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Hände weg von Kuba

Gießen | Pressemitteilung

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba äußert Genugtuung darüber, dass auf der letzten UN-Vollversammlung 188 der 193 Mitgliedstaaten für die Aufhebung der seit 50 Jahren andauernden US-Blockade gegen Kuba gestimmt haben, darunter auch die BRD und alle EU-Staaten. Auch der Beschluss der EU-Außenminister vom 19.11. zur Verbesserung der Beziehungen zu Kuba wurde ausdrücklich begrüßt.

Umso unverständlicher ist die "Kleine Anfrage" der Grünen an die Bundesregierung unter dem Titel „Unterstützung von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Kuba“, die aus böswilligen Unterstellungen und Verleumdungen besteht, erklärte Gernot Linhart, Sprecher der Gießener FG. Unverhohlen wird darin die Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates verlangt, indem die deutsche Botschaft in Havanna aufgefordert wird ihre Kompetenzen u.a. zur Unterstützung von „Oppositionellen“ zu missbrauchen.

Gernot Linhart sieht hier eine offensichtliche Parallele zur Kampagne der Grünen gegen Eritrea, wie sie insbesondere vom Stadtverordneten Grothe betrieben wird. Er erinnerte an den Jugoslawienkrieg, der von den Grünen aktiv mitgeführt wurde und mit der Lüge J. Fischers begründet wurde, „Auschwitz verhindern“ zu wollen. Auch auf ihrem letzten Parteitag haben die ehemals pazifistischen Grünen mit dem Beschluss zur „Schutzverantwortung“ gegenüber den Menschen, deren Menschenrechte in ihrem Heimatland – nach Ansicht der Grünen – verletzt werden, künftige Kriege legitimiert.

Solidarität mit Kuba, das auch die andauernde Blockade in 50 Jahren nicht bezwingen konnte, ist nach wie vor notwendig.

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Kommentare zum Beitrag

Sven Käs
457
Sven Käs aus Lollar schrieb am 28.11.2012 um 20:04 Uhr
Langsam nervt's, hier in der GZ jedes halbwegs kommunistische Land hochzujubeln. Wieso hängen denn weltweit so viele Flüchtlinge aus den 2 genannten Ländern rum, weil es da so toll ist?

Und die Jugoslawien-Kritik an den Grünen ist wirklich lächerlich und zeigt mir, dass sie zumindest von diesem Teil der Welt Null Ahnung haben. Ich habe mal eine ganze Zeit in Serbien gearbeitet und kann sagen, dass da der politisch Extremismus, in Deutschland würde man von Rechtsradikalen sprechen, und Hass auf Moslems massiv ist und dort sich tausende weitere Moslems hingemetzelt worden wären, wenn der Westen da nicht eingegriffen hätte.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.11.2012 um 10:13 Uhr
Mich nervt es, wenn die Haltung der Bundesregierung in diesem Fall lächerlich gemacht wird. Die Regierung unter Merkel hat gewiss nicht die Absicht, Kuba zu loben. Das Embargo der USA (Israel macht natütlich mit) gegen Kuba ist eine der vielen Maßnahmen, die dem Völkerrecht nicht entspricht. Kuba ist seit der Revolution durch die USA bedroht. Jetzt raten Sie mal warum!
Andere Länder konnten derartigen Embargomaßnahmen und Bedrohungen nicht widerstehen. Raten Sie auch hier, warum Kuba immer noch existiert.

Kriegsvorbereitungen gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Syrien und jetzt Iran, Nordkorea (wenig Bodenschätze!), Eritra werden immer mit Propaganda und Lügen stattfinden. Und jetzt würde die Führung der Grünen gerne in Kuba einmarschierenn lassen.
Bevor die Bevölkerung bombadiert wird, spricht man von Menschenrechtsverletzungen.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.11.2012 um 16:38 Uhr
Das ist doch endlich mal eine inhaltliche Antwort, Herr Hilpers. Gut, dass Sie Ihr Wissen über die Jubelperser eingebracht haben, weil man sonst denken könnte, der Hilpers hat zum Thema nichts zu sagen.
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 29.11.2012 um 18:39 Uhr
Interessant bei den Grünen finde ich so den Verlauf, von der Gründung bis heute. Wie schnell die anderen Parteien doch rechts überholt wurden, als es an die Fleischtöpfe ging. Und noch seltsamer ist, das es Leute gibt, die die Grünen immer noch für "langhaarige Bombeleger" halten. Eine Frau aus meinem Bekanntenkreis erzählte, sie hätte sich jetzt so über die etablierten Parteien geärgert, sie würde jetzt radikal links wählen. Die Grünen !!! ??? Und die gute Frau hat durchaus studiert und ist des Lesens und Schreibens mächtig. Eine der Gründungsbewegungen der Grünen war die Friedensbewegung - ob da auch schon angedacht war, den Frieden herbeizubomben ?
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.12.2012 um 12:40 Uhr
Sie haben das Problem nach dem Einmarsch in Polen angesprochen, Herr Gause. Im Prinzip bin ich der Meinung, jedes Volk muss selbst entscheiden und sich eventuell selbst befreien - ohne Einmischung von außen. Dennoch gebe ich Ihnen Recht, über die von Ihnen gestellte Frage nachzudenken.
Im Nachhinein kommt man mit dem historischen Wissen gelgentlich zu andren Schlussfolgerungen als im aktuellen Augenblick.
Warum haben England und Frankreich nicht eingegriffen. Dazu existieren unterschiedlich Einschätzungen. Es könnte damit zusammenhängen, dass Churchill mit seiner Äußerung "wir haben das falsche Schwein geschlachtet" ein starkes Deutschland der "drohenden Bolschewisierung" durch die Sowjetunion vorziehen wollte; hoffend auf den Einzug der Deutschen über Polen weiter nach Osten.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 03.12.2012 um 13:15 Uhr
Herr Gause, Sie machen es sich nicht einfach. Was schlagen Sie vor?
Inzwischen hat es viele tote Zivilisten und keine Verbesserung der Lage in Kriegen im Irak, Afghanistan..gegeben. Dort sollten Menschenrechte und Demokratie eingeführt werden.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 05.12.2012 um 07:31 Uhr
Mal eine ganz einfache Frage, Herr Beltz:

Möchten Sie gerne in Kuba leben? Oder möchten Sie dass ihre Kinder dort leben?

Kuba im Urlaub oder im Fernsehen zu erleben ist eine Sache, dort dauerhaft zu leben ist eine ganz andere Sache. Reisebeschränkungen, permanente Mangelwirtschaft und sehr eingeschränkte Meinungsfreiheit der Einwohner relativieren für mich dieses "Arbeiterparadies" dann doch sehr schnell.

Und wenn jetzt das Argument kommt, das wäre ja nur wegen den U.S.A. und Israel so schlecht' dann möchte ich sagen: hätte er sich das mal vorher überlegt... der Herr El Presidente...
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 05.12.2012 um 07:35 Uhr
Ach, danke Herr Professor, mich ermüden solche Argumente immer so unendlich, weil ich das Gefühl habe, daß es nur Provokationen sind. Daraufhin macht man sich die Mühe, Argumente und Belege zu finden, verwendet sehr viel Zeit um dann festzustellen, daß die Wahrheit niemanden im Geringsten interessiert. Es gab da wirklich über all die Jahre genug Informationen, wenn man sie denn hätte hören wollen, im WDR glaube ich, sogar eine Dokumentation.Naja im Moment werden ja die Gründe für den Krieg gegen Syrien vorbereitet. Jetzt schreit man so lange was von chemischen Waffen bis sie herbeigeschrien sind.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 05.12.2012 um 07:38 Uhr
Stimmt... Argumente werden völlig überbewertet!
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 05.12.2012 um 08:49 Uhr
Hmm, mein Kommentar wirkt ein bischen mißverständlich. Ich meine natürlich nicht, daß Ihre Argumente mich ermüden Herr Professor - weil sie sind ja schlicht die Tatsachen - und ich bin dankbar für die Mühe, für die ich leider keine Zeit hatte. Frau Schepp, der Hauptgrund nicht in Kuba leben zu wollen, wäre für mich die Hitze - ich habs nicht gern so warm. Ansonsten ist z. B. die Gesundheitsversorgung dort vorbildlich und Reisebeschränkungen sind erstens inzwischen geändert worden und von Reisefreiheit merke ich hier auch nichts. Wenns Geld dann nicht mal für einen Urlaub im Vogelsberg reicht, weiß ich nicht, was daran Reisefreiheit ist.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 05.12.2012 um 10:55 Uhr
Ich möchte definitiv dort nicht dauerhaft leben! Weder als Deutsche noch als Kubanerin.
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 05.12.2012 um 11:19 Uhr
Kuba kann man ja vom Lebensstandard nur mit anderen Dritte Welt Ländern vergleichen - trotzdem überrundet es mit mancher Statistik locker "moderne Industrienationen". Z. B. ist die Kindersterblichkeit weitaus niedriger als in den USA und ähnlich wie hier in der EU. Und wo man dauerhaft leben möchte - hier bin ich halt daheim.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 10:37 Uhr
Liebe Frau Schepp, was hätte sich Fidel Castro mit seinen Mitstreitern vorher überlegen sollen?. Ich denke, darauf hat Prof. Aris Christidis eine klare Antwort gegeben.
Oder bevorzugen Sie ein Land mit solchen Bedingungen. Ich glaube, wenn Sie ehrlich antworten, kommen Sie zu einem anderen Ergebnis.

Wie Sabine Albrecht: Ich lebe seit 65 Jahren in Gießen, und will weder nach Kuba noch nach Düsseldorf um ziehen.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 06.12.2012 um 15:37 Uhr
Na ja, verbessert hat El Presidente hauptsächlich die Verhältnisse für sich und seinen Familienclan. Von daher unterscheidet sich der Kommunismus/Sozialismus wenig vom durch ihn abgelösten Kapitalismus.
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 06.12.2012 um 17:00 Uhr
Nun Frau Schepp das war aber dann ein recht aufwendiger Weg - als Anwalt hätte er das doch einfacher und unter weniger Gefahr für Leib und Leben haben können. Und Che war von Hause aus gutgestellt und Arzt - den Aufwand zu betreiben - ich glaub das kanns nicht gewesen sein. Also den Tipp ne Revolution zu machen wenn man reich werden will - hmm gebe ich meinem Sohn lieber nicht mit auf den Weg.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 18:54 Uhr
Frau Schepp, es ist bedauerlich, dass Sie irgendwelchen Vorurteilen vertrauen, die die Gegner von Kuba in die Welt setzen. Fliegen Sie in das Land, besuchen Sie mal Veranstaltungen zum Thema Kuba und lesen Sie och bitte nicht nur Spiegel, Welt, Faz Bild usw., also die im Geiste gleichgeschaltete Presse.
Bernd Zeun
10.316
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 22:01 Uhr
Schauen wir uns doch mal ein paar Zahlen an, das Bruttoinlandsprodukt von Kuba beträgt 2011 laut Weltbank 60,81 Milliarden USD, Kuba hat 11,25 Millionen Einwohner, macht ein ungefähres monatliches Pro-Kopf-Einkommen von 450 USD oder beim gegenwärtigen Wechselkurs 346 EUR - Hartz IV Bezüge.

7,2% der deutschen Bevölkerung von 81,2 Millionen beziehen Hartz IV, d.h. ca. 5,8 Millionen. Ich vermute, noch einmal soviel schlagen sich mit Minijobs oder Gehältern durchs Leben, die ihnen nur wenig mehr als Hartz IV lassen. Damit leben in Kuba und Deutschland angenähert gleich viele Menschen mit vergleichbar niedrigem Einkommen.

