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Martin Wagner

Kommentare zu: Die neu eröffnete Tankstelle der Firma Roth verbessert nachhaltig die Infrastruktur der Stadt Allendorf (Lumda).

2 Kommentare letzter Kommentar von Helmut Wißner (15.02.2019 13:36 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 15.02.2019 um 12:15 Uhr
Sehr geehrter Herr Wißner

Sicherlich ist bei der anhaltenden Landflucht jedes neue Kommerzangebot in kleineren Ortschaften ein Puzzle-Stein für einen Gegentrend. Von daher macht es Sinn, dass sie die Neueröffnung in den höchsten Tönen loben.

Aber für meinen Geschmack ist ihr ellenlanger Beitrag eine verkappte Werbung. Diese wäre eigentlich kostenpflichtig und hat nach meiner Meinung Nichts im redaktionellen Teil der Onlineausgabe zu tun. (Ich will generell mit Werbung nicht belästigt werden.)

Kommentare zu: Zum Valentinstag faire Rosen verteilt

1 Kommentar letzter Kommentar von Martin Wagner (14.02.2019 17:22 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 14.02.2019 um 17:22 Uhr
Ich kritisiere ja gern und ausührlich dieStadt und deren einzelne Abteilungen.

Aber im Bezug zu dieser Aktion: Hut ab - gut mitgedacht. Anläßlich der eingerissenen Unsitte an diesem Tag Rosen zu verschenken ein guter Anlass darauf hinzuweisen, "wenn schon Blume sein müssen - dann aber Fair gehandelte!"

Kommentare zu: Mehr Übernachtungsplätze für obdachlose Frauen vom Parlament abgelehnt

49 Kommentare letzter Kommentar von Karl-Ludwig Büttel (14.02.2019 09:30 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 12.02.2019 um 18:40 Uhr
Woh, da habe ich ja im Uraub wirklich was versäumt.

Hier in der Kommentarkolonne ging ja (wie das früher bei den Jungen so hiess) "der Punk ab".

Na klar, so manche harte Bemerkung zu den anderen Kommentatoren hätten mich auch gestört. Aber, wenn ich das unkommentiert lasse (dürften unter 20 Prozent des Gesamtumfanges sein) wurde hier schon am Thema hart gearbeitet.

Ich will ja nicht die in sich abgeschlossene Kontroverse neu befeuern, aber doch anmerken, dass solchen Ausenandersetzungen meines Erachtens die Zukunft gehört. Klare Absage an irgendwelche Parteien (welche aus unterschiedlichsten Gründen keine brauchbare Ideen mehr besteuern...) hin zu einem Protestpotential jenseits irgendwelcher Links-Rechts-Schemata. (Ich glaube dafür wurde auch das Wort "Crossover" erfunden.)

Der Mittelstand hat noch ein Gespür dafür, dass sie die nächsten Opfer der Kapitalisten sind und versucht sich rechtzeitig zu wehren. Mit welchen Mitteln und Zielsetzungen? Ein ganz dickes Fragezeichen dahinter. Aber die politische Relitäten in der jetzigen BRD sind halt so, dass das "Besser als Nichts ist". (Das heisst die bisherige organisierte Linke geht auf dem Zahnfleisch und kann diesen Protest nicht mehr beeinflussen und schon garnicht mehr anführen.)

Übrigens so ähnlich läuft das auch in Frankreich mit den Gelbwesten ab. In den Elendsvierteln um die Großstädte rebellieren ab und an die Jugendlichen - die Gelbwesten kommen aus eher den ländlichen Gebieten. Aber beiden Gruppen ist gemeinsam - sie fallen nicht mehr auf die Werbeangeboten der Parteien rein, sondern organisieren sich jenseits dieser Kräfte (wohl mit Hilfe des Internets).

(Natürlich würde ich es besser finden, dass die Arbeiter noch mehr und verstärkt auf die Barrikaden gehen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch eintreten.)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 13.02.2019 um 17:43 Uhr
Kurz zu Stefan. Deine Fragen sind eindeutig für die Galerie (was ja auch zulässig ist) und von mir dir gegenüber mindestens ein halbes Dutzend mal beantwortet.

