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Ralf Praschak

Kommentare zu: Deutsche Atomkraftwerke sind sicher – werden die Regierenden sagen!

26 Kommentare letzter Kommentar von Antje Amstein (23.03.2011 11:38 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.03.2011 um 19:22 Uhr
Natürlich ist zu befürchten, dass Schwarz-Geld genau dies behaupten wird. War auch heute schon in Ansätzen auf dem Seltersweg bei den Infoständen zu hören.

Jeder, der die absolute Sicherheit, der deutschen Reaktoren anpreist, sollte sich vor Augen führen, dass die japanischen Reaktoren "erdbebensicher" gebaut wurden, allerdings nur für Beben bis zu einer Stärke von 8,25 auf der Richterskala. Erschüttert wurde Japan von 8,9. Diese Skala ist logarithmisch und nicht linear!

Die Notstromaggregate hat der darauf folgende Tsunami beschädigt, was die Kühlung auf die endlichen Backup-Batterien geschaltet hat:
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/geflutete-stromaggregate/

P.S.: Die deutsche Atomindustrie legt schon mal vor: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_41018675 (letzter Absatz)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.03.2011 um 23:20 Uhr
Die FDP trommelt schon wieder die Lobby-Hymne?

Das Erdbeben war auch nicht das Problem von Fukushima, sondern nur der Auslöser. Der Tsunami hat die Dieselgeneratoren beschädigt und die Kühlung auf Batterie-Backup schalten lassen, sowie Tod und Zerstörung über die Küstenregionen Japans gebracht.

Erdbeben gibt es sehr wohl in Deutschland. Das letzte in Gießen ist nicht lange her! Diese haben natürlich eine ganz andere Stärke als es in Japan üblich ist. Aber deren Reaktoren galten eben auch als "Erdbeben sicher".
Und niemand kann uns garantieren, dass es hier nicht auch mal stärkere Erdbeben als "normal" gibt.

Die Havarie von Fukushima zeigt leider nur, dass das Restrisiko eben keine statisches Größe ist. Das eigentliche Problem der Kernspaltung, der radioaktive Müll, bleibt davon ja vollkommen unberührt.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.03.2011 um 00:08 Uhr
Das "Restrisiko" eines Sicherheitsgesetzes mit den Langzeit-Wirkungen von Radioaktivität zu vergleichen, ist leicht makaber.

Und realistisch betrachtet, gab es in den letzten 30 Jahren 3 schwere Havarien von Reaktoren auf Kernspaltungsanlagen, obwohl es statistisch nur einmal in einem sehr großen Zeitraum wahrscheinlich sein sollte.

Das "Restrisiko" für alle möglichen Ereignisse ein Kernspaltungsreaktor betreffend gibt es doch nur, weil wir sie bauen und betreiben.
Was soll daran bitte eine radikal politische Position sein?

Die Japaner gingen davon aus, ihre Reaktoren gegen Erdbeben zu sichern. Was man wohl als erfolgreich einstufen kann, da erst der Tsunami zum Ausfall der Kühlung führte.

Die Frage nach der Nutzung der Kernspaltung ist am besten ein für alle mal mit einem Bundesvolksentscheid zu klären. Den sich ja bisher auch jede Bundesregierung verweigert hat einzuführen.

Dass die FDP in der Regeln nichts für die Bürger tut, wissen wir alle auch nicht erst seit heute ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.03.2011 um 11:16 Uhr
Ach Herr Egginger sind einfach ein schlechter Troll:
"Die Japaner wussten um die Gefahren in ihrem Land und haben sich trotzdem für den Bau vieler Atomanlagen entschieden."

Die Japaner haben sich sicherlich nicht entschieden, sondern die Politiker!
Genauso wie hier in Deutschland Schwarz-Geld den Ausstieg aus dem "Atom-Ausstieg" entschieden hat, der bereits gesellschaftlicher Konsens war und nicht die Deutschen, z.B. via nicht erwünschtem Bundesvolksentscheid. Das wäre mal eine Überprüfung der Bürger.

Dass das Radioaktivitätssymbol auch die Farben schwarz und gelb trägt, spricht Bände.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.03.2011 um 13:36 Uhr
Auch wenn der folgende Artikel aus der FAZ stammt, ist er dennoch lesenswert:
http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E0218A3C23865488FA4FBB626A7F6F7E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Es braucht eine sinnvolle Gesamt-Strategie, wenn die Mehrheit der Bürger eine umweltfreundliche und stabile Stromversorgung jenseits fossilen Träger und Kernspaltung haben will.

Dies wird dann dann aber Zeit und Geld brauchen, sowie den Wille zum Ändern und Anpacken, was auch neue Stromtrassen oder Reduzierung des persönlichen Verbrauchs (z.B. LED-Beleuchtung) mit einschließt.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.03.2011 um 22:59 Uhr
Fairer Weise muss man sagen, dass dies aber auch für regenerative Energieerzeugung gilt. Egal ob es Silizium für Solarzellen, Verbundstoffe für Rotoren oder schlicht Metalle für Gehäuse etc. sind, hinzukommen Herstellung, Transport und Installation. Allerdings ist dies im Vergleich zum Betrieb nur ein kleinerer Teil.

