Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Ralf Praschak

Kommentare zu: Google Streetview - SPD ruft Gießener zur Einlegung von Widersprüchen auf

1 Kommentar letzter Kommentar von Ralf Praschak (17.08.2010 15:42 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.08.2010 um 15:42 Uhr
Ahoi,
dieser Aufruf ist etwas heuchlerisch. Zumal er auch von dem größten Datensammler ablenkt, dem Staat selbst.

An Vorratsdatenspeicherung, ELENA, Swift, Gesundheitskarte, etc. war die SPD entweder beteiligt oder hat dies nicht verhindert. Im Gegensatz zu privaten Dienstleistern kann sich dieser Datensammlung und Überwachung kein Bürger so einfach entziehen.

Google, Facebook und Co. muss definitiv auf die Finger geschaut werden und der Datenschutz auch im privaten Bereich gewahrt werden.
Es ist gut, dass man bei Google Street View sich austragen lassen kann oder Dienste wie Facebook etc. nicht nutzen muss. Aber wo kann der Bürger dies gegenüber dem Staat? Zumal das Bundesverfassungsgericht die gröbsten Überwachungs-Fantasien von CDU und SPD entschärfen musste.

Als guten Hintergrund-Artikel ist im übrigen folgender Telepolis-Beitrag zu empfehlen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33135/1.html.
Dieser zeigt noch weitere Aspekte des Kampfes Politik 1.0 vs. Herausforderer Google auf.

Der Bürger selbst ist mal wieder nur Spielball.

Grüsse
Ralf Praschak

Kommentare zu: Gregor Gorecki: „Volker Bouffier, eine exzellente Wahl als Ministerpräsident“

9 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (13.06.2010 15:23 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 27.05.2010 um 00:21 Uhr
Und was ist mit der Polizeichef-Affäre?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.06.2010 um 13:10 Uhr
Natürlich kann Bouffier etwas dagegen tun. Solange es solche Politiker gibt, wird die Parteienverdrossenheit weiter zu nehmen. Sieht man wunderbar an den Wahlbeteiligungen.

Eine Politikverdrossenheit gibt es so gar nicht. Sie wird immer nur von den Parteien als Begründung genannt. Die Menschen würden viel lieber mehr mitbestimmen, als von oben herab regiert zu werden.

Kommentare zu: Zensursula - Not My President!

32 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (11.06.2010 11:59 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 03.06.2010 um 18:31 Uhr
Die Facebook-Gruppe "NEIN zu von der Leyen - Zensursula darf nicht Bundespräsidentin werden!" hat gestern eine Infomail an alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten mit dem Verweis auf folgenden Telepolis-Artikel verschickt: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32741/1.html

Laut N24 gab es vor allem aus den Reihen der FDP und CSU Kritik an der Benennung von Zensursula.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 03.06.2010 um 19:18 Uhr
Scheinbar gab es auch Vorbehalte aus der Union, die im 21. Jahrhundert eigentlich kein wirkliches Problem darstellen sollten: "Zwei protestantische Frauen seien an der Spitze der Regierung und des Staates in den ohnehin enttäuschten konservativen Kreisen der Partei schwer vermittelbar". Dies kann man bei Fefe lesen: http://blog.fefe.de/?ts=b2f97d33

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.06.2010 um 00:48 Uhr
Ahoi Herr Walther,
natürlich hat Frau von der Leyen auch Gegner in den eigenen Reihen und es wird eine Reihe von Gründen für die Nominierung von Herrn Wulff anstatt der anderen genannten Namen gegeben haben.

Aber muss der Bundespräsident überhaupt hinter einer Partei oder der Regierung stehen? Sollte er nicht viel eher darüber sich befinden, wichtige gesellschaftliche Diskussionen anstoßen und die Politiker an Moral, Ethik und Anstand immer wieder erinnern?

Piraten stehen auch für mehr Bürgerbeteiligung und demokratische Teilhabe. Man sollte ernsthafte darüber nachdenken, ob der Bundespräsident nicht von den Bürgern direkt gewählt werden kann.