Korrekt, ich habe mich in dem späten Kommentar nicht zur Sachfrage geäußert. Das habe ich aber kenntlich gemacht. Es ging mir bei der Randbemerkung nur darum zu verdeutlichen, dass die Krise des BRD-Kapitalismus offensichtlich bis weit in das Lager des Mittelstandes vorgedrungen ist. So "lese" ich manche durch eine sehr harte Verbitterung geprägte Beiträge von einigen Bürgerrepoertern, welcher ich dem Mittelstand zuordne, in der Kolonne.

1. Ja es gibt bei der Fraktionsgemeinschaft "Giessener Linke" (eine eigenständig agierende Gruppe ist es ja nicht) Parteilose. Die kannst du aber mit der Lupe suchen. Das sagen haben dort Menschen, welche in dogmatischen Parteien organisiert sind. Ausnahme vielleicht Hamel der meines Wissens nur früher in einer dogmatischen Partei Mitglied war.

2. Gegen alle Parteien - das ist mein Standpunkt der sich in dieser Radikalität heraus geschält hat, weil in Giessen undogmatische Linke bei den "überparteilichen Bündnissen" gerne einmal in den Kreis der Parteien gezogen werden sollen.
2a) In anderern Städten / Gebieten mag das anders aussehen.
2b) In der Geschichte hatten Parteien durchaus eine sinnvolle Aufgabe.
2c) Parteien sind nicht die einzigen politischen Kräfte.
2c) Der Wegfall der Struktur "Partei" schafft keinerlei Mangel an Organisationskraft. Heutzutage wird der Widerstand über die moderne Technick organisiert

3. Links - Rechts ---> Ich sage nicht dass es unerheblich ist, dass du bestimmte inhalltiche Positionen diesem Schemata zuordnest (also dafür bist oder bekämpfst). Was ich sage ist, dass die Gesamtzahl der antikapitalistischen Kräfte in der BRD so gering ist, dass all jenen, denen es Ernst ist diese Menschen zu bekämpfen am Anfang egal sein sollte, wer sich politisiert. Später wird sich schon zeigen, dass die Linken in diesem Kampf die Mehrheit haben.

Kommentare zu: Stoppt Trump

6 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (15.02.2019 11:18 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 11.02.2019 um 12:51 Uhr
Ja, da kann mann / frau nur die Augen reiben. Bis vor kurzem galt eigentlich die Parole in der Politik: Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Natürlich wurde das immer sehr weit ausgelegt. Ich erinnere nur daran, dass amerikanische Regierungen "in ihrem Hinterhof" (gemeint sind die mittelamerikanischen Länder) mehr oder weniger offiziell kalte und auch warme Kriege geführt haben um ihnen unliebsame Regierungen zu stürzen bzw. um ihnen liebsame Regierungen zu installieren.

Das gleiche galt für die UDSSR im kleineren Umfang. (Was suchten die Russen in Afghanistan in den 90er Jahren?)

Das Maß der Einmischungen in die inneren Angelegenheiten nimmt aber in den letzten Jahren rassant zu. Egal, ob einem die jetzige Regierung in Venezuela gefällt oder nicht, ich halte es für ein Unding, dass die deutsche Regierung (und nicht nur die amerikanische Regierung) sich zu den wohl massiven innenpolitischen Machtkämpfen dort überhaupt äußert. (Und sie positioniert sich zusätzlich auch noch für eine der Konflktparteien.) Jedes Land hat das Recht seinen eigenen Weg zu gehen. Das gewünschte Regierungssystem müssen die Venezulaner unter sich ausmachen.

Der im Zitat erwähnte Querbeweis zu der Erdölpromblematik halte ich für gerechtfertigt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die BRD - Friedensbwegung Zigtausende Demonstranten auf die Gass' bekommen hat; gerade unter dem Slogan: Kein Krieg für Öl!

Mit dem "1 Prozent" spricht übrigens Roger Waters die superreichen Kapitalisten in den USA an. Ich sehe das als deutlichen Hinweis, dass er der Ansicht ist, dass es diesen Leutchen völlig gelungen ist, die Regierung für ihre interessen einzuspannen. Diese Einschätzung teile ich nicht nur im Hinblick auf die USA, sondern auch auf die BRD. Meine logische Schlussfolgerung: Die Kapitalisten müssen - zuerst im eigenen Land, dann weltweit - weg!

Kommentare zu: Stadt Gießen stellt Testplanung am Runden Tisch Flussstraßenviertel vor.

