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Kumulieren und Panaschieren abschaffen?

von Marcus Linkam 07.03.20161168 mal gelesen29 Kommentare
Gießen | http://kurzlink.de/FoN4rZ8Xl

Die Medien sind bewusst oder unbewusst dabei, unsere Gesellschaft zu polarisieren. Gut, schlecht, behalten oder abschaffen...

Schade!

Dass unser kommunales Wahlsystem für einige Menschen zu kompliziert ist, steht außer Frage. Aber ist dann "Back to the roots" die Lösung?"

Vereinfachen, mehr Hilfestellung geben, in der Schule üben, das können sinnvolle Lösungen sein.

Auch ist die Briefwahl eine echte Aufgabe gewesen. 3 Wahlzettel und ein Wahlschreiben mussten jeweils in die richtigen der vier Umschläge. Alleine das dürfte schon einige Leute überfordern. Doch das ist dann halt so? Nein! Auch dies muss vereinfacht werden!

Auch Onlinewahlen wären im Grunde genommen der Stand der Zeit, doch gibt es, zurecht, noch einige Hürden zu nehmen.

Unsere Landespolitiker müssen diese Aufgabe angehen!

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Kommentare zum Beitrag

Ralf Praschak
846
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 07.03.2016 um 15:55 Uhr
Ist das Wahlsystem denn kompliziert oder wird es nur als solches betitelt.

Denn wer nicht Kumulieren oder Panaschieren möchte, kann einfach ein Listenkreuz setzen, wie es bei anderen Wahlen auch der Fall ist.

Die Frage ist doch eher, für welches Problem soll ein einfacheres Wahlsystem eine Lösung sein?
Denn die Wahlbeteiligung ist - zumindest in Gießen - erneut gestiegen.

Wahlhelfer im Sinne von Video (siehe hessenschau.de) oder Online-/Mobile-Apps fürs Erstellen von Wahlausfüllhilfen sind sicher einfach zu realisieren.

Briefwahlunterlagen farbzukodieren und zu nummerieren inkl. Anleitung war auch diesmal schon der Fall.

Online-Voting via Blockchain (Technik hinter Bitcoins) wäre natürlich die Krönung.

Aber das grundlegende Problem ist doch eher eine Verdrossenheit gegenüber dem System und die mangelnde Attraktivität der Kommunalwahlen/-politik.
Martin Wagner
2.464
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.03.2016 um 16:00 Uhr
Herr Link ich war gestern wieder als Wahlhelfer in meinem Wahllokal * um die Ecke. Ja, das kumuliern und panaschieren macht nicht nur das Wählen etwas schwerer, sondern auch das auszählen.

Wie wohl überall in Giessen waren die Stimmzettel "mit dem Kreuz im Kopfteil" gerade einmal rund 60 Prozent aller Zettel. Ich bedaure die Angestellten in der Stadtverwaltung, die die restlichen 40 Prozent mühselig auszählen "dürfen". (Hoffentlich müssen sie keine Überstunden dafür machen.)

Also "lohnt" das mehr an Arbeit bei Wähler und Verwaltung?

Ich denke ja!


* Ich wohne in einem gutbürgerlichen Wohnviertel da sind die "offensichtlich ungültige Wahlzettel" eher selten, wir lagen da bei (lächerlich geringen) rund 5 Prozent (da waren mindestens die Hälfte "echte ungültige" also keine "Falschen" durch nicht korrekte Ausfüllung)
Martin Wagner
2.464
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.03.2016 um 16:20 Uhr
Kurz inhaltlich:

Meiner Einschätzung nach überwiegen die Vorteile bei weitem die Nachteile.

In einem anderen Artikel habe ich ausgeführt, dass ich bei der von mir favourisierten Liste eine bestimmte klare inhaltliche Position vermisse. Ich habe dazu das Wahlprogramm von vorne nach hinten und dann von hinten nach vorne durchgelesen. NICHTS.

Ich war gezwungen durch Einzelnachfragen bei den Spitzenkandidaten deren private Meinung versuchen zu erfragen.

Wo es mir gelungen ist, konnte ich dementsprechend die einzelne Person wählen. Die anderen habe ich auf der Liste dann gestrichen. So kann ich mit bestimmter Wahrscheinlichkeit hoffen, dass mein Wählerwille zum Ausdruck gekommen ist.

