Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Wenn jemand eine Religion beleidigt riskiert er auch einen Fausthieb. (Papst Franziskus I. 18.01.2015 in Manila)

Gießen | Es ist mittlerweile 40 Jahre her, dass ich meine Heimat verloren habe aufgrund der Gier des Westens als Folge des Guadeloupe Beschlusses. Eine angehende Demokratie wurde zu Gunsten einer religiösen fanatischen Diktatur ersetzt, die nach meinem Herhalten die Politik der gesamten Region angesteckt hat.
Die sogenannte Erste Welt betrachtet die Weltressourcen stets als die ihr eigenen und agiert mit allen Umsturztricks und militärischen Mitteln gegenüber armen Ländern. Länder, die im Grunde genommen keine armen Länder sind, sondern im Gegenteil reich an Naturvorkommen und -schätzen über die sie, solange man zurückblicken kann, aber nie selbst verfügen können.

Solange die ungesättigte Gier des Westens nicht gestoppt wird, versinkt unsere Welt tagtäglich tiefer in Elend und Gewalt. Wenn diesen Ländern aber die Grundlage des Lebens entzogen wird, wird dies langfristig unvermeidbar auf diejenigen Länder, die dies verursacht haben, zurückfallen, sowie man z.Zt. die Anfänge dieser Misspolitik in Europa betrachten kann.

Eines der betroffenen Länder, ist mein Geburtsland Iran, das auf dem besten Wege war sich zu einer
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wird dies z.Zt. mit Füßen getreten? (1)Artikel 4 des Grundgesetzes (1)
funktionierenden Demokratie zu entwickeln. Die Intention war und ist dieses Land ins tiefe Mittelalter durch einen von der westlichen Propaganda erzeugten Aufstand von 1979 zurückzuschieben. Dies hat nicht allein das iranische Volk und seine Wirtschaft zugrunde gerichtet sondern in seiner Folge auch einen blinden Fanatismus und wie wir sehen Flächenbrand im Nahen Osten entfacht, der jetzt auch auf seine europäischen Erzeugerländer überschwappt.

Statt daraus zu lernen wird versucht akribisch und bewusst mit allen Mitteln diesen selbst errichteten Brandherd auf Schultern einer Religion und deren Anhängern aufzubürden. Welche Absicht damit verfolgt wird, werden wir leider erst in Zukunft erfahren, aber die Anzeichen dafür wie sie sich in Deutschland und Frankreich zeigen sind keine guten Vorboten. Gläubige werden blind mit Extremisten gleichgesetzt, die diese Religion nur dafür ausnutzen bestimmte Ziele in der Welt durchzusetzen. Damit werden aber alle ohne Ausnahme in diesen einen Topf geworfen und eine ganze Religionsgemeinschaft verunglimpft. Kommt dies uns nicht bekannt vor?

Die Folge davon ist noch größerer Extremismus und Unsicherheiten, was keinem zu Gute kommt außer den Planern!

Was mich aber nach 40 Jahren Leben und Unterstützung meiner Wahlheimat Deutschland besonders traurig macht ist die Tatsache, dass wahrscheinlich sein Volk aus der Vergangenheit nichts gelernt hat.
Offensichtlich ist es nötig auf Grund zweier verlorener Weltkriege, die außer Elend diesem Land und seiner Bevölkerung nichts gebracht und darüber hinaus auch nach 60 Jahren tiefe Depressionen hinterlassen haben, eine Art Gewinnergefühl heranzuzüchten um ihr entstandenes Minderwertigkeitsgefühl zu überdecken.
Dieses Gewinnergefühl wird ausgerechnet an den Menschen ausgelebt, die gesetzlich in dieses Land hereingelassen bzw. hergebeten wurden.
Wie ist es sonst bei einem gesunden Menschenverstand zu erklären, dass Dinge, die durch eine vernünftige und faire Gesetzesgrundlage gelöst werden könnten so widerlich angegangen werden? Man holt sich Menschen anderer Herkunft ins Land, nutzt sie aus, stellt sie dann an die Wand und gibt sie zum Anspucken frei.

