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Ralf Praschak

Kommentare zu: CO2 Steuer für Betriebe und Privatleute

47 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Wirth (30.06.2019 09:10 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 15.06.2019 um 01:04 Uhr
Ahoi,
es fehlt der gesamten Klimedebatte eine sinnvolle Gesamtstrategie, die die Bürger auch abholt und miteinbettet - quasi eine positive Vision.

Statt dessen haben wir nur Flickschusterei - bei einer ganzen Reihe von Problemen, die dieses Land hat.

Dennoch bringt die übliche Kapitalismus-Kritik hier niemanden weiter.

Den Tesla ist typisches kapitalistisches Beispiel eines Start-Ups, was massiv Risiko-Kapital benötigt(e), um überhaupt zu überleben und irgendwann mal Gewinne zu machen.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus195123955/Tesla-Krise-Stehen-BMW-Daimler-und-VW-vor-dem-grossen-Comeback.html

Während deutsche Autohersteller primär Innovationen in der Schummelsoftware zu stande gebracht haben.

Gibt man einem kapitalistischen System aber sinnvolle Rahmenbedingungen, dann kann der Wettbewerb durch aus verschiedenen Lösungen hervorbringen.

So setzt z.B. Japan auf Wasserstoff:
https://www.golem.de/news/energie-warum-japan-auf-wasserstoff-setzt-1903-140340.html

Aber auch hier gibt es kleinere Projekte:
https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-04/mercedes-glc-f-cell-brennstoffzelle-wasserstoff-tankstelle-elektroauto

Auch wenn es, wie bei allen Technologien, Rückschläge gibt:
https://www.welt.de/wirtschaft/plus195165623/Wasserstoff-Nach-Explosion-in-Norwegen-schliessen-auch-deutsche-Tankstellen.html

Eines der Grundprobleme bei Brennstoffzellenautos ist, dass die Zelle eigentlich für einen Dauerbetrieb ausgelegt ist und nicht wirklich gut mit Beschleunigen und Bremsen zu recht kommt. Somit ist das ideale Brennstoffzellenauto ein Hybrid aus H2 und Batterie oder HiCap-Kondensator.

Aber es fehlt halt die Tankstellen-Infrastruktur dafür. Weswegen Tesla ja mit als erstes überall seine Supercharger aufgestellt hat.

Am Ende des Tages wird es wohl einen Mix aus verschiedenen Antriebskonzepten geben müssen - je nach Anforderungsprofil, wie z.B. E-Autos für Pendler, H2-Lkws für lange Strecken, etc.

Aber zurück zu den Rahmenbedingungen.

Egal ob Co2-Steuer oder sinnvoll funktionierender Co2-Zertifikate-Handel oder eine Kombination müsste meiner Meinung nach in ein Gesamtsteuer-Konzept integriert werden, um für untere und mittlere Einkommen möglichst neutral realisierbar zu werden, aber dennoch eine klimapolitische Steuerung zu ermöglichen. Da kommen dann automatisch Stichworte, wie kalte Progession, Besteuuerung von Renten, generelle Abgabenlast oder ein Staatsfond nach dem Modell Norwegens für z.B. Klimaschutz.

Oder Citymauts für Autos und damit den fahrscheinlosen ÖPNV finanzieren - was wiederum für den ländlichen Raum kaum Vorteile bringen würde.

Viele Länder um uns herum haben schon solche Systeme. Unsere Politik müsste halt mal anfangen, einen Wettbewerb der besten Ideen an den Start zu bekommen anstatt immer diese minimal Kompromisse, weil diverse Lobbyisten dazwischen grätschen:
https://www.ndr.de/info/sendungen/das_feature/ARD-radiofeature-Dreckschleuder-Deutschland,sendung871352.html

Zumal es ja weitere innovative Konzepte wie Power-to-gas oder Power-to-liquid gibt, die dann klimaneutral sein können:
https://www.golem.de/news/sun-to-liquid-solaranlage-erzeugt-kerosin-aus-sonnenlicht-wasser-und-co2-1906-141912.html

Aber es braucht eben eine Gesamtstrategie, weil es egal bei was, immer Gewinner und Verlierer bei Transformationen geben wird. Sei es Arbeitsplätze, sei es Infrastruktur, ...