Man muss natürlich zugeben, in Deutschland haben Einwohner mit Niedrigsteinkommen die erheblich größere Auswahl an Konsumartikeln, die sie sich nicht leisten können ;-)
Bernd Zeun
10.316
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 22:13 Uhr
Nach Kuba ziehen würde ich allerdings auch nicht, denn ich glaube, was Meinungsfreiheit angeht, bestehen da doch noch erhebliche Defizite und eine Diskussion wie in der GZ zum Beispiel wäre dort nicht möglich. Und die Stürme in der GZ sind mir auch lieber, als die, die mir das Dach vom Haus fegen.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.12.2012 um 19:04 Uhr
Ich möchte dem Herrn Hilpers keine Naziparolen unterstellen.
Außerdem liegt er mit seinen ersten drei Sätzen nicht völlig falsch.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.12.2012 um 12:18 Uhr
Herr Fürst, es geht nicht um Kampfbegriffe. Es geht darum, deutlich zu machen, welche Interessen der überwiegende Teil der Medien vertritt.
"Wir verteidigen unsere Interessen am Hindukusch"
"Im Irak wird Giftgas gelagert"
Militärisches Eingreifen in anderen Ländern "dient der Friedenssicherung"
"Das kapitalistische Systhem ist alternativlos"
"Kuba ist eine Diktatur"
"Eritrea ist eine Miltärdiktatur"

Warum werden die USA nicht als Folterstaat bezeichnet?
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.12.2012 um 12:27 Uhr
Also erstens, Herr Fürst, Diktatur heißt einfach nur Herrschaft und ist zunächst wertfrei. Die Vorausetzung, ein Staat zu sein, besteht darin, dass eine Bevölkerung, eine Regierung und ein begrenztes Land vorhanden sind (nach Karl Schmidt, einem konservativen Staatstheoretiker aus dem letzten Jahrhundert)
Dieser Staat hat dann eine Regierung - unabhängig ob gewählt, von wem gewählt oder nicht gewählt - und diese Regierung übt Herrschaft aus (Staatsgewalt). und diese Herrschaft ist mit dem aus dem Latein geholtem Begriff "Diktatur" durchaus für alle Staaten der Welt zu benutzen.

Wenn Sie argumentieren, dass nach entsprechneder Theorie "außerhalb des Rechtstaats" gefoltert werden darf, dann ist dieser Staat eben ein Unrechtsstaat. Ob die Regierung eines solchen Staates Herrschaft ausübt oder Diktatur genannt wird, spielt keine Rolle.
Ich persönlich lehne jegliche Folter ab. In Deutschland werden Folter genau wie Sippenhaft gesetzlich untersagt.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.12.2012 um 12:28 Uhr
"Wie man mit politischen Gefangenen umgeht", kann man für die BRD bei einem Blick in die Geschichte der 50/60iger Jahre erfahren.
In dieser Zeit z.B. wurden tausende Kommunisten verfolgt und wegen ihrer Parteizugehörigkeit ins Zuchthaus gesperrt. Und wer waren die Richter? Es waren oftmals die gleichen, die in der Nazizeit als Richter für "Recht und Ordnung" gesorgt hatten.
Also solche Typen wie Filbinger und Freunde. Es liegen hunderte Namen vor von Richtern, Staatsanwälten Polizeikommissaren, die sowohl dem Nazi-Regime und nach 1945 dem neuen Staat gedient haben.
Bei den Nazis gab es nicht einfache Gefängnisstrafen und somit hatten diese Faschisten einen reichen Schatz an Erfahrung für "die Wahrung der Menschenrechte".
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.12.2012 um 18:20 Uhr
Doch bitte eine Übersetzung! - Requiesceat in pace!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.12.2012 um 12:30 Uhr
Es gibt verschiedene Fälle, die aus rechtsstaatlicher Sicht einen anderen Verlauf nehmen müssten. Der Fall mit der Großmutter ist mir nicht so bekannt, dass ich ihn rechtlich endgültig beurteilen kann. Zumindest erscheint das "justitiable" Verhalten äußerst befremdlich, soll hier jemand verurteilt werden, dem man irgendwie keine Straftat nachweisen kann. Dem ganzen fehlt die Logik, ohne hier von Willkür sprechen zu wollen.
Den hessischen Steuerfahndern wurden psychische Störungen unterstellt, in Bayern wurde ein Mann in die Psychatrie gesteckt, weil er auf finanzeille Betrügereien hinwies. Es gab genügend Fälle, in denen der "Erbonkel oder -tante" in die Psychtrie verbracht wurden, um schnell er an das Erbe zu kommen.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.12.2012 um 13:23 Uhr
Ich möchte nicht, dass sich andere Länder in die Angelegenheiten unseres Landes einmischen. Dass die CIA das oft genug getan hat wie bei der Empfehlung des politischen Personals, ist schon schlimm genug. Die USA behalten sich beklanntlich das "Recht" vor, im Falle von Verurteilungen von US-Bürgern in einem anderen Land, dort zu intervenieren.
Wenn Sie, Herr Fürst, auf Zivilverfahfren hinwiesen, dann liegen Sie insofern nicht ganz richtig, da auch in Strafverfahren Beweise Grundlage für das folgende Urteil sind, was bei Indizienprozessen oft schwierig zu handhaben ist. Das Prizip "in dubio pro reo" ist nach wie vor als Grundhaltung der Richter gültig.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.12.2012 um 17:16 Uhr
Na, Herr Fürst, sehen Sie sich mal eine Zusammenfassung von sowohl zivil- als auch strafrechtlichen Urteilen an, da kommt es trotz fleißiger staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen schon mal vor, dass ein Angeklagter nicht verurteilt wird. Zum Glück gibt es also Richter.
Auch in der Gießener Tagespresse taucht schon mal so ein Fall auf.

Die USA ins Spiel bringen ist eigentlich nicht verwunderlich. Alleine schon die Tatsache ihrer Größe , Bedeutung und wirtschaftliche als auch militärische Macht fordert das heraus. In der normalen bürgerlichen Presse wird die USA, die Wahl von Obama und anderes öfter erwähnt als kleinere Länder.
Ich habe allerdings keinen wertneutralen Blick und kritisiere die angemaßte Rolle als Weltpolizist.
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 19.12.2012 um 10:43 Uhr
"Ich möchte nicht, dass sich andere Länder in die Angelegenheiten unseres Landes einmischen. "
Dann sagen Sie uns doch, wass sie von russischen Panzern in der DDR, in Ungarn, in der CSSR und in Afganistan halten und gehalten haben, Herr Beltz.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.12.2012 um 18:00 Uhr
Habe lange überlegt, in den Fingern hat`s ja schon länger "gejuckt"...
Bin gespannt ob es noch ne Antwort auf die von Herrn Epstein gestellte Frage gibt. Die Diskussion hat ja ne für mich unerwartete Richtung genommen, aber die Antwort sollte schon noch kommen, ist keinesfalls unbedeutend, schaun mer mal...

aber zum eigentlichen Beitrag selbst = wieso wird überhaupt in Frage gestellt, dass dies sehr zu begrüßen ist? = "...auf der letzten UN-Vollversammlung 188 der 193 Mitgliedstaaten für die Aufhebung der seit 50 Jahren andauernden US-Blockade gegen Kuba gestimmt haben, darunter auch die BRD und alle EU-Staaten. " Da wird halt lieber etwas vom Thema abgelenkt, und die übliche "Antikommunismus-Keule" rausgeholt, damit muss man sich dann ja auch nichts inhaltlichem stellen...
nur damit kein Missverständnis herrscht = es gibt einiges zu kritisieren an Kuba, und die entscheidende Frage ist nicht Aris = ist es dort jetzt wesentlich besser als unter Batista, das wird keiner mit gesundem Menschenverstand ernsthaft leugnen. Die entscheidende Frage ist doch, zumindest für Sozialisten = hat dort die Arbeiterklasse die Macht, und nicht ob die Lebensverhältnisse im Vergleich zu anderen Staaten "besser" sind, das ist zwar nicht unwichtig, aber keine Frage um die Machtverhältnisse zu analysieren!
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 20:41 Uhr
Ja, Herr Walther, das triffts für mich ziemlich genau. Ich bin selbstverständlich für Aufhebung der Blockade.
Ich bin auch der Ansicht, dass Kuba in vielem Vorbild für drittweltländer sein kann. Dennoch gibt es viel zu kritisieren, vor allem die Demokratiedefizite und die Unfreiheit. Ich bin auch überzeugt, dass die derzeitige Unfreiheit keinesfalls nötig wäre, dass Freiheit dem Land vielmehr gut tun und es nicht zu einem Exodus kommen würde.
Niemand beabsichtigt aber die Hände an Kuba zu legen.
Und meine obige Frage ist berechtigt.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.12.2012 um 09:48 Uhr
Herr Epstein, zunächst zu Panzern in der DDR. In Europa, und da vor allem in der BRD und der DDR standen, standen sich die "Großmächte" ( kurz: NATO und Warschauer Vertragsstaaten) gegenüber. Auf die Interessen der verfeindeten Systheme will ich im Moment nicht eingehen.
Panzer in der BRD und der DDR warn Hinweis darauf, wer welches Gebiet zu seiner Einflusssphäre zählt.
In der BRD waren aus der mit alten Faschisten besetzten Bundesregierung (Globke, Vialon, Oberländer, Gehlen, Kiesinger und weitere Verbrecher) u.a. folgende Töne zu hören: Wenn die Bundeswehr erst einmal stark genug ist, werden wir mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor marschieren. Die Zone sollte "befreit" werden.
So wurden sowjetische Panzer am 17. Juni eingesetzt, gegen einen Aufstand, der von vielen Bauarbeitern verständlich war, aber gleichzeitig von außen angeheizt wurde.

Während der sog Kuba-Krise standen sich Panzer der USA und der SU in Berlin gegenüber. Hätte es keine sowjetische Präsenz mit Panzern gegeben, wären wohl die Scharfmacher um Adenauer und Strauß mit ihren Nazi-Generälen einmarschert.

Der Schaden, der der DDR vom Westen aus zugefügt wurde, belief sich nach Prof. Bade (SPD) aus Kiel auf 100 Miliarden D-Mark bis zum Bau der Mauer.

Ihre Fragen zu beantworten und darüber zu diskutieren bedarf es sicher mehrerer Stunden.
Nur eines noch zur Lage nach 1945. Stalin hatte über Bulganin das Angebot unterbreitet, Gesamtdeutschland zu entwaffnen und als neutralen Staat anzuerkennen (ähnlich wie Österreich). Adenauers Antwort: Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.12.2012 um 12:27 Uhr
Über ernsthafte Gegenargumente würde ich mich freuen. Auf die Ebene der Beschimpfungen will ich nicht heruntersteigen. Geben Sie sich mal ein wenig Mühe, Herr Hilpers.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.12.2012 um 19:18 Uhr
Muss man auf das Palaver von Herrn Hilpers eingehen? Nein, wie so oft kein einziges Wort zum Inhalt des Beitrages, statt Argumente Sprüche...

Für die, die sich davon irreführen und evt. doch beeindrucken lassen: während Adenauer 1952 erklärte "Der beste Weg , den deutschen Osten wiederzuerlangen, ist die Wiederbewaffung Deutschlands innerhalb der Europaarmee."
überreichte im März 1952 der stv. sowjetische Außenminister den Vertretern der drei Westmächte in Moskau folgenden Text ( Note / Vorschlag ) der sowjetischen Regierung =
- Wiederherstellung Deutschlands als einheitlicher Staat, und zwar in den Grenzen, die durch die Potsdamer Konferenz festgelegt worden sind ( Zitat Ende )
das ist jetzt nur der Punkt den Michael Beltz angesprochen hatte, es gibt einige mehr, so u.a. "Abzug sämtlicher Besatzungstruppen", "Das Recht auf eigene nationale Streitkräfte zur Landesverteidigung", "Freie Betätigung für demokratische Parteien und Organisationen".
Dies sind nicht zu bestreitende geschichtliche Tatsachen.