11 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (16.01.2019 21:34 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 26.12.2018 um 09:39 Uhr
Zitate aus dem Artikel:

" Die geplante moderaten Nachverdichtung wird dabei moderat ausfallen."

und

"Somit werden die Grünflächen zwischen den Gebäuden abnehmen."

und

"Um der aktuellen Bewohnerschaft die Bedenken und Ängste zu nehmen sollen diese dauerhaft durch und gemeinsam mit Quartiersmanagerin Frauke Kühn in den Prozess mit einbezogen werden."

Nachtigal ich höre dir trappeln ... kann ich nur sagen, wenn ich solchen Schwachsinn lese.

Offensichtlich weis die Stadträtin, welchen Unsinn sie bereit ist politsch zu decken. Aber offensichtlich drängt die Zeit. Ich gehe davon aus, dass in ein paar Monaten die Stadt für bestimmte Dieselautos gesperrt wird, also auch jegliche städtebauliche Verdichtung (Ursache für mehr Verkehr und für versperrte Frischluftschneissen) untersagt wird. Also mal schnell Fakten schaffen.

Ganz kurz: Die Partei der Arbeiterverräter und ihr natogrüner Anhang gehören weg!

Und Frau Kühn:

Bedenken und Ängste, welche voll berechtigt sind, ausreden?! Wollen sie sich das wirklich antun. Überlegen sie sich, ob sie sich zum Handlanger solcher politischen Kreise machen lassen.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 08.01.2019 um 20:47 Uhr
In den letzten Tage habe ich kurz in einen längeren Artikel zu dem Thema "Nachverdichtung im Flussstraßenviertel" rein geschaut. Leider habe ich diesen Artikel nicht im Online-Angebot gefunden.

Ich gebe Herrn Büttel völlig recht, dass der Landfrass "auf dem flachen Land" unbedingt gestoppt werden muss. Gerade in der Wetterau (und deren Randlagen) gehen dadurch sehr wertvolle Böden für immer verloren.

Was wir - so meine Einschätzung seit Jahrzehnten * - dringend in der BRD brauchen ist eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl. Denn - und das bringt nun einmal die moderne Welt mit sich - die heutigen Menschen leben (auf den Einzelnen runter gerechnet) mit wesentlich mehr Quadratmeter als vor noch ein paar Jahrzehnten.

Ich verstehe sowieso nicht, dass das in der Vergangenheit die Politik den Bevölkerungsabbau nicht hin bekommen hat. Bei langsam steigenden Wohlstand einiger Bevölkerungskreise (bei den Armen ist wenig gestiegen) ist die durchschnittliche Kinderzahl in Familien von weit über 4 Prozent vor ein paar Jahrzehnten auf heute unter 2 Prozent gerutscht. Also (auch wenn mehr Menschen älter werden...) hätte die Bevölkerungszahl eigentlich fallen müssen.

Mit anderen Worten, wir hätten eigentlich in dieser Hinsicht keine Probleme, weil die Bevölkerung "ganz natürlich" (und nicht mit Zwangsmassnahmen, wie in China ...) von rund 80 Mill. in ein paar Jahrzehnten auf 50 oder 60 Millionen fallen würde. Wo wäre dann - Landfrass hin und zubauen von Frischluftschneisen her - beim Wohnungsbau ein Problem?

* Die Bildung dieser Überzeugung ist genau zeitlich fest zu legen. Es war nach der Lektüre des Berichtes des "Club of Rome" mit dem Titel "Grenzen des Wachstums" Ende der 60er Jahre. Im Gegensatz zu manchen Fraktionen der Linken war und bin ich der Überzeugung, dass nur der drastische Stopp der Ausbeutung der Ressourcen (und damit auch der Verringerung der Umweltgifte aller Art) ein Überleben der Welt in ein paar Jahrzehnten denkbar machen kann. Das hirnlose Geplappere, dass die Wissenschaft noch immer einen Weg aus dem Chaos gefunden hat halte ich schlichtweg für kriminell.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 11.01.2019 um 15:43 Uhr
Stefan - dein letzter Kommentar weckt mein Widerspruch.

Natürlich hat Wohnungsnot mit der Wissenschaft zu tun.

Die allermeisten Wissenschaftler verbreiten so eine Art "Wir-schaffen-das-schon-Gefühl".

