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"Chance 2015": Inforeich, aber nicht zukunftsreif

Gießen | Gießen. Am vergangenen Montag, meinem ersten Prakti­kumstag, machte ich mich auf den Weg zur „Chance 2015“ die Bildungs-, Job- und Gründermesse für Mittelhessen. Ich erhoffte mir eine Messe, die ansprechend für die Schüler ist, eine große Bandbreite von Jobangeboten bietet und die Möglichkeiten eines Standes ausnutzt, indem sie zum Beispiel etwas zum Anfassen bietet. Besonders die Frage, welchen Mehrwert so eine Messe im Gegensatz zu einer Internetrecherche zu Jobs bietet, behielt ich während den Recherchearbeiten stets im Hinterkopf.
Als ich um 11 Uhr die Halle 1 betrat, herrschte bereits reges Treiben, da, wie ich sehen konnte, viele Schulklassen aus dem Umkreis Gießen angereist waren, um selbst Eindrücke für das spätere Berufsleben zu sammeln. Die Beschilderung war völlig ausreichend und direkt am Anfang gab es eine große Tafel mit einer Gesamtübersicht über das Angebot des gesamten Messegeländes. Gespannt machte ich mich auf den Weg in die Hallen, um zu gucken, ob sich meine Erwartungen bestätigen sollten. Interessanterweise warben bis auf die Gießener Hochschulen die Stände oftmals nur mit Ausbildungsberufen und kaum mit Studiengängen. Vereinzelt hörte
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ich an anderen Ständen nur mal von einem dualen oder sogenannten Plus „Studium“. Positiv fiel mir auf, dass an den einzelnen Ständen viel Infomaterial über die Ausbildungsberufe angeboten wurde und die Berufe durch praktische Beispiele vorgestellt wurden.
Interaktiv sehe ich die Messe jedoch kritisch. Besonders im heutigen Zeitalter besitzt fast jeder Jugendliche ein Smartphone. Besonders darin sehe ich weitere Chancen, die Jugendlichen für die Stände zu interessieren. So bekommt man heute noch an jedem Stand eine Menge Hefte, welche meistens ungelesen in den Papierkorb wandern. Ein QR-Code auf einem Flyer, welcher einen Schüler zum Beispiel zu einem Video weiterleitet, in dem bestimmte Berufe darstellt werden, sowie einen NFC-Tag konnte ich nicht entdecken.
Ich denke, dass sich der Besuch der „Chance“ auf jeden Fall lohnt, da meiner Meinung nach die positiven Aspekte überwiegen. Besonders die Atmosphäre auf dem Messegelände zwingt die Schüler fast schon über
ihre zukünftige Lebensplanung nachzudenken. Die Leute an den Ständen sind nett, interessiert und versuchen oftmals, Perspektive zu geben.
Verbessern würde ich die Bandbreite des Angebotes, da meiner Meinung nach teilweise bestimmte Gruppen von Ständen zu oft vertreten sind. Außerdem wäre ein breiteres Angebot von Studiengängen wünschenswert, da dies doch sehr schmächtig ausfiel. Ein großes nicht genutztes Potenzial sehe in der interaktiven Technik.

 
 
 
 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 19:51 Uhr
Danke für Deinen Eindruck.
Ist immer förderlich, wenn sich die "Betroffenen" zu Wort melden - also die Jugendlichen.
Was Du über die "veralteten Prospekte " schreibst, finde ich interessant. Wir müssen wohl umdenken, um die Smartphone-Generation zu erreichen !
M. W. gibt es an der UNI Beratungsstellen ( Zentrale Studienberatung ) über diverse Studiengänge - das, was Du auf der Messe vermisst hattest.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2015 um 07:51 Uhr
das ist mal eine sichtweise die wirklich etwas ueber die qualitaet der messe aussagt. einmal aus der sicht der zielpersonengruppe !
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.01.2015 um 13:11 Uhr
Genauso sehe ich das auch. Ein sehr guter Bericht. Mein Sohn hat sich zum Thema Flyer ähnlich geäußert. Papier ist out. Apps sind wohl die Zukunft zumindest Links,
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