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ADFC stellt klar: Ein Fahrradparkhaus ist dringend erforderlich

von ADFC Gießenam 18.10.20102706 mal gelesen5 Kommentare
Dieses Bild vom Göttinger Bahnhof zeigt wie ein Fahrradparkhaus aussehen könnte und gleichzeitig, dass Radstationen gut angenommen werden.
Dieses Bild vom Göttinger Bahnhof zeigt wie ein Fahrradparkhaus aussehen könnte und gleichzeitig, dass Radstationen gut angenommen werden.
Gießen | In diversen Presseartikeln nach der Bürgerversammlung zum Bahnhofsvorplatz wurde teilweise der Eindruck erweckt, der ADFC Gießen hätte sich ablehnend zum geplanten Fahrradtiefgeschoss am Bahnhof geäußert. Dies möchten wir richtigstellen und das Thema inhaltlich vertiefen.

Die Aussage, dass eine solche überwachte und in der Regel kostenpflichtige Abstellmöglichkeit nur von ca. 20 % der jetzigen Radfahrer am Bahnhof angenommen wird, speist sich aus der Erfahrung anderer Radstationen und stellt nur eine ungefähre Größenordnung dar. Dazu kommt noch ein Anteil neuer Kunden, die bisher die Kombination Rad/Bahn nicht für ihren Arbeitsweg benutzt haben. In Münster sind beispielsweise 25 % der Radstationsnutzer vorher nicht mit dem Rad zum Bahnhof gefahren. Alleine im Bereich der Universität werden in den nächsten Jahren voraussichtlich 5.000 Fahrradabstellplätze im Rahmen der Stellplatzsatzung geschaffen. In Verbindung mit der insgesamt verbesserten Fahrradinfrastruktur ist in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Ausweitung des Bedarfs an Bike-and-Ride-Parkplätzen am Bahnhof zu rechen.

Daher ist ein Fahrradparkhaus
Mehr über...
ÖPNV (76)Verkehr (170)Radverkehr (66)Radfahren (158)Parkplatz (34)Fahrrad (191)Bahnhofsvorplatz (20)Bahnhof (102)Bahn (119)ADFC (71)
unverzichtbar, welches wenn möglich mit einer Servicestation kombiniert werden sollte, um noch attraktiver zu werden. Auf keinen Fall sollte das Tiefgeschoss weiter entfernt vom Bahnhof platziert werden, die Nutzer haben durch die tiefere Ebene ohnehin schon einen längeren Weg zu bewältigen.
Für die Radler, denen eine solche Anlage zu umständlich oder teuer ist, muss es weiterhin oberirdische Abstellanlagen im Bahnhofsumfeld geben, denn wir wollen für alle Radler eine adäquate Abstellmöglichkeit.
Der Vorschlag, die überwachten Radparkplätze an der Lahnstraße zur verorten, kann keine Alternative sein. Der Radverkehr, insbesondere der universitäre, spielt sich zu 90 % auf der anderen Gleisseite ab und das Erreichen der Lahnstraße wäre mit einem erheblichen Umweg verbunden. Möglich wäre dort aber eine Erhöhung der Zahl der fest vermieteten Fahrradgaragen.

