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Altes Konzept aber klasse Idee - "Givebox" in Gießen

Gießen | Da ich nun sowohl freundlich als auch etwas direkter darauf aufmerksam gemacht wurde, dass meine Beiträge zu kurz sind, versuche ich nun mal einen etwas ausführlicheren Beitrag zu schreiben. Ist allerdings nicht einfach, neben 3 Kindern unter 10 Jahren und einem Vollzeitjob.

Nun zum Thema, die neue "Givebox" in Gießen. Das Konzept ist nicht neu aber dennoch eine wunderbare Idee in meinen Augen. In der Lincolnstraße wurde eine kleine Holzhütte aufgebaut, hier kann jeder, der etwas nicht mehr braucht einfach ablegen. Im Gegenzug steht es ihm frei etwas wieder mitzunehmen, natürlich nur wenn Eigenbedarf besteht (also mitnehmen und auf Ebay verhökern ist nicht gerne gesehen).

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.10.2019 um 11:29 Uhr
Besteht da nicht die Gefahr, dass allerlei "Müll" entsorgt wird?
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 26.10.2019 um 10:51 Uhr
Ja, leider. Ein Unternehmer aus Heuchelheim hatte sowas vor Jahren auch mal gemacht und es auch lange erhalten, dann wieder aufgegeben, weil zuviel Müll entsorgt wurde.
Wenn es nicht überhand nimmt, sollte man versuchen, damit zu leben. Ich wünsche dem Projekt gutes Gelingen.
Auch finde ich es gut, wenn Leute einen Karton hinstellen, in dem sie Sachen, die sie nicht mehr benötigen, zur Verfügung stellen. Er darf aber nur auf dem Grundstück abgestellt werden und nicht auf dem Bürgersteig, da ist es leider verboten.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 12:30 Uhr
Es gibt doch auch die Möglichkeit Sachen zuum DRK zu bringen. Habe ich bei meinem Umzug gemacht.
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 26.10.2019 um 13:37 Uhr
Aber keine Alltagsgegenstände wie Geschirr, usw. das wäre mir neu, dass das DRK das annimmt. Es sind manchmal nur kleine Sachen von geringem Wert, über die sich vielleicht ein Andrer freut.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 13:50 Uhr
In der Lahn Str. in Gießen besteht die Möglichkeit gut erhaltene Dinge abzugeben.
Bernt Nehmer
1.965
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 26.10.2019 um 13:54 Uhr
Klingt gut. Leute die vom Müll leben wollen, können bestimmt weitere Giveboxes vernetzen.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.10.2019 um 17:13 Uhr
:-))
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 26.10.2019 um 20:00 Uhr
In der Lahnstr. hauptsächlich Bücher und Geschirr, nicht alles wird genommen. Jugendwerkstatt ist ebenfalls eine Anlaufstelle, außer Montags kann man dort viel abgeben. Ausgenommen sind Elektrogeräte, es ist niemand mehr da, der sie prüft.
Café Toller, Ernst-Toller-Weg 3, aber nur Di. 10.00 - 13.00 Uhr und Do. 17.00 - 19.00 Uhr. Also ziemlich eingeschränkte Öffnungszeiten, insofern finde ich die Give Box gut. Die Anwohner müssen nicht erst Gott weiß wohin fahren und auch nicht auf Öffnungszeiten achten.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.10.2019 um 17:06 Uhr
Nachdem ich das Bild gesehen habe, befürchte ich Schlimmes
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 27.10.2019 um 19:13 Uhr
Ich wohne am Rand des Kneipenviertels in Giessen. In den Straßen rundum werden Artikel, welche noch gebrauchfähig sind, einfach am Straßenrand abgestellt. Meistens findet er auch einen Mitnehmer, hauptsächlich Bücher.

Apropo Bücher - In Giessen gibt es an der Wand der Volksbank (Hintereingang zur Plockstr.) einen Öffentlichen Bücherschrank. Weitere (neben den Tipps von Jutta) eher inoffizielle Schränke gibt es irgendwo an der Universität und im Vorraum des Literarischen Zentrums (Hintereingang der Kongresshalle - über den Parkplatz Richtung Wieseck und dann ein paar Stufen hoch ...).

