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Martin Wagner

v.L. Herbert Kostorz, Reinhard Mertsch, Brigitte Weber, Dirk Oswald, Udo Schöffmann, Karl-Reinhard Philipp, Jörg Atikus und Yannic Westbrock

Kommentare zu: 3D-Drucker im Repair-Café

1 Kommentar letzter Kommentar von Martin Wagner (21.09.2018 11:21 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 21.09.2018 um 11:21 Uhr
Prima Sache das Repair-Cafe. (In Giessen ist das Cafe nicht so erfolgreich.)

Lieber Artikeleinsteller, sie wundern sich (...) " .... unter letzteren war sogar Bürgermeister Udo Schöffmann und der Lebenshilfe Vorstand und Geschäftsführer Dirk Oßwald ..." (...). Ich nicht; es ist halt wieder einmal Wahlzeit und da scheint es Sitte geworden zu sein, dass die Herren (in Giessen eher die Damen) der Lokalpolitik (...auch ehemalige wie Herr Oßwald) unbedingt von irgendwelchen Pressefotos "lächeln" müssen.
Mich wundert nur, dass die immer noch glauben mit solchen Kinkerlitzchen Werbung für ihre jeweilige Partei machen zu können. Ich habe den Eindruck, dass die allermeisten Mitbürger kapiert haben, was sie von slche "Schauleuten" zu halten haben.

Aber was solls; lasst sie in alle möglichen Pressefotoapparate rein grinsen so lange sie wollen, nicht groß beachten und weiter an dem vorbildlichen ngebot des Repair-Cafes für die Mitbürger arbeiten.

(Daumen hoch)

Bauplan Südanlage 13- von so viel Grünfläche träumt Südanlage 10.

Kommentare zu: Den letzten beißen die Hunde. Diese Bauvoranfrage wurde von der Stadt mit Merkwürdigen Begründungen abgelehnt!

4 Kommentare letzter Kommentar von Christine Stapf (20.09.2018 21:08 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 19.09.2018 um 20:40 Uhr
Richtig Peter B. das Verhalten der Stadt bei der Bauvoranfrage ist zu hinterfragen. Ich finde es gut, wenn der bauende Verein an die Öffentlichkeit geht und so versucht Druck auf die Verantwortlichen der Stadt aufzubauen.

Ich will nicht wild herum spekulieren. Ich kann mir vorstellen, dass das Argument "zu viel Grün muss für Stellplätze weg" vorgeschoben ist. Ich hoffe im Parlament wird kräftig nachgefragt und so etwas mehr Licht in die Angelegenheit rein gebracht.

Das Argument mit "baut doch auf dem ehemaligen Motorpool-Gelände" halte ich für nicht stichhaltig. Im Wohnprojekt sollen doch Menschen mit und ohne Behinderung zusammen leben. Es gibt aber Menschen mit Behinderung, welche nicht mit dem OEPNV zurecht kommen. Für diesen Personenkreis wäre das Hinterhaus hinter der Südanlage 13 ideal, denn es sind nur ein paar Meter bis zur Fussgängerzone.

Kommentare zu: Wie lange werden wir am Kirchenplatz diese Aussicht noch haben.

10 Kommentare letzter Kommentar von Peter Baier (18.09.2018 23:43 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 17.09.2018 um 17:02 Uhr
Kann mich den Bedenken anschliessen. Im Rahmen der unseligen Landesgartenschau 2014 musste ja der Platz vor dem Museum mitsamt dem Kirchenplatz mit aller Gewalt aufgehübscht werden (z.B. wieder einmal Bäume weg!)

Die jetzige Form halte ich zwar für nicht besonders gelungen, aber immerhin hat der Platz eine gewisse Breite und Tiefe.

Bei den Modellen wird die Tiefe radikal reduziert. Sollte das umgesetzt werden bliebe lediglich ein schmaler Schlauch zwischen Aussenbewirtschaftung Richtung Fussgängerzone und rechter Rand zum Lindenplatz übrig.

Muss überhaupt an dem Ort das Museum modernisiert werden. Warum braucht Giessen unbedingt ein Ort für sein Museum?

Und wenn das dann schon sein muss. Warum dann nicht die Alte Post dafür ankaufen? (Rhetorische Frage, denn Giessen ist ja faktisch pleite.)

In der bisherigen Kommentarkolonne finde ich eine Staddtverordneten. Ich hoffe der fragt da einmal bei den Stadtoberen im Detail nach.

Der dauerhaft große Andrang am Automaten blieb bislang leider aus.