Nun zur Antwort von Michael Beltz. Ist sie in meinen Augen richtig und vor allem auch ausreichend? Nein, ich sehe das anders. Auch wenn der Hinweis sicherlich richtig ist, darüber bedarf es unter Umständen einer stundenlangen Diskussion, darf man meines Erachtens trotzdem nicht der Frage von Herrn Epstein ausweichen ( auch wenn sie sicher hier nicht erschöpfend ausdiskutiert werden kann ).
Michael Beltz wird das anders einschätzen, aber ich finde es wichtig, auch um antikommunistischer Hetze etwas entgegen zu setzen ( ich meine nicht Sie Herr Epstein, Sie haben ja nur Fragen gestellt! )
1. Die Ereignisse rund um den 17. Juni 1953 = selbst das ZK der SED stellte am 21. Juni fest "Wenn Massen von Arbeitern die Partei nicht verstehen, ist die Partei Schuld, nicht der Arbeiter." Bedeutet dies, dass es keine Provokateure, keine Konterrevolutionäre gab? Nein, sicherlich nicht, aber dass administrativ Normen erhöht wurden, dass die Arbeiter gezwungen und nicht überzeugt wurden, das war ein großer Fehler, und dass im Nachhinein dann von dieser Aussage des ZK nichts mehr übrig blieb, das ist dann jämmerlich...
2. Ungarn = hier wurde die Volksdemokratie gegen Faschisten und Konterrevolutionäre verteidigt, die teilweise schon die Macht an sich gerissen hatten, hier erfolgte die Hilfe im Interesse des ungarischen Volkes! Aber auch hier: wieso es überhaupt so weit kommen konnte, dies wurde nie richtig untersucht, die Bürokraten mit dem Parteibuch in der Tasche waren ja auch schon überall auf dem Vormarsch...
3. CSSR = ein Überfall auf ein anderes Land, nicht mehr und nicht weniger
4. Afghanistan, man könnte auch Staaten in Afrika anführen = unter dem Deckmäntelchen von angeblichen "Befreiungskriegen" wurden einige Staaten wirtschaftlich und militärisch in neokoloniale Abhängigkeit gebracht, mit sozialistischer selbstloser Außenpolitik hatte dies nicht das geringste zu tun, es war Imperialismus pur...
Es gäbe noch einiges dazu zu sagen, die Entwicklung des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe ( RGW ), von einem gleichberechtigten Bündnis gleichberechtigter Staaten hin zu einem Instrument der Abhängigkeit von der Sowjetunion usw. usw., ja es würde Stunden dauern, ja es würde den Rahmen hier sprengen....
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 22.12.2012 um 09:35 Uhr
Also ich finde es schwierig - nein sogar unmöglich solch komplizierte Dinge hier schriftlich zu klären. Andere schreiben dicke Bücher darüber. DDR kann man sich allein mal 2-3 Gedanken darüber machen. DDR war ein Ergebnis des 2. Weltkrieges und der Sozialismus kam nicht durch eine Revolution der ArbeiterInnen- die Menschen, mit den denen versucht wurde, den Sozialismus aufzubauen waren zum Großteil alles andere als links - viele gestandenene Kommunisten und Antifaschisten waren in den Konzentrationslagern ermordet worden. Allein die jungen Leute hatten in ihrer gesamten Schulzeit faschistische Erziehung bekommen - von 1933-45. Alles woran sie intensiv gelernt hatten zu glauben, mit einem Knopfdruck auslöschen und das Gegenteil denken - wie soll das so gehen ? Es war ja kein vollendeter Sozialismus 1953 entstanden so einfach so schwupps mit sozialistischen Menschen, es war ein Bemühen, mit Erfolgen aber auch großen Schwierigkeiten. Um einen Eindruck zu bekommen, empfehle ich die Romane von Willi Bredel. Das ist anschaulicher als historische Sachbücher.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 09:50 Uhr
Punkt 1 und 2 von Stefan Walter stimme ich zu.
Punkt 3, CSSR: Immerhin stand unter dem Motte "Fall Rot" an der Grenze zur CSSR Militär zum Einmarsch bereit. Dubcek hätte wohl lieber die NATO als die Truppen des Warschauer Paktes im Land gehabt. Die Meinung der Mehrheitder Bevölkerung war in der damaligen aufgeputschten Stimmung nicht festzustellen.

Punkt 4, Afghanistan: DIe SU ist aus historischer Sicht wohl in eine Falle gelaufen. Für die SU hat es nichts gebracht außer Ärger und Kosten. Immerhin durften für ein paar Jahre Mädchen in die Schule gehen und Frauen Lehrerin sein. Überlegung: in welchem Zeitabschnitt ging es den Menschen dort besser - damals, nach dem Einmarsch oder heute?
Staaten wie Tansania, Mozambique, Guinea haben der SU keine wirtschaftlichen Vorteile oder gar Gewinne eingebracht. Vielmehr war das sehr teuer, vielleicht zu teuer.Einige Menschen, die hier im (kirchlichen) Dekanat Gladenbach tätig sind und in Tansania Hilfe zur Selbsthilfe leisten, bewerten die damalige sozialitische (?) Regierung und die entsprechenden Lebensverhältnisse, die durch die SU ermöglicht wurden, positiv.
Insofern stelle ich keinen Imperialismus pur fest. Die strategische Bedeutung haben wir hier außer acht gelassen. Sicher spielen Fragen wie Machterhaltung eine Rolle.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.12.2012 um 12:34 Uhr
Gut, dass Ihr geantwortet habt!

zu Sabine: ja, du hast vollkommen Recht, die Kommunisten waren beim Aufbau der sozialistischen DDR ( nur damit die Leute nicht denken, ich könnte nicht unterscheiden wann die DDR sozialistisch war und wann nicht mehr ) in der Minderheit. Ein sozialistisches Bewusstsein fällt auch nirgends vom Himmel, der Kampf darum geht auch im Sozialimus weiter, sogar noch viel intensiver, dies ist eine der wesentlichen Lehren aus der Geschichte der ehemals sozialistischen Länder, denn dies wurde zum Teil unterschätzt und vernachlässigt.
Och, klar kann man das nicht alles hier diskutieren, aber wenn schon mal einer danach fragt, warum sollte man nicht darauf punktuell eingehen?
Buchtipps? Sicher, auch Bredel, aber jetzt hast du mich natürlich ein klein wenig herausgefordert = ich empfehle Willi Dickhut, u.a. "So war`s damals" und als Fortsetzung "Was geschah danach?", auch als Roman(e) geschrieben.

zu Michael: da sind wir doch - ich geb`s zu etwas überraschend für mich - gar nicht so weit auseinander, vor allem wenn ich mir den Punkt 1 anschaue! Ja, lassen wir die CSSR mal außen vor, Dubcek ist sicherlich nicht zu verteidigen, das ist völlig klar, genauso wenig wie die Tito-Clique oder ein Ex-Trotzkist in Polen.....
Zu Afrika habe ich eine andere Meinung, es gibt genügend Zahlenmaterial anhand dessen man nachweisen kann wie einige afrikanische Staaten in Abhängigkeit von der Sowjetunion gebracht wurden. Ähnlich, darauf gehst du nicht ein, ist es mit der Entwicklung des RGW, ich höre aber jetzt auf, es würde zu weit führen ( na klar gibt es auch dafür Buchtipps, ich kann das ja nicht einfach nur so behaupten, bei Gelegenheit mal .... :-))

Afghanistan? Hier wird meines Erachtens auch die Frage falsch gestellt "wann ging es den Menschen besser?", das ist für Sozialisten nicht die entscheidende Frage. Die wichtigste Frage ist immer = wer war / sollte an die Macht, die Arbeiterklasse? Dass wir uns bei der Beurteilung der Besatzer heute einig sind - und auch über die verbrecherische "Züchtung" der Taliban - das sollte klar sein!
121
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 22.12.2012 um 13:02 Uhr
@Stefan, danke - noch nicht gelesen und gerade hochinteressante Dinge bei "wikipedia" über ihn entdeckt. Chruschtschow !!!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 13:06 Uhr
Für mich ist die Frage, wann oder wo es den Menschen besser geht, schon wichtig.
Über eine Arbeiterklasse in Afghanistan zu reden scheint mir wenig hilfreich. Ich vermute, dass die SU Wert darauf gelegt hätte, auf die Dauer eine sich formierende die Arbeiterklasse an die Macht zu bringen, was eine gewisse Abhängikwit bedeutet hätte - zugegeben.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.12.2012 um 13:12 Uhr
ja Michael, aber nicht entscheidend für die Zukunft. Natürlich kann man Afghanistan nicht mit einem Industriestaat vergleichen.... aber das konnte man auch nicht bei dem rückständigen Russland, und doch war für die Oktoberrevolution die Arbeiterklasse die wichtigste, die führende ( wenn auch nicht zahlenmäßig die größte ) Kraft.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 13:42 Uhr
Das ist eben die liberale Handschrift in der deutschen Außenpolitik. Gleichzeitig verurteilen wir weiterhin das verabscheuenswerte Regime Kubas unter der Castro-Clique. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Sanktionen treffen sowieso nur das kubanische Volk, während sich die korrupten Machthaber schadlos halten. Freund Kubas und Freund Castros, das geht nicht, lieber Michael Beltz.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Kubaner irgendwann von diesem menschenverachtenden Regime befreien können.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/langenacht/1807655/
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 18:39 Uhr
Über Menschenverachtung, lieber Oliver Egginger, können wir gerne reden.
Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband leben 12 Millionen Menschen in Armut - in unserem Land, einem der reichstenLänder der Welt. Kinder aus armen Schichten haben geringere Aufstiegschancen als diejenigen aus finanziell besser gestellten Familien. Und dies ist vor allem in Deutschland Tasache.
Der Mittelstand steigt ab laut bürgerlichen Zeitungen, die Rentner der Zukunft werden zum großen Teil in Armut leben. Sehen Sie das Elend der Aufbewahrung vieler Alten in Pflegeheimen. Hier fehlen zunehmend Fachkräfte genau wie in Kliniken.
Also, wenn das auch für Kuba, einem relativ armen Land, gelten würde - dann, ja dann hätte ich damit Probleme.
Eine Frage an die Kubaner habe ich dennoch: wie werden Entscheidungen getroffen?
Fazit:
Lieber Sozialimus auf schwacher ökonomischer Grundlage mit organisatorischen Schwächen als die Programmierung steigender Armut für viele und steigendem Reichtum für wenige.
Wenn das die liberale Handschrift sein soll, dann wäre ich fast geneigt, von einem "verabscheuungswürdigem Regime" zu reden.

Wann sich die Deuschen vom kapitalistischen menschenverachtendem Regime trennen können, dauert wohl noch einige Zeit.