Zumindest der hochsubvensionierte Schrank in der Plockstraße ist zu etwa 80 Prozent der Zeit (meine Schätzung) übervoll (irgendwelcher Hirnlose stellen dort Bücher in zwei Reihen auf .....) - wir brauchen mehr Stellen in Giessen.

Da ist einfach Phantasie gefragt. Öffentlicher Raum (wie hier an diesem Beispiel) ist immer "drin". Das Problem dabei ist die (offensichtlich notwendige) Kontrolle. Ich habe gehört, dass Heuchelheim einen Bücherschrank aufstellen will, aber so lange wartet bis ein Ehrenamtlichen dazu gefunden worden, der ab und an mal nach schaut. (Heuchelheimer sind halt schlauer als Giessener.)

Ein - von mir im Moment bevorzugter - Ansatz ist, auf den halböffentlichen Raum auszuweichen. Z.Z. bestücke ich z.B. einen völlig inoffiziellen Bücherschrank im Vorraum einer Gaststätte. Vandalismus ist dort nicht ausgeschlossen, aber die Bedienung schaut ab und zu einmal nach, dass da nicht gemüllt wird.

Gut finde ich auch Bücherecken in Arzt- bzw. Zahnarztpraxen oder in bestimmte Geschäften. Natürlich sind diese Schränke nicht 24 Stunden am Tag zugänglich, aber dafür ist ohne großen Aufwand das Verschenken gut zu praktizieren.

Eines sollte - egal ob Buch oder Haushaltsgeschirr - als wichtig mit angesehen werden, dass jeder verschenkte Artikel der auch eine Weiternutzung zugeführt wird, einen Neukauf unterbindet. Das ist gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je.
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 27.10.2019 um 19:42 Uhr
@Martin, als ich beim letzten Mal an einem WE am Bücherschrank in der Plockstr. war, war dieser ziemlich geplündert. Das habe ich in der massiven Form bisher nicht erlebt. Samstags ist ja bekanntlich Flohmarkt hinterm Schnäppchenmarkt von Karstadt und mir hat auch ein Passant erzählt, das da regelmäßig jemand vorbeikommt um Bücher mit zum Flohmarkt zu nehmen. So ist es in der Tat nicht gedacht.
Was nun in der Lincolnstr. passiert ist, dass sich ein Obdachloser darin sein Lager eingerichtet hat, inkl. Matratze ist ebenfalls nicht im Sinne der Givebox.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.10.2019 um 19:46 Uhr
Jutta das war auch der Grund warum die Stadtbibliothek keine Bücher.mehr nimmt
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 27.10.2019 um 23:06 Uhr
Exakt diese Tatsache war es. Daraufhin wurde der Bücherschrank in der Plockstr. angebracht. Er ist meistens gut gefüllt und ich finde es auch nicht schlimm, wenn Bücher in der 2. Reihe stehen. Meistens sind es halt ältere Bücher. Mir ist egal von wann ein Buch ist, sofern es mich anspricht.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 28.10.2019 um 10:46 Uhr
Jutta, deine Informationen sind nicht vollständig. Da ich regelmäßig versuche "die zwei Reihen zu verhindern" (Doch das ist völlig rückichtslos! Warum nehmen die Bücherbringer ihre Bücher nicht wieder mit, wenn nicht genug Platz da ist? Zwei Reihen das ist doch völlig hirnlos, denn kein Mensch schaut, welche Bücher in der hinteren Reihe verdeckt stehen, denn das macht richtig Arbeit die erste Reihe raus zu nehmen.) komme ich auch regelmäßig ins Gespräch mit den Passanten. (Wenn zwei Reihen, dann brauche ich mindestens 20 Minuten zum sortieren.)

