Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Und wieder einmal

Gießen | Zwei Nachrichten des heutigen Tages:
1. Die SPD-Generalsekretärin Fahimi berichtet, dass sie
in der letzten Zeit mit Anrufen und Briefen massiv bedroht und beschimpft wird, und ähnlich geht es auch anderen Politikern mit ausländisch klingenden Namen.
2. Vizekanzler Gabriel hat in Dresden mit Pegida-Anhängern diskutiert.

Da möchte ich Herrn Gabriel doch fragen, was er eigentlich alles zu tun bereit ist, nur um ein paar Stimmen zu ergattern. Ob er es denn wirklich für richtig hält, auf diese Weise einen Pöbel aufzuwerten,
der nicht nur latent, sondern ganz offen rassistisch und gewaltbereit ist?

Seit ich in Deutschland lebe, habe ich es immer wieder
erlebt, dass in einer bestimmten politischen Konstellation gewissenlose Politiker zum Stimmenfang
die niedersten Instinkte unserer Bevölkerung aufgeheizt haben. Und es waren nicht nur Republikaner und Neonazis, die sich solche Stimmungen zunutze gemacht haben.
Ich erinnere mich noch sehr gut, wie Roland Koch mit
einer Kampagne gegen die doppelte Statsbürgerschaft
zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Ich habe damals für eine Gegenkampagne der Frankfurter Rundschau Stimmen gesammelt, und ich werde sicher
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nie vergessen, was ich mir dabei alles anhören mußte.
Aber für Roland Koch ist die Rechnung aufgegangen.
Nichts ist zu mies ,wenn man nur dadurch Stimmen ergattern kann.
Noch eine Meldung des Tages fällt mir hierzu ein:
In Deutschland leben 3,1 Millionen voll berufstätige
Menschen unter der Armutsgrenze.
Würde es gelingen,die wachsende Ungerechtigkeit,
die Verarmung und die Abstiegsängste großer Teile unserer Gesellschaft wirksam zu bekämpfen, bräuchte man Gruppierungen wie Pegida nicht mehr zu fürchten.
Diesen Leuten zu sagen, dass an ihren Problemen
allein die Wirtschaftspolitik der Regierung und weder
der Islam noch die Ausländer schuld sind, dazu ist Gabriel aus offensichtlichen Gründen zu feige.
Aber er sollte wenigstens so viel Anstand haben,
Solidarität mit seinen angegriffenen Genossen zu zeigen.

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 17:06 Uhr
Pegida ist ein Problem der Neuen Bundesländer und dort speziell in Dresden.
Es sind Menschen die in der Vereinigung nicht angekommen sind und daher irgendwie enttäuscht sind. Sie folgen daher nur zu gern den Rufen/Flötentönen rechter Rattenfänger. Erinnert mich auch etwas an das momentane Griechenland. Auch dort ist ein Rattenfänger mit seiner Flöte unterwegs.
Bin gespannt was in beiden Fällen herauskommt.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 18:39 Uhr
Peter - kurzer Widerspruch ......

..... bei Pegida handelt es sich nicht nur um ein lokales oder regionales Problem. Ich erinnere daran, dass seit Jahrzehnten Wissenschaftler immer wieder festgestellt haben, dass zwischen 1/5 bis 1/6 der Bevölkerung rechtem Gedankengut gegenüber offen sind bzw. sie verbreiten.

Ich halte diese Schwankungsbereich für sehr gering. Aus Gründen, welche hier in der geforderten Kürze wohl nicht darstellbar sind, hat sich hier eine Bevölkerungsgruppe etabliert. Dass diese Gruppe kaum oder nicht sichtbar in Parlamenten sitzt hat mit verschiedenen Mechanismen in dem politischen Geschäft der BRD zu tun.

Was ich garnicht bzw. weniger verstehe ist, dass der momentane herrschende Block wohl ernsthaft glaubt, dass dieses Milieu auf Dauer aus den Parlamenten raus zu halten ist. 5 % bei Wahlen aus einer Gruppe von 16 bis 20 % der Bevölkerung "raus zu schlagen" das klappt irgendwann einmal.