Wie sonst ist es darüber hinaus zu erklären, dass alle 4 Jahre kurz vor den Wahlen sogenannte aber unfähige Politiker, die politisch nichts anzubieten haben es schaffen an Nebenschauplätzen zu basteln, feilen und an Stammtischen zur Verstärkung unterbreiten wie Themen Asylanten, Roma oder der junge Türke Mechmet bzw. auch kurzfristige Lösungen finden wie Lübeck oder Hoyerswerda und z.Zt. Pegida, …?

Sie reizen damit die Stimmung und Ängste der Bevölkerung soweit, dass sie diese als vermeidliche Retter wählen und somit läuft alles wie gehabt weiterhin im selben Kreislauf mit gleichen immer wiederkehrenden Themen.

Dabei wäre es für einen Rechtsstaat mit einem entsprechenden Gesetz so einfach. Man müsste nur alle in Deutschland lebenden Ausländern den Aufenthalt entziehen und dieses Land „fremdenfrei“ machen. Dieser Weg wäre zwar sehr effektiv wird aber nicht gewählt, weil die internationale Blamage zu groß wäre und mit keinem Wort in der heutigen Zeit zu erklären.

Ein anderer Weg wäre ein menschenwürdiges Gesetz zu erlassen so dass alle, die in dieses Land hereingelassen werden und hier leben, als dessen Bürger betrachtet werden und zwar mit den selben Rechten und Pflichten.

Dann würden berechtigte Ängste, die zur Gründung eines Bürgeraufstandes wie die Gründung von Pegida geführt haben, die Angst vor Verfremdung sowie die Argumente einiger Politiker ihrer Grundlage entzogen.
Schließlich es geht um dieses Land und dessen friedliche Zukunft die zu halten jeder, der in diesem Lande lebt und wirkt, verpflichtet ist.

Kommentare zum Beitrag

Klaus Stadler
5.167
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 19.01.2015 um 11:36 Uhr
Lieber Herr Zalzadeh,ich gebe ihnen in einigen angesprochenen Mißständen vollkommen Recht. Nur sind wir Deutsche nicht zuständig für alles Unrecht und Mißstände auf dieser Welt.Die UDSSR und USA haben die Welt in Zeiten des kalten Krieges unter sich aufgeteilt und viel Unrecht in die Welt gebracht. Die regionalen Regierungen die sehr viel Entwicklungsgelder vom Westen bekommen haben sind nicht in der Lage gewesen etwas für ihre Länder zu tun und die Billionen Dollars sind in dunklen Kanälen versickert. Das müßte geändert werden. Je mehr Menschen ihre Heimat verlassen,umso größer werden die Probleme in diessen Staaten.
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 19.01.2015 um 18:45 Uhr
Guten Abend Herr Stadtler!
Vielen Dank für Ihre Stellungnahme, aber in diesem Artikel wird den Deutschen in keiner Form eine Schuld zugewiesen. Der Artikel bezieht sich auf meine 40 Jahren Erfahrung und die Sorge, dass ich durch diese Volksmaßnahmen meine Wahlheimat auch wieder verlieren könnte. Die Welt ist unberechenbar geworden und daher müssen wir wachsamer werden und klüger reagieren, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
Ich wünsche Ihnen einen guten Abend.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.01.2015 um 19:29 Uhr
Guten Tag Herr Zalzadeh,
ich möchte mich dem Kommentar von Herrn Stadtler anschließen. Auch ich lese in Ihrem Beitrag eine herausragende Kritik an unserem Deutschland.
Von 60 Jahren Depression mag ich keinesfalls reden - sondern von Wiederaufbau ( mit bloßen Händen seinen Anfang genommen hat ). Depressiv verstimmt den Deutschen allerdings die ständige, weltweite Vorhaltung der Kriegsgeschichten der Vorzeiten / Vorfahren, die uns m. E. aber auch von unseren Regierungen suggeriert werden.
Zu Ihrem eigentlichen Thema ( Überschrift ) möchte ich noch hinzufügen, dass bitte endlich die Religion und der Staat getrennt werden sollten, alle Menschen ihren Glauben ausleben dürfen - wo auch immer auf dieser Welt ( Von aktuellen Verfolgungen der Christen bis zum Bahai usw. )

Lasst uns doch gemeinsam den ERSTEN WELTFRIEDEN anstreben !!!