Die Frage ist einfach die Gesamtbilanz. Mit bewertet müssen aber auch Schadenspotential, Effizienz, Verfügbarkeit der Rohstoffe und Endkundenpreis.

Dies ist aber eine Frage an die Gesellschaft und darf nicht von Lobbyisten oder Profitgier beantwortet werden!

Kommentare zu: Erdbeben und Tsunamis in Japan - Super Gau wird erwartet! Greenpeace befürchtet Kernschmelze

12 Kommentare letzter Kommentar von Antje Amstein (12.03.2011 09:14 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 17:06 Uhr
Einen recht umfangreichen Artikel gibt es bei Welt Online:
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12776626/Japan-Batterien-fuer-AKW-Notkuehlung-fast-leer.html

In Japan rechnet man durchaus mit Erdbeben und hat die Kraftwerke darauf ausgelegt. Eine absolute Sicherheit gibt es dabei natürlich nicht. Problematischer ist in der Regel der anfallende Atommüll.

Die 3km-Zone ist wohl als Vorsorge für eine eventuelle Explosion bei einer möglichen Kernschmelze gedacht.

Allerdings lässt sich dies nur bedingt mit Tchernobyl vergleichen, da es dort menschliches Versagen bei einem Versuch war:
http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Ursachen

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 17:15 Uhr
Wenn man den Meldungen auf Twitter glauben kann, soll die Kühlung durch Hilfe der USA wieder funktionieren:
http://twitter.com/#!/search?q=%23Fukushima

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 18:47 Uhr
Es scheint aber neue Probleme zu geben:
http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/11/erdbeben-in-japan/

Höhere Strahlungswerte im Turbinengebäude und steigender Druck.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 18:53 Uhr
Laut "dem Westen" sind 4 Reaktorblöcke in 2 Anlagen betroffen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/Atomgefahr-in-Japan-Reaktoren-droht-Ueberhitzung-id4408632.html

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 21:00 Uhr
Die Lage ist laut Twitter wohl leider weiterhin kritisch ;(

Die taz hat etwas zur Erdbebensicherheit der Reaktoren geschrieben:
"Seitdem müssen alle Reaktoren mindestens Erdstößen der Stärke 7,75 standhalten können, in besonders gefährdeten Regionen sogar Beben bis 8,25. Das Beben vom Freitag hatte eine allerdings eine Stärke von 8,8 bis 8,9."
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomarer-notstand-ausgerufen/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 23:42 Uhr
"Reuters-Korrespondent @lou_reuters: Tepco-Konzern erklärt, Druck in AKW #Fukushima 1 & 2 nicht kontrollieren zu können #Japan"
http://twitter.com/#!/lou_reuters

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 23:57 Uhr
"Tepco says has lost ability to control reactor pressure at Fukushima Daini nos. 1, 2, 4 reactors"
http://twitter.com/#!/REUTERSFLASH/status/46343500459028480

Kommentare zu: SPD Hessen verleumdet Piratenpartei

48 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (12.03.2011 08:56 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 08.03.2011 um 23:43 Uhr
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Mahatma Gandhi

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 08.03.2011 um 23:56 Uhr
In der FDP gab es recht viele Alt-Nazis. Genauso wie die Geschichte des Auswärtigen Amtes, dank der FDP, immer noch wirklich geklärt ist. Muss man nur mal Google bemühen:
http://www.google.de/search?hl=&q=nazi+in+der+fdp&sourceid=navclient-ff&rlz=1B3GGGL_deDE288DE288&ie=UTF-8&aq=1&oq=#sclient=psy&hl=de&rlz=1B3GGGL_deDE288DE288&q=nazi+%2Bfdp&aq=f&aqi=&aql=&oq=&pbx=1&fp=3d76da299fd8bf30

Gegen besagten Bodo Thiesen läuft ein Parteiausschlussverfahren beim Landesschiedsgericht RLP.

Und Nein Herr Walther, ich bin nicht die Piraten. Aber Differenzieren ist beim Klassenkampf ja eh nicht gern gesehen ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.03.2011 um 00:06 Uhr
Tja, wie es in den Wald hinein schallt, schallt es eben auch hinaus. Gleiches Recht für alle ;)

Und Klassenkampf ist nun wahrlich keine Antwort für die Herausforderungen des 21. Jahrhundert.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.03.2011 um 00:34 Uhr
Welches andere Gesicht meinen sie, Herr Walther?
Und welches andere Gesicht haben Kommunisten mit totalitären Diktaturen schon während des 2. Weltkrieges und später in der Epoche des Kalten Krieges gezeigt? Den Unrechts und Überwachungsstaat der DDR haben sie wohl auch schon vergessen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.03.2011 um 01:35 Uhr
Ein einfacher Link hätte an dieser Stelle sicherlich Abhilfe leisten können ;) Was aber die gestellten Fragen auch nicht beantwortet.