Als Linker lehne ich natürlich "Pegida und Co." grundweg ab und ich kann auch Frau Barthel zu ihrer ehemaligen Aktion gegen Roland Koch beglückwünschen.

Frau Barthel schreibt:

"(...) Diesen Leuten ((Sympatisanten der Pegida)) zu sagen, dass an ihren Problemen allein die Wirtschaftspolitik der Regierung und weder der Islam noch die Ausländer schuld sind, dazu ist Gabriel aus offensichtlichen Gründen zu feige. Aber er sollte wenigstens so viel Anstand haben, Solidarität mit seinen angegriffenen Genossen zu zeigen. (....)"

Gut formuliert, aber ich bin schon etwas verwundert, dass hier noch von Anstand gesprochen wird bei einer Partei die die Arbeiter verraten hat und immer weiter verrät ...!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 19:59 Uhr
Herr Herold, Sie schreiben, dass auch in Griechenland ein Rattenfänger mit seiner Flöte unterwegs ist. Ich hoffe, sie meinen die extreme Rechte, die auch in Griechenland Zuwachs zu verzeichnen hat, und nicht Syriza.
Erst vor Kurzem habe ich in der Frankfurter Rundschau ein Interview mit einem Wirtschaftswissenschaftler gelesen, der
für Syriza kandidiert.Dieser Mann hat sehr vernünftig argumentiert, und er hat unter Anderem gesagt: "Wir machen das auch für Euch!" Gut so, das ist auch meine Meinung.
Es muß einfach endlich etwas geschehen,das unsere Entscheidungsträger dazu bringt, von dem verheerenden neoliberalen Wirtschaftskurs und den unsinnigen Sparprogrammen abzurücken. Auch eine teilweise Entmachtung der sogenannten Troika ist wünschenswert und vom Europäischen Gerichtshof auch schon eingeleitet.
Aus dem von neoliberalen Regierenden verfolgten Plänen , die notleidenden europäischen Staaten dauerhaft zur Niedriglohnzone zu machen (siehe Euro stabilisieren, EU demokratisieren von Rudolf Hickel und Johann -G.König, Kellner Verlag), wird wohl doch nichts werden,denn auch in Spanien gibt es mit Podemos eine echte Alternative zu den etablierten Parteien, die in diesen Ländern in einem Maße korrupt sind,
wie wie es uns gottseidank kaum vorstellen können.
Vor Allem in Griechenland wird die Politik seit Generationen
von den immer gleichen Familien dominiert, die den Staatauf wirklich schamlose Weise ausgebeutet haben.
Ich schließe mich da dem Moderator der Heute-Show an, der gestern sagte ,man könne den Griechen doch nicht zumuten,
diese Verbrecher zu wählen.
Ich werde jedenfalls morgen griechisch essen gehen, und falls
sich die Wahlvorhersagen bewahrheiten, werde ich ein gutes
Glas auf das Wohl Griechenlands trinken
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 24.01.2015 um 20:04 Uhr
Manche hier glauben sie hätten das Rad neu erfunden, denen möchte ich nur sagen, es gab schon in den 60er die sogenannten Ostermärsche und schon damals gab es Aufkleber worauf man lesen konnte, nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber, ich bin der Meinung dieses hat noch bis in die heutige Zeit Gültigkeit.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 20:11 Uhr