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 15.06.2019 um 15:27 Uhr
Ahoi,
seit wie vielen Jahren wird nun diese Systemfrage, bei jeder Gelegenheit gestellt und verhallte bisher immer unbeantwortet?
Ich persönlich halte dies eh für utopisch.

Auch möchte ich mal die Frage in den Raum stellen, welches nicht-kapitalistische System sich bisher durch Umweltschutz hervorgetan hat?

In den ganzen existierenden und untergegangenen sozialistischen Staaten existierte ja schon das Wort Umweltschutz fast gar nicht.

Es mag und gibt sicher mehr als genügend Kritikpunkte an unserem System aus sozialer Marktwirtschaft und repräsentativer Demokratie.

Dennoch hat diese es in der Vergangenheit u.a. geschafft die Umweltprobleme Waldsterben und Ozonloch zu minimieren.

Und alle Bemühungen im Bereich alternative Antriebe geht auf kapitalistische Strukturen zurück, siehe Tesla oder Toyota.

Der springende Punkt sind einfach entsprechende Gesetzgebungen, frei von (industriellen) Lobbyinteressen - am besten international oder europäisch.
(Wobei das Vertreten von Umweltinteressen streng betrachtet auch eine Lobby darstellt)

Das Umstellen der Wirtschaft auf Klimaneutralität bietet diverse Aussichten auf Profit, Arbeitsplätze, etc.

Dies ist eben die Kunst, u.a. mittels einer sinnvollen Co2-Bepreisung, die Marktbedingungen zu verändern.

Dafür braucht es eben eine Politik von Menschen für Menschen, eine starke Zivilgesellschaft, aber auch Unternehmen, die diese Chancen nutzen - sowie eine gesellschaftliche Vision, die dies als Gesamtkonzept vermitteln kann, alle Maßnahmen bündelt und wissenschaftlich begleitet wird.

Bedroht wird dies halt von Lobbyismus auf seiten der Parteien und Populismus auf seiten der Wählenden.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 15.06.2019 um 16:28 Uhr
// Nachtrag
http://www.taz.de/Soziologe-ueber-Klimawandel/!5600327/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 16.06.2019 um 10:39 Uhr
Ahoi,
wir leben im heute und jetzt und die Klimakatastrophe kommt wohl eher morgen als übermorgen. Somit ist das Philosophieren über eine Systemfrage, wie bei jeder Gelegenheit, nicht zielführend.

Es braucht jetzt ein Bündel an Maßnahmen, um den Kompromiss des Pariser Klimabkommens überhaupt noch realisiert zu bekommen.

Darum geht es ja auch bei Fridays for Futures und ihren Ablegern.

Ergo müssen wir in dem aktuellen System mit all seinen Facetten - gut wie schlecht - auskommen.
Das größte Problem sind dabei leider CDU/CSU und SPD: Klimaskeptiker- bis -leugner, Lobbyismus und Angst vor der den östlichen Landtagswahlen im Herbst und allgemein vor dem Untergang.

Wie gesagt, die Vision fehlt, weil man halt auch von dem System selbst profitiert und Veränderungen weh tun werden. Siehe Tweet der CSU:
https://twitter.com/csu_bt/status/1139865385845456897

Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass andere Parteien es besser machen könnten.
Es wird einer gesamt gesellschaftlichen Anstregung bedürfen, der Ausgleich und Lenkungswirkung vereinten kann.

// Offtopic
"Im Sozialismus kann es keine Umweltprobleme geben."
https://www.zeit.de/1984/42/natur-ohne-chance

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 16.06.2019 um 15:45 Uhr
Ich halte diese "Systemfrage" inklusive ihrer Kampfbegriffe vorallem für verschwendete Zeit in Bezug auf die Klimakatastrophe.

Denn es ist wohl später als früher:
"Climate change: Arctic permafrost now melting at levels not expected until 2090"
https://www.independent.co.uk/news/world/americas/climate-change-breakdown-arctic-frost-thawing-canada-environment-a8959056.html

Und am Ende des Tages sind wir alle Verursacher. Es gibt hier keine Monokausalitäten und auch nicht die eine Lösung.

Scheinbar entfalten die Proteste und die damit verbundenen
Wahlergebnisse bzw. -prognosen etwas Wirkung:
https://twitter.com/FridayForFuture/status/1140233232090324992

Aber es sind halt nur Trippelschritte und immer wieder einzelne Dinge anstatt der großen Wurf, wo sich möglichst viele wieder finden können. Was eben Aufgabe (und Kunst) der Politik wäre.

