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am Eschacher Weiher (Markt Buchenberg)

Kommentare zu: Glückliche Kühe im Allgäu?

19 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Wirth (17.10.2019 11:38 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 10.07.2019 um 09:54 Uhr
Die zuständige Stelle des Landratsamtes habe sehr wohl anlaßbezogene (d.h. nach Hinweisen) als auch unabhängige Kontrollen durchgeführt. Dabei seien auch tierschutzrechtliche Verstösse festgestellt worden. Allerdings "im unteren und mittelgradigen Bereich". Der Fisch stinkt schon vom Kopf her.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 10.07.2019 um 18:56 Uhr
Um es etwas deutlicher auszudrücken: Die Champignon-Käsewerke in Heising bei Kempten haben den größten Teil der Milch von Endres abgenommen und schon vor der Fernsehausstrahlung den Liefervertrag storniert. Champignon hat aber auch für Weihenstephan sozusagen als "Subunternehmer" produziert - wie es sich auf diesem Strang verhält, ist unklar.

Weiterhin nimmt der Schlachthof Vion in Buchloe (Ostallgäu) keine Tiere von Endres mehr an. Wobei natürlich dort schon eher festzustellen gewesen wäre, in welchem Zustand die Tiere angeliefert werden. Der Milch kann man schwerlich ansehen, unter welchen Bedingungen sie erzeugt wurde.

Meines Erachtens sind dies rein markttaktische Reaktionen und Imagepflege vorübergehender Natur. In wenigen Wochen läuft sicher wieder alles wie gewohnt.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 10.07.2019 um 19:08 Uhr
Übrigens gibt es in ganz Bayern nur 5 Betriebe mit mehr als 500 Kühen. Im Durchschnitt hat ein bayrischer Milchviehbauer 40 Kühe. Aber auch bei denen werden die Kühe immer weniger auf die Weide gelassen, sondern ständig in Laufställen gehalten. Die Bauern hatten die letzten Jahre ja arg unter dem permanent sinkenden Milchpreis zu leiden und immer mehr gaben ihren Betrieb auf, sofern sie nicht einen Ausweg in der Bio-Produktion suchten.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 10.07.2019 um 19:28 Uhr
Da kann man sicher nicht Deutschland für sich betrachten. Man muß das zunächst schon mal europaweit sehen. Nun kenne ich mich da ja überhaupt nicht aus, mit dem ganzen Subventionsunwesen und was da alles exportiert und importiert wird. Aber die weltweite landwirtschaftliche Produktion verläuft offensichtlich total chaotisch und unausgeglichen und vor allem mit größten ökologischen Problemen. In Europa wie in der dritten Welt können immer weniger kleine und mittlere Bauern von ihrer Arbeit leben und die umweltfeindliche Großproduktion weitet sich aus.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 11.07.2019 um 10:24 Uhr
Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erhielt der hier zur Diskussion stehende Betrieb im vergangenen Jahr etwa 143.700 Euro Subventionen von der EU. Meldet heute die "Allgäuer Zeitung". Nun hat man natürlich keine Vergleichszahlen, um beurteilen zu können, ob das viel oder wenig ist, bzw. man müßte erst mühsam nachforschen. Seit einigen Jahren werden diese Subventionen grundsätzlich bis herunter auf die einzelnen Empfänger veröffentlicht.

Im gleichen Artikel wird eine örtliche Tierärztin zitiert, die berichtet, daß bei den Kontrollen mehr Zeit in den Büros der Landwirte mit Belegprüfung verbracht wird, als in den Ställen nach dem Rechten zu sehen. Die Veterinäre hätten bei den insgesamt zu kurzen Kontrollen kein großes Interesse daran, Tierschutzverstösse zu finden. Das bestätigt ein weiterer Tierarzt während andere von einer guten Zusammenarbeit mit dem örtlichen Veterinäramt sprechen. In den letzten 5 Jahren wurde der genannte Betrieb 34 mal kontrolliert, davon 15 Mal nach Hinweisen auf Tierschutzvergehen. Der Landwirt habe dabei jedes Mal die festgestellten Mängel beseitigt.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 12.07.2019 um 09:52 Uhr
Hier eine Zusammenfassung aller Artikel in der "Allgäuer Zeitung":
http://www.all-in.de/tag/Tierskandal%20Bad%20Gr%C3%B6nenbach

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 01.08.2019 um 10:47 Uhr
Gestern durchsuchten 160 Polizisten 21 Objekte, die mit dem Skandal in Zusammenhang stehen und stellten umfangreiche Dokumente und Datenträger sicher. Gegen 9 Personen, 6 Betriebsangehörige und 2 Tierärzte wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit spricht von einer relativ hohen Zahl "auffälliger Tiere". Seit Anfang Juli wurden 191 Milchkühe und 46 Kälber bei Kontrollen als angeschlagen festgestellt, 12 Tiere mußten sofort während der Kontrollen getötet werden.