Sicherlich haben sie in der Vergangenheit viele Problem durch teilweise geniale Erfindungen, Entdeckungen, Überlegungen etc. gemildert oder sogar gelöst.

Aber dass die Welt durch die Überbevölkerung kaputt geht dafür gibt es nur die Lösung, dass die Weltbevölkerung drastisch reduziert werden muss.

Völlig losgelöst von der Frage, dass im Kapiatlismus (wegen dem alles beherrschenden Profitstreben der Kapitalsiten) diese schon seit mindestens 40 Jahren sichtbare Entwicklung konsequent geleugnet wird.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 11.01.2019 um 16:20 Uhr
Von der "Weltpolitik" zurück in das Flussstraßenviertel in Giessen.

Die Stadt hat ihre Rahmenplanung, wie das Viertel in 30 Jahren aussehen soll auch in einem Artikel in einer der Giessener kostenlosen Werbezeitungen veröffentlicht (Extratipp vom 9.1.19).

M.E. lohnt es sich näher in die Einzelheiten zu gehen. Ich greife drei Aspekte heraus.

1.
Verdichtetes Bauen: Das heisst Wegfall von Grünflächen durch Neubauten plus neu ausgewiesenen Parkplätzen, denn das Planungsgebiet wird ja nicht vergrößert.

Noch mehr Autos rein in die Stadt? Und das, wo im letzten Jahr (laut kurzem Artikel in der Lokalzeitung) die Schadstoffe in der Luft wieder angestiegen sind (Jahresdurchschnitt 44; übrigens die Stadt reisst die 40er - Grenze seit mindestens 7 Jahren).

Ich finde das Wahnsinn, bedenkt mann / frau dass gleichzeitig "grün" verschwindet und eventuell (durch die Neubauten) Frischluftschneisen zugebaut werden.

2.
Bei (später geplanten) Abriss von Häusern mit Setzungsrissen sind in den dann zu errichtenden Neubauten großzügigere Zuschnitte der Wohnungen vorgesehen. Oder in nicht Bürokratenchinesisch ausgedrückt. Bei selber Mieterzahl wird die Mietfläche vergrößert. Das heisst massiven Verlust von jetzt noch unbebauten Flächen, da ja die Anzahl der Wohneinheiten nicht nur erhalten, sondern auch um 20 Einheiten erhöht werden soll (von z.Z. 678 auf 698 Einheiten).

Für mich gibt es nur eine Lösung. Sollen die Wohnungen in Zukunft großzügiger zugeschnitten werden muss die Anzahl der Mieter eben vermindert werden.*

3.
Andere Bevölkerungsgruppen sollen ins Viertel einziehen.
Das heisst die seit Jahren zu beobachtende Entwicklung des Viertels hin zum vierten Sozialen Brennpunkt in Giessen wird versucht entgegen zu arbeiten.

Diesen Aspekt begrüße ich ausdrücklich.

*
In Städten wie Giessen fehlt sicherlich Sozialer Wohnungsbau; aber baut erst einmal die ganzen Industriebrachen um. Dafür müßt ihr den rechtlichen Rahmen durch Zwangsmassnahmen gegenüber den (Wohnungs) Kapitalisten schaffen. Sicherlich eine Aufgabe auf BRD-Ebene und nicht vor Ort zu klären. Was ich vermisse ist aber die Forderung aus dem Giessener Parlament heraus in Richtung Reichstag. Aber da wollen die Damen und Herren der herrschenden Cliquen in Giessen ja nicht ran. (Logisch: sie gehören ja Parteien die in Berlin regieren an.)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 14.01.2019 um 16:51 Uhr
Nur ganz kurz zu der Frage Überbevölkerung und dem Kommentar von Stefan W. dazu (im Artikel geht es ja um Planungen bezüglich Flussstraßenviertel).

Sicher gibt es so etwas, wie die "bügerliche" Wissenschaft im Gegensatz zu der antikapitalistischen Wissenschaft. Aber auch eine antikapitalistische Wissenschaft kann nicht die Gesetze der Mathematik, der Logik und der Physik (um nur die Bereiche zu nennen, welche bei der Frage der Überbevölkerung hauptsächlich eine Rolle spielen) ausser acht lassen.

Es gibt nur eine Welt auf den Menschen leben können. Vielleicht in ein paar Hundert Jahren können Menschen auf dem Mond (oder anderen Planeten) leben, aber dieser Zeithorizont interessiert mich nicht.