Ausserdem hab ich ganz vereinzelt Personen konkurrierender Listen gewählt, bei denen ich sicher bin, dass sie in diesem speziellen (mir sehr wichtigen Punkt) meine Meinung teilen.

Ohne kumulieren und panaschieren hätte ich das Alles nicht gekonnt.
Martin Wagner
2.464
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.03.2016 um 16:23 Uhr
Zu der leicht gestiegene Wahlbeteiligung habe ich bei folgendem Artikel schon ein Kommentar abgegeben.

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/110197/ergebnis-der-kommunalwahl-am-6-maerz-2016/
Stefan Walther
4.372
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.03.2016 um 17:15 Uhr
Stimme Herrn Praschak in seinen grundsätzlichen Aussagen zu, deshalb nur eine Bemerkung an Marcus: nicht die Medien polarisieren die Gesellschaft, die objektiven Verhältnisse führen zu einer Polarisierung in vielen Fragen, bei vielen Problemen. Ist das nun schlecht, gefährlich...? Das sehe ich ganz anders, gerade als Linke müssen wir bei allen Fragen "klare Kante" zeigen, uns nie wegducken... nie versöhnlerisch als Opportunisten auftreten usw.
Auf den Punkt gebracht = eine Polarisierung war für Linke immer schon vorhersehbar und ist auch in unserem Interesse.
Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 07.03.2016 um 18:12 Uhr
Uff Stefan hier sind wir nicht ganz konform, schön!
Wer nun maßgeblich für die Polarisierung verantwortlich ist, das möchte ich nun nicht unumstößlich behaupten. Doch bezog sich meine Aussage auf den Artikel von hessenschau.de, weswegen ich den Link vorweg setzte.

Wem nützt eine Polarisierung in einem Thema? Zumindest nicht der Sache selbst... Um das am Titelthema fest zu machen:

Ein schlichtes JA oder NEIN zum aktuellen Wahlsystem wird den Erfordernissen nicht gerecht. Wir sind uns sicher einig dass Kumulieren und Panaschieren grundsätzlich nützlich sind.

Doch wenn man die Perspektive hin zu älteren bzw. geistig weniger flexiblen Menschen wechselt und die gigantischen Wahlzettel und die Möglichkeiten betrachtet, sieht so mancher Wähler vermutlich den Wald vor Bäumen nicht mehr. Dieser Eindruck kann einen so überwältigen, dass man nicht einmal mehr die einfachste Variante wählt. Da haben sicher einige Wähler keine Lust drauf. Die Überforderung wird sich meiner Meinung nicht primär in falsch ausgefüllten Bögen manifestieren, sondern am "es gleich sein zu lassen".

Sieht man nun das Kumulieren und Panaschieren als den besseren Weg an, hilft ein reines JA oder NEIN nicht weiter. Hier muss es dann Anpassungen geben, so dass auch Herr Otto Normal nicht zu sehr gefordert wird und wieder Lust auf das ausfüllen eines Wahlzettels bekommt. Das wäre sicher möglich. Das Ergebnis wäre dann aber nicht gleich zu setzen mit einem JA oder NEIN, sondern mit etwas dazwischen. Hier schadet eine Polarisierung mehr, als sie nützt.

Zum Beispiel beim Thema AfD bin ich in Sachen Polarisierung wieder bei Dir. Ein klares NEIN ist für mich das einzig akzeptable. Ein „NEIN Aber“ hingegen inakzeptabel.

Ich hoffe es ist zu verstehen was ich meine.
Stefan Walther
4.372
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.03.2016 um 23:51 Uhr
Manchmal ist man unterschiedlicher Meinung Marcus. Wenn es sich "nur" auf das Thema bezieht ist es nicht weiter bedeutend, ich stehe aber dazu: die Argumente von Herrn Praschak sind für mich überzeugend. Die, die am derzeitigen Wahlsystem etwas ändern wollen, da wäre nachzufragen "wer ist das und warum wird das gerade jetzt thematisiert". Und so ganz nebenbei will auch noch ein Herr Schäfer-Gümbel über eine Prozenthürde "nachdenken", dass sogar CDU Vertreter dies als Quatsch bezeichnen, ich sage eher das ist kein "Quatsch", das ist undemokratisch!