Mehr zum Thema auf: http://www.adfc-giessen.de

Dieses Bild vom Göttinger Bahnhof zeigt wie ein Fahrradparkhaus aussehen könnte und gleichzeitig, dass Radstationen gut angenommen werden.
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Bis auf den letzten Platz belegt sind die Fahrradabstellanlagen am Alten Wetzlarer Weg. Am Bahnhofsplatz sieht es nicht besser aus. Der ADFC fordert daher ein gesichertes Fahrradparkhaus, um für die Radfahrer ein weiteres Angebot zu schaffen.
Bis auf den letzten... 
Die Lahnstraße ist laut ADFC keine Alternative zu einem Farradparkhaus am Bahnhofsvorplatz. Trotzdem könnten die derzeitigen Fahrradboxen aufgestockt werden. Die Stellplätze werden hier derzeit für 7,50 € pro Monat von den Stadtwerken vermietet.
Die Lahnstraße ist laut... 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.613
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2010 um 21:36 Uhr
Wenn ich die Wahl zwischen der alten Treppe mit dem alten Bahnhofsgebaeude und einem Fahrradparkhaus und einem Neubau mit Aufzuegen im Vorplatz habe werde ich mich fuer die alten Gebaeude entscheiden. Giessen hat kaum noch alte Gebaeude . Die wenigen die den 6.12.1944 ueberlebt haben sind unbedingt schuetzenswert. Man Bedenke Giessen wurde in dieser Nacht zu 67 % zerstoert. 90% der Innenstadt wurde vernichtet. Selbst in Wikipedia wird der Bahnhof erwaehnt als einer der wenigen intakten Gebaeudekomplexen die Giessen noch hat. Jetzt kommt die Bahn mit einem weiteren s21 nur in Giessen. Kein weiteres prestige objekt. Sanieren ja kaputtmodernisieren nein danke
ADFC Gießen
477
ADFC Gießen aus Gießen schrieb am 19.10.2010 um 00:05 Uhr
Sehr geehrte Frau Freeman, die Frage des Fahrradtiefgeschoss ist unabhängig von der Frage der Gestaltung der historischen Treppenanlage. Selbst die Variante 1 mit Bahnhofstreppe, alter Rampenanlage und historisch nachgebautem Kopfbau hat (wie alle vorgestellten Versionen) einen Platz für ein Fahrradtiefgeschoss vorgesehen.
Nicole Freeman
10.613
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2010 um 08:32 Uhr
Eine Tiefgarage fuer Fahrraeder die ein haufen Geld kostet und am Ende werden die Raeder doch wieder wild abgestellt. Ein Bewachter Parkplatz kostet Geld und wie man auf dem Bild Lahnstrasse sieht stehen dann da keine Raeder.Warum sollten sich die Giessener Radfahrer Ploetzlich anders verhalten
ADFC Gießen
477
ADFC Gießen aus Gießen schrieb am 19.10.2010 um 11:34 Uhr
Sehr geehrte Frau Freeman, auf dem Bild an der Lahnstraße können Sie im Parkhaus keine Räder sehen, weil die Räder in den hellblauen Boxen stehen. Die Boxen sind nach Auskunft der Stadtwerke Gießen alle vermietet. Zum Teil sogar an zwei Nutzer pro Box.
Andrea Mey
10.907
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 24.10.2010 um 23:00 Uhr
Ich wußte gar nicht, daß in Gießen auch Fahrradboxen stehen..., ist wohl zu abseits in der Lahnstraße, da die meisten Radler wirklich von der anderen Gleisseite her kommen.
In Rotenburg an der Fulda habe ich Fahrradboxen gesehen, die für Bahnreisende für einen Tag zu mieten sind. Es funktioniert ähnlich wie ein Spind im Schwimmbad: man wirft eine Geldmünze ein und die Box läßt sich verschließen. Wenn man die Box mit dem Schlüssel wieder aufschließt, kommt zwar die Münze nicht mehr heraus (dadurch finanzieren sich die Boxen), aber man kann sicher sein, daß man sein Fahrrad unversehrt wieder bekommt.
Sicher wird es Möglichkeiten geben, solche Boxen aufzustellen und dabei das alte Bahnhofsgebäude und die alte Treppe zu erhalten. Das eine ist ja nicht von dem anderen abhängig.Diese Variante ist für Bahnreisende interessant, die nicht mit dem Auto oder dem Bus zum Bahnhof kommen möchten und die eine Tagesausflug mit der Bahn unternehmen möchten, ohne das Rad mitzunehmen.
Als begeisterte Radlerin würde ich mich über solche Fahrradboxen freuen, denn dann könnte ich mit dem Rad an den Bahnhof fahren und mit der Bahn weiter fahren. Leider ist das nicht möglich, wenn man nicht weiß, wo man sein Rad sicher abstellen kann. Ich denke, eine Tiefgarage für Fahrräder wird zu viel zu kostspielig, das würde ich nicht befürworten!
Für die Berufspendler, die ständig eine Fahrradbox benötigen, sollten mehr fest mietbare Fahrradgaragen zur Verfügung gestellt werden.
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