In NRW sind die Piraten mit einem thematisch breit aufgestellten Programm angetreten. Das schlechtere Abschneiden im Vergleich zur Bundestagswahl dürfte ebenfalls mehrere Gründe gehabt haben:
- Keine mediale Schützenhilfe wie bei der Zensursula-Debatte
- Eine eher strategische Wahl, ob Rüttgers oder nicht
- Vielleicht sogar das breitere Programm
- Bis auf Bildung geringere Bedeutung der wichtigen Piraten-Themen
Man weiß es nicht. Vielleicht von jedem etwas?

Die Piraten werden sich mit der Zeit sicherlich weiteren Themen öffnen. Aber eine klassische Volkspartei 1.0 wollen die Piraten auch nie werden. Die konsequente Umsetzung der Kombination von Transparenz und direkter Demokratie könnte schon langen. Warum sollen die Parteien Meinungen bilden? Laut Grundgesetz wirken sie nur an der Meinungsbildung mit. Wichtige Fragen wie der Bundeswehr-Einsatz oder alle anstehenden Sparmaßnahmen sollte der Bürger mit entscheiden können. Parteien sollten helfen Meinungen bilden zu können, in dem alle Fürs und Wieders verständlich auf den Tisch gebracht werden.

Das unsere derzeitigen Themen, wie Bürgerrechte, Freiheit, Transparenz, Datenschutz und Privatsphäre eher abstrakt und dadurch eher "intellektuell" sind, stimmt leider. Aber eine Klientelpartei wollen die Piraten sicherlich nicht sein. Es sei denn man bezeichnet die Bürger als Klientel.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass die Piraten am Anfang stehen. Wir werden Fehler machen. Nicht jede Idee oder jedes Argument wird perfekt sein können. Aber diesen Anspruch der Allmacht und absoluten Weisheit haben wir auch nicht. Wir sind ein Angebot, die Zukunft ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Deswegen sind unsere beiden Haupt-Slogans auch "Denk selbst!" und "Klarmachen zum Ändern"

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.06.2010 um 10:03 Uhr
Guten Morgen Herr Walther,
ich habe nur skizziert, welche Attribute einen guten Bundespräsidenten ausmachen würden. Ob diese von Herrn Köhler ausgefüllt wurden oder von den Herren Wulff oder Gauck ausgefüllt werden können, muss jeder für sich entscheiden.

Ihre Kritik am IWF klingt für mich vorsichtig gesagt nach "typischer" Kapitalismuskritik. Die Arbeit und die Funktion des IWF ist sicherlich kritik- und verbesserungswürdig, aber eine undifferenzierte Systemkritik, sehe ich persönlich kritisch. Es müssen einfach Ideen oder Alternativen auf den Tisch.

Ob Piraten Bündnisse schließen wollen oder ob mit ihnen Bündnisse geschlossen werden sollen, wird die Zukunft sicherlich zeigen. In Münster gibt es durch den Einzug eines Piraten nun immer neue wechselnde Mehrheiten. Sachpolitik gewinnt gegenüber taktischen Parteispielchen an Bedeutung.

Konkreter wird das Piraten-Programm mit der Zeit. Wirft man einen Blick in unser Wiki, ist es ein Quell an Ideen und Ausarbeitungen. In Hessen beginnt nun die inhaltliche Arbeit für die kommende Kommunalwahl 2011. Gäste sind bei uns jederzeit willkommen und können einfach mitmachen.

Für ein "Denk selbst!" wird es vor allem einer besseren Bildungspolitik bedürfen, aber auch einer besseren Aufarbeitung und Präsentation von politischen Themen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.06.2010 um 15:28 Uhr
Die klassische Systemfrage erscheint mir ein Konzept des 20. Jahrhunderts zu sein. Piraten haben ständig mit einer Vielzahl von Systemen zu tun. Gerade in der IT sind Systeme hoch dynamisch. Taugt eines nicht, wird es verbessert, in einer neuen Version implementiert oder gar ersetzt. Allerdings läuft so etwas erst durch ein Testing.

Die Machtfrage gehört in die Hände des Souveräns. Lobbyismus lehnen wir ab, obwohl wir als Partei quasi auch Lobbyisten sind.

Einen luftleeren Raum gibt es genauso wenig, wie den rechtsfreien Raum Internet. Wir haben das Grundgesetz und eine Reihe von EG/EU-Verträgen mit verfassungsmäßigen Charakter. Piraten legen Wert auf die individuelle Freiheit, was auch wirtschaftliche Aktivitäten mit einbezieht, unter Erhaltung von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit.