Kommentare zu: Geldautomat Fellingshausen: Freude über Vertragsverlängerung ist nicht ungetrübt

2 Kommentare letzter Kommentar von Gerold Rentrop (11.09.2018 11:59 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 11.09.2018 um 11:04 Uhr
Sehr geehrter Artikeleinsteller

So ganz verstehe ich ihre Argumentation nicht. Warum sollten Mitbürger irgendwelche Kapitalisten mit Gebühren füttern, wenn die öffentlich rechtliche Sparkasse Wetzlar unfähig ist ein entsprechendes Angebot auch in Fellinghausen anzubieten.

Hat die BI einmal die horrenden Einkünfte in den oberen Etagen dieser Bank ermittelt und dann gefordert: Runter / halbiert diese Bezüge und von dem eingesparten Geld den Automat in Fellinghausen finanzieren!

Vorm Bahnhof

Kommentare zu: Rücksichtsloses Verhalten von Autofahrer und Radfahrer.

13 Kommentare letzter Kommentar von Andrea Mey (07.09.2018 11:51 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 06.09.2018 um 14:23 Uhr
Peter B. mir fallen in den letzten Monaten auch immer wieder solche Dinge auf.

Ich frage mich dann (jenseits der Frage, ob da die Ordnungspolizei nicht personell verstärkt werden sollte - bei den zu erwartenden Strafzetteln würde sich doch so ein Arbeitsplatz refinanzieren ....), welche gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren ein so unsoziales Verhalten in diesem Massenausmaß hervor gebracht hat.

Leben wir nur noch in einer Welt von Egoisten (da ist mein Parkplatz - Sch..... drauf, ob da ein Rollifahrer vorbei kommt ....)?

Was glauben, denn diese Menschen, wie das weiter gehen soll?

Fallen wir sozial gesehen in die Zeiten der Neandertaler zurück (ich habe das größere Auto und du kannst mich mal ....)?

Ich bilde mir ein, manche gesellschaftliche Entwicklungen auf ihre Ursachen zurück führen zu können. Hier aber versage ich, denn ich kann beim besten Willen außer ganz individuelle Fehlentwicklungen keinerlei Ursachen erkennen.

(Gegenbeispiel: Vor dem Haus in dem ich wohne "parkt" regelmäßig das Auto des Apothekenzubringerdienst mitten auf der Straße (manchmal ohne Warnblinkanlage), so dass in beiden Richtungen kein Auto das Fahrzeug passieren kann. Wenn die Aufgehaltenen Glück haben dauert das vielelicht 1 Minuten -manchmal werden es aber 3 Minuten. Darauf angesprochen höre ich von den Fahrern nur: Wir haben keine Zeit uns ein Parkplatz zu suchen. Auch wenn ich diese Begründung für nicht stichhaltig halte, es ist wenigstens eine Begründung. Hier kann - rein theoretisch - Abhilfe geschaffen werden, wenn dem Fahrer die Mehrzeit für die Parkplatzsuche bezahlt wird.)

Kommentare zu: Chaos an der Kreuzung Westanlage/Bahnhofstraße! N02 Grenzwert am 5.9.18 um das 4,25 fache überschritten!

14 Kommentare letzter Kommentar von Karl-Ludwig Büttel (18.09.2018 21:00 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 06.09.2018 um 14:04 Uhr
Kurz zu Peter H.:

Auch wenn zu Recht (oder zu Unrecht - das sei dahin gestellt) die Deutsche Umwelthilfe als Abmahnverein anzusehen ist, finde ich es gut, dass gegen die einzelnen Städte, welche sich nicht an Gesetz und Ordnung halten durchgreifend geklagt wird.

Besser wäre natürlich, wenn eine Massenbewegung das Ziel "Stinker aller Bauarten aus den Städten raus" erkämpfen würde.

Ich sehe da wenig Unterschiede bei den Autos, ob die mit Diesel oder mit Benzinantrieb bewegt werden. Die Hauptstosskraft von Fahrverboten ist doch die Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Abgasen (auch die aus Industrieschlotten) zu schützen. Was zählt da nach meiner Ansicht das "Recht" eines Autofahrers in die besonders betroffenen Gebiete einzufahren. Nichts - dann muss sie oder er, wenn es hart kommt, eben zu Fuss laufen, mit dem Fahrrad fahren, Bus und Bahn nutzen .... usw..

Danke Peter B., dass du die wohl öffentlich zugänglichen Daten der einzigen Meßstation in Giessen (20 Meter von der Kreuzung weg) im Internet gesucht und hier veröffentlicht hast.