Diese auf dem Planeten lebenden Menschen brauchen für ihre Existenz (und da gehe ich nicht einmal vom Wohlstandsniveau in Europa aus) so viele Resourcen, dass - zwar nicht genau bezieferbar, aber im Fenster von einigen Jahrzehnten - irgendwann diese Resourcen nicht mehr vorhanden sind. Was dann? Ich befürchte, dann wird es Krieg nicht nur um das Öl, sondern auch wegen Wasser, wegen Boden, wegen bestimmte Erze, wegen sauberer Luft ..... geben.

Vielleicht werden die europäischen Länder diese Kriege nicht nur führen, sondern auch gewinnen. Ich will das ABER nicht.

Die Vorstellung von einer nichtkapitalistischen Welt geht sicher weit auseinander. Der gemeinsame Nenner dürfte aber unter allen der verschiedenstartigen linken Fraktionen sein, dass die Lebensbedingungen allüberall auf der Welt - zumindest in etwa - gleich sind. Wie soll das bei einer wachsenden Weltbevölkerung auch nur auf dem Niveau der ärmsten europäischen Landes (und da zählt die BRD sicher nicht dazu) funktionieren. Wie lange würden dann Rohstoffe - die ja endlich sind - reichen? Wo soll dann die saubere Luft herkommen? .....

Das sind Fragen, die haben nur auf dem zweiten Blick etwas mit der herrschenden Wirtschaftsstruktur zu tun. In meinen Augen ist das "reine" Logik, eng verknüpft mit Physik und Mathematik.

(Vorsorglich gebe ich Dir Stefan bei einer unter geordneten Frage schon mal recht: Der Kapitalist in seiner Raffgier ist sogar so dumm, dass er seine eigene Lebensgrundlage systematisch zerstört.)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 16.01.2019 um 21:08 Uhr
Mir ist bekannt, dass innerhalb des Wissenschaftsbetriebes die Logik und die Mathematik im weitesten Sinne in den großen Bereich der Metaphysik eingereiht wird.

Vielleicht bin ich dazu zu dumm, aber mir leuchtet das überhaupt nicht ein.

Es gibt keine kapitalistische oder antikapitalistische Logik oder Mathematik. * Es gibt nur - und da stehe ich doch in keinerlei Widerspruch zu den Aussagen von Stefan W. - unterschiedliche Anwendungen der naturwissenschaftlichen Gesetzen. (Dass der Kapitalist seit Jahrzehnten Menschen verhungern läßt - Stefan wem erzählst Du das? - Meine antikapitalistische Position hat sich doch in meiner Juend gerade aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt.)

Und es ist nun einmal ein unumstössliches Gesetz, dass auf einer Erde bei dem und dem Verbrauch Alles einmal zu Ende ist. Sollen sich doch die Wissenschaftler darüber streiten, ob 10 Millionen oder 20 Millionen oder 30 Millionen Menschen unter den und den Bedingungen zu ernähren sind - was interessiert mich das bei der Betrachtung der Grundsätzen. Irgendwann klappt das auch bei einer weltweiten antikapitalistischen Wirtschaftsordnung nicht mehr. Oder anders ausgedrückt: Die von Stefan W. genannte Zahl verschleiert nur das Problem, weil sie suggeriert, dass das Zeitfenster noch offen ist.

Also was dann? Meine Rede - Weltbevölkerungswachstum rechtzeitig bremsen. Die aktuelle Kurve geht gewaltig expontional nach oben ... also lieber früher als zu spät bremsen.

* Stefan, ich weiss Du bist nicht zu empfindlich, deswegen erlaube ich mir "in Deinem Gebiet" zu wildern. Hat nicht der große Vordenker Karl Marx in seinem Standardwerk mit einer (sehr komplizierten) mathematischen Formel den sogenannten "tendenziellen Fall der Profitrate" erklärt. (Da lag und liegt er wohl völlig richtig, den meines Wissens können auch bürgerliche Ökonomen diese Formel nicht bestreiten.) Bewegte sich H. Marx da etwa auf dem Felde der Metaphysik?

Etwas Polemik sei mir (auch) erlaubt. Ein anderes Beispiel ist die bei den Nazis propagierte "Deutsche Pysik". Da wurde allen Ernstes versucht eine physikalisches Regelwerk der Deutschen (in scharfer Abgrenzung zu anderen Ländern) zu erstellen. Wahnsinn: die Physik sollte an der Grenze einmal so und ein paar Kilometer weiter anders funktionieren.