So ganz verstehe ich nicht, wer für Sie der Metzger ist und wer die Kälber sein sollen?
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 21:33 Uhr
Nein ich meine den, den Sie nicht meinen. Der lockt doch das Volk mit Versprechungen die nicht zu halten sind. Oder was meinen Sie dazu?
In Griechenland? Fas Volk sind doch immer die Kälber die zur Wahl gehen. Wie bei uns auch.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 21:38 Uhr
Das mit "Griechisch essen gehen" ist schon ok und da bräuchte ich diese Wahl, die von vielen als momentan nicht passend bezeichnet wird, nicht dazu. Aber den Ouzo werde ich schon trinken, auch wenn ich nicht direkt zu einem Griechen gehe.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 22:05 Uhr
Na, dann prost!
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 22:07 Uhr
Danke und Sie wissen woher Prost kommt. Aus dem Lateinischen und bedeutet, es möge nützen. Da schaun wir mal ob es der Wahl was nützt.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 24.01.2015 um 22:11 Uhr
Frau Barthel,
ich bin der Meinung sie haben es schon verstanden, Googeln sie doch mal nach Ostermärsche dann verstehen sie es auch.
Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, es gibt immer wieder Menschen welche durch Luftblasen viel Wind erzeugen und am Ende kommt nichts dabei heraus. Wenn man unsere etablierten Parteien betrachtet was bringen sie denn auf den Weg? Es wird nichts vernünftiges auf den Weg gebracht, außer das man den Bürger im eigenen Land zum Almosen Empfänger macht. Deswegen der oben aufgeführte Spruch.
Was aber nichts mit ihrem Artikel zu tun hat.
Zu ihrem Artikel möchte ich bemerken, allein mir fehlt der Glaube, ich könnte mir vorstellen das Personen die so in der Öffentlichkeit stehen, nicht mit ihrer Privaten Telefon Nummer im Telefonbuch stehen und wenn der Anruf so stattgefunden hat dann kann man dieses nur bedauern, Spinner dieser Art gibt und gab es schon immer.
Zu Herr Gabriel kann man sagen er hat wenigstens ... in der Hose und spricht mit den Menschen, denn nicht jeder der damit läuft ist ein Nazi, man muß oder kann die Ängste der Menschen verstehen wenn irgendwelche Idioten Bomben legen oder wild um sich schießen.
Man sollte aber auch darüber nachdenken nicht jeder der dem Islam zugehörig ist, ist automatisch ein Bombenleger.
Ich persönlich kenne viele Moslems, und habe gar manches Gespräch über deren Glauben geführt und soweit ist deren Glauben und der Christliche Glauben nicht auseinander.
Man sollte viel mehr Aufklärung betreiben anstatt gewaltsam zu demonstrieren.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 24.01.2015 um 23:07 Uhr
Danke für die Erklärung. Ich denke aber, den Verstand hat man, damit man ihn benutzt, und wenn man aus einem diffusen Angstgefühl bei einer Bewegung mitläuft, die ja schon durch ihren Namen ihre Tendenz verrät, der benutzt seinen Verstand nicht!
