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Thomas Schmidt

Kommentare zu: Wilhelms Reise: Eine Auswanderergeschichte

1 Kommentar letzter Kommentar von Thomas Schmidt (06.05.2012 19:48 Uhr)

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt schrieb am 06.05.2012 um 19:48 Uhr
Mehr als fünf Millionen Menschen verließen im 19. und 20. Jahrhundert Deutschland von Hamburg aus per Schiff. Sie flohen zumeist aus Angst vor politischer oder religiöser Verfolgung, Armut und Hunger ...


“Das Gold der Sierra Nevada“
Ein neuer Roman - nach wahren Begebenheiten gestaltet. In einer Geschichtschronik sind jene Torgauer Familien namentlich festgehalten, die nach Kalifornien auswanderten.
Lt. Chronik sind die Meisten verschollen.
Im Text wird auch der guten Beziehung zwischen deutschen Einwanderern und den Amerikanern bzw. Awani-Indianern gedacht. (Recherchen bzw. Auswandererbriefe, persönliche Kontakte in die Staaten)
AAVAA-Verlag Berlin, April 2012.
Klappentext:
Torgau - 1850. Ernst Richter und Walter Münch fassen den Entschluss, nach Kalifornien auszuwandern. Dort wollen sie nach Gold schürfen. Dies ist mit der wirtschaftlichen Armut in Deutschland nach der 1848er Revolution begründet, aber auch mit der Jagd nach dem Abenteuer. Im Mittelpunkt steht der kalifornische Goldrausch - die Kunde von bedeutenden Goldfunden hat Deutschland erreicht. Trotz Widerstand in den Elternhäusern halten die jungen Männer an ihrem Plan fest. Am 10. April des Jahres fahren sie mit einem Dampfschiff über die Elbe nach Hamburg. Ein Frachter, der Route New Orleans nimmt sie an Bord. Für die Überfahrt setzen sie den größten Teil ihrer Ersparnisse. In New Orleans angekommen, schlagen sie sich nach Houston/Texas durch. Dort beginnt die Reise per Treck - ein gefahrvolles Unternehmen auf zweitausend Meilen. Ziel sind die Sierra Nevada und die Flussniederungen des Sacramento …
ISBN 978-3-86254-970-2

AAVAA publishing company of Berlin, April, 2012
less than a second ago

Obdachloser spricht vor 7. Klasse

Kommentare zu: Obdachloser zu Gast an Butzbacher Weidigschule

1 Kommentar letzter Kommentar von Thomas Schmidt (06.04.2012 11:51 Uhr)

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt schrieb am 06.04.2012 um 11:51 Uhr
Viele Obdachlose werden diskriminiert - leider! Ich finde den Beitrag von Sandra Bender toll.
Hier noch ein eigenes Erlebnis:

Der Wilddieb vom Grunewald

Eine winkende Hand ragte aus dem Unterholz. Ein Herr campierte auf einer Thermomatte. „Guten Morgen!“, sagte ich laut. Der Herr erwiderte. An seiner Seite lag eine leere Rumflasche. In den Stoppeln seines Vollbartes hing morgendlicher Tau. Auf seinem Kopf saß ein Basecap. Blaue, listige Augen schauten mich an. „Kann ich helfen?“, fragte ich. „Haste ´n bisschen Zaster?“ Ich schob dem Herrn einen Zehneuroschein in den Rockaufschlag. „Wie ´n det?“, fragte er. Seine Augen begannen, zu leuchten. Er richtete sich auf und begab sich in den Schneidersitz. Dann strich er sich zweimal über den Bart und seine Morgentoilette war erledigt. „Gehst du mal für mich in die Kaufhalle?“ Der Mann hielt mir meinen Zehneuroschein unter die Nase. „Mir is der Proviant ausgegangen.“
„Da müsste ich jetzt zum Wannsee fahren - ist ´n ganzes Ende!“
Weil mich die Neugier plagte, fragte ich, was das nächstes Ziel sei.
„Ziel? Bin Schauspieler - wir drehen ´nen Film, mein Regisseur is jerade unterwegs.“
„Eigentlich könnte er doch die Besorgungen für dich erledigen!“
„Ein Regisseur wird für ´nen gewöhnlichen Darsteller kaum den Laufburschen spielen.“
„Und“, fragte ich, „wie lautet der Titel dieses Films?“
„Der Wilddieb vom Jrunewald“ - ick bin die Hauptperson!“
Mein Gegenüber war tatsächlich ein guter Schauspieler, allerdings ohne Engagement. „Und Kraxe und Matte sind die Requisiten!“
„Richtich!“
„Und wo ist das Kamerateam?“
Der Obdachlose versuchte, mich abzulenken: „Ach so - ick bin Kalle!“
Und Kalle schob seine Kraxe mit den Füßen wütend von sich. „Das Tragen dieser Requisite bin ick nich gewohnt - wo die Riemen sind, bin ick janz wund.“ Kalle drehte das Schild seines Basecaps in den Nacken:. „Bin noch nich lange bei dieser Truppe!“ Wohl war, denn Kalles Kleidung war noch wie neu. Plötzlich hob er ein Stück Papier in die Höhe und meinte, darauf stünde die Partitur. Und nach dem nächsten Klappenfall hätte er danach zu „singen“. Dieses Papier war nichts anderes als das gewisse Etwas für hinterlistige Zwecke. „Also hau schon ab und koof ein - von jedem was Kumpel! Tut mir leid, dass ick dir zum Loofburschen machen muss, aber ick fürchte mich vor mir selba - trau mir nich unta die Leute!“
Ich schwang mich also aufs Fahrrad und kaufte ein …
Danach hatte Kalle jeden weiteren Kontakt abgelehnt. Er wollte einfach nicht mit der Offenbarung leben, er sein einer der achthundertsechzigtausend Obdachlosen auf Deutschlands Straßen. Aus der Not geboren schwindelte er das Blaue vom Himmel ...