Piraten stehen grundsätzlich allem offen. Gerade die Arbeit vor Ort, um Menschen zu vernetzen und Initiativen zu fördern oder ihnen Gehör zu verschaffen, könnte auch eine Aufgabe von uns werden.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.06.2010 um 18:44 Uhr
Müssen wir uns den einig werden? Einer der Vorteil einer Demokratie ist die Meinungsfreiheit und -vielfalt. Ich schreibe hier nicht mit dem Anspruch eine absolutistische allgemeingültige Wahrheit zu haben.

Für Piraten ist ein System keine Konstante. Dies dürfte der entscheidende Betrachtungsunterschied sein.

Dass die Gesellschaft fragmentiert ist, sollte offensichtlich sein. Durch verschiedene Faktoren, wie Geld, Kontakte oder auch Glück, haben einige Menschen einen besseren Zugang, um mehr oder besser Einfluss auszuüben als andere.

Das angestrebte Ideal sollte eine Politik zum Wohle aller sein. Eine 100% Zustimmung wird es aber nicht geben, weil wir eben Individuen sind. Ich halte Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit für keine Illusionen. Sie sind ebenfalls Ideale, die es sich lohnt anzustreben.

Einer der Schlüssel ist eine bessere Bildungspolitik. Ein weiterer ist die Vernetzung und der Austausch von Ideen. Hier kommt das Internet ins Spiel. Im Grunde ist es ein demokratisches Medium. Das erste Mal in der Geschichte der Menschen gibt es kein Monopol auf globale Information mehr, wie es einst die Kirche oder Druckereien inne hatten.

Aber wir schweifen etwas vom Thema ab ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 05.06.2010 um 09:56 Uhr
Wir Piraten wollen kostenlose Bildung von KiTa bis Hochschule ;) Kaum jemand weiß, um die Höhe von KiTa-Gebühren und das manche Gemeinden gnadenlos auf das 2te und 3te Kind voll abrechnen ohne "Entlastungsrabatte".

Natürlich ist das Internet nur ein Medium, sagte ich ja. Freiheit, Bürgerrechte und die persönliche Entfaltung sind offline viel stärker bedroht als im Internet. Dort kann man mittels Technologien wie TOR o.ä. nahezu immer eine Möglichkeit finden ein Schlupfloch zu finden.

Auch ein ALG2-Empfänger kann mittels Internet auf Job-Suche gehen, sich mit anderen austauschen und gar zusammen etwas bewegen. Bisher waren einzelne Schicksale auf sich alleine gestellt oder haben sich an Talk- oder Realityshows verkauft. Alleine ist man eher machtlos. Zusammen als Gruppe entwickelt man Schlagkraft. Ein Beispiel sind die 134.000 Petenten gegen Zensursula gewesen, die primär via Twitter und Soziale Netzwerke mobilisiert wurden.

Es sind die ersten Schritte. Es ist sicherlich kein Allheilmittel. Aber öffentlicher Druck hat schon so manches bewegt in diesem unserem Lande. Online lassen sich heutzutage Leute halt (leider) einfacher mobilisieren als Offline. Ein Klick, Posting oder Tweet ist eben bequemer als einen Infostand, eine Mahnwache oder eine Demo auf die Beine zu stellen.
Ja, mir sind die damaligen Aktivitäten während der Einführung der Hartz-Gesetze bekannt.

Die Piraten werden sich wohl eingehender mit dem bedingungslosen Grundeinkommen beschäftigen. Ein Meinungsbild dazu ist in Bingen positiv ausgefallen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 05.06.2010 um 16:04 Uhr
Ein allgemeiner Mindestlohn von einem bestimmten Betrag ist recht sinnlos, weil er nicht die lokale Kaufkraft berücksichtigt. Mit 10€ in München kommt man nicht so weit, wie beispielsweise in Berlin. Man bekommt auch nicht überall den gleichen Lohn oder zahlt die gleiche Miete.

BGE ist auch nicht gleich BGE. Hier kommt es dann auch auf eine konkrete Ausgestaltung oder Varianten an.