Festzuhalten bleibt, dass die Piratenpartei weder links- noch rechtsradikal ist. Unsere offenen Strukturen ziehen leider auch den einen oder anderen Extremen an, gerade auch aus dem Bereich der Verschwörungstheoretiker.

Auch eine Meinungsfreiheit hat öffentlich geäußert ihrer Grenzen, sobald sie u.a. die Würde von anderen verletzt. Dafür gibt es dann aber Schiedsgerichte. Läuft ja mit beispielsweise einem Herrn Sarazzin in der SPD nicht anders ab.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.03.2011 um 09:22 Uhr
Oberflächlich? Dann sollten sie vielleicht mal mit Menschen sprechen, die den Staat DDR erleben mussten. Ihre Sozialromantik ist hier definitiv fehl am Platz.

Epoche des Kalten Krieges beschreibt grob die zeitliche Einordnung, nicht mehr und nicht weniger.

Die Piraten wollen den Staat nicht abschaffen, warum sollten sie auch?
Freiheit, Grundrechte, Gewaltenteilung und weitere Errungenschaften der Zivilisation sind zum einen universell und werden zum anderen durch einen Staat und seiner Verfassung garantiert. Das für sie dies alles Plattitüden sind, bringt natürlich Zweifel an ihrem gesamten demokratischen Verständnis mit sich.

Der Bezug zur Meinungsfreiheit war den Fällen Thiesen und Sarazzin geschuldet, weil es in beiden Fällen genau darum geht.

Sie wollen immer noch nicht verstehen, das sich eine neutrale Haltung auf direkt demokratischen Entscheidungen bezieht und einher geht mit einer Pro- und Contra-Argumentation, oder?

Ihre Trivialfragen nach Begriffen wie Meinungsfreiheit oder Gerichtsbarkeit können sie sich sparen. Soll dies davon ablenken, dass sie sich immer noch nicht zum Thema Kommunismus als Extrem geäußert haben und wie sie selbst dazu stehen?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.03.2011 um 09:30 Uhr
P.S.: Die Grünen haben sich in ihren Anfangsjahren aus zwei großen Richtungen gespeist: Friedensbewegung und Umweltschutz. Von einer Ein-Themen-Partei kann da also keine Rede sein.

Auch die Piraten waren nie eine Ein-Themen-Partei. Es gab nie das Thema Internet. Es waren in Deutschland u.a.: Bürgerrechte, Transparenz, Urheberrecht, Patentrecht, Informationelle Selbstbestimmung. Dies ist sicherlich nur ein kleinerer Ausschnitt der gesamten politischen Bandbreite, weswegen man es gerne auf Internet reduziert hat, da es sich auch viel einfacher kommunizieren lässt ;)

Die Piraten haben keine Willensbildung von oben nach unten. Weswegen erarbeiten wir denn Konzepte wie LiquidFeedback als Tool für LiquidDemocracy? Bei uns ist jedes Mitglied antrags- und stimmberechtigt. Es gibt keine Delegierte. Rederecht gilt für alle Teilnehmer.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 10.03.2011 um 00:58 Uhr
Sicherlich hat Gießen ganz andere Probleme als es in China oder gerade in den Ländern Nordafrikas der Fall ist. Aber die ideologische Plattform der politischen Bewerber ist sicherlich schon für die Wähler hier interessant.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 10.03.2011 um 23:13 Uhr
Ach Herr Walther, wie wollen sie denn die Qualität der PIRATEN und der Grünen in ihrer Anfangszeit vergleichen wollen? Waren sie bei beiden Gründungen beteiligt? Haben sie sich tiefer gehend als mit ein paar Kommentaren hier bei der GZ damit beschäftigt? Und welche Maßstäbe setzen sie da an? Wie wäre es mal mit fundierten Begründungen statt subjektiven Einschätzung, die sie probieren als allgemeingültig darzustellen.

Das sie Nichtwählen einer Stimme für die PIRATEN vorziehen, offenbart einmal mehr ihr Problem mit der Demokratie. Kritische Stimmen sind bei ihnen ja nicht erwünscht ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 00:05 Uhr
Über ihre Maßstäbe haben sie doch kein Wort bisher verloren. Sie behaupten doch nur und lassen eben nicht andere ihre Meinung bilden. Sie probieren sie vorzugeben.

Klartext bleibt dabei leider Fehlanzeigen. Andere Meinungen als ihre eigene werden abgetan oder diskreditiert. Dies soll also "Politik geht auch anders" sein? Na, herzlichen Glückwunsch kann ich da nur sagen.

Das sie dann noch ein Problem damit haben, dass ihre Kommentare auf einer öffentlich Plattform kommentiert werden, birgt schon eine gewisse Komik.

Ob nun unser Programm ein Programm ist, sollten sie doch lieber den Bürgern überlassen. Wenn es ihnen nicht gefällt, hat niemand damit ein Problem.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 08:51 Uhr
Das stimmt leider Antje. Aber Schwarz-Weiß-Denken ist auch heute noch weit verbreitet.