// Edit
Lösungen sind einfach zu gestalten ohne ideologischen Balast

// Offtopic
„Der Sozialismus ist bislang immer gescheitert“
https://www.handelsblatt.com/politik/international/niall-ferguson-im-interview-der-sozialismus-ist-bislang-immer-gescheitert-wirtschaftshistoriker-warnt-vor-linksruck/24312278.html

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 16.06.2019 um 17:22 Uhr
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/klimaschutz-und-energieversorgung-ideen-statt-co2-credits-a-1272583.html

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 01:04 Uhr
Ahoi
die Frage hier war aber eine CO2-Bepreisung mit seinen Facetten.

Finde da eine Beantwortung nach persönlichen Definitionen eher als offtopic und nicht wirklich zielführend. Zumal diverse Begrifflichkeiten, wie u.a. Populismus, als allgemein definiert anzusehen sind.

Mag sein, dass wir als Verursachende abgedroschen erscheinen mag, aber am Ende des Tages stellt es sich einfach so dar:
Wir als Konsumenten und wir als andere gewähren Lassende.

Da hilft auch ein Blick auf die Sektoren. Energiewirtschaft und Verkehr sind die beiden "Top"-Sektoren:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energiebedingte-emissionen#textpart-1

Klar ist auch, dass wir alleine es insgesamt nicht so einfach verändern können - außer unser individuelles Verhalten. Deswegen braucht es ja auch eine realisitische, gesamtgesellschaftliche Strategie/Evolution/Vision, in der sich möglichst alle wiederfinden.

Ideologische Barrieren helfen dabei nicht wirklich weiter. Es ist eher ein pragmatischer Realismus gefragt, der ja gerne Fragen in Nebenaspekten aufwerfen darf, aber nicht darin verzetteln.

// Edit
Auch sollten wir uns nicht nur auf CO2 konzentrieren:
https://twitter.com/C_Holler/status/1140370511026896897

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 08:05 Uhr
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/co2-steuer-so-klimablind-ist-unser-steuersystem-a-1272114.html

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 09:39 Uhr
// Offtopic für alle Sozialismus-"Fans"
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/der-aufstand-des-17-juni-1953/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 12:02 Uhr
Sie weichen schon wieder vom eigentlichen Thema ab ;)
Oder habe ich konkrete Lösungsvorschläge oder eine kritische Bewertung einzelner Aspekte überlesen?

Man kann sicherlich über eine Veränderung der Strafbarkeit von Umweltverbrechen diskutieren. Aber im Rahmen von Rechtsstaat und Gewaltenteilung. Sonst ist man sehr schnell bei einem Öko-Regime:
https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/precht-194.html

Und ein Blick in die USA zeigt, dass dies durch aus geht (auch wenn es Springer-Links sind):
https://www.welt.de/wirtschaft/article171348507/VW-Manager-in-den-USA-zu-sieben-Jahren-Haft-verurteilt.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article193438299/Bayer-erlebt-in-USA-das-naechste-Monsanto-Desaster.html

Wer gibt denn Konzernen Macht?
Die Kosumenten, die die Produkte erwerben, um unterschiedlichste Bedürfnisse zu stillen.

Dies kann man von mehren Seiten ändern:
- Konzerne "zerstören"
- Konsumverhalten ändern
- Rahmenbedingungen verändern
- ...

Jede Maßnahme hat halt Vor- und Nachteile und beschreibt ganz unterschiedliche Spannungsfelder.

Eine CO2-Bepreisung betrifft auf jeden Fall Rahmenbedinungen und soll Konsumverhalten ändern.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 13:43 Uhr
Das Begrenzen der Klimakatastrophe ist und bleibt leider eine riesiges Experiment. Niemand kann vorher sagen, welche Maßnahme am Ende funktionieren wird und ob eine andere besser gewesen wäre.

Ob dies nun von Sozialismus-Nostalgikern, AKW-Befürtwortern, Neo-Lieberalen, Geo-Engineering-Befürtwortern, etc. ausgesprochen wird, ist dabei nahezu egal.