Der symbolische Durchbruch von Ost nach West

Kommentare zu: "Wie war das eigentlich damals in der DDR?"

11 Kommentare letzter Kommentar von Ullrich Drechsel (18.02.2012 19:01 Uhr)

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt schrieb am 17.02.2012 um 19:31 Uhr
Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,

seit Oktober 2011 ist neuer Zeitzeugenroman Auf dem Markt:
“Im Auftrag des Großen Bruders“, Autobiografie, AAVAA-Verlag, Berlin, ISBN 9783862545513.
Inhalt: Gründe des Niedergangs der DDR-Wirtschaft.
"Die Republik ist mit militärischen Standorten übersät – Atombunker, heute Wahrzeichen des Kalten Krieges, wachsen wie Trüffel - sie haben Priorität vor Wirtschaft. Dennoch wird bis 1990 investiert. Kaum einer weiß von den verbauten Milliarden. Die Anzahl der Bearbeiter für militärische Vorhaben wird so gering wie möglich gehalten – die Arbeit der Stasi kommt nicht zu kurz …"

Das Leben der Menschen in einer Diktatur wird veranschaulicht. Ohne die Grenze zur erzählerischen Fiktion zu überschreiten sind Fakten in Handlungen und Dialogen aufgezeigt. Der berufliche Werdegang des Autors ist nachgewiesen.

Noch ein wenig über Fluchtversuch u. Mauer „geplaudert“:
Wer glaubt Mauer und innerdeutschen Grenze wurden nur errichtet, um die DDR-Bürger festzunageln, ist auf dem Holzweg – es wurden auch militärstrategische und geheimdienstliche Ziele verfolgt. Bautechnisch wurde nämlich ganze Arbeit geleistet – freilich zum Leidwesen der Wirtschaft. Das Beispiel “Jutta Gallus“ gab es en masse und nicht alle Fälle wurden publik. Viele Fluchtwillige waren über die Art der Grenzsicherung nur unzureichend informiert. Die Anzahl der Opfer hätte sonst anders ausgesehen. Bedauerlich, dass es überhaupt Opfer gegeben hat - mit Ruhm hat sich die DDR-Führung international nicht bekleckert. Fanatische Verfechter des "Antifaschistischen Schutzwalls" waren die Ersten, die nach dem 9. Nov. den Mantel nach dem Wind hingen ...
Als ich 1964 in den Westen flüchten wollte, stellte ich fest, dass die Grenze schon 3 Jahre nach dem 13. August kaum zu überwinden war. Ein Problem waren auch die freiwilligen Grenzhelfer überall auf Wanderwegen verstreut - Kontrollen wurden schon außerhalb der Grenzgebiete durchgeführt.
Als 17-Jähriger war ich der Meinung, dass es gar nicht notwendig sei, bewaffnete Grenzer zu postieren und noch dazu mit einem Schießbefehl zu vergattern (mündlich vor dem Wachaufzug – Hund und Trillerpfeife hätten vollauf genügt, jedenfalls nach der Konstruktion der Absperrungen zu urteilen …

Weitere Infos zur Lektüre in:
zeitzeugenberlin.de/zeitzeugen-roman-ddr/ “Im Auftrag des Großen Bruders“ sowie “Im Auftrag - Hauptnachrichtenzentrale der NVA der DDR“

Zu Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Thomas Schmidt
Zeitzeuge

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt schrieb am 18.02.2012 um 17:14 Uhr
DDR-Monteure, die in das "nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet" (NSW) ausreisen durften, wurden durch das MfS geprüft. Hierzu gab es Richtlinien. Sogenannte Reisekader mussten bestimmte Bedingungen erfüllen. Das MfS sah es gern, wenn sie Familie hatten nebst Grundstück. Zudem durften es keine Vorstrafen geben - Politische inbegriffen. Wer Verwandte in der BRD hatte, kam für derartige Ausreisen kaum infrage.
Die Prüfung der "Reisetauglichkeit" begannen mit der Erstellung eines Leumundszeugnisses zur Person, dessen Inhalt aus dem "Bekanntenkreis" geschöpft wurde.
Jener Monteur hat genannte Bedingungen, vor allem die Politischen, mit Bravour erfüllt - seine Ausreise, eigentlich ein „seltener Fall“, wäre sonst nicht möglich gewesen. Schon aus diesem Grund wachte auch der Bundesnachrichtendienst über diesen Herrn.
“Im Auftrag des Großen Bruders“, AAVAA-Verlag , wird die "Filigranarbeit" des DDR-Geheimdienstes ab 1963 in Verbindung mit dem KGB geschildert. Wichtig ist auch zu wissen, nach welchen Gesichtspunkten die Bevölkerung observiert wurde und wie dieser Überwachungsapparat entstand.

Th. Schmidt
Zeitzeuge

Thomas Schmidt
Thomas Schmidt schrieb am 18.02.2012 um 18:51 Uhr
Guten Abend, Herr Herold!

Die DDR hatte war ja auch mit Havanna freundschaftlich verbunden und Havanna mit Moskau ...

Th. Schmidt

Thomas Schmidt

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