Patrioten, Abendland, Islamisierung- da sollten doch die Alarmglocken zu einer erhöhten Aktivität der grauen Zellen anregen.
So blöd kann man doch gar nichtsein, dass man im Ernst glaubt,
was diese Leute uns weismachen wollen.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 24.01.2015 um 23:38 Uhr
Das hat bei den meisten Mitläufern nichts mit Blödheit zu tun, die Medien berichten fast täglich daß junge Männer Europa den Rücken kehren um zu den IS zu gelangen, dann der Terror Anschlag in Frankreich, wenn man dann doch etwas gut zugeredet bekommt, sei es von Freunden, Arbeitskollegen oder man hatte selbst schon ein schlechtes Erlebnis dann wird nicht viel Überzeugungskraft nötig sein um mitzulaufen. Das ist doch bei jeder Demo so, ein Bruchteil läuft mit weil sie wissen um was es geht und der Rest läuft in den meisten Fällen mit wegen der Randale.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 09:32 Uhr
Ja, da haben sie leider wohl recht.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 10:30 Uhr
Der Zug der Lemminge
9
Berthild Haese aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.01.2015 um 11:03 Uhr
Dieses Nachgeplappere von Rattenfängern, Nazis, Rechtsextremen und ähnlichen Begriffen - auch auf dieser Seite - wird allmählich unerträglich und die generelle Abwertung der PEGIDA-Bewegung sowieso. Ich finde es gut, daß Herr Gabriel mit PEGIDA-Anhängern diskutiert, allerdings hat er diesbzgl. massiven Gegenwind, logisch, denn hat er sich mit der Generalsekretärin Fahimi selbst eine "Laus" in seinen Pelz gesetzt. Ich beneide ihn nicht.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 12:56 Uhr
Liebe Frau Haese, Sie sollten einfach akzeptieren, dass jeder seine Meinung haben kann. Haben Sie eine?
Die Pegida-Bewegung ist eine die hauptsächlich in Sachsen und dort in Dresden stattfindet. Dort ist die Mehrheit noch in alten Mustern verhaftet, hat nie zum Westen gefunden und möchte alles wieder so haben, wie es mal war. Daher auch die Demonstrationen die sich gegen alles unbekannte, neue richten. Ja die Auswüchse die im Namen des Korans stattfinden, können schon ängstigen, aber jetzt den Islam in Gesamtheit dafür verantwortlich zu machen, das ängstigt mich.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 13:21 Uhr
Von Herrn Gabriel sollte man erwarten, dass er sich gegen Angiffe von rechts vor Frau Fahimi stellt. Der insgesamt auf Stimmenfang bedachte derzeitige Chef der Sozialdemokratie hat vor der Wahl soviel versprochen, was er er im Interesse der Armen machen wolle, wie Frau Merkel, die bis 2030 die weltweite Armut überwinden will. Das alte Adenauerwort: was schert micht mein Geschwätz von gestern - ist immer noch gültig.
Dennoch würde ich Herrn Gabriel gegen Angriffe von Faschisten verteidigen.