Der springende Punkt ist, dass wir nun Maßnahmen ergreifen müssen, die von einer Mehrheit getragen werden - was eben eine riesige Anstregung sein wird, um alle Eckpunkte, wie Umwelt, Soziales, Zukunftsfähigkeit, etc. möglichst unter einen Hut zu bringen.

Dafür braucht es einen Kriterienkatalog für heute und eine begleitende Überprüfung. Am Ende kann man dies dann anhand dessen bewerten. Alles andere kommt einem Kaffeesatzlesen gleich.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 15:25 Uhr
// nachtrag
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-04/kapitalismus-finanzialisierung-globalisierung-demokratie-ungleichheit

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 16:42 Uhr
// nachtrag 2
https://www.zeit.de/kultur/2019-06/paul-mason-publizist-buch-klare-lichte-zukunft-weltbild

Kommentare zu: Gegen das Vergessen- 17. Juni 1953, Panzer rollen gegen streikende Arbeiter

6 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (19.06.2019 13:40 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.06.2019 um 11:03 Uhr
Hier auch mit Bewegtbild:
https://twitter.com/RegSprecher/status/1140542981646237697

Kommentare zu: Sieben reichen nicht!

36 Kommentare letzter Kommentar von Gertraud Barthel (20.09.2016 09:42 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.09.2016 um 12:04 Uhr
Warum glauben eigentlich immer alle, dass es ein Ausschluss wäre sich für a) zu engagieren aber für b) automatisch nicht?

Das Bürgerbegehren "Drei reichen!" musste halt jetzt statt finden, weil es eben Regeln (u.a. zeitlich) dafür gibt, wenn es sich gegen einen StaVo-Beschluss richtet.

Allerdings bin ich hier auch nur der Bote ;)

Am Samstag steht dann ja TTIP und CETA im Fokus, wo wir wieder auf der europäischen bzw. internationalen Ebene wären, die u.a. auch Privatisierung und demokratische Entscheidungen vor Ort berührt:
http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/frankfurtmain/

Darüber hinaus gibt es sicherlich viele andere Themen/Baustellen. Aber es steht doch jedem Menschen frei, sich für "seine Sache" zu engagieren und dafür zu werben. Es sollte halt nur nicht erwartet werden, das andere sich automatisch für die "eigene Sache" engagieren müssen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.09.2016 um 21:57 Uhr
@Herr Walther
Das Kernteam von sieben Leuten hat, aus meiner Sicht, alles ihnen menschenmögliche getan. Unterschriften gesammelt, Flyer verteilt, Pressearbeit, Socialmedia, ... Sicher kann man immer noch mehr einfordern, aber dies kostet dann halt mehr Freizeit neben Job, Familie, etc. oder Geld (z.B. Zeitungsbeilage, Plakate jenseits der Sonderraumnutzung, ...)
Was hätten sie denn zusätzlich, anders oder besser gemacht?

"Sorgen, Nöte und Wünsche" ist mir persönlich etwas zu undifferenziert. Denn damit geht gerade das gesamte politische Spektrum von AfD/CSU über die Mitte bis hin zur Linkspartei hausieren. Zudem kann sich Problembenennung gleichen, z.B. Situation der Geflüchteten, aber die "Lösungsvorschläge" komplett widersprechen.

Es gibt halt nicht den einen richtigen Weg. Und oft steht die eigene Überzeugung auch eine Mehrheit gegenüber, z.B. der Kampf gegen den ausufernden Überwachungsstaat, der ja nur die gefühlte Sicherheit erhöhen.

Würde man eine Liste aller Probleme/Baustellen erstellen, so würde sie doch jeder Mensch unterschiedlich nach seiner Wichtigkeit sortieren.

Interessant wird es dann aber auch erst, wenn man anfängt Verknüpfungen herzustellen. Da mögen 150 k€ für Gießen für manche wenig aussehen. Wenn dann aber kein Geld beispielsweise für Bildung oder Infrastruktur da ist oder eine kommunale Steuer oder Abgabe wieder erhöht werden müssen, ergibt sich auf einmal aus der möglichen persönlichen Betroffenheit eine ganz andere Wichtigkeit.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 12.09.2016 um 21:59 Uhr
Mal ein paar Wikipedia-Links:
TISA - http://de.wikipedia.org/wiki/Trade_in_Services_Agreement
TTIP - http://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen
CETA - http://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.09.2016 um 00:53 Uhr
Ja, sie haben ihre "Sorgen, Nöte und Wünsche" konkretisiert. Aber dennoch bleiben sie subjektiv. Jemand z.B. von der FDP würde mit diesen Schlagworten ein komplett anderes Bild malen - betrachtet dieses Themen aber auch als "Sorgen, Nöte und Wünsche" - insbesondere die Privatisierung.