Ich hoffe es findet sich - wenn schon die Menschen nicht deswegen auf der Strasse sind - eine Fraktion im Giessener Parlament, die den Antrag einbringt, dass Giessen bei der nächsten Überschreitung der Messwerte ein Fahrverbot für alte Dieselstinker ausspricht.

Warum zu diesen weitreichenden Massnahme greifen? Wären "mildere" Maßnahmen nicht zuerst angebrachter?

Einfach, weil die herrschenden Fraktionen der Stadtregierung das Problem seit Jahren bekannt ist und es diesen Leutchen nicht gelungen ist andersweitig Abhilfe zu schaffen.

Sollte keine Fraktion "genug Arsch in der Hose haben" (das ist nötig, denn die Autolobby ist gut organisiert) so einen Antrag zu stellen, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll einmal zu schauen, ob da vielleicht ein Bürgerantrag zu formulieren ist. Sollte das auch nicht helfen wäre es zu begrüßen, wenn die Deutsche Umwelthilfe auch Giessen mit einer dementsprechenden Klage "überzieht".

Kommentare zu: Antrag der Gießener Linken zur Leerstandsabgabe

29 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (06.09.2018 13:29 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 03.09.2018 um 16:52 Uhr
Sehr geehrte Artikeleinstellerin

Sicher haben sie (bzw. die Kollegen der antragstellenden Fraktion) in allen Punkten recht.

Was mich aber wundert ist - gerade wenn ich daran denke, dass in ihrer Fraktion zwei weit über 75-Jährige mit zusammen mindestens 30 Jahren Kommunalpolitikerfahrungen sitzen - dass hier offensichtlich ein Schaufensterantrag eingebracht wird.

Denn, wo herrscht im Moment in Giessen wegen des seit Jahrzehnten existierenden Skandals der Leerstände bzw. der bewussten Verrottenlassungen (damit irgendwann Bau- bzw. Wohnsubstanz abgerissen werden kann und irgendwelche Luxusbauten hochgezogen werden können) von Altbauten Aufruhr*, sodass sich der herrschende Block zum Handeln gezwungen sieht.

Der "Aufstand im Wasserglas" zur Alten Post von vor einem Jahr ist auf die lange Bank geschoben (lange nichts mehr davon gehört ...) und die paar Demonstranten vor ein paar Wochen vor dem Haus der Firma Gustav Blecher in der Ostanlage 29 / 31 ist es meines wissens nicht gelungen ihr Anliegen in einer breiteren Öffentlichkeit zu lanzieren.

Also was sollen (in der Sache richtige) Anträge im parlamentarischen Raum, wenn der herrschende Block nicht gleichzeitig den Eindruck bekommt handeln zu müssen. Also ein Minimum ist doch, dass bei dem entsprechenden Parlamentstermin mindestens 200 Mitbürger lautstark vor dem Rathaus zum Ausdruck bringen: Macht was - oder wir können auch anders.

Von linken Kräften erwarte ich, dass sie kapiert haben, dass "reiner Parlamentarismus" nur Beschäftigungstherapie für aufmüpfige Mitbürger ist. Durchsetzungsfähige Kommunalpolitik funktioniert (wen überhaupt) nur in der engen Verzahnung von parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition.

* Das Wort ist bewusst in Anlehnung an den weitverbreiteten etwas holzschnittartigen aber völlig zutreffenden linken Slogan gewählt:

Aufruhr und Widerstand - es gibt kein ruhiges Hinterland!

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 04.09.2018 um 12:16 Uhr
Stefan, du schriebst:

(...)
"Und jetzt das Grundsätzliche Martin: die Arbeit, das Auftreten in bürgerlichen Parlamenten hat auch immer etwas damit zu tun, dies als "Tribüne" zu nutzen ( selbst wenn man weiß, dass ggf. ein Antrag nicht durchkommen wird ), so steht Protest z.B. auf der Straße und parlamentarische Arbeit immer in Wechselwirkung, zumindest sollte es so sein... und so lange Linke in den bürgerlichen Parlamenten "geduldet" werden, so lange ist es ihre Pflicht dies dementsprechend zu nutzen - ohne dabei irgendwelche Illusionen in den bürgerlichen Parlamentarismus zu haben / zu verbreiten..."
(...)

Stefan das bin ich nicht gewohnt von dir, dass du so ungenau bist.