Mir ging es auch eher um die allgemeine Aussage "die Medien sind dabei unsere Gesellschaft zu polarisieren". Du hast das selbst jetzt relativiert, als Beispiel das Thema AfD genannt...

Ich denke schon, dass ich - jetzt auch besser :-) - verstanden habe was du meinst.
Nicole Freeman
9.397
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.03.2016 um 06:17 Uhr
Über Herr Schäfer-Gümbel und seine Prozenthürde kann man nur grübeln. hat er wirklich so wenig verstanden? Einen Prozenthürde ist keine Lösung für die Unzufriedenheit unserer Mitmenschen. Das so viele Zur AFD gegangen sind hat mich auch erschreckt, aber das Schreckgespenst wird man nicht durch eine Hürde los. Es wird Zeit das die Sorgen und Ängste der Menschen ernst genommen werden. Das Wahlsysthem ändern? Dazu sehe ich keinen Grund! Wer es sich leicht machen will hat die Möglichkeit. Wer sich gedanken über die Personen gemacht hat bekommt so die Möglichkeit Personenbezogen zu wählen. Thema wahlsysthem in der Schule finde ich gut. Auch die erklärabbs sind gut. Die Wahlbeteiligung ist überall gestiegen! Warum also dieses Systhem abschaffen und eine Prozenthürde einführen. Hat man angst vor dem Bürger?!
Die Menschen sind nicht zu dumm ein Kreuz zu machen, sie haben keine lust mehr sich verar.... zu lassen. Bürgermeister die sich für den Kreis aufstellen lassen. Geben die bei der wahl dann ihren Bürgermeister ab? Für wie dumm wird man denn genhalten?! Bürgermeister sein sollte ein vollzeitjob sein ! Für den der das Amt hat eine Berufung und nicht nur ein Job.
Michael Beltz
7.225
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 10:36 Uhr
Wenn jemandem das Ergebnis nicht passt, ist dasWahlsysthem schuld. Die Polarisierung in der Gesellschaft wird durch die Mächtigen geschaffen. Da werden die berechtigten Sorgen und Probleme der Menschen nicht ernst genommen,Zunahme der Erwerbslosigkeit und Armut ist programmiert....
Und der zur Schau getragene Schrecken über das Ergebnis der AfD soll doch nur über die Verantwortlichkeit der großen Parteien für eben das Ergebnis der AfD hinwegtäuschen. Wer macht Gesetze für die Reichen, wer verschärft die Asylgesetze, wer bombt Städte und Dörfer in Schutt und Asche - und jammert dann über die Zunahme von Flüchtlingen?
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 10:42 Uhr
Da ich seit einigen Jahren meist Briefwahl wähle konnte ich mich daheim in aller Ruhe den Wahlunterlagen widmen. Leider, war in diesem Ausmaß für mich nicht vorhersehbar dann das Abschneiden der AfD. Nun die Wählen haben eventuell/hoffentlich daran gedacht, dass diese Partei ohne eine konkrete Aussage in den Wahlkampf gingen. Nun, in der Opposition haben sie die Zeit es sich zu überlegen.
Meine gewählten Parteien haben leider nicht das erreicht was ich mir versprochen habe. Mal schauen was die LINKE aus ihrem Erfolg machen wird.
Klaus Stadler
5.165
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 08.03.2016 um 17:47 Uhr
Was soll die Linke im Stadtparlament erreichen? Kann sie überhaupt etwas bewegen? Herr Herold,die LINKE wird nichts ändern!
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 17:51 Uhr
Ich habe nichts dergleichen gesagt. War eher etwas zynisch gemeint.
Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 19:10 Uhr
@Klaus Stadler
Solange man nicht in der Regierung ist, kann man immerhin Impulse geben, Anträge stellen, argumentieren und in Gremien mit arbeiten. Sicher ist das manchmal müßig, doch ernst zu nehmende Politiker werden auch unter Kolleg_innen ernst genommen. Dass wir ernst zu nehmen sind, liegt nun aus uns, dies zu beweisen.
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 20:00 Uhr
Das Herr Link ist doch schon ein Anfang.
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.03.2016 um 20:01 Uhr
Sie haben da ja einen Mitbewerber = AfD
Michael Beltz
7.225
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 09:29 Uhr
Herr Stadler, alleine im Parlment mit in Gießen 5 Sitzen (Kreis 4) können wir nur das tun, was Marcus Linke beschrieben hat.
Deshalb erscheint es mir wichtig, vor allem außerhalb des Parlamentes zu arbeiten.
Beispiele: Gewerkschaft, Schülervertretung, Schulelternbeirat, Vertrauensleute, Betriebsrat, Schulelternbeirat, Demos gegen Nazis, Mieterbeirat und viele mehr.
Michael Beltz
7.225
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 09:32 Uhr
Marcus, was bedeutet Kolleg_innen?
Ich kenne nur Kolleginnen und Kollegen, KollegInnen, Kolleg-innen und neuerdings noch mit ***
Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 17:09 Uhr
@ Michael
OK schweifen wir mal vom Thema ab:
Im Rahmen des Gendering wird versucht, die Schreibweisen zu vereinfachen. Zunächst schrieb man z.B. "Kolleginnen und Kollegen". Dann kam die Variante "Kollegen/innen". Im Moment versucht man es noch besser zu machen und schreibt eine der folgenden Varianten: Kolleg*innen oder eben Kolleg_innen. Dies bezieht dann beide Geschlechter mit ein, wobei dies auch wieder falsch ist, da es ja genau genommen mehr als zwei Geschlechter gibt. Nun ja der Stein der Weisen ist diese Schreibweise auch nicht, aber halt der Gender Mainstream....
Ralf Praschak
846
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 17:21 Uhr
Mit diesen Schreibweisen - die im übrigen nicht neu sind - löst man aber keine realen Probleme, wie z.b. EqualPay.