Vielleicht kommt Herr Walther ja auch noch mal aus seinen Textwolken heraus und beteiligt sich mal an konkretem Inhalt und Antworten ;)

P.S.: Guter und schöner Beitrag Herr Wagner. Zu den PIRATEN kann ich hinzufügen, dass die Mitglieder aus vielen unterschiedlichen politischen Richtungen sich zusammen setzen. Viele waren noch nie parteipolitisch aktiv. Aber es sind auch Gründungsmitglieder der Grünen zu uns gekommen (Rusche, Beer), sowie enttäuschte Mitglieder von den anderen etablierten Parteien.

Warum war für sie die Gründung der Grünen der falsche Weg? Ist ein mehrheitlicher Wille der Mitglieder nicht eine demokratische Entscheidung?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 13:38 Uhr
Danke für diesen Einblick, Herr Wagner.

Da gibt in der Tat Parallelen zu den PIRATEN. Es gab viele, z.B. aus den Reihen der Bürgerrechtsaktivisten, die die Gründung einer Partei ablehnen. Die Gefahr, dass das System einen verändert, wenn man im System mitspielt , ist immer gegeben.

Bei uns wird u.a. darüber diskutiert, ob Personen in den Vordergrund bei Wahlen gestellt werden sollen, z.B. auf Plakaten oder ob Vorstände politische Meinungen vorgeben dürfen oder sollen.

Ich persönlich lehne beides ab. Gerade auch, wenn man Mitbestimmung und direkte Demokratie vertritt. Dann braucht es keine "Vorturner" oder Entscheidungen "par ordre du mufti". Inhalte und demokratische Prozesse auf breiter Basis sollten da zählen und nicht einzelne Köpfe.

Da ist aber auch jeder eingeladen, den PIRATEN dabei auf die Finger zu schauen und ggfs. auf Anspruch und Wirklichkeit mahnend hinweisen. Allerdings gilt dabei halt auch die innerparteiliche Demokratie. Wenn eine Mehrheit es dann anders will, muss man eben persönlich schauen, ob dies noch das ist, was man unterstützen kann.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 18:10 Uhr
Sie sind ein hoffnungsloser Fall. Wer behauptet, "Faschismus ist eine Herrschaftsform im Kapitalismus", scheint einfach keine komplexen Systeme begreifen zu können. Das ist echt unfassbar, wenn nicht sogar gefährlich!

Das DDR-Regime ist nur ein naheliegendes Beispiel für die zahlreichen Staaten, die aus kommunistischen Bestrebungen oder dessen Weltbild heraus entstanden sind. Diese Staaten haben alle samt ihre Bürger unterdrückt, Andersdenkende verfolgt, Presse-, Versammlungs- und Reisefreiheit eingeschränkt und der gleichen mehr. Jetzt kommen sie daher und sprechen von Unterstellungen? Vielleicht sollten sie sich diesen Kommentar mal zu Gemüte führen:
http://www.welt.de/debatte/kolumnen/was-waeren-wir-ohne/article12778816/Linkspartei-die-Funktion-des-dummen-Rests.html

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Fakten anstatt Nebulösem oder merkwürdige Fragen nach dem Sinn des Staates, die von Staatstheoretikern des öfteren bereits beantwortet wurden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatstheorien

Und ja, sie haben hier schon mehrmals andere Meinungen ausgegrenzt oder diffamiert. Ein Bündnis schützt vor solch einem Verhalten nicht. Also erzählen sie mal keine Märchen und kommen mal mit Substanz daher.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 20:36 Uhr
Was haben den meine Standpunkte damit zu tun, wenn sie sowohl ihre Ideologie des Kommunismus relativieren, trotz der zahlreichen Beispiele aus der Geschichte und zusätzlich den Faschismus als "Herrschaftsform im Kapitalismus" reduzieren. Die Kritik der bisherigen Folgen ihrer Ideologie werden ignoriert. Ob sie nun persönlich ein Regime Marke DDR ablehnen, spielt bei der Betrachtung doch überhaupt keine Rolle. Es geht um das Weltbild.

Das ihnen als Klassenkämpfer komplexe Systeme kein Begriff sind, verwundert mich nicht. Das würde ja das Feindbild-Marketing untergraben, dass mit dem Kapitalismus jederzeit der Faschismus sein hässliche Fratze erheben kann. Faschismus und Kommunismus sind beides auch Ideologien, die die Freiheit des Individuums in Frage stellen. Ups, da werden sie ja vergleichbar auf einmal. Reduzieren sie deswegen Faschismus auf einen wirtschaftlichen Aspekt, damit Ideologie nicht belastet wird als Begriff? Faschismus umfasst leider weitaus mehr Aspekte, als den einen von ihnen definierten, was daraus eben ein komplexes System macht. Und sie kommen mit Gefasel daher.

Ich muss sicherlich keine Untersuchungen der Geschichte etc. anstellen. Dies haben andere bereits in ausreichender Vielfalt getan. Sie haben irgendwie ein Problem damit, wenn man schon vorhandenes Wissen nutzt oder als bekannt voraussetzt, oder?