Ich sagte nur, dass sich das Internet zur Jobsuche nutzen lässt. Es ist einfach eine weitere Chance. Ihr Argument war, dass Internet alleine keinen Sinn hätte. Es dürfte klar sein, dass dies ist kein Automatismus oder Garantie für einen Job. Genauso wenig wie den Druck zu erhöhen, sich einen Job zu suchen. Wenn es keine Jobs gibt, gibt es keine. Man muss die Bedingungen für neue Jobs schaffen, damit solle Suchen oder auch Angebote vom Arbeitsamt erfolgreich sein können. Ich glaube kaum, dass dies von Westerwelle so gesagt werden würde ;)

Vergleicht man die Beteiligung an Streiks und Demos heutzutage mit früheren, dürfte diese schon geringer sein. Was sehr schade ist. Also muss man die Menschen wieder mehr aktivieren, auch wenn sie nicht direkt betroffen sind. Schönes Beispiel war der Bildungsstreik "UniBrennt". Piraten habe da teilweise mit geholfen, die Studies via Twitter, Facebook und Wikis zu vernetzen.

Reflexartig vorgetragene ideologische Forderungen, wie sie von Linkspartei oder der FDP gerne geäußert werden, bringen uns bei den aktuell anstehenden Problemen sicher nicht weiter. Mir fehlen da definitiv die Betrachtung der Vor- und Nachteile, alternative Konzepte und der Einbezug der Bürger.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 06.06.2010 um 00:47 Uhr
Ich habe das Konzept Mindestlohn schon verstanden. Ich halte eine pauschale Untergrenze eben wegen unterschiedlicher Kaufkraft in den Regionen einfach für viel zu undifferenziert und somit eher für schädlich als nützlich.

Ihre propagierten Lösungen sind reflexartig vorgetragene ideologische Forderungen. Keine Bewertung von Vor- und Nachteilen. Keine Antworten auf bekannte kritische Fragen zu den Forderungen. Keine alternativen Ideen, Konzepte oder Lösungen.

Die Frage nach der Schuld löst keine Probleme! Zumal wir alle einen Teil der Schuld selbst tragen, in dem wir alle Dinge des Lebens zu möglichst günstigen Preisen haben wollen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 06.06.2010 um 12:20 Uhr
Ich möchte mir als Bürger aber nicht die Mühe machen Vor- und Nachteile zu erarbeiten oder zusammen zu suchen. Sachpolitik sollte sich gerade dadurch auszeichnen, dass man sein Konzept vorstellt, die möglichen Vorteile bewirbt, aber auch die vielleicht eintreffenden Nachteile benennt. Kritische Fragen sollten ebenfalls beantwortet werden. Methode Wiederholung oder Methode Alternativlosigkeit der Position helfen nicht weiter.

Alleinige Klientel-Politik für einzelne Gruppen, egal wie moralisch richtig es sein mag, halte ich persönlich für nicht besonders glücklich. Es sollte immer das große Ganze im Blick behalten werden. Dafür sind Regeln, Justierungen oder Schutz von einzelnen Gruppen oder auch Minderheiten natürlich richtig und notwendig. Aber wir leben nun mal alle zusammen in einer Gesellschaft.

Was uns auch gleich zum nächsten Punkt der Schuld bringt. Wir leben in einer vernetzten und globalisierten Welt. Fehler oder Krisen betreffen nicht mehr den Verursacher alleine. Bestes Beispiel ist BP und die Ölpest im Golf von Mexiko. BP oder seine Partner-Unternehmen sind wohl durch Schlampereien und Kostendruck Schuld am Untergang der Öl-Plattform. Nun bekommt BP es aber nicht auf die Reihe den Öl-Fluss zu stoppen. Aber es betrifft die Natur, die Menschen und die Wirtschaft der betroffenen Regionen. Die werden es alle "auslöffeln" dürfen, ob sie wollen oder nicht, ob BP Schuld hat oder nicht. Eindimensionales Betrachten löst einfach keine Probleme. Die Schuldfrage ist natürlich aus anderen Perspektiven richtig und wichtig, dient aber Null der Lösung.