Um den Bogen aber wieder zu spannen. Es muss halt jemand(tm) den ersten Schritt machen und eine Idee zur Lösung an den Start bringen, um dann Bündnispartner zu sammeln.

Ich habe nicht geschrieben, dass ein Verzicht auf den vierten Hauptamtlichen mehr Geld für andere Dinge bedeuten würde. Mir ist schon klar, dass der Umkehrschluss nicht gilt. Deswegen habe ich auch nur ein Beispiel zur Mangelargumentation gebracht.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.09.2016 um 17:12 Uhr
Ehrenamtlich sind Kapazitäten halt immer begrenzt. Das könnten halt erst utopische Lösungen wie z.B. ein BGE oder eine Gesellschaft a la Star Trek TNG ändern.

Zu der Arbeit der (noch) vier Piraten-Landtagsfraktionen kann ich recht wenig sagen. SH und NRW sind allerdings recht gut vernetzt, da gab erst letztens wieder eine gemeinsame Runde.

Dennoch hilft Vernetzung und Kampagnen-Fähigkeit nur bedingt. Am Ende braucht man parlamentarische Mehrheiten (z.B. ACTA-Ablehnung im Europaparlament), eine juristische Entscheidung (z.B. Karlsruhe zur VDS I) oder Druck auf der Strasse (z.B. Netzsperren). Mal sehen wie dies nun bei TTIP, CETA und TISA am WE wird.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 13.09.2016 um 19:56 Uhr
Ja, die Bilanz der 4 Piraten-Landtagsfraktionen ist eher überschaubar. Dafür gibt es sicher viele Gründe und eigene Fehler ;( Ist aber sicher ein Thema für sich.

Ich habe parlamentarische Mehrheiten ja nur als eine von drei Säulen genannt. Manchmal kann auch ein Momentum eine Sache beflügeln. Sieht man leider aktuell in Europa und bei uns ja auch am Erstarken des Rechtspopulismus gerade ;(

Kommentare zu: Letzter Aufruf zur Unterzeichnung des Bürgerbegehrens "Drei reichen!"

2 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (09.09.2016 08:34 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.09.2016 um 20:46 Uhr
Aktueller Stand:
2241 von 3114 gesammelt (~72 %)
1495 bestätigt (~48 %)

http://www.drei-reichen.de

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 09.09.2016 um 08:34 Uhr
Finaler Stand:
2329 von 3114 gesammelt (~ 75%)
1495 bestätigt bisher

http://www.drei-reichen.de/

Kommentare zu: Aufruf zur Unterzeichnung des Bürgerbegehrens „Drei reichen!“

2 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (04.09.2016 21:57 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.09.2016 um 21:57 Uhr
Vielen Dank ;)

Der neuer Stand:
~ 48% gültig
~ 66% gesammelt

Noch 4 Tage

http://www.drei-reichen.de/

Kommentare zu: Bürgerbegehren "Drei reichen!" geht in die entscheidende Phase

10 Kommentare letzter Kommentar von Ralf Praschak (04.09.2016 21:56 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 26.08.2016 um 13:09 Uhr
Aktueller Stand:
~ 40% gültig
~ 48% gesammelt

Viel Zeit ist leider nicht mehr.

http://www.drei-reichen.de

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 31.08.2016 um 11:35 Uhr
Neuer Stand:
~ 40% gültig
~ 59% gesammelt

Letztes Wochenende vor dem Ende.

http://www.drei-reichen.de/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 04.09.2016 um 21:56 Uhr
Neuer Stand:
~ 48% gültig
~ 66% gesammelt

Noch 4 Tage

http://www.drei-reichen.de/

Kommentare zu: »Drei reichen!« rührt an latenter Demokratiefeindlichkeit

3 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (27.08.2016 23:31 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 27.08.2016 um 14:01 Uhr
Wie soll denn ein gesetzlich festgelegter (HGO) direkt demokratischer Prozess "latent Demokratiefeindlich" sein?