Es ist wohl nicht nur ein Mitbürger, der im Verdacht steht (bewiesen ist das nicht), dass er Bücher aus dem Bücherschrank in der Plockstraße auf Flohmärkten weiter verkauft. Richtig, so ist das nicht gedacht. Ich weis aber nicht, wie das zu verhindern ist. Außerdem ist wohl der Preis für Gebrauchtbücher auf Flohmärkten im Keller. Reich werden diese Personen davon nicht.

Komme ich mit Bücher"anlieferer" in ein längeres Gespräch, weise ich diese auf diesen Verdacht hin und gebe den Tipp (falls es den Anliefern nicht egal ist - was häufiger der Fall ist) die Bücher im Litararischen Zentrum abstempeln zu lassen, damit diese dort im Vorraum in dem halböffentlichen Bücherschrank gestellt werden können. (Gestempelte Bücher kann niemand verkaufen!) Nachteil für die Anlieferer: Die Parkplatzgebühr ist dort hoch und das Zentrum hat nur gelegentlich offen.

Noch einmal: Die Heuchelheimer scheinen schlauer zu sein. Eine Aufsicht - und sei es auch nur ab und zu - scheint bei der immer häufiger auftretenden Tendenz in der Bevölkerung "ich bin doch nicht blöd - ich mache aus Allem was ich in die Finger bekomme Geld" nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig.

Jutta glaube mir, dass Du einen fast leeren Schrank in der Plockstraße vorgefunden hast, war Zufall. Meine Einschätzung: wir brauchen in Giessen mehr Verteilstellen in der Fläche (siehe dazu auch meinen alten Kommantar). Bei der Volksbank einen weiteren Schrank daneben zu hängen halte ich für weniger zielführend.
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 28.10.2019 um 10:56 Uhr
@Martin, richtig, das war Zufall, das der Schrank fast leer war, meist ist er eher überfüllt, denn wir sind oft Samstags in der Stadt und ich schaue dort regelmäßig vorbei, bisher habe ich das nicht erlebt. Du überforderst die Leute, wenn sie ihre Bücher, die sie schon hingetragen haben, wieder mitnehmen sollen. Das macht niemand, ehrlich gesagt, das würde ich auch nicht machen und ich verbringe auch Zeit vorm Bücherschrank, ich habe damit kein Problem und ich denke, Bücherwürmer auch nicht. Wenn es noch andere Stellen in der Stadt gäbe, wäre das sicher zu begrüßen, es müsste allerdings im Innenstadtbereich sein, sonst macht das keinen Sinn. ZIB hat ein besseres Angebot, aber sehr eingeschränkte Öffnungszeiten, das ist das, was mich stört.
Den Verkauf verhindern kannst du nicht, es ist aber sehr mühsam, Bücher auf dem Flohmarkt zu verhökern und wenig lukrativ.
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 06.11.2019 um 12:56 Uhr
Ich habe mir die Give-Box vor Ort angeschaut. Leider ist es so, wie Peter vermutet hat, es wird allerlei Unbrauchbares entsorgt. angeschlagene Teller will niemand. Manche machen sich nichtmal die Mühe, die Sachen auszupacken und ordentlich hinzustellen. Es wird einfach hingeworfen. Ich kann nur hoffen, das es besser wird.
Der Obdachlose, der sich häuslich eingerichtet hat, stellt ein zusätzliches Problem dar.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.11.2019 um 12:58 Uhr
So ist es Jutta
Jutta Skroch
13.527
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 26.11.2019 um 00:00 Uhr
Das Projekt ist nach nur einem Monat leider gescheitert. Die Vermüllung nahm überhand und zusätzlich hatten es sich zuletzt auch noch gleich 2 Obdachlose darin gemütlich gemacht. Momentan ist die Tür mit einer Spanplatte verschlossen. Sie soll umgebaut werden. Auch anderswo ist es nicht immer von Erfolg gekrönt.
Stefan Walther
4.562
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.11.2019 um 18:52 Uhr
...und so schnell kommt man wieder in der Realität, "im wahren Leben" an. Gut gemeint ohne Frage, aber es gibt halt keine "Inseln" im System, auch wenn das Einige nicht wahrhaben wollen...
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von:  Jessica Rupp

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