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Alles schon dagewesen

Gießen | "Patriotische Deutsche gegen Verjudung des Abendlandes", so hieß eine Vereinigung , die sich Ende des 19. Jahrhunderts bildete und sich gegen rechtliche Gleichstellung von Juden und für eine Einschränkung der Einwanderung von Juden stark machte.
Eine von ihnen eingebrachte Antisemitismuspetition brachte es immerhin auf über 200 000 Unterschriften.
Zwar blieb die Petition erfolglos, ebenso wie ihre Urheber, aber langfristig und indirekt hat sie das politische Handeln und die öffentliche Meinung doch in verhängnisvoller Weise beeinflußt.
Nachzulesen z. B. bei Wikipedia unter Heinrich von Treitschke, oder unter Antisemitismusstreit.
Wer meint, man müsse die Pegida-Anhänger zu verstehen suchen und mit ihnen reden, der sollte
sich diese historischen Parallelen bewußt machen.
Leider bröckelt von seiten der Politik schon der
Konsens der Ablehnung von Pegida. Gabriel und
Tillich sind mit schlechtem Beispiel vorangegangen.
Richtig, man sollte mit dem Volk über dessen Probleme reden, aber über die wirklichen Probleme, nicht über vorgeschobene.
Und, zum Glück , lügen die Pegida-Anhänger, wenn
sie behaupten"Wir sind das Volk". Sie sind ein kleiner
Teil des Volks, der größere Teil ist gegen sie.
Das sollten auch jene Politiker bedenken, die aus
Feigheit oder Opportunismus auf Pegida eingehen wollen.

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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
456
Marcus Link aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 12:17 Uhr
Dass ich von Pegida an sich nichts halte dürfte klar sein. Ich möchte trotzdem mal einen Perspektiven Wechsel vollziehen:

Abgesehen von einigen unbelehrbaren rechten Menschen gibt es wohl nicht wenige Pegida Anhänger, die mit der Situation gegen die sie demonstrieren entweder überfordert sind oder Angst davor haben.

Sie einfach nur verteufeln, sie mit ihren Problemen zu ignorieren und sie auch politisch alleine zu lassen, ist schon fast ein pawlowscher Reflex der Gesellschaft geworden.
Die Probleme dieser Menschen muss man, auch wenn es einem nicht gefällt, wahr und ernst nehmen und sich damit auseinander setzen.

Wenn Politiker sich dem stellen, ist das für mich der richtige Weg. Es wäre viel bequemer und vielleicht sogar Karriere fördernder, wenn sie sich wie die Mainstream Politiker verhielten. Aber nein: Sie stellen sich dem Problem und erhalten dann von vielen ach so aufgeklärten Pegida Gegnern, zu denen ich mich wie gesagt zähle, harsche Kritik.