MfG
Martin Wagner
2.534
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.01.2015 um 10:42 Uhr
Herr Zalzadeh,

mich würde als Katholik der Zusammenhang ihres Zitats aus dem Titel interessieren.

Vielleicht haben sie noch die Quelle für ihr Zitat greifbar.
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 20.01.2015 um 17:37 Uhr
Guten Tag, Frau Hofmann-Scharf!
Dieser Blick ist Ihnen wahrscheinlich fremd aber entspricht der Wahrheit und den Tatsachen. Vielleicht ist auch der Grund dafür, dass man es einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten sollte. Ich habe auch viele Sachen absichtlich nicht hier mit eingebracht, wie die NSU Morde, ausgeübt an einem unschuldigen Familienvater. Aber dem gegenüber sind die Deutschen taub und blind. Niemand ist auf die Strasse gegangen um gegen diese unmenschliche Tat zu protestieren. das Leben ist ein Geben und Nehmen, aber genau in dieser Reihenfolge. Es ist schlimm, wenn man erfahren muss, dass man dem Land mit 40 Jahren Leben gedient hat und es wird weder anerkannt noch geschützt. Dies ist bitter, aber die Wahrheit.



Guten Tag, Herr Wagner!

Dieser Ausspruch von Papst Franziskus wurde am 18.01.15 abends in der ARD gesendet, als dieser im Flugzeug zu Reportern gesprochen hat. Ich habe es daraufhin sofort notiert. Nun versuche ich den Bericht zu finden und Ihnen zukommen zu lassen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.01.2015 um 19:43 Uhr
Hallo Herr Zalzadeh,
danke für Ihre Antwort. Wohl wahr, Ihr Blick ist mir ein wenig zu streng.
Wo bleiben denn z. B. die Reaktionen auf ca. 2000 kürzlich Ermordete in Nigeria - auch hier geht weltweit niemand auf die Strasse.

Unsere Medien spielen da eine ganz erhebliche Rolle, so meine ich.

Ich bedaure es, dass Sie Ihre Wahlheimat so negativ sehen.
Hermann Menger
2.333
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 21.01.2015 um 17:37 Uhr
Herr Wagner:
http://kath.net/news/49026
Hier finden Sie den Zusammenhang des Papst-Zitates.
Hermann Menger
2.333
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 21.01.2015 um 17:39 Uhr
Die wichtigsten Sätze daraus sind:
"Gleichzeitig deutete Franziskus ein gewisses Verständnis dafür an, dass Menschen auf Beleidigungen ihrer persönlichen und religiösen Identität heftig reagieren. Scherzhaft verwies er auf seinen Reisemarschall Alberto Gasbarri, der neben ihm stand: «Wenn Doktor Gasbarri, der mein Freund ist, meine Mutter beleidigt, kriegt er eins mit der Faust.» Zugleich betonte er: «Man darf im Namen der Religion nicht verletzen, Krieg führen oder töten.»