Wieso müssen Parteien andere Meinungen ausgrenzen? Schonmal was von Meinungsfreiheit gehört? Oh, stimmt, unterliegt im Kommunismus ja der Zensur. Entweder man teilt eine Meinung, vertritt eine andere Meinung oder man bringt eben zusätzliche Alternativen ins Spiel. Aber Ausgrenzen ist undemokratisch, solange es sich um Meinungen auf dem Boden unserer Verfassung handelt. Mit was ich mich sonst noch so beschäftige, wissen sie doch gar nicht.

Es hat sicherlich niemand ein Problem damit, wenn sie sich für sozial Schwache oder für den Erhalt der Umwelt engagieren. Aber was soll daran Substanz sein und warum sollte ich darauf eingehen? "Stellvertreter-Politik" betreiben sie doch selbst, in dem sie Meinungen vorgeben in ihrem Konzept der "Bürgerbeteiligung". Was ein essentieller Unterschied zu einer echten direkten Demokratie ist. Sie sind einfach nur ganz alter Wein, in scheinbar modernen Schläuchen. Sozialromantik gepaart mit Relativmus ist definitiv eine naiv gefährliche Sache, ja.

Kommentare zu: Linkes Bündnis lädt ein zur Diskussionsveranstaltung

23 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (13.03.2011 21:24 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.03.2011 um 13:02 Uhr
Ahoi,
man muss an dieser Stelle unterscheiden, wer Träger einer solchen Veranstaltung ist. Ein privater Veranstalter, was Parteien oder politische Gruppierungen auch sind, kann sich natürlich seine Redner beliebig aussuchen. Ein Anweisung des Schulamtes bestimmte Parteien auszuschließen, ist da eine ganz andere Frage.

Das sich solche Veranstaltungen immer an alle Bürger richten, ist klar. Allerdings filtert das Angebot an Rednern natürlich das (Ziel-)Publikum. Ob Anhänger von Cdu oder Fdp sich von einer linkslastigen Veranstaltung angesprochen fühlen, darf sicherlich angezweifelt werden.

Für einen ordentlichen demokratischen Anspruch wären sicherlich von allen Listen Redner wünschenswert, sowie von anderen gesellschaftlichen Gruppen. Aber wo zieht man da eine sinnvolle Grenze bzgl. Anzahl, Orga und Qualität?

// Edit
Ob die Fdp anders herum das "Linke Bündnis" eingeladen hätte, wäre auch mal eine interessante Frage ;)

Kommentare zu: Wird die Schuldenbremse zur Bildungs- und Sozialbremse?

22 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (02.03.2011 14:51 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 02.03.2011 um 14:51 Uhr
Dies ist sicherlich auch noch ein lesenswerter Blogpost:
http://www.karrock.de/daf/2011/02/gut-gemeint-aber-nicht-gut-gemacht-details-zur-volksabstimmung-ueber-die-schuldenbremse-maerz-2011/

Kommentare zu: Sind 'Plagiate' mit dem 'Diebstahl geistigen Eigentums' gleich zu setzen ?

59 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (11.04.2011 19:35 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 13:34 Uhr
Es gibt kein "geistiges Eigentum”!
Das ist nur ein Kampfbegriff der Verwertungsindustrie. Egal ob Doktoranden oder Künstler, sie erschaffen eine Arbeit oder ein Werk nicht einfach aus dem Nichts. Sie greifen auf den Wissens- und Kulturschatz der Allgemeinheit zu und konstruieren durch Kombination und Modifikation etwas neues.

Und gibt es nicht den lapidaren Spruch, das Bedienen aus einer Quelle ist ein Kopie und aus mehreren ist es wissenschaftliches Arbeiten?

Wörtlich übernommene Passagen sind als Zitate zu kennzeichnen. Gerade bei einer Doktorarbeit sollte eigentlich das Ehrgefühl dies alleine gebieten, da es ja um die eigene Leistung geht und nicht um das Schmücken mit fremden Federn.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 14:26 Uhr
Warum Eigentum nicht geistig sein kann:
http://wiki.piratenpartei.de/Warum_Eigentum_nicht_geistig_sein_kann

Ideen kann man nicht klauen, es sei denn man entwendet den physikalischen Datenträger, man kann es kopieren. Ein Diebstahl ist aber ein Verlust. Eine digitale Kopie zeichnet sich gerade durch ihre Verlustfreiheit aus!

Natürlich ist es ein Problem, wenn einem Forscher vor Veröffentlichung oder Abgabe seine Werkes Texte oder Ergebnisse kopiert werden und jemand anders damit dann Profit macht.

Guttenberg hat aber sich aus bereits veröffentlichter Quellen bedient und dies hätte entweder korrekt zitiert werden müssen oder durch Wiedergabe in eigenen Worten geschehen müssen.

Aber ist denn den Quellen ein Schaden entstanden?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 14:35 Uhr
Und ein kleiner Nachtrag aus Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geistiges_Eigentum#Begriff_des_.E2.80.9Egeistigen_Eigentums.E2.80.9C

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 16:53 Uhr
Ist ein Zitat nicht auch nur eine Kopie mit Namensnennung?
Wie gesagt gibt es kein "geistiges Eigentum" wodurch auch die Argumentation des Diebstahls entfällt. Die Nutzung obliegt dem Urheber- und/oder Verwertungsrecht, richtig.