Leute wo bleibt die Objektivität?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 12:30 Uhr
Und was sind die Probleme der Pegida-Anhänger?
Über echte Probleme kann man reden, aber über eingebildete oder vorgeschobene wie die Islamisierung des Abendlandes?
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 14:36 Uhr
Was ist so schlimm mit den Pegidia Demonstranten zu reden und ihnen zuzuhören? Klar die Organisatoren sind nicht wirklich Diskussionsfähig, viele Mitläufer aber fühlen sich nicht ernst genommen. Wenn man diese mit Gesprächsangeboten ernst nimmt wird Pegidia zusammen schrumpfen.
Wenn ich dann mitbekomme was sich der linksradikale Mob gestern in Frankfurt geleistet hat, dann habe ich mit friedlichen Demonstranten ein weitaus kleineres Problem.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 14:39 Uhr
Und was die Leute empfinden ist ihnen zuzugestehen. Wenn Salafisten hier Demonstrieren und öffentliche Veranstaltungen abhalten, wenn Gebetsräume in Schulen eingerichtet werden die keine Sau nutzt, wenn barbarische Traditionen wie die Beschneidung rechtlich zugelassen wird. Dann kann so ein Eindruck entstehen. Nur das muss man mit den Leuten besprechen und sie nicht als Spinner abtun.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 14:56 Uhr
Salafisten haben genauso ein Recht zu demonstrieren wie die Pegida. Die Gesellschaft sollte sich mit beiden kritisch auseinandersetzen. Und Gebetsräume sind nicht schlimmer als
Schulgottesdienste oder staatlicher Religionsunterricht.
Ich denke, darum geht es Pegida auch gar nicht. Das wird schon in der Namensgebung deutlich. Es geht darum, Vorurteile zu verstärken und den Islam insgesamt zum Feindbild zu machen.
Und was die Beschneidung insgesamt angeht, so sollte Ihre
insgesamt religionskritische Haltung (die ich teile) sie nicht dazu
verführen, rabiate und unsensible Forderungen an eine Minderheit zu stellen, die von uns beinahe ausgerottet wurde.
Wer Beschneidung als Grund für Islamfeindschaft nennt, bei
dem muß man doch fürchten, dass er ähnlich über Juden denkt.
Aber gerade von den Pegida-Befürwortern wird das Judentum oft in heuchlerischer Weise eingemeindet und für die Abgrenzung vom Islam benutzt.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 15:02 Uhr
Gebetsräume, Religions und Schulgottesdienste sollten nicht Teil einer öffentlichen Schule sein. Und ist spricht gegen Kritik an Kinder verstümmelnden Menschen. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Das ist ein Vebrechen und keine religion kann das legitimieren. Vielleicht sollte man besser anfangen sich bewusster von Religion im öffentlichem Raum insgesamt verabschieden. Das würde das Zusammenleben auch einfacher machen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 15:19 Uhr
Im Prinzip stimme ich Ihnen da zu. Aber ist das wirklich das Anliegen von Pegida?
Und wenn man sich von Religion im öffentlichen Raum verabschiedet, dann sollte das doch für alle Religionen gelten.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 15:22 Uhr
Ja, das wäre ein Lösungsansatz. Aber den Mut wird hier keiner aufbringen.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 15:36 Uhr
Aber ist das wirklich das Anliegen von Pegida?

Das kommt wahrscheinlich darauf an mit wem man/frau spricht.