Kommentare zu: Wohnbau: Der Fisch stinkt vom Kopf her

4 Kommentare letzter Kommentar von Michael Beltz (16.01.2019 20:00 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 07.01.2019 um 15:43 Uhr
Michael B. - sicherlich ein gut recherchierter Beitrag.

Was mir dabei fehlt ist aber ein Absatz, warum gerade dieser Herr (und kein Anderer) den sehr gut bezahlten Job bekommen hat.

Frage an den Stadtverordneten Beltz (ich denke als solcher hat er das auf den Fluren des Parlaments sicher schon einmal bei den "Kollegen" erfragt ...): Stimmt es, dass Herr Thies das Parteibuch der Partei der Arbeiterveräter in der Tasche hat?

Falls ja, so erübrigen sich ganze Passagen des obigen Artikels, denn von solche Leuten ist nun einmal wenig bis garnichts zu erwarten.

Ich bedanke mich schon einmal für die Antwort im voraus.

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 14.01.2019 um 17:10 Uhr
Mir wird ja ab und zu der Vorwurf gemacht ich bleibe bei meinem Kommentar nicht beim Artikel.

Aber die Ausage meines Vorkommentators (...) "Ich sehe SPD/CDU/CSU/FDP/GRÜNE/AfD als Parteien, die mit unterschiedlichen Rollen dem Kapital dienen." (...) reizt mich doch zu einem ganz kurzen Widerspruch.

Wie kann ein Mann der "Moskau-Partei" zu so einer Einchätzung kommen?

Morgen jährt sich z.B. die Ermordung von Liebknecht /Luxemburg zum 100 mal. Umgebracht wurden sie von Freicorpsleuten, aber wie kann ein Kommunist vergessen, dass die Partei der Arbeiterverräter tagelang davor auf das Übelste gegen die Arbeiter und deren Anführer gehetzt hatte?
Und Michal B., Du bist gut belesen und Dir dürfte schon die Rolle der Herren Ebert, Scheidemann, Noske und Zörgiebel in diesen Jahren bekannt sein.

Deine Partei hat doch vor wenigen Monaten den hundertsten Geburtstag der Novemberrevolution feierlich begangen. Gehört da nicht auch dazu den tausenden (kein Schreibfehler) ermordeten Arbeitern zu gedenken, welche von den Spezialdemokraten nicht nur schändlichst verraten wurden, sondern deren Führer tatkräftigst die legalen Mörderbanden aufgebaut und unterstützt hatten.

Michal B. kann mann / frau das je vergessen?

Sind da nicht noch ein paar alte Rechnungen offen?

Für mich gilt: Die genannten Parteien sind alle politisch zu bekämpfen, aber in erster Linie die Partei der Arbeiterverräter. Und gottlob, die Zeiten ändern sich. Die "S"PD ist auf 15 bis 20 Prozent gefallen. Da ist noch Luft nach unten drin. Alle linken Strömungen sollten sich einig darin sein; jetzt ist die Zeit endlich gekommen dieser Partei den Todesstoss zu versetzen.

Die Sternsinger 2019

Kommentare zu: Die Sternsinger waren da

13 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (20.01.2019 18:14 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 07.01.2019 um 16:17 Uhr
Warum immer nur so schwarz - weiss diskutieren. Sicherlich gibt es Situationen in denen es absolut angesagt ist "klare Kante zu zeigen" (Stichwort: Bist du Teil des Problems oder Teil der Antwort?).

Aber bei diesem übrigens gar nicht so alten Brauch (wurde erst in der jetzigen Form - hatte aber Vorläufer in anderen Ausformungen - in den 50er Jahren eingeführt) bin ich nicht so "verkniffen".

Mag daran liegen, dass ich mich gerne an die eigene Sternsingerei in der 60er Jahten erinnere.

Ich sehe darin durchaus ein (neumodisch gesagt) Win-Win-Situation bei allen Beteiligten.

Amtskirche (heute sind das "niedere Weihen" - früher war es der Pfarrer selber): Die durchweg amtkirchenferne Bevöklkerung erlebt den Apparat auch einmal im Jahr außerhalb der "Tempel" in einer volkstümlichen Form.
Da können Sympathiepunkte gesammelt werden - wichtig bei all dem Mist der sonst um und vor allen Dingen in der Amtskirche so abläuft.