So, lieber Herr Egginger, jetzt haben wir unsere Geschütze in Freiheit aufgefahren.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 20:21 Uhr
Lassen wir sie so stehen. Ich will niemanden "bekehren". Wollte das nur klar stellen. Die "Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba" geht auf ihrer Internetseite reichlich unkritisch mit den Verhältnissen im Land um. Da glaubt man wohl noch an den "real existierenden Sozialismus". Gibt es so eine Jubelperserseite auch für Nordkorea?
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.12.2012 um 02:42 Uhr
Geht es nur mir so? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Diskussionen immer ähnlich laufen = da kritisiert einer etwas und statt konkret darauf einzugehen wird der Spiess einfach umgedreht und man kritisiert erst mal die andere Seite ( ohne inhaltlich zu antworten ). Das gilt auch für dich Oliver.
Ja, ich habe auch weiter oben geschrieben "es gäbe einiges zu kritisieren am heutigen Kuba", dazu stehe ich auch. Ich habe die aus meiner Sicht auch entscheidende Frage dazu gestellt...
Aber was machst du? Du lässt hier einige Dissidenten zu Wort kommen und danach willst du die Situation in Kuba beurteilen? Da müsste man etliche Jahre zurückgehen, da müsste man auch auf das Zerwürfnis mit Che Guevara eingehen, der vom "Ausverkauf" Kubas sprach und dies scharf kritisierte und von Verrat sprach...
Und dann soll der "Zeuge der Anklage" ausgerechnet der Liberalismus sein? Ein Liberalismus der beim gnadenlosen Konkurrenzkampf der Konzerne auf internationaler Ebene überall in der Welt über Leichen geht?
Der für Hunger, Elend, Umweltzerstörung und imperialistische Kriege mit verantwortlich ist, alles im Namen der freien Marktwirtschaft und unter dem beschönigenden Begriff der "Globalisierung"!
Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen, oder zumindest auch so selbstkritisch sein die eigene Ideologie kritisch zu hinterfragen!?
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 13:40 Uhr
Herr Beltz, Warum ist dann der jetzige Einsatz in Afganistan schlecht. Auch er hat doch den Effekt, dass Mädchen ein paar Jahre in die Schule gehen können, dann werden wieder die Taliban kommen.
Sie verschweigen, dass der Einmarsch der Sowjetunion das ganze Desasster ausgelöst hat.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 18:16 Uhr
Nun, Herr Epstein, der Einsatz ist z.B. deshalb schlecht, weil hier nach dem berühmten 11. September wie wild gebombt wurde, Bin Laden völkerrechtswidrig erschossen wurde (das ist auch von Konservativen so gesehen), eine Hochzeitsgesellschaft bombadiert wurde, kürzlich etwa 20 Kinder durch eine Mine getötet wurden und laufend Attentate durch Talibanen, CIA oder andere Kriminelle begangen wurden und werden.
In all diesen Länder, wo die NATO einhegriffen hat und Demokratie bringen wollte, sieht es übel aus. So ist dafür gesorgt, dass die Islamisten Zulauf erhalten. Die Menschen dort haben die Nase voll von westlicher Kultur und Demokratie.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 20:04 Uhr
Hallo Stefan,
die freie Marktwirtschaft funktioniert überall dort, wo man sie zulässt. Egal welche abstrusen Thesen Du oder die DKP hier vertreten, die Fakten sprechen eine deutliche Sprache.

Hierzu ein längeres Zitat von Christoph Braunschweig:

"Das Eigentümliche an der Kritik am Kapitalismus bzw. der Marktwirtschaft ist nun Folgendes: man sagt , dass es an Kindergartenplätzen, an Schulmitteln, an Hochschulmitteln, an Krankenhausbetten, an öffentlichen Nahverkehrsmitteln mangelt, man weist auf die Absurdität hin, dass landwirtschaftliche Produkte erst erzeugt und anschließend wieder vernichtet werden, man klagt über die Lage am Wohnungsmarkt und man fordert bessere Straßen. Die Klagen richten sich nicht gegen marktwirtschaftlich oder kapitalistisch organisierte Bereiche, sondern gerade gegen die Teile der Wirtschaft, die staatlich gesteuert und gelenkt sind. Niemand klagt hingegen über schlechte Versorgung mit Zement, mit Autos, mit Herrenoberhemden, mit Leberwurst oder Südfrüchten. Offenbar bewältigt die Marktwirtschaft die Versorgung in den ihr überlassenen Bereichen reibungslos, während die Leistung der zentral geplanten Bereiche (zu Recht) als schlecht empfunden wird. Dort aber, wo Staaten die Versorgung mit Zement, Herrenoberhemden, Südfrüchten und Autos in ihre Hand genommen haben, fehlt es auch an diesen Gütern (Mangelwirtschaften). So schiebt man einfach alles, was man für unbefriedigend hält, der Marktwirtschaft in die Schuhe. In den meisten Fällen zeigt eine genauere Analyse, dass es gerade die Eingriffe in marktwirtschaftliche Ordnung sind, die Schwierigkeiten erzeugen!"

(Aus: "Die demokratische Krankheit: Der fatale Teufelskreis aus Politikerversprechen und Wähleranspruch", Christoph Braunschweig, S 128ff.)
Siehe http://www.amazon.de/Die-demokratische-Krankheit-Politikerversprechen-W%C3%A4hleranspruch/dp/3789283436

Dem könnte ich noch vieles hinzufügen. Man nehme nur die enorme Verbilligung der Telekommunikationskosten seit der Liberalisierung bzw. Schaffung eines Telekommunikationsmarktes in den 90ern unter der Schwarz/Gelben-Regierung.

Besonders widmet sich Christoph Braunschweig in seinem Buch dem Desaster rund um unser staatlich gelenktes Bankensystem. Hierzu gab es vor einiger Zeit auch eine Buchempfehlung in meinem Blog:
http://www.olivere.de/blog/archives/2012/04/06/geldsozialismus/

Also Stefan, nutze die Feiertage zum Lesen! Dank unseres liberalisierten Postwesens liefert Amazon auch zwischen den Jahren. Da hat die FDP in den 90ern Großes geleistet. In Ländern wie Finnland sind die Menschen übrigens zu dieser Jahreszeit nach wie vor von vielen Dienstleistungen abgeschnitten. Samstags und an heilig Abend keine Post in Finnland. Deshalb ist auch leider ein Weihnachtspäckchen von mir stecken geblieben. Und das im Heimatland des Weihnachtsmannes! Tja, so ist das eben im "Sozialismus". ;-)

Und "imperialistische Kriege" werden immer noch von Staaten geführt. Insbesondere auch von sozialistischen Staaten. Freie Marktwirtschaft und Krieg verträgt sich hingegen nicht. Krieg und Landnahme sind immer ein Minussummenspiel, das stets nur Verlierer produziert. Gewalt (außer zur Selbstverteidigung) lehnt jeder Liberale ab. Das Nichtaggressionsprinzip ist eine der wichtigsten Grundideen des Liberalismus, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtaggressionsprinzip

Mir ist keine andere umfassende(!) politische Strömung bekannt, die Gewalt so konsequent ablehnt wie der Liberalismus. Der Sozialismus ist dagegen eine Gewalt verherrlichende Ideologie. Das gilt insbesondere auch für einen gewissen Herrn Che Guevara und die anderen sozialistischen Mordbrenner.

Mit Steinen im Glashaus werft also nur ihr. Auch wenn ihr das schon längst nicht mehr bemerkt. Ist (um-)denken bei euch noch möglich? Ich denke nicht, deshalb spare ich mir meistens die Spuke. Als Liberaler bin ich tolerant gegen andere Meinungen. Außerdem ist jetzt Weihnachten. Frohes Fest übrigens!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.12.2012 um 23:05 Uhr
Die freie Marktwirtschaft funktioniert überall dort, wo man sie zulässt. Der Kapitalismus funktioniert üball dort, wo man ihn zulässt. - Eine Tautologie!
Lieber Herr Egginger, jetzt mal bitte Kritik an meinen einzelnen Behauptungen; was stimmt da nicht. Es wäre von mir genauso platt einfach zu sagen: der Sozialismus ist das einzig wahre.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 24.12.2012 um 00:20 Uhr
Viel Text Oliver.... und kein Bezug zur Realität!
Ja, das ist der Unterschied zu uns, wir verstehen unsere Theorie immer in Verbindung mit der Praxis, die Theorie muss sich immer in der Praxis beweisen, sie wird durch die Praxis weiterentwickelt usw., ein dialektisches Verhältnis.
Deine liberalen Fantastereien haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun, diejenigen, die lauthals schreien "freie Marktwirtschaft", das sind die ersten, die nach dem Staat - ihrem Staat(!) - rufen wenn es um Subventionen und Freihandelszonen, Kinderarbeit und Hungerlöhne, Abbau von Sozialleistungen, Umgehung von Umweltauflagen und vieles mehr geht.
Ausgerechnet du bringst hier das Beispiel "Amazon"? Als Gewerkschafter solltest du dich schämen! Hier führt die - auch deine - Gewerkschaft ver.di zur Zeit einen Kampf um humanere Arbeitsbedingungen, um Tariflöhne, wenn nicht sogar um die Menschenwürde! Finnland ein sozialistisches Land? Jetzt scheinst du von allen guten Geistern verlassen zu sein.
Würdest du dich nur ein klein wenig mit der Geschichte auskennen, dann wüsstest du, dass die Planwirtschaft der so genannten freien Marktwirtschaft um Längen überlegen ist. Während in der Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren in allen(!) kapitalistischen Ländern die Produktion zurückging, Massenarbeitslosigkeit und Inflation herrschte, Hunger und Elend sich breit machte unter der Bevölkerung UND als "Ausweg" der imperialistische Krieg vorbereitet wurde.... blühte die damals sozialistische Sowjetunion auf!
Und das alles ist keine Gewalt? Freiheit für alle, dieses liberale Geschwätz bedeutet in der Praxis = das Recht des Stärkeren, der mörderische Konkurrenzkampf um den größten Profit, die Verelendung der Massen, die Verpestung der Luft und die Verseuchung der Meere...
Batista hätte wahrscheinlich ein Loblied auf die freie Marktwirtschaft gesungen, aber Che Guevara ist ein Mordbrenner? Was für eine Geschichtsfälschung, Guevara wird bis heute auf der ganzen Welt - nicht nur in Kuba, nicht nur in Lateinamerika - als Befreier und Freund aller unterdrückten Völker verehrt.
Die Liberalen leugnen die Hauptsache, dass die Gesellschaft aus Klassen besteht seit dem es das Privateigentum an den Produktionsmitteln gibt, und die Klasse ( die verschwindend kleine Minderheit der Gesellschaft ) die es in den Händen hält, die herrscht über den Rest der Gesellschaft.
Also was ist Gewalt Oliver? Jeder Staat bedeutet auch Gewalt, sonst wäre er überflüssig. Die Basis ist die Ökonomie, der Staat ist der Überbau, also ist es auch immer der Staat der herrschenden Klasse. Also wer führt im Endeffekt die Kriege, schau dir an um was es geht, vielleicht kommst du selbst drauf.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 24.12.2012 um 02:02 Uhr
Hallo Stefan,
bleiben wir mal bei Amazon. Da hängen halt auch wieder die Jobcenter mit drin. Merkst Du was? Und wie hoch ist der Organisationsgrad bei Amazon?

http://www.amazon-verdi.de/2012/07/20/lohnerhohung-in-hersfeld/#comment-3046

Der "Kollege von FRA3" liegt in meinen Augen genau richtig.

Geht einem ganz schön unter die Haut, was man da so in den Kommentaren liest. Aber nur weil es Amazon gibt, können wir für bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon kämpfen. Der Service von denen ist für den Kunden einfach genial. Aber das darf natürlich nicht alles ohne Rücksicht auf die Beschäftigten geleistet werden.