Zumal das Bürgerbegehren "Drei Reichen!" NUR ein Bürgerentscheid zum Ziel hat, wo dann alle Wahlberechtigten über die Frage eines 4. Hauptamtlichen entscheiden dürfen - anstatt eine Koalition, die bei der Wahl nicht wirklich mitzubestimmen war.

Demokratischer geht es eigentlich nicht!

Dies dann in eine rechte Ecke Marke Koch zu rücken, grenzt schon etwas an Beleidigung.

Sicherlich muss man den Argumenten von "Drei Reichen!" nicht folgen oder sie teilen. Dennoch sind andere als die eigene Meinungen nicht gleich populistisch.

Kommentare zu: Nein, es war keine dusselige Reklame

9 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (31.08.2016 07:24 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 17.08.2016 um 15:10 Uhr
Das Anschreiben und das Formular als PDF gibt es auch unter:
http://www.drei-reichen.de

Kommentare zu: Karfreitag und das Gedenken an ein großes Unrecht.

49 Kommentare letzter Kommentar von Michael Beltz (28.03.2016 16:53 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 24.03.2016 um 23:59 Uhr
Gibt noch weitere Aspekte der Feiertagsgesetze:
http://www.tanzen-gegen-tanzverbot.de/index.php/filmverbot/

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 09:33 Uhr
Nun, die Filmzensur erfolgt durch die FSK:
https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwillige_Selbstkontrolle_der_Filmwirtschaft#Feiertagsfreigabe

Da dürften die Kirchen nicht direkt involviert sein, wäre aber auch mal interessant die FSK genauer zu durchleuchten.

Ansonsten werden die Gesetze immer noch vom Bundestag und den Landtagen gemacht.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 21:57 Uhr
Der Kampf um die Liberalisierung der Feiertagsgesetzgebung sollte sich nicht der Religionskritik bedienen, denn die Religionsfreiheit ist auch ein Grundrecht und schließt obendrein die Freiheit von jeder Religion mit ein.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 22:12 Uhr
Nun, mit dem Verspotten haben Sie recht.

Aber Satire ist durch die Meinungsfreiheit als Grundrecht gedeckt - auch wenn man den Inhalt nicht verstehen oder gar teilen mag.

Aber Verständnis ist zum Glück keine Bedingung auch nicht für Feiertage und gerade Ostern plus Weihnachten sind durch kommerzialisiert.

Das Argument, dass dann doch alle Arbeiten sollen und die Feiertage abgeschafft werden sollten, hat auch eine humoristische Komponente. Insbesondere wenn man bedenkt, welche Dienstleistungen man an Feiertagen dann doch selbst in Anspruch nimmt - die ja auch von Menschen erarbeitet werden.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 22:26 Uhr
Diese Trennung ist eben die Kunst und daran wird man in einem sachlichen Diskurs dann auch gemessen.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 22:55 Uhr
Diskutieren darf man fast alles ;)

Aber Glauben ist eben keine rationale Angelegenheit. Deswegen ist die Vermischung von Religionskritik und der Forderung nach Liberalisierung einer weltlichen und möglichst neutralen Feiertagsgesetzgebung nicht hilfreich.

Sieht man ja z.B. an Herr Mengers Reaktion. Über die Verbote diskutieren, aber die Religionsfreiheit und die Würde des Anderen wahren. Er greift ja auch nicht die "üblichen Protagonisten" an.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 23:11 Uhr
Zwischen Ideal und Realität gibt es immer Lücken - zumal in einer Demokratie in der Regel Mehrheiten für Veränderungen notwendig sind.

Politik ist halt nicht frei von Lobbyismus und Menschen ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 25.03.2016 um 23:21 Uhr
Ja, ich hätte da auch lieber via Bürgerentscheid auf Bundesebene selbst drüber abgestimmt

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 26.03.2016 um 01:23 Uhr
Mir ging es zwar um die Sterbehilfe, aber auch ein Feiertagsgesetz könnte gerne via Bürgerentscheid novelliert werden.

Klar, würde es wahrscheinlich um beides derzeit schlecht aussehen - insbesondere wo das Pendel gerade nach rechts schwingt.