Du sitzt für die gleiche Fraktionsgemeinschaft im Kreistag. Aber es gibt ganz wesentliche Unterschiede zwischen der Stadt und dem Kreis.

Du (und ich glaube noch jemand anderes) bist als Parteiloser im Kreistag. Aber hier in der Stadt sitzen nur Parteiangehörige in der betreffenden Fraktion.

Das ist für mich ein riesengroßer Unterschied.

Vor ein paar Wochen habt ihr im Kreistag zu der gleichen Problematik einen Antrag gestellt. Den habe ich voll mit einem Kommentar unterstützt. Warum also nicht den ähnlich gelagerten Antrag in der Stadt?

Weil hier eben nur in der Fraktion Parteileutchen sitzen und es meiner Einschätzung nach (ich kann mich irren, aber es sprechen viele Argumente dafür) geht es denen nicht in erster Linie um irgendwelche Durchsetzung von inhaltlichen Positionen, sondern um irgend etwas anderes, was mit dem Status der Parteizughörigkeit zu tun hat. Was genau kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen - ich will mich auch nicht in Spekulationen ergehen.

Du selber sprichst in diesem Zusamenhang von der Nutzung der Parlamente als Tribüne. Halte ich für sehr an den Haaren heran gezogen. Ich war selber (nicht in Giessen) im Parlament und auf die paar Berichte in der bürgerlichen Presse das kannst du keinesfalls als "Gegenleistung" für die Knochenarbeit als wirkliche Opposition (die Mitläufer der Regierungsfraktionen und der scheinbaren Oppposition kommen unvorbereitet in die Sitzung und nicken nur das ab was ihr jeweiliger Fraktionsvorsitzende so sagen - die "verdienen" ihre Aufwandsentschädigung wahrlich nicht) heranziehen.

Wenn linke Leute in Parlamente einziehen, dann sollten sie nicht auf den Tribüne-Effekt zielen, sondern so viel politischen Druck (das heisst die Menschen müssen für ihre Interesse massenhaft auf die Straße gehen ...) aufbauen, dass der bürgerliche Block (zumindest ab und an) nicht an ihnen vorbei regieren kann.

Und genau da sehe ich in Giessen im Moment das große Manko. Auch deine Gruppe (die dich ja in die Fraktion geschickt hat) das Linke Bündnis tritt seit Monaten nicht mehr öffentlich auf. (Früher war das anders, da haben diese Leute nur im Giessener Parlament da Anträge eingebracht, wo es in der Bevölkerung gebrodelt hat.) Ich frage mich gibt es das Bündnis überhaupt noch (außer der Internetpräsentation). Und falls nein, frage ich mich, ob du dann nicht in die missliche Rolle reingerutscht bist als doppelter Einzelkämpfer (ohne aktive Gruppe hinter dir und dann auch noch als Parteiloser) im Kreistag agieren zu müssen.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 05.09.2018 um 13:09 Uhr
Die Frage, ob das Linke Bündnis noch in der außerparlamentarischen Raum aktiv ist, ist genau die Frage warum ich Unterschiede mache zwischen Fraktionen bestehend aus Parteilosen und Parteimitgliedern und Fraktionen, welche nur aus Parteimitgliedern bestehen.

Wenn das Linke Bündnis nicht mehr "auf der Gass' " ist, dann bestätigt sich mein (Vor)Urteil, dass es nur gegründet wurde um Parteilose an Parteien heran zu führen.

Wer braucht eigentlich "freischwebende" Parlamentarier, welche nicht eine mobilisierungsfähige Masse hinter sich haben? Doch nur die Parteileute, welche eben nicht an dem vor Ort Erkämpften Interesse haben, sondern an irgendwelchen Parteigeschichten.

Ich behaupte - soweit meine Erfahrungen in Giessen - nur Parteilose können sich von nachgeordneten Interessen frei machen und mit voller Pulle für die Interssen der arm gemachten Giessener streiten. Parteileutchen dagegen - Stefan,du bist doch keiner - vergiess die einfach.

Stefan, du bist doch ein schlauer Mensch. Hast du nicht mitbekommen, dass die Zeiten der Parteien vorbei sind. Spätestens in eine paar Jahrzehnten wird niemand mehr wissen was annodazumal Parteien waren. Die Bevölkerung hat so etwas die Schnauze von den Abzockern voll (Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht!), dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass sich in den Parlamenten nur noch Wählergemeinschaften tummeln werden.