Ich unterstütze Amazon. Als Kunde und als Gewerkschafter. ;-/
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 24.12.2012 um 16:13 Uhr
Hallo Oliver,
gut, dann halt nur zu Amazon = schade, hättest zu unserem Seminar nach Gladenbach kommen sollen, da wurden wir aus erster Hand von einer sehr aktiven Amazon-Kollegin informiert und einem ver.di Sekretär der die gewerkschaftliche Aufbauarbeit in Bad Hersfeld mit organisiert hat. Das heisst, bezüglich Organisationsgrad, hunderte Menschen haben sich mittlerweile dort bei ver.di - neu - organisiert, die beiden verantwortlichen Sekretäre haben die Verantwortung längst in die Hände der Belegschaft, Vertrauensleute und Betriebsräte gelegt, und der Organisationsgrad wächst ständig!
Ja, vieles was wir für die ( bessere ) Zukunft gut gebrauchen können wird bereits heute materiell vorbereitet, nur die Bedingungen, die werden wir dann grundlegend ändern, vom Kopf auf die Füsse stellen .... :-))
Wir werden nicht die Maschinen und Fabriken "stürmen", wir werden sie nur in andere Hände legen, wir werden die Produktion und Dienstleistungen nicht nach dem höchstmöglichen Profit orientieren sondern nach den Bedürfnissen der Menschen....
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 24.12.2012 um 23:13 Uhr
Hallo Herr Beltz, das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied. Die Sowjets haben ja nur mit weichen Wattebällchen geschossen. Da ist niemand zu schaden gekommen.
Dieser Einmarsch war die Ursache des ganzen. Das vergessen Sie.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 25.12.2012 um 00:20 Uhr
Die Stärke der Gewerkschaft ist ja gerade, dass sie unter den gegebenen Bedingungen etwas ausrichten kann. Irgendwann ist das Maß eben voll und dann organisieren sich die Leute. Aber Amazon wird nie ein VEB und das ist auch gut so. :-)
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.12.2012 um 06:34 Uhr
Ich denke mal mit dem "...das ist auch gut so :-)" soll dann die Diskussion beendet sein, weil inhaltlich bedeutet das ja nix :-)
nee, schon gut, die Meinungen - zumindest zu Amazon - sind ausgetauscht, die Positionen relativ starr...
Ich versuche halt generell so ranzugehen = wie sieht die Praxis aus, was sind die Taten. Dann darf nicht beschönigt werden, nichts unter den Teppich gekehrt werden... aber auch nicht diffamiert werden ohne Beweise, nichts durcheinander geschmissen werden, nur weil es der eigenen Ansicht dienen könnte.
Und vor allem: keine Frage darf unbeantwortet bleiben, keiner Diskussion ( sachlich, kritisch und selbstkritisch ) aus dem Wege gegangen werden...
schöne "Restfeiertage" und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.12.2012 um 10:27 Uhr
Genauer hätte ich schreiben müssen: Die freie Marktwirtschaft, also der Kapitalismus, funktioniert im Interesse der Herrschenden (aber auch da nicht generell).
Herr Egginger,als einer der wenigen Diskutierfreunde der FDP haben Sie mich enttäuscht.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 25.12.2012 um 15:50 Uhr
Hallo Stefan, was bringt es denn wie im Falle Schlecker, wenn ein Betrieb den Bach herunter geht? Es muss eben beides zusammenkommen. Das Marktwirtschaftliche und die Wahrung der Arbeitnehmerrechte. Und wo werden letztere brutaler unterdrückt als im sozialistischen China?

Was soll ich dazu noch sagen? Die sozialistischen Ideale wurden einzig dazu gemacht, um verraten zu werden. Sie dienen immer eine dünnen Clique, die unter der Behauptung den besseren Menschen schaffen zu wollen, jegliche Gewaltenteilung und Menschlichkeit beseitigt, um dann selbst die totale Kontrolle zu übernehmen. Die freie Marktwirtschaft muss das dann wieder einfangen.

Die Stärke einer Gewerkschaft besteht in ihrer materiellen und politischen Unabhängigkeit. Deshalb sind in der "Volksrepublik China" unabhängige Arbeiterbewegungen auch strengstens verboten. Mal sehen wie lange die KP das noch durchhält.

Zu Micheal Beltz: In einer freien Gesellschaft gibt es keine Kaste von absolut "Herrschenden". Es gibt gewählte Volksvertreter und herrschende Zustände. Die kann man aber verändern oder abwählen. Die Verhältnisse werden niemals "ideal" sein, dafür aber stets im Wandel. Die freie Marktwirtschaft ist die natürliche Grundlage, um die Komplexität und Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft abzubilden. Der Sozialismus ist demgegenüber ein starres System, das immer in Unterdrückung und Zwang enden muss, weil es den Menschen verändern will anstatt ihn zu akzeptieren.

Für einen Liberalen ist eine Gewerkschaft daher eine ganz natürliche Bewegung, über die die Arbeitnehmer aus freien Stücken solidarisch ihre ureigenen Interessen vertreten. Für euch ist die Gewerkschaft wohl mehr ein gesellschaftlicher "Brückenkopf" über den der große Erlöser Che oder sonst ein "Heiliger" vom "Himmel" gestiegen kommt und alles gleichschaltet.

Einem modernen Fabrikbesitzer in China sind ideologische Wertungen inzwischen vollkommen egal geworden. Er will einfach für sich und die seinen den maximalen Profit herausholen. Und wenn der Weg zum Profit eben nur über eine Gewerkschaft führt, dann wird er diesen Weg früher oder später beschreiten, solange der Staat sich nicht einmischt. Man kann ihn - den Fabrikbesitzer - letztlich also dazu zwingen etwas zu verändern, wenn man sich in der Belegschaft nur einig ist. Fanatiker wie Che Guevara oder Fidel Castro kann man hingegen zu gar nichts zwingen. Sie beginnen lieber einen Atomkrieg als nachzugeben, weil sie ideologisch vollkommen verblendet sind. Am Ende massakrieren sie sich sogar gegenseitig. Andere Menschen sind ihnen in Wahrheit egal. Sogar das eigene Leben bedeutet ihnen nichts.

Ein stabiles Gemeinwesen basiert immer auf dem Bewusstsein der gegenseitigen ökonomischen Abhängigkeit. Betriebe wie Amazon gilt es einzufangen, nicht zu verjagen. Amazon denkt zuerst an seine Kunden und damit an seinen Profit. Das gelingt längst nicht jedem Unternehmen so gut. Amazon hat Bewegung in den Markt gebracht und einen wertvollen Beitrag zur zielgenauen Verteilung von Gütern geleistet. Kein sozialistisches System könnte das jemals auch nur annähernd so gut hinbekommen.

Um alles andere muss sich nun die Gewerkschaft kümmern. Außer ihr wird es ganz sicher niemand tun, allen (leeren) Versprechungen der Linken und der SPD zum Trotz.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.12.2012 um 16:34 Uhr
Hallo Oliver,
wie soll man denn das hier auseinanderdröseln was du hier alles so von dir gibst?
- an welcher Stelle habe ich je das heutige - das kapitalistische(!) - China verteidigt? China hat weder noch irgendetwas mit Sozialismus noch mit Planwirtschaft zu tun, dort herrschen kapitalistische Bürokraten und die Anarchie der kapitalistischen Marktwirtschaft. Na ja, ob dort die "brutalste" Unterdrückung von allen Staaten der abhängig Beschäftigten und Gewerkschafter stattfindet, darüber kann man sicherlich streiten, es gibt genügend andere Staaten, da werden fast täglich Gewerkschafter verfolgt, inhaftiert und ermordet. Also nicht das eine brandmarken ohne das andere zu benennen!
- was ist das denn für ein Blödsinn "Die sozialistischen Ideale wurden einzig dazu gemacht, um verraten zu werden. Sie dienen immer eine dünnen Clique, die unter der Behauptung den besseren Menschen schaffen zu wollen, jegliche Gewaltenteilung und Menschlichkeit beseitigt, um dann selbst die totale Kontrolle zu übernehmen. " Soll das eine wissenschaftliche Analyse eines Liberalen sein, oder wieder nur ein wenig Polemik? Der wissenschaftliche Sozialismus ist vielleicht vieles Oliver, aber mit Idealismus hat er gar nichts zu tun. Warum der Sozialismus vorübergehend eine Niederlage einstecken musste, das gilt es genau zu untersuchen, darauf kommt es an. Dazu gehört aber auch die Errungenschaften zu analysieren, genauso wie die Fehler beim Aufbau verschiedener sozialistischer Staaten. Und im Kern geht es dann darum = wie können diese Fehler zukünftig vermieden werden, dass wieder eine entartete Bürokratenclique mit dem Parteibuch die Macht an sich reissen kann und den Kapitalismus restauriert. Die wichtigtse Lehre hierbei ist: ohne Mobilisierung der Massen wird dies nicht gelingen!
- was redest du wieder = der große Erlöser? Gleichschaltung? Du hast wirklich keine Ahnung Oliver, du solltest dich ernsthaft damit beschäftigen, wie wenig Sozialismus mit Gleichschaltung zu tun hat, wie wenig es auf einzelne "Erlöser" ankommt. Das Volk macht die Geschichte, von einzelnen Erlösern, davon sprechen nur die bürgerlichen Geschichtsschreiber.
- welche Aufgabe haben Gewerkschaften in Deutschland? Die Gewerkschaftsführung ist Ordnungsfaktor im System, sie predigt das Sozialpartnerschaftsprinzip, sie spielt oft genug den Co-Manager des Kapitals und fürchtet den ( selbständigen und gewerkschaftlichen ) Kampf der Kolleginnen und Kollegen der Basis wahrscheinlich mehr als den Klassengegner.
Nun, für uns - für die Basis - sind Gewerkschaften Kampforganisationen, überparteilich, offen für alle Beschäftigte unabhängig der Weltanschauung, einzig und allein den Interessen der abhängig Beschäftigten verpflichtet... das heisst, sie sind keinesfalls neutral... und als Sozialisten werden wir auch offen in der Gewerkschaft vertreten: wer Ungerechtigkeit anprangert, der darf nicht nur für höhere Löhne streiten, der muss auch das Lohnsystem an sich in Frage stellen! Darüber muss die sachliche, kollegiale Diskussion geführt werden....
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.12.2012 um 09:54 Uhr
Nun, Herr Egginger, zu den NATO-Angriffen, die Menschenrechte und Demkratie bringen solllen, haben Sie sich nicht geäußert. Vergleichen Sie mit Kuba, um das es hier eigentlich ging. Kuba schickt (ganz undemokratisch?) Ärzte in Gebiete wie nach Haiti, um Menschen zu helfen. Die Länder der NATO schicken Bomber in andere Länder, um zu töten.
Freie Meinungsäußerung: Demonstartionen und Aufrufe gegen Kriegseinsätze kann jeder machen; dennoch machen die Herrschenden was sie wollen.
Die einzige Legitimation in den Ländern der "freien Marktwirtschaft" sind Wahlen. Ob in den USA oder in Deuschland werden abwechselnd neue Regierungen gewählt, die das gleiche tun, egal ob CDU/FDP oder SPD/GRÜN oder CDU/GRÜN oder SPD/CDU. Eine echte Opposition gibt es zwischen diesen Kapitalvertretern nicht.
Eine echte Opposition wird durch die Medien, Manipulation und Lügen verhindert. Genau diese Rolle spielen Sie Herr Egginger mit, indem Sie über Sozialismus völligen Unsinn behaupten genau wie über die Rolle von Amazon.
Nichts für Ungut, ich hoffe, wir bleiben in der Diskussion.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 26.12.2012 um 14:21 Uhr
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.12.2012 um 09:54 Uhr:
> Freie Meinungsäußerung: Demonstartionen und Aufrufe gegen
> Kriegseinsätze kann jeder machen; dennoch machen die Herrschenden
> was sie wollen.

In Ländern wie Kuba kann man das definitiv nicht. Bei uns entscheidet die demokratische Mehrheit. Demokratisch bedeuten nicht automatisch konform zum Völkerrecht, das nicht für asymmetrische Kriege gemacht wurde. Demokratisch heißt lediglich, dass die Mehrheit entscheidet. Entscheidungen über moderne Kriegseinsätze sind sehr schwierig wie es zuletzt der Fall Libyen zeigte. In der Bevölkerung gab es dazu kein eindeutiges Stimmungsbild. Der FDP hat die Entscheidung unseres Außenministers geschadet, trotzdem haben wir zusammen mit der Union die Entscheidung so getroffen, weil wir es für richtig hielten. Niemand im Bundestag macht sich solche Entscheidungen leicht. Man sollte die Meinung anderer gerade in diesen Fragen tolerieren. Letztlich muss dann demokratisch abgestimmt werden.