Der Nachbau von tatsächlichen Produkten, ist hingegen ein ganz anderer Bereich, da man dies eben nicht so einfach mittels Copy+Paste erledigen kann, wie bei digitalen Medien.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 17:35 Uhr
Nur weil ein immaterielles Gut kein "geistiges Eigentum" ist, bedeutet es nicht, dass der Urheber entrechtet ist! Der Begriff ist einfach falsch und irreführend.

Was hat die Zuordnung von Soundschnippseln zu ihren Urhebern mit "geistigem Eigentum" zu tun? Dies ist eine Frage des Verwertungsrechtes. Neben kommerziellen Werken, gibt es eine Reihe gemeinfreier Lieder oder Material unter CC-Lizenzen, wo auch Wert auf Namensnennung, also eine Art Zitierung, gelegt wird:
http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons#Die_sechs_aktuellen_Lizenzen

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 18:15 Uhr
Wir sollen in Gießen der FDP nahe stehen? Ich falle gleich vor Lachen vom Stuhl. Bei der heutigen FDP kommen Bürgerrechte doch nur noch als Randnotiz vor, der Rest ist Lobbyismus pur.

Die Medienindustrie hat Menschen, die im Internet Musik oder Filme kopieren, als Piraten bezeichnet und angefangen Bürgerrechte auszuhöhlen. Deswegen haben sich in Schweden 2006 Menschen zusammen getan, um diese Lobbyinteressen zu stoppen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Piratpartiet#Geschichte

Das Seitens Lobbyorganisationen wie der WIPO "geistiges Eigentum" propagiert wird, ist doch klar, dafür wurden sie ja gegründet. So kann man mit Begriffen wie "Raubkopie" ein Kapitalverbrechen ähnlich eines Raubmords suggerieren.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 23:12 Uhr
Wir wollen nicht das Urheberrecht abschaffen, sondern das Verwertungsrecht für Privatpersonen reformieren:
http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/urheberrecht-und-nicht-kommerzielle-vervielfaeltigung

Und das können Lobbyorganisationen noch sooft gebetsmühlenartig die Mär vom "geistigen Eigentum" herunter beten. Das führt nämlich zu solchen Verwerfungen, dass sie eine Musik-CD zum Beispiel gar nicht selbst besitzen, sondern nur das Nutzungsrecht daran haben. Beim Digital Fernsehen kommt dann so schöne Dinge wie CI Plus, wo die Medienindustrie bestimmen kann, ob sie zum Beispiel Time Shift nutzen dürfen oder sich die Werbung anschauen müssen.

Die Gedankenwelt des "geistiges Eigentums" geht einher mit der Entmündigung des Bürgers als Kunde in der digitalen Welt.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 20.02.2011 um 12:55 Uhr
Vorsicht CC-Lizenzen oder auch OpenSource-Lizenzen, wie GPL, etc., sind nicht gemeinfrei!

Gemeinfrei sind Werke erst, wenn sie keinerlei Urheberrechten mehr obliegen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfrei

Und ansonsten muss man bei diversen kommerziellen Plattformen aufpassen, ob man nicht das Nutzungs- bzw. Verwertungsrecht mit dem Bereitstellen von Texten oder Bildern an den Betreiber abtritt.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 20.02.2011 um 14:43 Uhr
Sie können gar nichts dagegen haben, wenn jemand ihr Buch zensiert. Es ist im deutschen Urheberrecht geregelt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zitatrecht#Deutschland

Als Urheber können sie natürlich gegen unerlaubte Verwertung vorgehen, sofern sie diese entdecken. "Geistiges Eigentum" ist damit aber immer noch nicht, egal wie oft sie es probieren zu wiederholen ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 21.02.2011 um 00:04 Uhr
Ach Herr Fust, sie haben wohl die Wikipedia nicht verstanden. Ich kann mich da einloggen und den Satz streichen oder eine neuen Schreiben. Darauf kommt es doch nicht an. Und einen Satz als "Beweis" anzuführen ist nun wahrlich kein wissenschaftliches Arbeiten. Da hat selbst Herr zu Guttenberg sich mehr Quellen bedient.

Zeigen sie doch mal den Lesern hier, wo im deutschen Recht "geistiges Eigentum" steht.

Und ja, die Urheber der kopierten Quellen könnten zu Guttenberg sicherlich auch auf Urheberrechtsverletzung verklagen, wenn sie es denn wollten.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 22.02.2011 um 16:04 Uhr
Lächerlich machen sich die, die Begriffe ohne kritisches Hinterfragen einfach übernehmen und sich keiner inhaltlichen Diskussion stellen.

Eine verlinkte Pressemeldung ist noch kein deutsches Recht. Der Text sagt nur aus, dass das deutsches Recht nach europäischen Richtlinien angepasst worden ist. In anderen Rechtsräumen ist der Begriff auch definiert. Aber eben nicht im deutschen Recht.