Religion wird nach seinen Worten in der heutigen Zeit zu oft ins Lächerliche gezogen und ausgegrenzt wie eine Subkultur, die mit der herrschenden Kultur nichts mehr zu tun hat. Mit Blick auf den Anschlag gegen das Pariser Satiremagazin «Charlie Hebdo» verurteilte Franziskus eindringlich das Töten im Namen der Religion. Niemand habe das Recht, Krieg und Mord als göttlichen Auftrag zu rechtfertigen. «Das ist eine Abirrung gegenüber Gott», so der Papst."
Martin Wagner
2.534
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.01.2015 um 20:05 Uhr
Danke Herr Menger für ihre ausführliche Antwort. Der Mann scheint ja recht "handfest unterwegs zu sein". Wenn er so weiter macht (hat er nicht auch von der Vermehrung wie bei Karnickeln gesprochen?) dann wird das Nichts mit der Seligsprechung, geschweige Heiligsprechung.
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 18:49 Uhr
Herr Zalzadeh, viele Ihrer Gedanken vermag ich nachzuvollziehen. Die Radikalisierung von Moslems sehe ich vor dem Hintergrund der Verbrechen der westlichen Wertegemeinschaft. Die Behandluhng von Menschen im Irak durch US-Soldaten und Engländer, die Kriege gegen an Bodenschätzen reichen Ländern, die Folterungen in Guantanamo, Überfälle mit "Kollateralschäden" und vieles mehr.
Wir Westeuropäer denken oft eurozentristisch. Unsere Kultur meinen wir auf andere Länder ausdehnen zu müssen. In diesem Rahmen dienen auch Missonierungen der Verbreitung "westlicher" Werte und Interessen.
Dass in Ländern mit überwiegend moslemischer Bevölkerung Karikaturen als Beleidigung gesehen werden, die wir im Westen als harmlos in der Pressefreiheit einordnen, sollten wir zumindest zu verstehen versuchen.
Im übrigen! Wer hat denn Al kaida und Islamischer Staat hochgebracht? Bin laden war ein Freund von Bush, wurde im Militärkrankenhaus in Saudi-Arabien behandelt. Wer hat denn Saddam emporgehoben, als er gegen den Iran gebraucht wurde? Wer bezahlt dem "Islamischen Staat" das in Syrien geklaute Öl?
Wer fördert also Terroristen, weil sie im Kampf gegen den Terrorimus gebraucht werden?
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.01.2015 um 18:51 Uhr
Herr Menger, ja oft wird Religion lächerlich gemacht. Wir sollten uns in unserer Kritik auf die organisierte Religion in Kirchen, ihren jahrhunderte dauernden Verbrechen und ihrer Rolle im Dienste von Staaten und deren Machtausübungen konzentrieren.
Gläubige sind nicht zu beleidigen.
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 26.01.2015 um 08:18 Uhr
Hallo, Herr Beltz!

Vielen Dank für Ihre so klare Stellungnahme. Ich habe gehofft, dass vielen unseren Landsleuten dies auch bewusst wäre. Dann gäbe es nicht so einen Reinfall wie Pegida, was lediglich der Welt das Zeugnis ausgestellt hat, dass die Deutschen unverbesserlich sind. Von wem ist dies gewünscht?

Im Grunde genommen leben wir auf einer Insel der Glückseligkeit. Wir können sogar auf eine, wenn auch künstliche schwarze 0 blicken.
Nach meiner Ansicht geben wir damit in der momentanen Situation Europas, in der fast alle mit ihrer Existenz zu kämpfen haben, mit etwas an, das gar nicht wahr ist.
Allein in der Rentenkasse werden im kommenden Jahr ca. 11 Milliarden Euro fehlen. Da es uns so gut geht werden wir wahrscheinlich in nächster Zukunft allen schlecht gehenden europäischen Ländern unter die Arme greifen müssen.
Die von Ihnen aufgeführten Punkte unterschreibe ich mit. Vergessen Sie bitte nicht, dass der gesamte Aufstand gesteuert wird und bewusste Ziele hat. Zum einen geht es um das Gebiet oberhalb der Türkei und unterhalb Russlands, die reich an qualitativ sehr gutem Erdöl sind. Das eigentliche Ziel ist jedoch alles daran zu setzen, dass BRICS nicht zu Stande kommt. Dann wäre der Dollar nicht mehr Weltwährung und der gesamte Lügenturm des Dollars, der das Papier nicht wert ist auf das er gedruckt ist, bricht zusammen. Dagegen aber hat etwas eine bestimmte Firma (mit rotem Schild). Dies ist mit aller Kraft zu verhindern, koste es was es wolle.
Vergessen Sie bitte auch nicht, dies Land in dem wir leben und wirken, noch immer kein souveränes Land ist. Selbst 60 Jahre nach Kriegsende hat es noch keinen Friedensvertrag. Die gesamten Goldreserven befinden sich in „befreundeten“ Ländern und sind dort „sicher“ untergebracht. So sicher, dass 2012 eine deutsche Delegation, die dies nur besichtigen wollte, nichts zu sehen bekam.
Also passt es auch in dieses friedliche Land, das Inhaber der schwarzen 0 ist, dass man hier ein bisschen nachhilft und sortiert. Dann läuft es schon!