> Die einzige Legitimation in den Ländern der "freien Marktwirtschaft" sind
> Wahlen. Ob in den USA oder in Deuschland werden abwechselnd neue
> Regierungen gewählt, die das gleiche tun, egal ob CDU/FDP oder
> SPD/GRÜN oder CDU/GRÜN oder SPD/CDU. Eine echte Opposition gibt
> es zwischen diesen Kapitalvertretern nicht.

Es steht jedem frei eine neue Partei zu gründen. Selbstverständlich gibt es eine Opposition. Was Sie hier schreiben ist einfach falsch.

> Genau diese Rolle spielen Sie Herr Egginger mit, indem Sie über
> Sozialismus völligen Unsinn behaupten genau wie über die Rolle von
> Amazon.

Nicht alles, was Sie nicht verstehen, ist deshalb schon Unsinn. Amazon ist ein erfolgreiches Unternehmen, der Sozialismus eine autokratische Ein-Parteien-Herrschaft. Im Sozialismus gäbe es weder Amazon noch eine Gewerkschaft, die diese Bezeichnung verdient.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.12.2012 um 19:28 Uhr
Hallo Oliver,
also du kennst dich aus mit den ehemals sozialistischen Ländern, mit ihrer Entwicklung, ihren Leistungen... und den Fehlern, die dort passiert sind? Und mit den damaligen Gewerkschaften? Nur zu, wollen wir dies konkret angehen, kein Problem, nur hör auf mit Phrasen hier vorzugehen. Ich hatte einiges genannt, auf nichts bist du eingegangen, musst du ja auch nicht, aber ein Urteil kannst du dir anscheinend nicht bilden, denn sonst hättest du meine Argumente / Beispiele widerlegt und / oder entkräftet. Du bist nicht der Einzige, es hat Methode, alles in einen Topf werfen, die Restauration des Kapitalismus als "Beweis" heranziehen um den Sozialismus zu verunglimpfen... ja, und dagegen gilt es immer wieder zu argumentieren!
Chruschtschow? Sagt dir das was? Sabine Albrecht hatte sich für den Hinweis / Tipp bedankt... Analysen sind gefragt, nicht Polemik Oliver.

Nur ein einziges Beispiel, es gibt genügend andere, es passt hier = wie "demokratisch" ist es einen Krieg in Afghanistan zu führen, wenn seit Jahren bei allen Umfragen mindestens 2/3 der deutschen Bevölkerung fordern = sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan! Bei uns entscheidet nicht die demokratische Mehrheit, bei uns entscheidet das Großkapital und seine Parteien, es schreibt sogar viele Gesetze selbst ( siehe Pharmaindustrie ), es bereichert sich durch Milliardensubventionen ( Steuergelder ) während gleichzeitig die Masse der Bevölkerung die Krisenlasten zahlen soll, mit der Folge von Kinder- und Altersarmut, Sozialabbau, Hungerlöhnen.... Demokratie heisst Volksherrschaft Oliver, und herrscht bei uns das Volk?
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 27.12.2012 um 01:45 Uhr
Keine Sorge. Ich weiß wie DDR geht. Hab das als Kind und Jugendlicher alles noch miterlebt. Sozialismus, nein Danke!

Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.12.2012 um 19:28 Uhr:
> Nur ein einziges Beispiel, es gibt genügend andere, es passt hier = wie
> "demokratisch" ist es einen Krieg in Afghanistan zu führen, wenn seit
> Jahren bei allen Umfragen mindestens 2/3 der deutschen Bevölkerung
> fordern = sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan!

Die Mehrheiten im Bundestag sind eindeutig. Ich glaube nicht, dass es eine Mehrheit für einen Abzug Hals über Kopf gibt.

> Bei uns entscheidet nicht die demokratische Mehrheit, bei uns
> entscheidet das Großkapital und seine
> Parteien, es schreibt sogar viele Gesetze selbst ( siehe Pharmaindustrie ),
> es bereichert sich durch Milliardensubventionen ( Steuergelder ) während
> gleichzeitig die Masse der Bevölkerung die Krisenlasten
> zahlen soll, mit der Folge von Kinder- und Altersarmut, Sozialabbau,
> Hungerlöhnen.... Demokratie heisst
> Volksherrschaft Oliver, und herrscht bei uns das Volk?

Ganz Europa zahlt für Europas (sozialistischen) Süden und nicht für die Pharmaindustrie oder irgendeinen anderen Popanz. Für Länder wie Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Zypern. Alles Länder, in denen jahrzehntelang sozialistische Traumtänzer an der Macht waren. Alles unter dem Beifall großer Teile der Bevölkerung. Und sie klatschen immer noch, wenn einer dieser "Volksbeglücker" auftaucht , um Arbeitsplätze aus dem Nichts zu schaffen. So hat man in Spanien jahrzehntelang jeden Quadratmeter Strand zubetoniert und viele weitere sinnlose Investitionen getätigt. Verschwendung in einem besorgniserregenden Ausmaß. Konservative Politiker waren dabei häufig kaum zurückhaltender als ihr sozialistisches Pendant. Liberale Parteien spielen in Südeuropa so gut wie keine Rolle. So fehlt häufig ein liberales Korrektiv. Diese Länder degenerieren daher ordnungspolitisch zunehmend. Das führt zu erdrückenden Schuldenbergen und einem riesigen aber dysfunktionalen Staatsapparat.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.12.2012 um 11:49 Uhr
Schade Oliver, du scheinst wirklich keine Ahnung vom Sozialismus zu haben. Erst soll Finnland sozialistisch sein, dann waren es die hier genannten südeuropäischen Staaten.... und bei der DDR gehst du auch nicht darauf ein wann sie sozialistisch war und ( ab ) wann nicht.
Wer hier der Traumtänzer ist, ich muss mich nicht mit dir darüber streiten, es genügt dass man weiss = der beste Lehrmeister ist die Geschichte.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 27.12.2012 um 13:44 Uhr
Bei Finnland hatte ich Anführungszeichen und einen Smiley gesetzt. Du verstehst Ironie? In den Südländern regieren nun mal häufig die Sozialisten. Und die DDR war bis 89 eine Realsozialistische Parteidiktatur.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.12.2012 um 18:01 Uhr
Du erinnerst mich etwas an den "Genosse der Bosse" Oliver :-)
wie sagte er wenn er keine Argumente hatte = Basta!
- in den Südländern - wie du dich ausdrückst - waren/sind allenfalls Sozialdemokraten hin und wieder an den Regierungen beteiligt, ob sie sich dann nun Sozialdemokraten oder scheinheilig Sozialisten nennen, das tut nichts zur Sache, mit Sozialismus hat und hatte das noch nie was zu tun
- "Und die DDR war bis 89 eine Realsozialistische Parteidiktatur"? Auch so ein undifferenziertes Urteil, ich habe jetzt so viele Ansätze / Hinweise hier versucht zu machen / zu geben, interessiert dich alles nicht, macht ja nix, "basta" eben, ich hab ne Meinung fertig, was scheren mich Entwicklungen, Untersuchungen, Errungenschaften, Fehler....hm, vielleicht "diskutiert" man so unter Liberalen, keine Ahnung, aber mit Austausch von Fakten und Argumenten hat das nicht das geringste zu tun, kein Wunder dass man euch kaum noch ernst nehmen kann....

fast vergessen, das Lustigste, du merkst noch nicht mal wie du meine Meinung bestätigst = "Die Mehrheiten im Bundestag sind eindeutig. Ich glaube nicht, dass es eine Mehrheit für einen Abzug Hals über Kopf gibt."
( so eine deiner Aussagen )
Und? Was sagt uns das? Wird da nun der Volkswille im Bundestag umgesetzt oder in wessen Interesse wird dort gehandelt?
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.12.2012 um 19:12 Uhr
Na wenn das alles ist Herr Schmidt was Sie an meinen Ausführungen und Argumenten zu kritisieren haben, dann sind wir uns ja so gut wie einig.
So, dann kurz zur Neuen Ökonomischen Politik zur Zeit Lenins, es wurde sehr klar dargestellt, dass:
- dies ein Zugeständnis an die katastrophale nachkriegs-Situation war, und an die Situation nach dem inländische Konterrevolutionäre und ausländische Invasoren über Jahre - vergeblich - versuchten die Sowjetmacht zu stürzen ( also, da gebe ich Ihnen Recht )
- ein notwendiger Rückschritt, der von vorne herein zeitlich begrenzt sein sollte, hin zu begrenzten kapitalistischen Verhältnissen
- alles unter Führung / unter Kontrolle der Arbeiterklasse durchzuführen war
- keineswegs dadurch das gesellschaftliche ( teilweise auch staatliche ) Eigentum an den Produktionsmitteln in Frage gestellt wurde
- keineswegs eine ( kapitalistische )Warenproduktion auf alle Bereiche ausgedehnt wurde
- keineswegs damit das Grundprinzip der Planwirtschaft, einer Produktion die sich nach den Bedürfnissen richtet, in Frage gestellt wurde

Wo ist Ihr Gegenargument zu der Aussage, dass die ganze kapitalistische Welt unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise zu leiden hatte ( die Einzelheiten sind Ihnen sicher bekannt ), während die Wirtschaft der Sowjetunion aufblühte, mit antikommunistischen Sprüchen kommt man da nicht weiter.

Sicherlich wurden auch in dieser Zeit viele Fehler gemacht, keiner soll sie unter den Teppich kehren!
- das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Kollektivierung der Landwirtschaft wurde oft verletzt. Nebenbei, es war unter anderem gerade Stalin der darauf hinwies, dass die Klein- und Mittelbauern nicht gezwungen werden dürfen, dass man übereifrige Parteimitglieder, denen die Kollektivierung nicht schnell genug ging, kritisieren und ggf. auch bestrafen muss usw. usw.
- die Enteigung der Großgrundbesitzer war absolut notwendig, wer sollte das bestreiten?

Stalins größter Fehler war, dass er zwar erkannte, dass die größte Gefahr für den Sozialismus die Bürokraten in den eigenen Reihen waren, dass er aber selbst mit dem bereits bürokratischen Sicherheitsdienst dagegen vorgehen wollte. Dies ist auch ein historisch bedingter Fehler, es gab keine Erfahrungen beim Aufbau des Sozialismus in einem Land, heute weiss jeder = ohne die Einbeziehung und Mobilisierung der Massen, ohne die ständige Kontrolle von unten, ohne breiteste Demokratie... wird sich der Sozialismus nicht erfolgreich aufbauen lassen.
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 27.12.2012 um 21:09 Uhr
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.12.2012 um 19:12 Uhr:
> Stalins größter Fehler war, ...

Stalin war neben Hitler und Pol Pot einer der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Er hat Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen. Das war sein "größter Fehler". Hör doch mal auf hier systematisch Geschichtsklitterung zu betreiben!
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.12.2012 um 21:57 Uhr
Oliver hör doch mal auf mit dem ständigen nachgeplappere von unwissenschaftlichtlicher Polemik.
Da ist mir der angehende Historiker aber wesentlich angenehmer, er versucht wenigstens seine Ansichten von den geschichtlichen Ereignissen herzuleiten und zu begründen.
Und als zig-fache Wiederholung: ich kann dich nicht ernst nehmen, so lange du mit keinem Wort auf die Verbrechen des Kapitalismus eingehst, auf die, die im Namen der Freien Marktwirtschaft Hunger leiden, kein sauberes Wasser zum trinken haben, von ihrer Arbeit nicht leben können, deren Lebensgrundlage durch rücksichtslose Umweltzerstörung entzogen wird usw.
Nimm den Heiligenschein vom Liberalismus runter, stell dich den Tatsachen, habe ich je behauptet, dass der Sozialismus das Paradies auf Erden sei, dass alles perfekt funktionierte, im Gegenteil man muss die Fehler schonungslos analysieren um sie zukünftig zu vermeiden. Aber deshalb am überholten, an den sich nur noch von der einen zur nächsten Krise hangelnden Kapitalismus festhalten?
Oliver Egginger
298
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 27.12.2012 um 22:33 Uhr
> Oliver hör doch mal auf mit dem ständigen nachgeplappere von
> unwissenschaftlichtlicher Polemik.

http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Stalin

> ich kann dich nicht ernst nehmen, so lange du mit keinem Wort auf die
> Verbrechen des Kapitalismus eingehst,

http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 28.12.2012 um 10:05 Uhr
Herr Egginger gehört ja dieser blau/gelben Verfassungsbrecher Partei an. Da sind diese Äußerungen ja normal.