Was ich so im Fernsehen so mitbekomme, die meisten sind einfach mit der Situation in der sie leben unzufrieden, fühlen sich von der Politik in Berlin allein gelassen. Ja das kann schon sein, aber gehe ich dann auf die Straße?
Ich glaube die meisten werden einfach von ein paar wenigen für ihre Zwecke benutzt. Da kommt dann auch das griffige: Islamisierung des Abendlands her.
Ich finde das was Gabriel gemacht hat sollten andere Politiker auch machen. Wenn ich mit den Leuten auf der Straße spreche, anerkenne ich doch nicht die Rädelsführer.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 15:42 Uhr
Nein, gerade in den letzten Jahren sind die Kirchen und andere religiöse Gruppierungen wieder bestrebt gewesen, stärker in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Erzwingen kann man aber den Rückzug der Religion ins Privatleben ganz sicher nicht.
Da muß man eben Geduld haben. Ich habe jedenfalls jüdische
und auch muslimische Eltern kennengelernt, die darauf verzichtet haben, ihre Söhne beschneiden zu lassen- das aber nicht an die große Glocke gehängt haben.
Und je sicherer sich eine Minderheit bei uns fühlen kann, um so eher werden sie auch bereit sein,von sich aus veraltete Rituale
zu reformieren. Es gibt ja auch progressive jüdische Gemeinden,
und Rabbinerinnen, die aber bis jetzt noch in der Minderheit sind .
Das kann sich aber ändern, und vielleicht erfindet man dann
ein anderes Ritual als Ersatz für die Beschneidung.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 19:47 Uhr
Gibt es doch schon Frau Barthel
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 20:12 Uhr
Herr Herold,Gabriel hat ja nicht mit den Leuten auf der Staße gesprochen,
sondern er hat eine Pegidaveranstaltung besucht.
Und ich meine Pegida hat sich schon durch seine Namensgebung als Gesprächspartner disqualifiziert.
Aber trotzdem finde ich es richtig, wenn zum Beispiel Vertreter
der Medien mit diesen Leuten reden. Wenn ich aber als Politiker
zu einer solchen Veranstaltung gehe, werte ich Pegida auf, und
das ist einfach nicht richtig.
Und, auch wenn man Grund hat,unzufrieden zu sein, enthebt einen das doch nicht des selbständigen Denkens.
Ich denke viele dieser Leute leben einfach ihre Vorurteile aus,
und blenden die Realität aus, wenn sie nicht dazupaßt.
Herr Schmidt, wenn es so ein Ritual schon gibt, dann wird es sich auch früher oder später durchsetzen .
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.01.2015 um 20:48 Uhr
Es war keine Veranstaltung der PEGIDA. Veranstalter war die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung. Dort waren auch Vertreter von PEGIDA. Ob man mit ihnen sprechen soll oder nicht da bin ich mir nicht ganz schlüssig. Ich denke ja, weil ich viele Menschen aller Berufe und aller politischen Richtungen kenne die durchaus Sympathien zeigen. Ich selbst halte gar nichts von Pegida. Mir machen militante Veganer mehr Angst als Muslime oder überhaupt Menschen aus anderen Ländern. Ich arbeite in Frankfurt viel mit Menschen aus allen Ländern zusammen und bin ohne Vorurteile oder Ängste.
Im Umgang mit Pegida macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach. Alles einfach wie in Deutschland üblich in die rechte Ecke stellen halte ich in diesem Fall für Falsch. Nicht jeder Teilnehmer der Demonstrationen ist ein Rechter. Wie geschrieben ich kenne welche aus allen politischen Lagern. Aufklärung und Gespräche sind wichtig um den Leuten ihre Angst zu nehmen. Bei den Rädelsführern ist wieder ein anderer Umgang erforderlich. Auf Menschen und deren Meinung einfach draufhauen passt nicht zu Deutschland.
Herr Gabriel hat in meinen Augen ein A... in der Hose und mal Flagge gezeigt. Ich mag ihn sonst nicht aber in diesem Fall bin ich geneigt sein Handlen für richtig zu befinden.
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 21:37 Uhr
Die "patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes" sollten mit dem Geld, welches sie für ihren Demonstrationstourismus ausgeben, z.B. mal eine Bildungsreise nach Andalusien unternehmen, um zu schauen, welch vortreffliche Kunstwerke, wie z.B. die Alhambra, die Mauren in Europa geschaffen haben, als Sie über 800 (!) Jahre (8. - 15 Jh.) die Kultur in Südspanien prägten, bevor sie von den Christen vertrieben wurden. Und dies ist nur ein Beispiel von beliebig vielen, welche den arabischen Einfluss in Europa belegen. Das sollten sich diese "europäischen Patrioten" erst mal klar machen. Unser Nachwuchs lernt schon in der Grundschule das Rechnen mit Hilfe arabischer Zahlen. (Man müsste im Sinne der "Pegida" schleunigst auf römische umstellen!) :-)
Der Begiff "europäische Patrioten" ist so absurd wie ihr Weltbild, da "Patrioten" den Nationalstolz hoch halten, während Europäer gerade die Gemeinsamkeit (auch mit dem Islam) und nicht die Abgrenzung zu suchen bestrebt sein sollten!
Wenn "Pegida" das Volk sein soll, dann Deutschland Gute Nacht! (Du hast mich um den Schlaf gebracht - Heinrich Heine)
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2015 um 08:02 Uhr
Ich danke fuer diesen bericht. er zeigt uns in welche richtung es gehen kann wenn man die vergangenheit nicht kennt. damals wurde nicht reagiert, die gruppe als spinner abgetan und dann ploetzlich

... oh schreck .... die sind in der regierung... alles super wir machen mit.... oh schreck so wollte ich das nicht.....