Und hier kommen wir als Bürger auch wieder ins Spiel. Wenn der Preis für 1 Liter Super wieder bei 1,50 € liegt, wird auf die Öl-Konzerne und Tankstellen geschimpft. Wir als Konsumenten tragen aber einen Teil der Schuld am Handeln der Konzerne, weil wir eben keine 2 € pro Liter zahlen wollen oder können.

Qualität von Produkten hat eben einen gewissen Wert, gerade wenn sich Prozesse nicht automatisieren lassen. Dies manifestiert sich eben im Preis. Die Antwort der Linken darauf mit generell höheren Löhnen bringt uns nur wieder einen Bogen weiter aufwärts in der Spirale. Da muss es intelligentere Lösungen geben. Vor allem ohne der Mehrheit der Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben zu haben.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.06.2010 um 09:12 Uhr
Naja, der Klassenkampf ist aber auch schon etwas mehr als angestaubt. Ich habe nicht gesagt, dass wir alle in einem Boot sitzen. Wir sind alle Teil einer vernetzen Gesellschaft, die sich in dynamische Gruppen clustern lässt, je nach Bezugsrahmen.

Für die Ölpest im Golf von Mexiko wird nicht nur BP zahlen und BP ist auch nur in letzter Instand "schuld": http://www.zeit.de/2010/23/P-Meinungsleiter-Oelpest

Der "Nachteil" zu Lasten von Profiten ist eher ein Wunsch. Nachteile sind etwas anderes: http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn#Empirische_Studien_und_Prognosen

Alternative Konzepte gibt es ja auch. Vielleicht kann man diese auch sinnvoll kombinieren. Einen moralischen Mindestlohn als absolut unterste Grenze, negative Einkommensteuer zur Förderung kleiner Einkommen, eine sinnvolle Grundsicherung bei Abschaffung des Kündigungsschutzes, sowie eine Orientierung auf Nachhaltigkeit anstatt auf kurzfristige Gewinne.
Vielen ist dies aber aus ideologischen Zwängen nicht möglich.

Es gibt nicht die Unternehmen. Eine pauschale Betrachtung mag als Feindbild funktionieren, hat aber wenig mit der Realität zu tun. Höhere Preise müssen halt auch akzeptiert werden: Geiz ist geil! Nur in Situationen von Monopol-Stellungen, wo es keine wirklichen Alternativen gibt, geht dies einfacher: Strom, Tanken, ...

Tarifverhandlungen und Streiks sind ein Teil der demokratischen Arbeitskultur.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.06.2010 um 13:51 Uhr
Wir diskutieren glücklicherweise schon recht lange nicht mehr über Zensurula ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.06.2010 um 17:01 Uhr
Ob es Wullf überhaupt wird, steht zum Glück ja noch offen. Mal sehen ob es bei Schwatz-Gelb und den Linken noch Leute mit Rückgrat gibt.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/bundespraesident-gauck-wulff

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.06.2010 um 17:35 Uhr
Oh, das war eher ein Tippfehler. Aber Schwatz-Gelb oder Schwarz-Geld, egal wie man es nennt, es wird aktuell leider nicht besser.

Die PDS -Leute der Linken können ihn nicht wählen. Die WASGler haben da sicherlich weniger Probleme mit.

Ein Direkt-Wahl des Bundespräsidenten wäre sicherlich die bessere Wahl ;) Gibt es dazu schon eine E-Petition beim Bundestag?

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.06.2010 um 17:55 Uhr
Für Piraten ist Gauck wählbarer als Wulff. In Niedersachsen hat er uns Herrn Schünemann beschert, der im Fahrwasser eines Herrn Pfeiffer mittels der "Killerspiel-Debatte" an die Millionen der USK heran will und andere Innenminister ebenfalls diesbezüglich anfixt. Zum Glück wurde Pfeiffer in seinen Thesen mittlerweile des öfteren widerlegt und seiner abstrusen Methoden überführt. Selbst Herr Koch kam uns bei der Demo gegen den neuen JMStV mit Herrn Pfeiffer. Das gab dann etwas Gelächter. Er beschränkte sich dann nur noch auf die statistischen Daten und nicht mehr die Interpretationen ;)

Ich halte den Begriff Klassenkampf für nicht mehr anwendbar auf unsere heutige Gesellschaft. Sie ist viel komplexer, vielschichtiger und dynamischer, um sich mit solch einfachen Begriffen abbilden zu lassen. Interessen und Bedürfnisse gibt es aber nach wie vor. Nur lassen die sich eben auch nicht mehr so einfach pauschalisieren.

