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Energiewende heißt auch Regionale Wertschöpfung - Landrätin Schneider diskutiert bei Jahresempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energien in Berlin

Gießen | Mehr als Tausend Gäste folgten der Einladung des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE) zum Neujahrsempfang nach Berlin. Für die diesjährige Podiumsdiskussion suchte sich der Spitzenverband der Erneuerbaren Energiewirtschaft vier Frauen aus, die sich für starke Wirtschaft und starken Klimaschutz gleichermaßen engagieren. Landrätin Anita Schneider vertrat, stellvertretend für Deutschlands Landräte und Bürgermeister, die kommunale Ebene.

Ausgehend von der Festrede von Bundeskanzlerin Angelika Merkel, in der sie für die Energiepolitik der Bundesregierung warb, erörterte Moderatorin Ines Pohl, Chefredakteurin der Berliner Tageszeitung „taz“, wie insbesondere auf Landes- und auf kommunaler Ebene die Energiewende auch zum wirtschaftlichen Erfolg einer Region beitragen kann. Landrätin Schneider betonte, dass der 2011 im Landkreis Gießen gefasste Kreistagsbeschluss „Die Energiewende forcieren“ auch wirtschaftliche Beweggründe hatte. „Rund eine halbe Milliarde Euro wandert aus dem Kreis für den Kauf von Öl und Gas ab“, stellte Anita Schneider dar. „Ziel der Energiewende ist es auch, mit einer dezentralen Energieversorgung möglichst viel von diesem Geld in der Region zu belassen.“

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Den Umbau der Energieversorgung hin zur Nutzung Erneuerbarer Energien möglichst vor Ort hielten alle Teilnehmerinnen für einen entscheidenden Wirtschaftsmotor, vor allem im ländlichen Raum. Ebenfalls einstimmig plädierten die Podiumsgäste für eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2014 (EEG). „Es muss sichergestellt sein“, fasste Landrätin Schneider die Forderungen zusammen, „dass auch weiterhin bürgerliche Genossenschaften, kleine Stadtwerke und Kommunen, Energieanlagen vom Photovoltaikfeld bis zum Windpark errichten und betreiben können.“

Auch die EEG-Umlage bei Eigenverbrauch geriet in die Kritik. Eigenstromverbrauch entlaste die Stromnetze, und dafür dürften die Stromerzeuger nicht zur Kasse gebeten werden, stellten die Podiumsteilnehmerinnen fest. Einstimmiges Lob gab es für die Pläne der Bundesregierung, die energetische Gebäudesanierung steuerlich zu fördern. „Die Hälfte der Öl- und Gasmengen im Landkreis Gießen fließt in die Beheizung von Wohngebäuden. Durch gezielte Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden und den Heizungsanlagen ließen sich diese Mengen nahezu halbieren“, stellte Anita Schneider fest. Dieser enorme Beitrag zum Klimaschutz sollte auch entsprechend honoriert werden. „Da ist eine Steuerentlastung das Mindeste, was getan werden muss.“

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