das darf nicht wieder passieren !!!
Reden hilft denn so bleiben die mitlaeufer aus. wenn ich die anderen kenne faellt es schwerer gegen diese MENSCHEN zu sein. Das zaehlt fuer alle!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 09:52 Uhr
Herr Schäfer, danke dafür ,dass SIe als Einziger auf das eingegangen sind, was ich eigentlich zeigen wollte : der ignorante und fahrlässige Umgang mit Begriffen, wie Patrioten, oder Abendland, und die klare Beziehung von Pegida zu rassistischen Bewegungen der Vergangenheit.Vorurteile kann man durch Reden und Richtigstellen der Tatsachen nicht bekämpfen.
In einer Fernsehsendung sah ich eine Frau, der wurde von einem Interviewer gesagt, dass es in Dreden nur 5% Muslime gibt, und was antwortete sie?"Das sehe ich aber anders."
Das erinnert mich an eine Situation aus der Zeit, als ich gegen
die Doppelstaatsbürgerkampagne von Roland Koch Stimmen sammelte. Da fragte ich eine Frau , die sich über die "Ausländerflut" beschwerte, wieviele Ausländer es denn in Deutschland gebe, und sie antwortete."80 Prozent". Und als ich ihr die wahren Zahlen nennen wollte, hörte sie einfach nicht zu,
und fing an, so ausufernd über die Unverschämtheit der "Schwarzköpfe" zu lamentieren, dass ich mich schon selbst bedroht fühlte und einfach weg ging.
Frau Freeman, diese Mitläufer sind nicht harmlos, sie glauben,
was sie glauben wollen und was ihnen ein Feindbild liefert, das ihnen in den Kram passt, und sie wollen gar nicht nachdenken ,weil sie dann womöglich ihre Vorurteile revidieren müssen.
Seit ich in Deutschland bin, habe ich schon viele Male solche Wellen von Fremdenfeindlichkeit erlebt, und die Argumentation
ist immer ähnlich, ebenso wie die Aggressivität, die damit verbunden ist. Eben habe ich in meiner Tageszeitung gelesen,dass seit dem Auftreten von Pegida fremdenfeindliche Übergriffe um mehr als die Hälfte zugenommen haben.
Das Einzige, was diesmal anders ist: Es gibt eine starke Gegenbewegung, und das freut mich.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 10:28 Uhr
Denke Herr Büttel manchmal sind wir gar nicht so weit auseinander.
Frau Barthel, darf ein Politiker dann also nie mit Menschen von Mensch zu Mensch reden? Ist ein Politiker denn nicht dem Wähler verpflichtet und erst dann seiner Partei.

Ich fand nur er hätte es seiner Generalsekretärin sagen sollen. Die hätte dann ev. ihren Mund gehalten?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 15:04 Uhr
Habe ich Sie richtig verstanden, Herr Herold? Sie meinen ,ein Politiker darf ruhig mit Menschen sprechen, die andere Menschen beschimpfen und bedrohen, solange die Opfer nurden Mund halten?
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2015 um 15:44 Uhr
frau barthel. sie haben meinen kommentar falsch verstanden.
diese mitlaeufer waren es auch die damals die nsdap gewaehlt haben.
diese mitlaeufer haben zum schluss nie etwas gewusst.
diese mitlaeufer registrieren die gefahr nicht , denn sie kennen vielleicht die vergangenheit nicht, die metoden der menschenfaenger.
diese mitlaeufer machen es der fuehrenden rechten gruppe erst moeglich gross zu werden.
diese mitlaeufer gilt es ueber die hintermaenner der guppe, die eigendlichen ziele zu informieren
diese mitlaeufer gilt es ernst zu nehmen , denn die sind die eigendliche bedrohung
jeder der nur wegen einem punkt der pegida mit marschiert , weil er denkt das ihn die politik ja eh nicht ernst nimmt muss angehoert werden und mit dem muss geredet werden.
wenn wir die mitlaeufer abgraben haben die wenigen rechten fuehrungspersonen auch keinen naehrboden.
wenn wir sie als spinner abtun wie damals ist die gefahr hoch das es wieder zu rassenhass mit furchtbaren folgen wie mord und zerstoerung von kultur kommt.
das gilt es zu verhindern !
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 15:59 Uhr
Von Mensch zu Mensch kann Herr Gabriel sicher vieles. Tut er das allerdings öffentlich, muss er sich bewusst sein, dass er es in seiner Funktion als stellvertretender Bundeskanzler tut und den Gesprächspartner entsprechend "aufwertet".
Mir fällt auf, dass im Zusammenhang mit Pegida häufig der Begriff "Wutbürger" gebraucht wird. Auch eine Irreführung sonders gleichen, wurde das unschöne Wort gerne für die Gegner von Stuttgart 21 angewandt, welche ein mehr als berechtigtes Interesse formulierten, direkt betroffen waren und für ihren Einsatz nicht zuletzt über einen völlig unangemessenen Polizeieinsatz hart "bestraft" wurden!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 17:06 Uhr
Frau Freeman, ich entschuldige mich, jetzt habe ich Sie verstanden. Die Rolle der Mitläufer haben Sie sehr gut geschildert.
Und was den Begriff "Wutbürger"betrifft, habe ich mich im Zusammenhang mit Stuttgart 21 sehr darüber geärgert. Für Pegida mag er vielleicht zutreffend sein, aber es ist auf jeden Fall grob unangemessen, Pegida und die Gegner von Stuttgart 21 gleichzusetzen.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 20:34 Uhr
Das Thema scheint sich ja jetzt zu erledigen. Montagsspaziergang findet nicht statt.