„Wir sind auch das Volk!“
Klaus Stadler
5.167
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 26.01.2015 um 19:34 Uhr
Lieber Herr Belz,wie kann ich Gläubige nicht beleidigen,wenn ich Ihre Kirchen angreife?
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 28.01.2015 um 16:20 Uhr
Lieber Herr Stadler, ich kenne gläubige Menschen, die eine Kirche ablehnen und nichts damit zu tun haben wollen. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie man seinen Glauben lebt. Ich nenne mal hier Pantheisten, die Gott in der Natur finden (s. dazu auch Goethe) Da ich selbst nicht gläubig bin, will ich mich dazu nicht weiter auslassen.
Aus Interesse habe ich mich mit derartigen Fragen befasst und kann somit einiges mit Respekt betrachten.
Christoph Schäfer
719
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 30.01.2015 um 09:16 Uhr
Wie auch immer, angesichts der aktuellen Eskalation religiös "motivierter" Gewalttaten erscheinen mir die Aussagen des Papstes zumindest äußerst unüberlegt. Ein intelligenter Verweis auf die Bergpredikt hätte dem Christen hier wesentlich besser gestanden und zur Deeskalation beitragen können, anstatt weiter "Öl ins Feuer" zu gießen!
Marcus Wellnitz
61
Marcus Wellnitz aus Gießen schrieb am 01.02.2015 um 09:37 Uhr
Hallo Herr Zalzadeh,

ich kann Ihre Angst verstehen, wenn Sie die Berichterstattung über Pegida lesen. Fanatismus führt eigentlich immer zur Gewalt, wenn dem nicht begegnet wird.

Allerdings ist es auch erklärtes Ziel von fanatischen Muslimen, die westliche Welt zu unterdrücken und die Herrschaft in Europa zu übernehmen. Ich bin beiweitem kein Freund von Geheimdiensten aber der Verfassungsschutzbericht der Bundesrepublik spricht hier auch klare Worte. (Vielleicht können Sie sich dazu einmal äußern)

Ich bin ein gläubiger Christ und finde es wichtig, dass Menschen an Gott glauben und versuchen ein gottefälliges Leben zu führen. Egal in welchem Religionskontext führt dieses eigentlich immer zu menschen, die anderen Menschen dienen und sie nicht verführen.
Dagegen sage ich immer: "Religion ist eine Erfindung des Teufels" da jegliche Art von Religion versucht Menschen zu kontrollieren. Durch Regeln oder durch "Gott will es so" Aussprüche. Das ist dann Manipulation von Menschen und wohl eher Dämonischen als göttlichen Ursprungs.
Sie können sich sicherlich noch erinnern, welches Gewaltpotential sich im Iran in kurzer Zeit entwickeln konnte. Erzählen Sie doch bitte mehr darüber!

Ich befinde mich zur Zeit in einem Auslandsjahr in Israel (kein religiöser Grund, meine Frau studiert hier) und da bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Dinge, die sich im Moment in Europa zutragen.

Das Gewaltpotential, dass der Koran gegenüber andersdenkenden ermöglicht können Sie sicherlich aus eigener Erfahrung am besten beurteilen. Daher bitte ich Sie, dass sie mit der Bevölkerung darüber sprechen. Auch mit den Behörden und Sicherheitsorganisationen.

Ich kenne viele Gläubige Muslime, bei denen ich mir sicher bin, dass sie ihre Religion in friedliebender Absicht ausleben und sich aus tiefster Überzeugung der Gewalt entsagen.

Wenn jedoch von Seiten der Regierung so getan wird, als ob ALLE Muslime ebenso denken, dann wundere ich mich, dass sich PEGIDA nicht schon viel länger in Deutschland "ereignet".

Das Problem, dass die friedliebenden Muslime haben ist doch, dass sie sich nicht gegen die fanatischen zur Wehr setzen dürfen, da sie sonst um Ihr Leben oder wenigstens um ihre Reputation fürchten müssen.

Gehen Sie doch einmal zu den Versammlungen in der Gießener Straße 140, Henriette-Fürth Haus (SPD Wahlkampfbüro). Ich habe diese Menschen Woche für Woche gesehen, wie der Blick sich verändert, wenn sie aus der Versammlung kommen. Mit Stolz und Verachtung werde ich angeschaut, wenn ich an ihnen vorbei gehe. Da brauche ich gar kein arabisch zu lernen.