Das auch die Wikipedia Regeln unterliegt ist ja selbstverständlich. Man erinnere sich nur an die Relevanz-Diskussionen und Edit-Wars der letzten Zeit in der deutschen Ausgabe.

Und nein es gibt kein "geistiges Eigentum" im deutschen Recht. Es gibt Urheber, wie Künstler, Musiker, etc. und ihre Rechte an ihrem Werk, was ein immaterielles Gut ist und eben durch Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte geschützt ist. Was alles keine Eigentumsrechte sind!

Wie schon eingangs geschrieben, handelt es sich eben um einen Kampfbegriff, um Überwachung und Gängelung der Kunden zu ermöglichen. Auf der anderen Seite quälen Verwertungsgesellschaften und die Medienindustrie die Künstler, um Kunde und Kreative gegeneinander auszuspielen. Würden sich Kunde und Kreative aber verbünden, wäre beiden geholfen.

Nur weil der Begriff "geistiges Eigentum" falsch ist, bedeutet es nicht, dass Kreative schutz- oder rechtlos sind oder gar enteignet werden sollten.

Kommentare zu: Tear Down This Firewall!

5 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (20.02.2011 11:39 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 30.01.2011 um 18:21 Uhr
Nun es sind eben die Worte und Gedanken aus Schweden von Rick Falkvinge. Deren Idee der Piraten hat sich auch schon in über 40 Länder dieser Welt verbreitet: http://int.piratenpartei.de/Pirate_Parties_International

In Tunesien ist einer der neuen Staatssekretäre Blogger und Mitglied der dortigen Piraten. Wir engagieren uns eben weltweit für Bürgerrechte und nicht nur vor Ort.

Die Möglichkeiten der Vernetzung bieten erst die Chance die mediale Zensur totalitärer Staaten durch Reichweite und Geschwindigkeit zu überwinden. Ist erst mal eine kritische Anzahl von Menschen aktiviert, springt der Funke weiter und es entwickelt sich die gewohnte Eigendynamik.

Ohne Internet sind die Ereignisse in Tunesien und Ägypten nur schwer vorstellbar. Dies zeigt sich ja an der Ausdauer dieser Regime in den letzten Jahrzehnten.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 20.02.2011 um 11:39 Uhr
Wer mehr von Rick lesen mag, kann ihm einfach auf Twitter folgen:
http://twitter.com/Falkvinge

Kommentare zu: Ein offener Brief an Vodafone Deutschland

2 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (20.02.2011 11:37 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 20.02.2011 um 11:37 Uhr
Ägypten hat zum Glück ein paar Tage danach, das Internet wieder eingeschaltet. Lybien hat es nun gekappt.

Die Aktivisten von Telecomix (http://www.telecomix.org/) reaktivieren nun wieder die Analog-Modem-Einwahlpools, um der Abschaltung zu trotzen:
http://werebuild.eu/wiki/index.php/Main_Page

Kommentare zu: Greilich (FDP): Weiter offensiv für die Schuldenbremse - „SPD muss sich erklären, was sie will“

24 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (18.03.2011 00:13 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 16.02.2011 um 15:23 Uhr
Ist es nicht egal, wie sich die Parteien nun auf welcher Ebene zur Schuldenbremse positionieren? Die Entscheidung, ob die Verfassungsänderung angenommen wird oder nicht trifft der Bürger! Ob die Schuldenbremse im Bund bestand hat, entscheidet ein Gericht durch die Klage Schleswig-Holsteins.

Es wäre mal an der Zeit, dass Vor- und Nachteile ordentlich auf den Tisch kommen und keine parteipolitischen Wünsche. Nach Artikel 21 des Grundgesetzes wirken die Parteien an der politischen Willensbildung des Volkes mit. Sie sollten mal ihrem Auftrag gerecht werden und zwar ohne Proporz.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 16.02.2011 um 22:23 Uhr
Behauptungen ohne Fakten oder Belege sind immer so eine Sache. Dies kann man glauben oder eben auch nicht.

Steuergeschenke sind immer nur eine Ausprägung von Klientel-Politik egal welcher Couleur. Das Steuersystem insgesamt gehört auf den Prüfstand und fit für das 21. Jahrhundert gemacht. Politik sollte prinzipiell immer mit Steuergeldern sorgfältig und sparsam umgehen. Was aktuell ja nicht der Fall ist.

Investitionen sind per se erst einmal nichts schlechtes. Die Effektivität muss überprüft werden, ob dadurch solide Arbeitsplätze entstehen und auch entsprechend Steuern zurück fließen, dass es sich für die Gesellschaft insgesamt gelohnt hat.

Über Gartenschauen kann man sich sicherlich streiten, solch eine Entscheidung gehört per Bürgerentscheid aber eher in die Hände der Bürger, ob dies und wenn ja wie gewünscht ist. Andere Prestigeobjekte muss man sich anschauen. Zudem fallen Bundesangelegenheiten auch in den Bundeshaushalt.