Kommentare zu: JU Gießen gratuliert Volker Bouffier zur Nominierung als Koch-Nachfolger

1 Kommentar letzter Kommentar von Ralf Praschak (31.05.2010 18:08 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 31.05.2010 um 18:08 Uhr
Das heute die nächste Runde in der Polizeichef-Affäre gelaufen ist, wird dabei wiedermal unter den Tisch fallen gelassen. Wenn rechts- und verfassungswidrige Arbeit die genannte "erfolgreiche Basis" sein soll, dann gute Nacht Hessen!

Kommentare zu: Greilich: „Körperscanner sind eine Erleichterung für alle Passagiere“

8 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (13.05.2010 10:07 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 11.05.2010 um 15:59 Uhr
Ahoi!
Die FDP scheint die Menschen selbst nach der Klatsche in NRW immer noch für dumm verkaufen zu müssen oder ist die FDP vielleicht an dieser Firma in irgendeiner Form beteiligt?

Körperscanner sind ein Eingriff in die Privatsphäre und Würde des Menschen. Neben der Darstellung des eigenen Körpers wird unter anderem die empfundene Nacktheit vor dem Sicherheitspersonal entwürdigend empfunden. Kein elektronisches System dieser Art kann den Schutz der Intimsphäre beachten. Zumal niemand garantieren kann, dass die hochauflösenden Bilder nicht doch archiviert werden oder mit dem drohenden E-Perso abgeglichen werden.

Zudem ist diese Sicherheit eine Illusion, wie diese Performance von Werner Gruber bei Markus Lanz wunderbar aufzeigt: http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2010/01/wie-werner-gruber-einen-korperscanner-austrickst.php

Es geht wiedermal darum durch eine scheinbare schnelle und einfache Maßnahme zu zeigen, dass man etwas tut, auf Kosten des Steuerzahlers und der Bürgerrechte.

Grüsse
Ralf Praschak

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.05.2010 um 22:26 Uhr
Ahoi!
Israel hat auch ein ganz anderes Sicherheitsbedürfnis als Europa oder Deutschland.

Ansonsten verdeutlicht dieser Flyer recht anschaulich, wie wenig eigentlich jeder Eingriff in die Bürgerrechte gerechtfertigt ist: http://awearnessblog.com/odds_of_terrorist_attack_on_airplane.jpg

Grüsse
Ralf Praschak

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.05.2010 um 23:14 Uhr
Bei der taz ist das Profiling erklärt:
http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/profiling-statt-nacktscanner/

Kommentare zu: 1. Mai: T-Rex und Piraten sorgen gegenseitig für Sicherheit!

3 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (03.05.2010 17:53 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 02.05.2010 um 19:03 Uhr
Während unserer Wache wurde der Dino gut behandelt.

Kommentare zu: „Trotz neuer Gefahren – Hessen bleibt ein sicheres Bundesland“

2 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (29.04.2010 00:16 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 28.04.2010 um 13:11 Uhr
Ahoi!
Die größte Gefahr für unseren Rechtsstaat ist der ausufernde Überwachungsstaat bei gleichzeitigem Abbau der Bürgerrechte, sowie der Verlust der sozialen Gerechtigkeit. Viele der "Maßnahmen" wurden bereits von Bundesverfassungsgericht kassiert oder zurecht gestutzt.

Natürlich ist jede Form von Extremismus schlimm und muss verhindert werden. Dies gilt genauso für religiösem Fundamentalismus.

Aber das Internet ist weder ein Raum noch war es je rechtsfrei. Es gelten die normalen Gesetze, die zum Teil an das 21. Jahrhundert angepasst werden müssen, wenn man so die Rechtssprechung mancher Gerichte betrachtet. Die größte Herausforderung beim Internet ist die internationale Zusammenarbeit, da dieses Medium eben nicht regional beschränkt ist.

Dies scheint aber noch nicht so wirklich in den Köpfen unserer Politiker angekommen zu sein. Deswegen möchte ich an dieser Stelle mal die Kampagne Cleanternet - for a cleaner and safer Internet - http://www.cleanternet.org vorstellen.