Und komme mir bitte nicht, das Wählergemenschaften mit Parteien gleichzusetzen sind. Eben nicht! Wählergemeinschaften haben nur ein Minimum an Organsation (das heisst konkret da besteht nicht die Gefahr, dass jemand sein Arbeitsplatz verliert; sprich der Parteiapparat eine Politik betreibt um seine Arbeitsplätze zu erhalten) und vor allen Dingen, dort gibt es "in den oberen Rängen" keiner der sagt; wo es langgeht. Die politsche Entscheidung bleibt dort, wo sie meiner Meinung nach hin gehört. Bei jedem Einzelnen an der Basis.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 06.09.2018 um 12:26 Uhr
Kurz zu Michael B.:

Er schrieb:

(...)

"Du als Mitglied der katholischen Kirche musst dich fragen, wer mehr Unheil anrichtet - Parteien, die du allgemein verurteilst oder deine Partei/Kirche.. "

(....)

Natürlich muss ich mich das fragen. Das mache ich auch. Siehe dazu die Fülle meiner Kommentare, wenn hier in der Onlineausgabe gegen die Amtskirchen (ins Besonders die katholische) argumentiert (teilweise recht emotional) wird.

Parteien sind aber keine Kirchen. (Bei etwas Wohlwolen könnte ich darüber diskutieren, dass die Apparate der Parteien und der Amtskirchen viele gemeinsamkeiten haben.)

Entgegen landläufiger Ansichten ist Kirche die Gemeinschaft aller sich einer Religion zugehörig Fühlenden. Diese Menschen haben sich eine Struktur geschaffen (mal mehr und mal weniger), welche sich in einem Apparat (und durch Apparatiks) der Öffentlichkeit präsentieren. Diese Strukturen bzw. einzelnen Menschen mit der Gemeinschaft gleich zu setzen ist einfach falsch. Strukturen entwickeln überall ihre Eigendynamik (ich erwähnte ja z.B., dass sie in der Regel stromlinienförmig gegenüber dem jeweils herrschenden Kräften sind, damit sie ihre Arbeitsplätze erhalten können ....), welche von der Masse der Mitglieder nur sehr schwer zu kontrollieren sind.

Deswegen bin ich ja gegen Apparate ganz generell. Koordination - die immer und überall notwendig ist - ist in Zeiten der modernen Technik nicht auf einen Apparat angewiesen, sondern kann ohne diesen im ausreichenden Maße gewährleistet werden.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 06.09.2018 um 12:45 Uhr
Kurz zu Stefan:

Er schrieb:

(....)

"Bewegungen und Selbstorganisationen der Massen sind wichtig, keinerlei Widerspruch, aber Bewegungen werden niemals die führende Rolle der proletarischen Parteien ersetzen können..."

(....)

Erstaunlich, wie ein Nichtmitglied einer Partei die Rolle einer Partei (hier aus einem bestimmten Spektrum) so wertschätzen kann. So stark sogar, dass er diesem Spektrum die Führungsaufgabe über Bewegungen und Selbstorganisationen der Massen zu erkennt.

Ich denke Stefan, dass du deine politiche Aussage sicher gut belegen kannst, aber in der Realität läuft das so nicht ab.

Bewegungen und Selbstorganisation der Massen "pfeifen" auf die führende Rollen irgendwelcher Parteien. Sie brauchen schlicht und einfach keine Partei/en. Sie sind z.B. auch ohne den meist überregional organisierten Parteiapperat in der Lage sich untereinander zu vernetzen um schlagkräftig in der Öffentlichkeit aufzutreten (Dank der modernen Medien).

Stefan schrieb:

(....)

"Du setzt meines Erachtens die falschen Schwerpunkte, mit Wahlen wird man kein Gesellschaftssystem verändern können... "

(....)

Ich bin der Letzte der so etwas behauptet. Aber ich habe - gerade bei meinen inhaltlichen Äußerungen zu diesem Thema - da eine klare Position. Vor Ort brauchen wir - wenn wir nur genügend Leute auf die Straße bekommen die massiv dem herrschenden Block Druck machen - erst einmal keine Beseitigung des Kapitalismus. Das kapitalistische System ist in der Regel so flexibel, dass sie auch einzelne Beschlüsse gegen ihre "Grundfesten" (hier die absolute Bestimmungsrecht von Wohnungskapitalisten oder Spekulanten über ihre Wohnungen, Häuser, Grundstücke etc.) zur Festigung das Gesamtsystems akzeptiert (bzw. akzeptieren muss).