Vor den Auslandseinsätzen der Bundeswehr haben wir doch Scheckbuchdiplomatie betrieben. Ob dies soviel günstiger war?
Außerdem ist dafür sicherlich nicht der hessische Haushalt zu ständig.

Auch geht es bei der Verfassungsänderung ja nicht darum, ob die Schuldenbremse kommt oder nicht, sondern alleine darum, ob sie in der hess. Verfassung verankert werden soll oder nicht. Ergo kommt sie über das Bundesgesetz auf jeden Fall, falls die Klage dies nicht stoppt.

Themen wie Mindestlohn oder Hartz4-Regelsätze mit der Verfassungsänderung zu verknüpfen, die darauf direkt keinen Einfluss hat, überlagert die eigentliche Fragen.

Was passiert wenn die Verfassung nicht geändert wird? Reicht ein einfaches Landesgesetz? Wie verhält sich Bundesgesetz zur jetzigen Verfassung die bereits einen Passus zum Haushalt hat.

Was passiert wenn die Verfassung geändert wird? Wird dann der "Wille der Bürger" für das radikale Sparen in Bereichen wie Bildung, Soziales, Umwelt, etc. "missbraucht"?

Und wieso soll überhaupt erst in der Zukunft angefangen werden zu sparen. Warum startet Schwarz-Geld nicht heute schon damit? Vielleicht ist es auch ein taktisches Manöver, um eine mögliche nicht-schwarz-gelde Regierung die Luft zum Atmen zu nehmen und sich dann als alternativlosen Retter zu präsentieren?

Jedenfalls gibt es mehr Fragen zur Verfassungsänderung als beleg- und belastbare Fakten.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.02.2011 um 10:28 Uhr
Sie dokumentieren aber mit einem Nein nicht die Ablehnung der Bundesschuldenbremse, da diese nicht zur Abstimmung steht, sondern NUR eine Ablehnung der hessischen Verfassungsänderung.

Dafür oder dagegen sollten die Argumente laufen und nicht eine ganz Welt von Problemen auf diese eine Abstimmung projiziert werden. Dies suggeriert dem Bürger nämlich eine Entscheidungsmacht, die leider gar nicht zur Abstimmung steht.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.02.2011 um 23:21 Uhr
Eingefärbte Interpretationen helfen aber nicht weiter. Wichtig sind alleine die Fakten.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 17:49 Uhr
Wenn die Politiker aufrichtig und ehrlich wären, könnten sie natürlich sofort anfangen zu sparen zum Wohle der Allgemeinheit. Aber trauen sie freiwilligen Selbstverpflichtungen über den Weg?

Die Klage gegen die Bundesschuldenbremse hat keinen Einfluss auf eine mögliche hessische Verfassungsänderung. Die Bundesschuldenbremse greift womöglich in die Finanzautonomie der Bundesländer ein. Damit ist nicht eine generelle Schuldenbremse verfassungswidrig, sondern nur eine Bundesregelung für die Länder. Hessen kann aber seine Finanzen über seine Verfassung selbst bestimmen.

Die Linkspartei zählt sicherlich nicht zum "neoliberalen Block", aber sie betreibt keine Politik für das Allgemeinwohl, sondern wie die anderen etablierten Parteien eine Klientelpolitik, wird zudem vom Verfassungsschutz beobachtet und Teile sympathisieren mit dem Kommunismus.

Und die Medien haben definitiv nicht den Auftrag Parteimeinungen zu transportieren. Das ist in Regimen an der Tagesordnung. Aber in einem freiheitlichen Staat haben die Medien unabhängig zu sein und sollten als vierte Gewalt eine durchaus auch kritische Kontrollfunktion übernehmen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 19:22 Uhr
Es sollten alle Parteien überwacht werden ;) Sie nehmen zwar an der Demokratie teil, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sie intern demokratisch arbeiten oder es werden Gesetze beschlossen, die dann in Karlsruhe gestoppt werden.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 19:38 Uhr
Wir sind gegen Überwachung der Bürger (Privatsphäre), aber wollen einen transparenten Staat, wozu Parteien gehören.

Eine "Ein-Themen-Partei" waren wir nie ;)

Kommentare zu: Allendorfer Grüne Im Internet

5 Kommentare letzter Kommentar von Gerhard Born (20.02.2011 22:38 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 18.02.2011 um 00:18 Uhr
Wow, eine Wordpress-Blog! Bleibt die Bürgerbeteiligung auf der Kommentar-Funktion beschränkt? Inwieweit konnten sich Bürger am Wahlprogramm beteiligen und wie soll dies nach der Wahl aussehen?

Transparenz ist auch nur die Veröffentlichung von Artikeln und Pressemeldungen?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 19.02.2011 um 18:38 Uhr
Guter Konter ;)

Das mit der Beteiligung am Programm klingt ja schon mal gut. Wird dies nach der Wahl denn vorgeführt? Wahlprogramme halten ja oft leider nur bis zum Wahlabend.

Transparenz gilt aber konsequenter Weise nicht nur für öffentliche Treffen, sondern auch für Parteitage oder Vorstandssitzungen.

Ralf Praschak

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