Aber ich kann mit demokratischen Entscheidungen, die viele Treffen und wo man für die eigene Position werben kann, besser umgehen als mit einer statischen Mehrheit gekoppelt mit Fraktionsdisziplin und ggfs. Lobbyisten-Einfluss.

Zudem müssten wir wohl massiv die Bildung hochfahren.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 26.03.2016 um 09:22 Uhr
Das ist doch offensichtlich. Eine Tendenz zu früher war alles besser, das Befürworten von (gefühlter) Sicherheit mit einhergehenden Einschränkungen von Freiheitsrechten sowie die stärkere Akzeptanz von Autoritäten.

Oft geht dies dann mit dem Propagieren der christlich-abendländischen Kultur einher.

Daraus ergibt sicher die Annahme, dass über direktdemokratische Prozesse in nächster Zeit eher keine Liberalisierungen zu erwarten sind oder es zumindest schwerer haben werden.

Kommentare zu: Kumulieren und Panaschieren abschaffen?

29 Kommentare letzter Kommentar von Gertraud Barthel (16.03.2016 09:43 Uhr)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 07.03.2016 um 15:55 Uhr
Ist das Wahlsystem denn kompliziert oder wird es nur als solches betitelt.

Denn wer nicht Kumulieren oder Panaschieren möchte, kann einfach ein Listenkreuz setzen, wie es bei anderen Wahlen auch der Fall ist.

Die Frage ist doch eher, für welches Problem soll ein einfacheres Wahlsystem eine Lösung sein?
Denn die Wahlbeteiligung ist - zumindest in Gießen - erneut gestiegen.

Wahlhelfer im Sinne von Video (siehe hessenschau.de) oder Online-/Mobile-Apps fürs Erstellen von Wahlausfüllhilfen sind sicher einfach zu realisieren.

Briefwahlunterlagen farbzukodieren und zu nummerieren inkl. Anleitung war auch diesmal schon der Fall.

Online-Voting via Blockchain (Technik hinter Bitcoins) wäre natürlich die Krönung.

Aber das grundlegende Problem ist doch eher eine Verdrossenheit gegenüber dem System und die mangelnde Attraktivität der Kommunalwahlen/-politik.

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 10.03.2016 um 17:21 Uhr
Mit diesen Schreibweisen - die im übrigen nicht neu sind - löst man aber keine realen Probleme, wie z.b. EqualPay.

Auch wenn das Anliegen dahinter, die sprachliche Gleichberechtigung aller Geschlechter, unterstützenswert ist, so gibt es viel kreativere und intelligentere Optionen, die auch noch den Rechtschreibregeln entsprechen und Texte nicht unlesbar machen, wie z.B.:
* Studierende
* zu Fuß Gehende
http://www.heise.de/tp/news/Zu-Fuss-Gehende-statt-Fussgaenger-2008307.html

Aus Kollegen könnte so beispielsweise Mitstreitende werden ;)

Ralf Praschak
Ralf Praschak schrieb am 10.03.2016 um 17:44 Uhr
Das ist eben der Unterschied zwischen ideologischem und kreativem Umgang ;)

Ich persönlich lese Texte mit Binnen-I o.ä. nur noch wenn es wirklich sein muss, weil es in der Regel dem Lesenden Mehrarbeit auferlegt.

Unterstrich (Gendergap) und das neuere Sternchen (Wildcard) sollen ja alle Menschen unabhängig ihres Geschlechtes einschließen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gendergap_%28Linguistik%29

Eine neutrale Form führt auf Seite des Schreibenden zur kreativen Mehrarbeit, um die Texte leserlich zu halten. Zudem ist es gesellschaftlich leichter zu adaptieren, da Sprache ein gewachsenes und lebendiges Konstrukt ist und eben nicht einfach so mal geändert werden kann.

Zudem kann man auch eine Diskriminierung durch Reduktion auf ein * oder _ sehen - genauso wie im Anhängsel innen. Die neutrale Form hat dieses Manko nicht, da alle gleichberechtigt in einem Wort angesprochen werden und durch Artikel spezifiziert werden können:
- Der Radfahrende
- Die Radfahrende
- Die Radfahrenden

Ich halte dies persönlich für die fairere, lesbarere und somit demokratischere Lösung. Sie mag nicht perfekt sein, aber kommt einem Ideal am nächsten ohne ideologischem Überbau.

Ralf Praschak

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