Nun wird der Großbauer ja in den drei Wochen seit der Aufdeckung nicht untätig gewesen sein und seine Unterlagen "ordentlich sortiert" haben. Der Bayrische Rundfunk berichtete, daß bis zur Aufdeckung regelmäßig Busladungen von Milchbauern zu dem Hof gefahren wurden und der ihnen sozusagen als Vorzeigebetrieb präsentiert wurde.

Siehe auch:
http://www.all-in.de/memmingen/c-lokales/tierskandal-in-bad-groenenbach-ermittlungen-gegen-neun-personen-darunter-auch-veterinaere_a5039043?ref=curate

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 09.08.2019 um 12:52 Uhr
Inzwischen gerieten zwei weitere Milchviehbetriebe nach anonymen Hinweisen ins Visier der Justiz: gegen einen wird ermittelt, einen anderen vorermittelt. Gerade im Moment wird ein weiterer Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach durchsucht. Ob dies einer von diesen beiden ist, kann ich aus der Meldung nicht ersehen.
http://www.all-in.de/bad-groenenbach/c-lokales/verdacht-auf-tierschutzverstoesse-bei-bad-groenenbach-wurde-ein-weiterer-hof-durchsucht_a5039667?ref=curate

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 17.10.2019 um 11:38 Uhr
Wie das bayrische Verbraucher- und Umweltministerium jetzt aktuell auf Anfrage eines SPD-Abgeordneten mitteilt, sind Verstöße des o.a. Betriebs gegen das Tierschutzgesetz seit 2014 bekannt und auch zweimal mit einem Bußgeld geahndet worden. Merkwürdeig, daß sich nach der seinerzeitigen Fernsehsendung von oben bis unten alle überrascht gaben?!

http://www.all-in.de/bad-groenenbach/c-lokales/tierskandal-in-bad-groenenbach-verstoesse-bereits-seit-2014-bekannt_a5044875?ref=curate

Kommentare zu: Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Hochdonn

7 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Wirth (15.10.2019 22:14 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 20.05.2019 um 13:30 Uhr
Zu Michael B.: Es sind auch heute noch jede Menge Züge mit Plumpsklos unterwegs: z.B. der ALEX (Allgäu-Express), verkehrt zweistündlich zwischen München und Oberstdorf bzw. Lindau. Er gehört zur Deutschen Länderbahn und diese gehört wiederum zum Transdev-Konzern. Die haben zum grossen Teil Wagenmaterial gekauft, das von der DB ausrangiert wurde, dieses dann renoviert, Sitze neu bezogen, neu gestrichen etc. An den Plumpsklos wurde nur der früher übliche Fußhebel durch einen Leucht-Druckknopf ersetzt. Für Kinder meist ein einmaliges Erlebnis, wenn die bei geöffneter Klappe die Steine und Schwellen unten vorüberrauschen sehen. Wie früher üblich, ist vor der Tür ein Schild: Benutzung bei Aufenthalt auf Bahnhöfen verboten!

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 14.10.2019 um 07:51 Uhr
Der o.a. "Fäkalienprozess" fand bereits 1992 statt. Man findet dazu und drumherum einiges im Netz. Grundsätzlich dürfte es inzwischen nur noch wenige Züge mit nicht geschlossenen Toilettensystemen geben.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 15.10.2019 um 22:14 Uhr
Ja, die neueren Waggons - ich weiß nun nicht ab welchem Baujahr - haben Tanks. Da kann man auch auf Bahnhofsaufenthalten aufs WC. Dafür sind die störanfälliger und öfter defekt.

Wie in meinem Kommentar vom 20.05. dargelegt, fahren aber durchaus bei Privatbahnen renovierte alte Waggons, die nach wie vor den Inhalt unten ins Freie entlassen. So weit ich das die letzten Jahre gesehen habe, nicht in Schleswig-Holstein.

Kommentare zu: Wohnungspolitik und die Eigentumsfrage

15 Kommentare letzter Kommentar von Peter Eschke (18.10.2019 15:32 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 15.10.2019 um 13:13 Uhr
Ohne Peter H. etwas vorwegnehmen zu wollen:
Vor allem am Beispiel Wien wird die österreichische Wohnungspolitik dargestellt: Es wurden keine kommunalen Wohnungen verkauft/privatisiert (um sie dann hinterher um einen vielfach höheren Preis wieder zurückzukaufen, wie in Berlin). Die Mieter der sozialen Wohnungsbauten sind beispielhaft "sozial durchmischt".
Der soziale Wohnungsbau in Österreich obliegt aber nicht nur den Kommunen, sondern auch gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften. Die Förderung durch öffentliche Mittel wurde in Österreich nie abgebrochen, wie in Deutschland. Siehe hierzu u.a.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/niedrige-mieten-in-wien-wohnen-als-menschenrecht.2165.de.html?dram:article_id=428567

http://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Sozialer_Wohnungsbau

So sah es bis heute in den Allgäuer Bergen aus. das wird sich aber am Wochenende wieder ändern. Von rechts: Trettachspitze, Mädelegabel und der mehrzackige Kratzer

Kommentare zu: Der Schnee von gestern und heute...