Die Angriffe gegen Frau Fahimi kommen von Menschen, die nur noch Politiker anerkennen, die nach dem deutschen Reinheitsgesetz gebraut sind.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 14:10 Uhr
Mit ihrer Aussage von Frau Fahimi als "Laus im Pelz" haben sie sich selbst demaskiert. Und so ist es generell mit den Anhängern der Pegida: Ihre Sprache verrät sie.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.01.2015 um 20:50 Uhr
An alle die hier heute die Zeit hatten ( angefangen Peter Herold Kommentar um 12:56 Uhr ) Kommentare zu diesem Thema zu schreiben, die wären vielleicht besser am Bahnhofsvorplatz bei der Gegenkundgebung gewesen!?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 21:47 Uhr
Herr Walther, ich kann aus gesundheitlichen Gründen weder lange stehen noch länger gehen. Ich engagiere mich halt aufmeine Weise.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 23:40 Uhr
Aber Stefan! Gegen 30, da habt ihr doch uns andere nicht mehr gebraucht;-)
Mir macht mehr Sorge wie heute die Linke den Wahlausgang in Griechenland feiert. Wenn es erlaubt ist dies hier im Beitrag zu erwähnen.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.01.2015 um 00:22 Uhr
Nachrichten gehört?
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.01.2015 um 09:20 Uhr
Stefan natürlich mache ich auch Beides - übrigens dein Redebeitrag war inhaltlich mit Abstand der Beste! Daumen hoch!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.01.2015 um 09:41 Uhr
Diese 30 Leute,denen da gestern 700 gegenüberstanden, was
wollten die eigentlich? Ich weiß es nicht, weil sie offensichtlich
keine Gelegenheit hatten, etwas dazu zu sagen. Es wäre kein Risiko gewesen, ihnen dazu Gelegenheit zu geben.
Jetzt bedaure ich nicht mehr, nicht dort gewesen zu sein, als Teil einer brüllenden Menge.
Michael Janitzkis Hinweis auf die Dubliner Verträge fand ich aber richtig und notwendig. Diese Regelung, wonach Flüchtlinge
nur in dem Land Asyl beantragen können, in dem sie zuerst
europäischen Boden betreten haben, sollte man sobald wie möglich rückgängig machen.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.01.2015 um 22:08 Uhr
Frau Barthel, wären Sie dabei gewesen - von daher entschuldige ich Ihren Kommentar - dann würden Sie nicht solch einen Unsinn schreiben. "Brüllende Menge"? Keine Ahnung auf was Sie da hinaus wollen, selbst in der örtlichen Presse wurde klargestellt, dass dieses Häuflein "Volk" ausser ein paar platten Sprüchen nichts zu sagen hatte ( dies konnte man sehr wohl verstehen, trotz der angeblich nur "brüllenden Menge" )
Sicher hat Michael Janitzki da recht, nur, es gab zahlreiche weitere Redebeiträge, die auch einiges mehr an Inhalt hatten.
Klar, wenn es Ihnen aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist an solch einer Kundgebung teilzunehmen, dann geht es halt nicht! Sie sollten sich dann nur auch etwas zurückhalten mit der Bewertung der Gegenkundgebung!?
Okay Frau Back, freut mich!
Danke Martin, selbst kann man das immer sehr schlecht einschätzen.
Doch Peter, es kommt auf jede(n) an, stell dir nur vor alle würden so denken, dann wäre keine(r) dort gewesen ( bisschen übertrieben, aber diese Einstellung "lass die anderen mal machen, werden schon genug da sein, die gibt es halt öfter..."
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.01.2015 um 22:20 Uhr
Ich habe meine Information aus einem Bericht des Gießener Anzeigers.Sie könnensja nachlesen.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.01.2015 um 22:27 Uhr
Was kann ich nachlesen Frau Barthel? Ich war im Gegensatz zu Ihnen dort, ja stimmt, mich regt es auf wie Sie über die 700 Menschen denken, die hier Gesicht gezeigt haben... und auch das hat die Presse deutlich gemacht, können Sie nachlesen! Auch wenn Sie es nicht "bedauern" nicht dort gewesen zu sein, Sie haben trotzdem keinen blassen Schimmer wie es dort - sehr diszipliniert - bei der Kundgebung war!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 00:36 Uhr
Freut mich zu hören ,und vielleicht glaube ich Ihnen, weil ich es möchte. Aber wenn man nicht dort war, muß man sich erst einmal
auf die Zeitungsmeldungen verlassen, und jedenfalls im Anzeiger war die Berichtserstattung nicht so positiv.
Im Prinzip war es ja wohl eine Demonstration gegen Pegida, und
was diese Splittergruppeauf dem Bahnhofsvorplatz war war , ist eigentlich niemandem klar geworden.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 17:36 Uhr
Frau Barthel - in diesem Punkt muss ich Stefan recht geben. Die Berichterstattung in der Giessener Allgemeine war sachlicher, als in der Giessener Anzeiger. (Habe beide in der Online-Version gelesen!) Aber ein Augenzeugenbericht ist wohl am Besten. (Vielleicht war ja jemand aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis am Sonntag am Bahnhof den sie fragen können.)

