hund im Winter tragen kann. Diese sollten im Fachgeschäft unter Anleitung von Beratungspersonal anprobiert werden, damit sie optimal passen und der Hund damit laufen kann, ohne Druckstellen zu bekommen.
Der Schal: Es gibt aus synthetischer Wolle wunderbar kuschelige Hunde-Schals. Sie wärmen den Hals und machen an richtig kalten Tagen den Hunden ohne Unterfell ein warmes Gefühl am Hals. Kein Muss – aber ein liebes Accessoire, das die meisten Hunden gerne tragen. Auch gut geeignet für Hunde, die gerade eine Erkältung haben.

Der PETA50PLus-Insider-Tipp: Die Hundebekleidung lässt sich auch kombinieren. So kann ein Pulli unter einen Regenmantel angezogen werden oder bei Schnee der Regenoveral und darüber der Wintermantel. So kann der vierbeinige Freund optimal – je nach Wind und Wetter – ausgestattet werden.

Grundsätzlich ist es immer ratsam ein Handtuch und eine Decke im Auto bei sich zu haben. Menschen, die mit Bus- und Bahn unterwegs sind, sollten zumindest ein Handtuch bei sich haben und damit die Pfoten säubern, wenn der Gassigang beendet ist. Zudem kann der Hund auf kaltem und feuchtem Untergrund vorrübergehend darauf liegen – das bietet ein minimum an Schutz, denn auch Hunde können eine schmerzhafte Blasenentzündung bekommen, wenn sie auskühlen.
Was Sie tun können

Wir bitten Sie, gönnen Sie ihrem Hund entsprechende Winterkleidung, wenn er oder sie diese benötigt. Manchmal wird dies noch als “lächerlich” abgetan. Hören Sie nicht auf Menschen, die es nicht besser wissen – denken sie an ihren geliebten Vierbeiner und sein Wohl.

Zudem bitten wir im Namen aller Hunde: Lassen Sie in der Kälte niemanden draußen! Hunde brauchen Schutz und Wärme, ohne ein isoliertes Heim können sie sterben, wenn sie Wintertemperaturen auf Dauer ausgesetzt sind.

Mehr Informationen: www.PETA50Plus.de

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