Ich wünsche mir deutsche Muslime, die aufstehen und sich von jeder Gewalt entsagen. Die jedem den Mund Verbieten, der auch nur im Ansatz verfassungsfeindliche Reden schwingt und ihn bei Missachtung anzeigen.

So tue ich das auch mit jedem, der Neonazistische Parolen ausspricht oder faschistische Ideologien verbreitet. Auch wenn ich weiß, dass es nur wenige Menschen gibt, die dieses tun. Auch in der NS-Zeit hat es solche Menschen gegeben. Auch dort wurden sie gesellschaftlich verstoßen.
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 20.02.2015 um 12:29 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=dTWnrjbyD9s
Marcus Wellnitz
61
Marcus Wellnitz aus Gießen schrieb am 20.02.2015 um 14:27 Uhr
Hallo Herr Zalzadeh,

In welchen Zusammenhang wollen Sie dieses Video stellen? Ich kann ein Video mit Weltverschwörungstheorien weder in den Zusammenhang mit Ihrem Artikel noch mit meinem Kommentar bringen. (Den Wahrheitsgehalt des Videos will ich hiermit nicht anzweifeln)

Ein paar eigene Worte dazu wären viel hilfreicher:
* Wie stehen Sie zu den Aussagen von fanatischen Muslimen und welchen Handlungen leiten sie daraus ab?
* Wie haben Sie die Zeit erlebt, als Sie aus Persien fliehen mußten?
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.02.2015 um 19:43 Uhr
Lieber Herr Wellnitz, ich antworte mal, ohne gefragt zu sein. Meine Position gegenüber fanatischen Moslems, Christen, Juden und sonstigen vorgeblich religiös agierenden Menschen und Gruppen ist genauso ablehnend wie gegenüber Fanatikern aus Politik. Ob im Namen einer Religion oder "Demokratie" und Abwehr gegen den "Terror" Verbrechen begangen werden, sind eben als Verbrechen zu nennen.
Karl-Ludwig Büttel
3.710
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.02.2015 um 16:43 Uhr
Und das aus Ihrem Munde...."Fanatiker aus Politik".... hört hört
Marcus Wellnitz
61
Marcus Wellnitz aus Gießen schrieb am 21.02.2015 um 21:02 Uhr
Hallo Herr Beltz,
Danke für Ihren Kommentar. Allerdings haben Sie, evtl. im Gegensatz zu Herrn Zalzadeh, keinerlei Repressailien für diese Aussage zu befürchten. Weder werden Sie von Ihrer Familie beleidigt oder verstoßen noch müssen Sie langfistig um Ihr Leben bangen.
Michael Beltz
7.460
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.02.2015 um 10:45 Uhr
Das ist im Wesentlichen richtig, Herr Wellnitz. (Die Zeit der Berufsverbote darf aber nicht vergessen werden.)
Herr Büttel, ich bin ebenso wie Sie kein Fanatiker - oder sehen Sie das anders.
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 23.02.2015 um 11:02 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=y4lm6d7oxFM
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 23.02.2015 um 11:15 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=-nnTxJaD93E
Marcus Link
452
Marcus Link aus Gießen schrieb am 12.04.2015 um 11:06 Uhr
Zum Zitat des Artikels:

Ich möchte den Atheismus auch als eine Art Religion bezeichnen.
Klingt zwar widersprüchlich, trifft aber gefühlt zu.

Wird ein Atheist nun mit Religion übermäßig konfrontiert bzw. malträtiert, ist das doch eine Beleidigung seiner Religion. Darf er dann zuhauen?

Keine Angst das war eine rhetorische Frage...


Wenn Religion sich zu ernst nimmt wird sie automatisch zur Gefahr!
Ario Zalzadeh
154
Ario Zalzadeh aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 12:19 Uhr
Die Zeit ist reif für die Wahrheit.
Wichtige Dokumente für jede Deutsche

Die Wahrheit, dient der Zukunft!
Bitte schauen Sie bis zu Ende vielleicht begreifen Sie was in Moment in unser Welt los ist.
Ich möchte bitte „FRIEDEN“
Dipl. Ing Ario Zalzadeh
https://www.youtube.com/watch?v=ViHN3wPGRtc
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ario Zalzadeh

von:  Ario Zalzadeh

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