Grüsse
Ralf Praschak

Kommentare zu: PIRATEN gegen "Stasi 2.0" in der Stadtbibliothek

7 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (08.02.2010 10:22 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 10.11.2009 um 16:21 Uhr
Die Gießener Jusos haben ebenfalls Stellung dazu bezogen:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/22493/jusos-fdp-will-lokale-vorratsdatenspeicherung/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.11.2009 um 08:51 Uhr
Bürgerrechte sind doch nicht teilbar.
Wir verstehen das Vorhaben auch, deswegen kritisieren wir es und bieten gleichzeitig eine Alternative an.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.11.2009 um 09:23 Uhr
Man verliert seine Bürgerrechte nicht, wenn aus seiner Wohnung geht.
Sie stehen oft anderen Rechtsinteressen gegenüber, klar.

Es kommt eben auf die Verhältnismäßigkeit an. Der Vorgang des Buchausleihens erfordert gewisse Datenerhebung und Speicherung, aber auch Löschung bei Rückgabe.

Auch diese Daten ließen sich theoretisch missbrauchen. Aber dies ist bei fast allen Daten, die wir preisgeben, der Fall. Deswegen halten wir Datenschutz und Privatsphäre auch für so wichtig.

Bei digitalen Daten ist der gläserne Bürger sehr einfach erzeugt, dies gilt es zu verhindern oder in das minimal Notwendigste einzuschränken.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 08.02.2010 um 10:22 Uhr
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat u.a. diese Diskussion in ihren Parteienmonitor einfließen lassen: Partei der „digital natives“? - Eine Analyse der Genese und Etablierungschancen der Piratenpartei

http://www.kas.de/wf/doc/kas_18785-544-1-30.pdf?100208080609

detailiertes Ergebnis für Deutschland gesamt

Kommentare zu: Das Endergebnis der Kinder- und Jugendwahl U18 2009 steht fest

7 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (29.09.2009 09:44 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.09.2009 um 09:01 Uhr
Klarmachen zum Ändern!

Kommentare zu: Dr. Helge Braun(CDU): Kritische Haltung gegenüber Internetsperren

2 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (25.09.2009 08:47 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.09.2009 um 08:47 Uhr
Als Pirat begrüße ich diese Stellungnahme, genauso wie die Forderung nach OpenAccess. Es sind Schritte in eine richtige Richtung.

Auch habe ich die per Twitter ausgesprochene Gesprächseinladung von Herrn Braun und der JU an den neu gewählten Vorstand der Gießener Piraten weitergegeben.

Die zentrale Frage wird halt sein, wie Mehrheitsfähig solche Gedanken innerhalb der CDU und auch anderen Parteien sein werden. Es ist leider auch ein Generationen-Konflikt, der häufig auf Vorurteilen und Ablehnung gegenüber dem Medium Internet beruht.

Bei allen Freiheiten im Internet müssen wir als Gesellschaft auch Wert auf die Medienkompetenz unserer Bürger legen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Das betrifft die persönliche Datenweitergabe, aber auch die Netiquette.

Auf der anderen Seite muss aber auch unsere Polizei mit Kompetenz und Personal verstärkt werden, um bei Online-Kriminalität effektiv handeln zu können.

Ralf Praschak

offline
Interessensgebiet: Gießen
Ralf Praschak
846
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Bundestagswahl 2017 – Piraten brauchen deine Hilfe!
Alle Parteien, die nicht in einem Parlament vertreten sind und auf...
Entwurf für ein novelliertes hessisches Feiertagsgesetz in zwei möglichen Ausführungen
Es gibt eine moderate Fassung und eine progressive Version, die auch...

Kontakte des Users (4)

Florian Theis
Florian Theis
Gießen
Martin Schmitt
Martin Schmitt
Pohlheim

Gruppen des Users (4)

Drei reichen!
Landespolitik Hessen
Hier werden alle Artikel, die mit der hessischen Politik zu tun haben,...
Piratenpartei Gießen
Wir, die Piraten, engagieren uns für mehr Freiheit, Demokratie,...
Piratenpartei Lahn-Dill
Wir, die Piraten, engagieren uns für mehr Freiheit, Demokratie, Privatsphäre...