Viel Lärm um nichts.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 29.01.2015 um 06:29 Uhr
peter da ist noch nichts erledigt. die unzufriedenheit kann und wird sich in wahlen wieder niederschreiben wenn nicht auf die aengste und probleme eingegangen wird. erst wenn wirklich geredet wird ist alles gut.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.01.2015 um 09:28 Uhr
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 20:12 Uhr : Herr Herold,Gabriel hat ja nicht mit den Leuten auf der Staße gesprochen, sondern er hat eine Pegidaveranstaltung besucht.
Nach dem was ich gehört habe, war es keine Pegida-Veranstaltung. Insofern schreiben Sie bewusst oder Unbewusst nicht die ganze Wahrheit.
Gabriel hat mich von seinem Anliegen überzeugt. Muss ja nicht jedem so gehen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.01.2015 um 10:01 Uhr
Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung hat ihre Räume für Pegida zur Verfügung gestellt. Auch das finde ich nicht in Ordnung!
Ich halte Gabriel für einen ziemlich verantwortungslosen Opportunisten, aber in seiner Art sicher nicht einmalig in unserer politischen Szene.
Im Übrigen gebe ich Frau Freeman recht: In irgendeiner Form
werden sie sicher wieder auftauchen, vorausgesetzt,dass das jetzt wirklich das Ende ist.
Nach Befragungen , die allerdings nicht ganz zuverlässig sind, weil die meisten Teilnehmer der Demonstrationen über ihre
Motive keine Auskunft geben wollten, setzen sich die Pegida -anhänger vor Allem aus Sympatisanten der AfD und zu einem kleineren Teil NPD-sympatisanten zusammen. Und denen werden sie sich wohl anschließen, bis es einen Anlass für die nächste Welle von Fremdenfeindlichkeit gibt.
Reden muß man , ohne Zweifel, aber über die wirklichen Probleme.Wenn jemand darauf beharrt, der Grund für seine Probleme seien die Ausländer und eine angebliche Islamisierung des Abendlandes, sollte man nicht mit ihm reden, und es macht auch gar keinen Sinn.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.01.2015 um 10:16 Uhr
Ist es denn nicht ein vorwiegend regionales Problem? Konzentriert auf Dresden, denn andere Veranstaltungen hatten nie den Zulauf.
Bei Politikern drehe ich die Hand nicht um. Bei Merkel angefangen bis hin zu unserem Ministerpräsidenten.

Spielt da das Volk überhaupt eine Rolle?
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 07:19 Uhr
Ganz aktuell gestern im Fernsehen. Es scheint künftig 2 Pegida zu geben. Einen gemäßigten, gesprächsbereiten Teil - sehr gut!
Einen anderen geführt von einem der Volksverhetzung beschuldigten(wird zumindest von der Staatsanwaltschaft geprüft) der sehr gewaltbereit zu sein scheint.
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 09:08 Uhr
Gab's das nicht bei den Nazis auch: Die aalglatt geschniegelten Propagandisten auf der einen und ihre Schlägertrupps fürs Grobe auf der anderen Seite?
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 09:36 Uhr
Gibt es da einen Bezug zur ehemaligen DDR? Sachsen und Dresden als Brutstätte?
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.01.2015 um 09:36 Uhr
richtig herr schaefer. da sind so viele identische zuege das es nicht mehr lustig ist.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.02.2015 um 10:33 Uhr
Natürlich geht uns das Alle etwas an, aber dass diese Bewegung in den Neuen Bundesländern sehr viel stärker ist, hat sicher auch
etwas mit der Art zu tun, wie die Wirtschaft der DDR nach der Wende abgewickelt und von der Treuhand zum Teil unter Wert verschleudert wurde. Das hat nicht nur viele Arbeitsplätze gekostet, sondern ein Gefühl der persönlichen Entwertung bei nicht wenigen Menschen hervorgerufen.
H. Peter Herold
29.027
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.02.2015 um 12:45 Uhr
Danke für den Kommentar, der sicher ein Grund sein dürfte.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Gertraud Barthel

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