1 Kommentar letzter Kommentar von Kurt Wirth (11.10.2019 20:40 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 11.10.2019 um 20:40 Uhr
Die ersten 13 Klicker sahen das Foto seitenverkehrt. Sorry. Rechts am Fuße des Kratzers in der sonnenbeschienen Bergwiese kann man die Kemptener Hütte entdecken. Der Standpunkt ist beim Fürschießersattel.

Kommentare zu: Klimanotstand im Landkreis Gießen

5 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (11.10.2019 09:51 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 11.10.2019 um 07:52 Uhr
Sehr gut, Gießener Linke. Auch ohne, daß da unbedingt was gequält von Kapitalismus, Imperialismus, Konzernen und Illusionismus drinsteht :-)

Phillip testet Helm und Schutzweste

Kommentare zu: Schulkinder knacken Tresore und Schlösser beim Elternkindnachmittag

10 Kommentare letzter Kommentar von Christine Stapf (05.10.2019 16:01 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 04.10.2019 um 17:34 Uhr
"Räuber und Gendarm"-Spielen war zu unserer Zeit auch beliebt. Ich weiß nicht, ob schon mal untersucht wurde, ob danach der Beruf des "Räubers" nicht mindestens ebenso attraktiv angesehen wird, wie der des Polizisten. Mit Helm und Langwaffen konfrontiert man die Kinder vielleicht allzu frühzeitig mit Bürgerkriegsszenarien.

Man könnte (ab einem bestimmten Alter) doch auch demonstrieren, wie die Polizei Familienstreitigkeiten oder Auseinandersetzungen unter Alkoholisierten zu schlichten versucht oder was sie nach Eintreffen bei einem Verkehrsunfall zu tun hat. Das gäbe ein realistischeres Bild vom Polizeiberuf.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 05.10.2019 um 14:41 Uhr
Da haben Sie natürlich weitgehend recht, Frau Stapf. Natürlich werden nicht alle kriminell, die solche Spiele spielen. Es werden aber auch nicht alle Polizisten. Man sollte da vielleicht die Zahl aller Gefängnisinsassen, Bestraften und Vorbestraften mit der sämtlicher Polizisten vergleichen.

Und was in den einschlägigen Medien geboten wird, ist zweifellos problematischer, als Waffenschauen. Aber das wird ja auch nicht von der Polizei in diesen Medien dargeboten.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 05.10.2019 um 15:02 Uhr
Da habe ich meinem Sohn immer gesagt: in grauer Vorzeit waren die Menschen noch Barbaren und wußten sich nicht zu benehmen:-)

Links Widderstein, etwas weiter rechts südlichster Punkt

Kommentare zu: Wo ist Deutschlands südlichster Punkt ?

1 Kommentar letzter Kommentar von Kurt Wirth (03.10.2019 16:34 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 03.10.2019 um 16:34 Uhr
Der südlichste Punkt - wie im Beitrag beschrieben - heißt "Haldenwanger Eck":
http://de.wikipedia.org/wiki/Haldenwanger_Eck

Unweit davon östlich liegt der Schrofenpass, den man auf der Tour von der Mindelheimer Hütte zur Rappenseehütte (Heilbronner weg) passiert. Ein alter Schmuggler- und Wildererübergang zwischen Lechtal und Oberstdorf. Siehe hierzu auch:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/127879/schuesse-an-der-grenze/

Eine Wende nach der Wende

Kommentare zu: 3.Oktober 2

10 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (03.10.2019 20:55 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 02.10.2019 um 21:54 Uhr
Wie man sieht, einer aus DDR-Produktion. Dient als Träger der Botschaft. Das Ganze war am Rande einer Anti-Kohl-Kundgebung/Demo vor der Bundestagswahl 1998 auf dem Alexanderplatz.

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 03.10.2019 um 07:48 Uhr
Meines Erachtens hat er nicht viel zu der Entwicklung im Herbst 1989 beigetragen. Er ist da auf einen längst fahrenden Zug (Ostpolitik Brandt/Bahr) im allerletzten Moment aufgesprungen. Siehe hierzu auch:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/119040/helmut-kohl-forever/

Und damit auch alle anderen "Atlantis"-Sehenswürdigkeiten (Das Foto ist noch von 2018)

Kommentare zu: Das Staumauermodell am Edersee liegt seit fast einer Woche wieder frei

5 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (03.10.2019 20:39 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 02.10.2019 um 12:57 Uhr
Liegt es frei mangels genügendem Zufluß in den See oder wegen saisonüblichem Ablassen von Wasser (wie z.B. beim Forggensee, der den Winter über weitgehend geleert wird)?

entstanden bei meinem Bundestagsbesuch 2011 auf Einladung eines LINKE-MdB

Kommentare zu: 70 Jahre Currywurst und Deutscher Bundestag

10 Kommentare letzter Kommentar von Christine Stapf (02.10.2019 11:54 Uhr)

Kurt Wirth
Kurt Wirth schrieb am 02.10.2019 um 09:12 Uhr
Aha. Man lernt nie aus :-)

Kurt Wirth

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