Sternsinger: Macht Spass und Peter H. vergass es zu erwähnen, es gibt üblicherweise für jeden Sänger auch Süssigkeiten, Obst, kleine Geschenke und manche Besuchte lassen es sich nehmen dem Sternträger Geld zuzustecken (neben dem Geld in der Sammelbüchse) mit der strikten Auflage: Das Geld ist aber nur für Euch ....

Besuchte: Folklore entspricht wieder mehr dem Zeitgeist

Spendenempänger: Ich gaube der Amtskirche schon (auch wenn ich in anderen Bereichen sehr misstrauig bin), dass

- das Geld ohne Verwaltungsabzug dort ankommt, wo es laut Ankündigung hin soll

- das Geld nur für Projekte für Kinder verwendet wird

- die Projekte nicht in erster Linie (ganz auszuschliessen ist das in der Praxis nicht) zur Anwerbung "für den eigenen Verein" verwendet wird.

Überhaupt ist der Gedanke: Kinder helfen Kinder durchaus verlockend.
Denn es ist doch klar, dass auch Kinder schon in der Lage sind Zusammenhänge zu durchschauen.*

* Ja die Sternsinger sind keine hirnlose Statisten, sondern sie werden auf ihren "Einsatz" nicht nur kleidungsmäßig vorbereitet, sondern die unteren Chargen des Apparates erzählen ausführlich von Sinn und Zweck des Engagements. Das kam z.B. in einem längeren Beitrag der Hessenschau zu diesen Thema klar zum Ausdruck.

Kommentare zu: Matthias Beltz: Parmesan und Partisan

2 Kommentare letzter Kommentar von Michael Beltz (05.01.2019 16:15 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 04.01.2019 um 11:48 Uhr
Wie geht der von mir gerne benutzte Spruch weiter?
(Wußte bisher noch nicht, dass der geklaut ist.)

Partisan und Parmesan
......
wo sind sie geblieben?

Partisan und Parmesan
Beide sind zerrieben!

Kommentare zu: Weihnachtsbuffet zu zweit geplant ......

6 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (31.12.2018 16:09 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 28.12.2018 um 14:33 Uhr
Bei zwei Menues muss die dann wohl zwingend notwendige
Wanderung ja ganz schön lang sein. ;-)

Geschenkübergabe mit Michele Rinn (Tafel), Lothar Schmidt (Karstadt-Filialgeschäftsführer), Michaela Thurner (Karstadt) und Bernd Reuter (Tafel)

Kommentare zu: Karstadt-Kunden spenden Geschenke für Tafel-Kinder

12 Kommentare letzter Kommentar von Florian Schmidt (24.12.2018 11:47 Uhr)

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 19.12.2018 um 15:11 Uhr
Herr Schmidt, ihr Humor ist gewöhnungsbedürftig.

Mich würde einmal interessieren was denn so die Kinder sich gewünscht haben. Sind das immaterielle Dinge (wie, dass Mama und Papa wieder eine Arbeit bekommen) oder ging das in Richtung Konsumartikel (wie, irgendein "angesagtes" supermodernes Handy, damit das Kind in der Schule nicht auffällt ...)?

Martin Wagner
Martin Wagner schrieb am 23.12.2018 um 16:44 Uhr
Herr Schmidt ihre Bemerkung (...) " ..... Nicht etwa weil man verschwenderisch wäre, raucht oder säuft sondern weil sich statistisch errechneter Bedarf nicht mit dem tatsächlichen deckt. ......." (...)

((damit ist der Bedaf bei den Hartz.IV.Rechnungen gemeint))

Und da genau liegt doch "der Hase im Pfeffer". Seit jetzt 14 und ein halbes Jahr treffen sich (fast) jeden Montag in der Giessener Innenstadt die Montagsdemonstranten. Hat sich bei dieser Frage irgend etwas Grundlegendes zu Gunsten der Arm gemachten entwickelt. Ich, zumindest kann da Nichts sehen.

Ob - bei dieser kalten Feststellung - jemanden "das Messer in der Tasche aufgeht" oder nicht ist Ansichtssache. Ich selber versuche da meine Emotionen zurück zu drängen.

Martin Wagner

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