Ja, im sozialistischen Kuba ist nicht alles so, wie es sein sollte. Man arbeitet aber daran. Denn im Unterschied zur BRD hat auf Kuba die Bevölkerung das Sagen und nicht wie hier eine Handvoll Menschen die sich den Reichtum ohne etwas dafür zu tun aneignen und sich Parlamente und Regierungen halten die ihre vorgegebenen Gesetze gegen die Bevölkerung durchsetzen. Die poder Popular ist nach meiner Meinung die demokratischste Regierungsform die es derzeit weltweit gibt. Dass die olivgrünen Verfassungsbrecher damit ein Problem haben sehe ich ein. Die wollen ja die blau/gelben oder gelb/blauen oder wie auch immer auf Bundesebene gerne ablösen. Und mit solchen Anfragen macht man sich Liebkind um nach den Wahlen auf den Schoß von "Mutti" zu dürfen. Ja, ich gehe davon aus, das Merkel weiter Kanzlerin bleibt. Wer das Fähnchen so in den Wind hängt bleibt noch. Aber zurück zu Kuba: Peter Hacks hat einmal gesagt, "die Bürger der DDR haben einen schlechten Sozialismus gegen einen schlechten Kapitalismus eingetauscht. Aber der schlechteste Sozialismus ist besser als der beste Kapitalismus!" Ich hoffe die Kubaner machen nicht den selben Fehler! Und sollte Kuba mal wieder angegriffen werden, hoffe ich dass sich die Aggressoren wie damals in der Schweinebucht eine blutige Nase holen! Viva Cuba socialista! Hände weg von Kuba! Freiheit für die Miami 5!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 28.12.2012 um 10:15 Uhr
Lieber Oliver Egginger, zu behaupten, in den Ländern Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien seinen sozialistische Regierung vorhanden oder aktiv gewesen, zeugt doch von einer gewissen Naivität. Sehen Sie sich mal die Programme dieser Parteien an oder besser, sehen Sie ihre Taten, dann merken Sie scnell, dass es nur einen minimalen Unterschiede - wenn überhaupt - zu anderen Parteien gibt. So wie die SPD keine sozialistische Partei ist und auch die letzten 100 Jahre nie war. (Bewilligung der Kriegskredite)
Ich kann Ihnen nur empfehlen, Vorstellungen und Programme (auch utopischer) Sozialisten zu studieren, um festzustellen, welche Vorstellungen der Ökonomie, der Menschenrechte (Rosa Luxemburg) und der Friedenssicherung hier zu finden sind.
Dass es bei dem Versuch der Verwirklichung derartiger Programme Schwächen und Fehler gegeben hat, bestreitet niemand.
Das einzige sozialistische Programm neben der KPD hat nach 1945 die CDU herausgegeben; das war das Ahlener Programm.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.12.2012 um 13:18 Uhr
Es ist sinnlos Oliver, ich werde auch nicht weiter antworten / drauf eingehen, nur noch einen Tipp:
es genügt nicht sein (Halb-)Wissen von wikipedia zu beziehen, wer denkt wikipedia ist "neutral" oder "unabhängig", der unterliegt einem großen Irrtum.
Generell ist es immer zu empfehlen sich über das Original zu informieren, darüber was der/die Betreffende selbst getan und geschrieben hat, BEVOR man das liest was ÜBER jemanden geschrieben wurde.
Wer sich heute auf dies oder das, auf jene oder jenen so alles bezieht, ohne je etwas vom Original gelesen und studiert zu haben... da könnte man sich die Haare raufen...
Guten Rutsch ins Neue Jahr, Gruß, Stefan
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 30.12.2012 um 15:59 Uhr
Herr Egginger, sehen Sie sich mal den Beitrag von Matthias Schmidt an. Das sind Gegenargumente, auf die Stefan Walter geantwortet hat.
Versuchen Sie doch mal zu erklären, was Sozialimus - zumindest in der Theoorie - ist!
Was ist der Unterschied zwischen Freier Marktwirtschaft und Kapitalismus?
Hat die Mehrheit in unserem Land ein Interesse daran, dass die einen immer reicher und die anderen immer ärmer werden?
Welche Ziele haben Kriege?
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 31.12.2012 um 12:36 Uhr
Ein paar kurze Bemerkungen zu Herrn M. Schmidt!
- Die Einführung der NÖP war nur Übergangslösung gedacht.
- Die Kollektivierung der Bauern wäre für unser Land in der heutigen Situation Unsinn. Damals ging es darum, den Kulaken das wegzunehmen. was andere Menschen zum Überleben brauchten. Stefan Walter hat dazu ausführlich geantwortet.
- Der "hoffierte" General Paulus hatte durch seine späte Einsicht in den für Deutschland sinnlosen Krieg immerhin die Notwendigkeit erkannt, sich zu ergeben. Damit hatte er tausende Menschen das Leben gerettet. Er war ein Anhänger des Nazi-Systhems gewesen - kein Zweifel. Manche Nazis haben durch die Antifa-Schule doch noch etwas über die Verbrechen der Faschbisten gelernt: z.B. den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Faschismus.
Viele junge Soldaten der Nazi-Armee sind dannas Überzeugung in demokratische Organisationen eingetreten und haben sich u.a. auch in der FDJ und der KPD organisiert.
- Uniformen sagen wenig aus. Schlapperlook gibt es in keiner Armee. Auf den Stechschritt kann ich gerne verzichten.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 31.12.2012 um 19:45 Uhr
Und im Gegensatz zur Bundeswehr(macht) deren "Führer" zu über 90% aus Wehrmachtsgeneralen mit Osterfahrung bestand, wurde die NVA zum größten Teil aus überzeugten Antifaschisten aufgebaut. Viele mit Erfahrung in der roten Ruhr Armee, dem RFB, den Internationalen Brigaden und vielen des Nationalkommitees Freies Deutschland. Also fast alle die in der BRD als Verräter angesehen wurden und teilweise noch werden.

Aber bleiben wir beim Thema ...

Dass die bürgerlichen Parteien die Demokratie auf Kuba nicht gerne sehen ist bekannt. Man muss ja etwas dagegen tun, man stelle sich vor die poder Popular in einem neuen demokratischen deutschen Staat ... diese Leute wüssten doch garnicht was sie machen könnten/müssten ... Aus diesem Grund verteufeln Leute die diesem verwesenden System anhängen ja alles fortschrittliche!

Ich zitiere noch einmal Hacks: "Die Bürger der DDR haben einen schlechten Sozialismus gegen einen schlechten Kapitalismus eingetauscht.Aber der schlechteste Sozialismus ist besser als der beste Kapitalismus!"

Auf ein gutes 2013!

Viva Cuba socialista!
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 01.01.2013 um 23:34 Uhr
Werter Herr Knecht, saubere Prozentzahlen, gibts dafür Belege?
Antifaschisten in der NVA heißt nicht Demokraten in der NVA.
Ein schlechtes Hacks-Zitat ist auch nicht hilfreich, vielleicht suchen Sie mal weiter, er hat sicher noch mehr Unsinn von sich gegeben.
Niemand will die Hände an Kuba legen, leider versenken die Castros das Land selbst.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.01.2013 um 00:50 Uhr
In einem Seminar ende der 90er Jahre habe ich mir folgende Notizen gemacht.

"Das Amt Blank unterstand dem Bundeskanzleramt darin beschäftigt waren etwa 300 Wehrmachtsoffiziere.

1951 wurden die militaristischen Traditionsverbände wieder zugelassen.

Die Bundeswehr wurde am 12. November 1955, durch Ernennung von 101 Berufssoldaten in der Ermekeil-Kaserne gegründet.

Ende 1956 waren:

von 38 Bundeswehr Generalen 31 aus dem Generalstab der Wehrmacht. 30 davon mit Osterfahrung.

In den ersten 2 Jahren der Bundeswehr wurden 681 Ritterkreuzträger der Wehrmacht in die Bundeswehr aufgenommen.

Was ist in ihren Augen ein Demokrat? Beim Aufbau der Bundeswehr(macht) waren keine Demokraten beteiligt. Altnazis aber zu Hauf! Da sind mir Antifaschisten, die eine antifaschistische Verteidigungsarmee aufbauen, nachdem die Bundeswehr(macht) schon errichtet war aber um einiges lieber!

Mir gefällt das Hacks Zitat und ich kenne keinen Unsinn von ihm!

Die USA legen seit fast 54 Jahren täglich die Hand an das sozialistische Kuba.

Noch immer ist ein großes Gebiet Kubas von den USA besetzt und zu einem Folterlager ausgebaut.

Durch die oG infame Anfrage des olivGrünen Tom Königs, der Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, wurde nur eine Stufe weiter gegangen, was auf dem letzten Bundesparteitag der olivGrünen mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden", hat den Antrag erarbeitete, das Prinzip der "Schutzverantwortung" als außenpolitischen Grundsatz programmatisch zu verankern. In welchen Ländern Menschenrechte auf eine Weise verletzt werden, das eingegriffen werden muss, entscheiden die Schutzverantwortlichen, also die olivGrünen. Damit sollen künftige Kriege legitimiert werden – zum Schutz der Menschenrechte, z.B. in Kuba.

Wie auch nur jemand der Familie Castro das Land "versenken" müssten sie mir mal genauer erklären.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.01.2013 um 11:47 Uhr
Ja Herr Epstein, mit diesem Zitat kann ich auch nicht viel anfangen, werde aber nicht weiter drauf eingehen, würde wieder eine lange Diskussion nach sich ziehen...
Was mich bei Ihnen stört = Sie kritisieren oft nur Kommentare, aber inhaltlich widerlegen, das machen Sie nicht. Wenn Sie sagen "ein schlechtes Zitat", dann begründen Sie es doch, ansonsten ist es nichts weiter als ein "schlechter Spruch", oder?
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 02.01.2013 um 15:49 Uhr
Leicht getan, Herr Walther: Das der schlechteste Sozialismus besser sei als der schlechteste Kapitalismus, ist meines Erachtens durch die Wirklichkeit längst widerlegt. Das kann sicher niemand bestreiten; deshalb bedarf es meiner Meinung nach auch hierfür keiner besonderen Begründung für meine Wertung. Ntürlich können wir jetzt lang darüber diskutieren, was ist Sozialismus, was ist keiner - aber hier ging es ja um den direkten Vergleich DDR/BRD.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.01.2013 um 16:46 Uhr
Für Sie ist es evt. nicht wichtig, viele andere wollen sich damit nicht auseinandersetzen, deshalb - zur Einordnung - nur eine Bemerkung:
ob die Menschen aus den neuen Bundesländern vom Regen in die Traufe gekommen sind, ob es für viele Verbesserungen gab, für andere Verschlechterungen, auch darüber kann man lange diskutieren. Die DDR war schon längst vor allem wirtschaftlich am Ende, das steht fest, und fest steht auch = dies war der Zusammenbruch eines bürokratischen Kapitalismus, mit Sozialismus hatte das nichts mehr zu tun ( es muss immer und immer wieder, auch wenn es Sie jetzt nervt Herr Epstein, gesagt werden! )
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 03.01.2013 um 22:14 Uhr
Ob die Salon-Stalinisten und Geschichtsleugner hier daheim alle ein Stalin-Bild an der Wand hängen haben? Oder eine Stalin-Büste auf dem Kaminsims?