Natürlich kann sich der Kampf gegen diese Menschen nicht auf die Aneinanderreihung von kleinen Einzelerfolgen beschränken (diese sind aber für die Verankerung unseres politischen Kampfes in der Masse der Bevölkerung wichtig), sondern der Kampf muss parallel dazu gegen die Kapitalisten geführt werden.

Und das mache ich ja z.B. durch meine aktive Mitarbeit in dem "Internationalistischen Bündnis". (Dazu muss ich keinesfalls Mitglied einer proletarischen Partei werden.)

Kommentare zu: Nicht nur die Landtagswahl am 28.10.2018

5 Kommentare letzter Kommentar von Martin Wagner (05.09.2018 13:49 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 05.09.2018 um 13:48 Uhr
Vielen Dank Frau Stapf für die Einstellung dieses Artikels.

Da ich schon seit Jahren Wahlhelfer bin, bin ich vor Wochen schon über den Zusatz "Wahl plus Abstimmung zur Verfassungsänderung" gestolpert.

Auf meinem Schreibtisch liegt seit dem ein Zettel: "Änderungsvorschläge nachschlagen". Noch bin ich nicht dazu gekommen.

Es sind jetzt noch etwa knapp 8 Wochen bis zur Abstimmung und der Lokalpresse ist nicht zu entnehmen, dass darüber eine öffentliche Diskussion stattfindet.

Das erstaunt mich.

Vielleicht Frau Stapf trägt ihr Artikel etwas dazu bei die Diskussion anzustossen. Wichtig erscheint mir das, denn beim ersten Überfliegen denke ich, dass Artikel dabei sind (neben Sachen, welche eher Appelllcharakter haben), welche schon in der praktischen Politik Auswirkungen haben werden.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 05.09.2018 um 13:49 Uhr
Hier der offizielle Querverweis auf weitere Inormationen im Internet:

https://wahlen.hessen.de/land-hessen/volksabstimmungen/volksabstimmungen-2018

Kommentare zu: Kundgebung am Antikriegstag

10 Kommentare letzter Kommentar von Tobias Rosandic (03.09.2018 23:07 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 29.08.2018 um 20:19 Uhr
Danke für den lesenswerten Artikel. Ich werde kommen.

Aber wer mich so kennt wird wissen, dass jetzt ein ABER kommt .....

Warum ist eigentlich der Antikriegstag immer am 1. Sept.?????

Am 1.Sept.1939 hat Deutschland Polen überfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltfriedenstag

Da ich davon ausgehe, dass auch jüngere Mitbürger hier lesen wäre der Hinweis darauf sicher sinnvoll gewesen. (In der Schule hört der Unterricht meist bei Ebert und so auf.)

Außerdem wären damit die (sehr wichtigen) Passagen zu der Rechtsentwicklung in der BRD besser begründet.

Bitte Online-Petition 'Abschaffung der Straßenbeiträge und Mittelbereitstellung durch das Land' unterschreiben, siehe Link: www.straßenbeitragsfrei.de

Kommentare zu: GROßE Zustimmung für Unterschriftensammlung in Gießen am Wochenmarkt zur 'Abschaffung der Straßenbeiträge in Hessen und Mittelbereitstellung durch das Land'

9 Kommentare letzter Kommentar von Martin Wagner (28.08.2018 14:43 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 21.08.2018 um 18:49 Uhr
Danke für den informativen Beitrag. Gut zu wissen, dass es am Rande des Wochenmarkts die Möglichkeit gibt einen Informationsstand anzumelden.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 28.08.2018 um 11:14 Uhr
Herr Büttel schrieb:

(...)

"In der Stadt besitzen heute zu Tage viele Menschen gar kein Auto mehr weil der ÖPNV sehr gut funktioniert."

(...)

Das bezweifele ich. Aber was genau sind "viele"?

Hier in Giessen fahren definitiv zu viele Autos rum. Herr Büttel vielleicht kommen sie bei Gelegenheit einmal mit dem Fahrrad nach Giessen. Sie werden sich wundern, welche "Slalomfahrten" sie in der Innenstadt machen müssen, weil alle paar hundert Meter wieder ein Auto verkehrswidrig parkt (und die städtischen Bedienstete mit dem Schreiben von Zetteln nicht nachkommen).

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 28.08.2018 um 14:43 Uhr
Ja Herr Büttel - ich kenne nur Giessen und kleinere Städte. Großstädte sind mir einfach zu unübersichtlich. Nach FFM kommen ich in der Regel nur zum Abschluss des Ostermarsches.

Vorbildlich, dass sie offensichtlich ihr eigenen PKW gezielt "bewegen".

Martin Wagner

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