Von den anwesenden 700 Personen waren etwa 2 bis 3 Dutzend Demonstranten auf der Rampe zum Steg Richtung Alte Wetzlarer Straße (gut "eingerahmt" von der Polizei). Nur diese Gruppe hatte einen guten Überblick was auf dem abgeriegelten Vorplatz sich so abspielt.

Als auf dem Kundgebungsplatz (etwa 50 Meter weiter) auf dem Parkplatz der Überlandbusse bekannt wurde, dass die "Zukunftsleutchen" jetzt (endlich) gekommen seien, gab es für die Meisten kein halten mehr. Jede / jeder wollte sich das einmal anschauen. Es wurde auf dem nur gut 2 Meter breiten Fussweg zum Bahnhof recht eng* (links die Steigung zum Steg und rechts das Absperrgitter). Der Moderator der Gegenkundgebung machte da das Beste was er machen konnte und unterbrach die Redeliste (etwa Nr. 7 oder 8 von 13), sodaß innerhalb von 10 Minuten nur noch wenige Demonstranten auf dem Busplatz blieben.

Für mich war schnell klar, dass die "Zukunftsleutchen" sich nicht noch mehr blamieren und durch den Absperrgitterweg Richtung Innenstadt los ziehen würden.

Ich war gut vor einer Woche auf dem Rathausvorplatz und dann am Bahnhof. Da etwa 500 Menschen und dort etwa 700 Menschen. Meiner Schätzung nach habe ich aber nur etwa 50 Menschen gesehen die auf beiden Demonstrationen waren. Das zeigt mir, dass die Demonstrationskultur in Giessen (noch) nicht vereinheitlicht ist. Sicher wäre es besser gewesen, wenn auf beiden Demonstrationen / Kundgebungen jeweils 1000 Menschen gewesen wäre. Vielleicht geht der "Zug der Zeit dahin".

Stefan hat es in seinem Redebeitrag auf die kurze Formel gebracht: Ihr Leute von den Lokalzeitungen, ich will morgen nicht bei euch lesen, dass die Kundgebung unter dem Motto "Giessen bleibt bunt" gestanden hat (nicht wörtlich zitiert, sondern sinngemäß).

Am Sonntag hies es "Gegen Rassismus und Ausgrenzung". Das ist eine viel klarere Aussage. Wer - und sei es nur aus Dummheit - Rassismus Vorschub leistet und / oder Bevölkerungskreise versucht auszugrenzen dem sagen wir klar und deutlich: So nicht!

* Die Menschen standen zwar eng, aber es wurde aufeinander geachtet. Also keine Gefahr für eine Panik.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.01.2015 um 20:00 Uhr
Danke die Information.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 14:54 Uhr
Kurz noch mal zu Stefan, nur um Dir über meinen Zeitvertreib ( angefangen Peter Herold Kommentar um 12:56 Uhr ) was zu sagen:
11 Uhr im Theater. Diese Möglichkeit hatte ich heute ausnahmsweise, da die Kirche erst um 14 Uhr begann. Kurzzeitig war ich dann zuhause um anschließend nach Eberstadt zu fahren. Kirchgang mit anschließender Gemeindeversammlung der Ev. Kirche in Eberstadt u.a. Vorstellung der Kandidaten für den Kirchenvorstand, für den ich mich aufstellen ließ. War dann schätzungsweise gegen 18 Uhr zuhause.

Am Samstag habe ich sehr viel zuhause zu tun. Gehe auch ungern in die Stadt. Das müsste aber bekannt sein.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 30.01.2015 um 18:18 Uhr
Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen Peter! Mir ging es nur darum, dass hier "diskutiert" und beurteilt wird ( von manchen ), die wahrscheinlich noch nie bei einer Kundgebung / Demo gegen Pegida & Co. waren. Wenn das dann auch noch jemand ist, der / die sich sonst recht kritisch gegenüber der Berichterstattung in den Medien äußert, richtig, da kann ich mich etwas aufregen... habe mich aber längst wieder abgeregt, es wurde ja auch einiges relativiert ( auch das nehme ich natürlich zur Kenntnis! )
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 19:53 Uhr
Ich hoffe Stefan, dass sich die Pegidas totlaufen. Dabei denke ich was Gabriel getan hat war im Grunde nicht falsch, es war nur der falsche, weil in der Regierung tätige war. Warum sollen sich aktive Parteimitglieder aller Parteien nicht mal mit dem Volk auf der Straße bereden, deren Anliegen und Vorstellungen anhören.
Natürlich nicht mit Bachmann und dergleichen, sondern mit dem einfachen Volk das da so mitläuft.
H. Peter Herold
29.025
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 23:44 Uhr
Jemand fragen der es weiß;-))
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.02.2015 um 11:34 Uhr
Das Volk auf der Straße Peter? Zehntausende zeigen den Rassisten Woche für Woche wer das Volk ist! Gabriel hat im Grunde genommen nichts falsch gemacht? Doch, er hat versucht ( wie einige andere auch ) diese so genannte "islamkritische" Bewegung aufzuwerten statt aufzuzeigen für was sie steht.
Mit solchen Leuten führt man keine Gespräche, und wer hinter diesen Leuten herläuft muss wissen was er/sie da tut, das ist die Aufgabe dies aufzuzeigen... das kann man natürlich von "Gabriel & Co." nicht erwarten, das müssen wir schon selbst tun...
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