Selbst im ganzen Ostblock wurde bis auf ein paar vergessene Eckchen Stalin und das Andenken an ihn "entfernt". Es müsste da also genug ausgemustertes Material für den Stalin-Altar daheim geben...

Und wenn der kaiserdeutsche Generalstab nicht aus kriegstaktischen Überlegungen Lenin seinerzeit massiv und millionenschwer finanziert hätte, wäre die Oktoberrevolution wahrscheinlich ausgefallen und Genosse Lenin hätte bis zu seinem Lebensende weiter als Erntehelfer unter falschem Namen seine Brötchen verdienen müssen... und Väterchen Stalin den Panjewagen in Georgien lenken...
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.01.2013 um 23:04 Uhr
Ich bewundere Ihre Analysen und Ihre "hervorragenden" Geschichtskenntnisse und den "inhaltlich" wertvollen Kommentar Frau Schepp, es gibt da ne Sparte "Satire, Witz...", vielleicht können Sie das dort als Beitrag einstellen?
Haben Sie eigentlich auch etwas zum Beitrag zu sagen, außer "Herr Beltz wollen Sie in Kuba leben?" ????
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 04.01.2013 um 12:56 Uhr
Werte Frau Schepp, leider entbehren wir eines Kamins, auf den eine Stalin-Büste zu plazieren ähnliche Begeisterung hervorrufen könnte wie seinerzeit der Klang der Stalin-Orgel, auf der Johann Sebastian Bach sein Präludium der h-moll-Messe so eindringlich uns nahe brachte.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 04.01.2013 um 13:06 Uhr
Die DDR schätze ich nicht so ein, wie du Stefan. In den 70iger Jahren war die DDR eine der zehn führenden Indurstrienationen dieser Welt. Der "Spiegel" titelte einmal, das relative Wirtschaftswachstum der DDR sei größer als das der BRD.
Dies macht gewiss keinen Sozialismus aus.
In der Führung der DDR wurde manches vernachlässigt wie die Kybernetik, manche Illussionen erzeugt - das sehe ich auch so. Es gab jedoch keine Verlautbarunegn wie von dem Trottel Chruschtschow. der den Wetsen zu überholen glaubte und mit den Amis Freundschaft schließen wollte.
Es wurden jedoch über alle Gestzesänderungen Diskussionen geführt und vor allem die Betriebe und die dort tätigen Arbeiter in die Verantwortung und Führung einbezogen.
Das war oft formalistisch und Fortführung einer revolutionären Weiterentwicklung fehlte.
Das soll hier reichen, eine intensivere Diskussion ist unter Marxisten, Kommunisten und Sozialisten sicher ergiebiger.
Stefan Walther
4.173
Stefan Walther aus Linden schrieb am 04.01.2013 um 13:17 Uhr
Ja, wir bewerten die Entwicklung der DDR anders Michael, richtig. Der SED-Führung hätte es u.a. gut angestanden sich von den "Thesen" von Chruschtschow zu distanzieren, die berühmt-berüchtigte Geheimrede auseinander zu nehmen und in der Luft zu zerreissen... Richtig auch, dass wir diese Diskussion - wie alle anderen Diskussionen auch - inhaltlich, sachlich, in die Zukunft blickend, kameradschaftlich führen müssen.
Ja, hier sollte das auch reichen.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 06.01.2013 um 09:31 Uhr
Wie die politische Entwicklung in der DDR einzuordnen ist, muss absolut noch ausgewertet und ausdiskutiert werden. Das sehe ich auch so. Aber zum Thema die DDR wirtschaftlich am Ende ... Da empfehle ich das Buch "Die DDR unterm Lügenberg". Und zu ihnen Frau Schepp, da muss ich Stefan Walther recht geben. Das passt sehr gut in die angesprochene Kategorie!
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 25.01.2013 um 14:11 Uhr
Eine "Doku" die schon im Werbetext die offenkundige Unwahrheit schreibt!

"Von Kuba ist in den Medien selten mehr zu sehen als die bröckelnden Fassaden der Hauptstadt Havanna und die verbeulten amerikanischen Straßenkreuzer aus der vorrevolutionären Zeit. Nun hat sich ein Filmteam kurz vor den kubanischen Kommunalwahlen - zu denen natürlich nur eine einzige Partei antrat - auf eine Reise über die gesamte Insel gemacht und zeigt bislang unbekannte Facetten eines Landes, das vor einem tiefgreifenden Wandel steht."

Es kandidiert allerdings nicht eine einzige Partei. Die poder Popular funktioniert so, das Personen gewählt werden die aus ihrer Nachbarschaft vorgeschlagen werden.

Egal ob sie Mitglied der PCC sind oder nicht.

Im Kubanischen Parlament der Asamblea Nacional del Poder Popular liegt der PCC Anteil bei ca. 30%
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 25.01.2013 um 17:50 Uhr
"Der Vorschlag erfolgt ausschließlich durch Parteiorganisationen. Gegenkandidaten gibt es nicht"

... " Als langjähriges Mitglied des lokalen Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR) konnte sie das Vertrauen ihrer Wähler gewinnen und wurde mit dem Amt als Ratsmitglied belohnt. “Meine Gemeinde akzeptiert mich so, wie ich bin, und das ist mein Triumph, ich nenne die Dinge beim Namen und suche nach Gerechtigkeit”, bekräftigte Hernández, die sich klar gegen ihre zwei Gegenkandidaten durchsetzen konnte."

http://www.dkp-queer.de/2012-11-21/erste-transsexuelle-abgeordnete-in-cuba-gewaehlt/
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.01.2013 um 18:54 Uhr
In Kuba herrscht nun mal ein anderes Wahlsysthem als bei uns. Menschen aus der Nachbarschaft oder aus einem Betrieb, die jeder kennt, vorschlagen zu lassen, halte ich für sehr demokratisch. Sie können in der Wahlperiode auch wieder abgewählt werden, was allerdings selten vorkommt.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 25.01.2013 um 19:21 Uhr
Nach meiner Meinung nicht nur ein anderes, sondern ein besseres und demokratischeres Wahlsystem.
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 25.01.2013 um 21:42 Uhr
Eine mit Sanktionen bewehrte Wahlpflicht besteht laut Wikipedia (leider keine verlässlichere Quelle gefunden) zu den Parlamentswahlen in den folgenden Staaten:

Ägypten, Australien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Fidschi, Indonesien, Libanon, Libyen, Liechtenstein, Nauru, Peru, Schweiz im Kanton Schaffhausen, Singapur, Thailand, Türkei, Uruguay.

Eine formelle Wahlpflicht, die jedoch nicht durchgesetzt wird, besteht zu den Parlamentswahlen in den folgenden Staaten:

Argentinien, Belgien, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Griechenland, Honduras, Indien, Italien, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Paraguay, Philippinen und Venezuela.

Ich finde, wenn jemand seine Arbeit gut macht, warum sollte er nicht wiedergewählt werden können?

Allerdings wäre im Umkehrschluss uns z.B. 14 Jahre Adenauer und 16 Jahre Kohl erspart geblieben, die ihre Arbeit 1. nicht gut gemacht haben und 2. trotzdem immer wieder gewählt wurden. So wie jetzt "Bundesmutti" Merkel.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.02.2013 um 12:48 Uhr
Das stimmt, Herr Fürst. Im Rahmen der UNO wurde festgestellt, dass Kuba an erster Stelle steht in der Haltung gegenüber der Jugend. Es existiert keine Benachteiligung auf Grund sozialer, ethnischer oder sonstiger Herkunft in Bezug auf Ausbildung.
Das sieht in Deutschland leider etwas anders aus.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.02.2013 um 18:58 Uhr
Da wird Richtiges formuliert. Auch Hartz IV Empfänger, Niedriglohnempfänger, Leiharbeiter, 1-Euro-Jobber, Rentner mit Aufstockung - sie alle dürfen außer Landes reisen, in die Karibik zu den armen Kubanern........ wenn, ja wenn, das Geld ausreichen würde. Also schlussfolgern wir: bleibt hier, denn hier habt ihr Freiheit. Und manch einer Freizeit im Überfluss.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.02.2013 um 11:14 Uhr
Wir fahren auch nach Bayern (Oberstdorf) und an die Nordsee (Büsum).
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.02.2013 um 11:48 Uhr
Warum soll ich mich in Bayern nicht wohl fühlen? Auch wenn ich Gladbach-Fan und in zweiter Linie HSV-Fan bin, schadet das nicht der bayrischen Gemütlichkeit.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.02.2013 um 17:34 Uhr
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.12.2012 um 22:01 Uhr

Ach Bernd, Dein Kommentar Klasse
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.02.2013 um 11:51 Uhr
Der Bernd Zeun denkt eben selbst nach und verlässt sich nicht auf Verurteilungen, die durch die "unabhängigen" Medien verbreitet werden. Das heißt nicht, dass ich in allem seiner Meinung bin.

Herr Büttel, den Horst Hrubesch oder auch den Horst Eckel halte ich für bedeutender als den bayrischen Horstl. Sie wissen sicher, wen ich da genannt habe.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 12:09 Uhr
Nach immerhin 60 Jahren haben die Amis die Blockade aufgegeben. Um welchen Preis, wissen wir noch nicht. Jetzt fehlt nur noch der Unrechtsstaat Israel.
Jetzt kann auch der Herr Büttel wegen der US-Genehmigung nach Kuba reisen.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 14:51 Uhr
Heißt es dieser Tage nicht: ... und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen? Na ja. Sind ja noch ein paar Tage bis dahin.

Frohe Weihnachten allen.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 15:16 Uhr
Aber einen Anfang müssen wir schon machen. Also Friede Herr Büttel.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 15:52 Uhr
Es muss nicht Krieg sein um im Unfrieden zu leben. Ich bin auch nicht im Krieg, aber trotzdem nicht mit allen Menschen im Frieden.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 16:51 Uhr
Also Herr Büttel, ich habe das schon mit Ihrer Finanzlage gelesen und bin auch heute nicht mehr müde. Hart war die lange Dauer der Sitzung für die Kollegen, die am nächsten Tag arbeiten mussten.

Und Peter. Ich habe nicht den Eindruck, dass Herr Büttel und ich in Unfrieden leben. Wir geraten manchmal aneinander, wir teilen aus und stecken ein. So wird das Leben nicht langweilig.
Peter Herold
26.157
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2014 um 18:14 Uhr
Meine Friedenskommentare waren sehr allgemein. Ich habe keinen direkt angesprochen und ich sage es wieder: Friede auf Erden ... siehe 20.12.2014 um 14:51 Uhr
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.12.2014 um 10:38 Uhr
Ich habe vom Ende der Blockade gesprochen. Das war im Überschwang meiner Freude für das kubanische Volk. Richtig heißt es, das Embargo soll gelockert werden.
60 Jahre Blockade reicht. Der Gedanke an Frieden und Lebensqualität sollte alle Menschen erreichen. Nur die USA und Israel haben das bisher nicht so gesehen. Für mich gilt der Gedanke für Israelis, Palästinenser und auch US-Bürger.
105
Julius Epstein aus Gießen schrieb am 22.12.2014 um 13:10 Uhr
Jetzt haben sich die "Sozialisten" in Kuba entpuppt - sie sind geil auf US-Dollars wie alle!
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.12.2014 um 11:32 Uhr
Die Kubaner und ihre Regierung wollen, wie unter zivilisierten Staaten üblich, normale Beziehungen mit anderen Ländern haben. Ist das für Sie, Herr Epstein, so abwegig.
Michael Beltz
6.883
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.12.2014 um 10:09 Uhr
Die Antwort bleibt wohl aus, Herr Epstein.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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