Auch wenn das Anliegen dahinter, die sprachliche Gleichberechtigung aller Geschlechter, unterstützenswert ist, so gibt es viel kreativere und intelligentere Optionen, die auch noch den Rechtschreibregeln entsprechen und Texte nicht unlesbar machen, wie z.B.:
* Studierende
* zu Fuß Gehende
http://www.heise.de/tp/news/Zu-Fuss-Gehende-statt-Fussgaenger-2008307.html

Aus Kollegen könnte so beispielsweise Mitstreitende werden ;)
Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 17:26 Uhr
Gute Ergänzung!

Das ist die Geschlechter neutrale Variante. Sie hat jedoch ebenfalls einen Nachteil: Sie wirkt sehr unpersönlich. Leider ist auch dies nicht die Lösung, wie Sie schon schrieben.
Gedanken erzeugen Handlungen, das ist einer der Ansätze dieser schriftlichen "Gleichstellung".
Ralf Praschak
846
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 10.03.2016 um 17:44 Uhr
Das ist eben der Unterschied zwischen ideologischem und kreativem Umgang ;)

Ich persönlich lese Texte mit Binnen-I o.ä. nur noch wenn es wirklich sein muss, weil es in der Regel dem Lesenden Mehrarbeit auferlegt.

Unterstrich (Gendergap) und das neuere Sternchen (Wildcard) sollen ja alle Menschen unabhängig ihres Geschlechtes einschließen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gendergap_%28Linguistik%29

Eine neutrale Form führt auf Seite des Schreibenden zur kreativen Mehrarbeit, um die Texte leserlich zu halten. Zudem ist es gesellschaftlich leichter zu adaptieren, da Sprache ein gewachsenes und lebendiges Konstrukt ist und eben nicht einfach so mal geändert werden kann.

Zudem kann man auch eine Diskriminierung durch Reduktion auf ein * oder _ sehen - genauso wie im Anhängsel innen. Die neutrale Form hat dieses Manko nicht, da alle gleichberechtigt in einem Wort angesprochen werden und durch Artikel spezifiziert werden können:
- Der Radfahrende
- Die Radfahrende
- Die Radfahrenden

Ich halte dies persönlich für die fairere, lesbarere und somit demokratischere Lösung. Sie mag nicht perfekt sein, aber kommt einem Ideal am nächsten ohne ideologischem Überbau.
2.308
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 10:42 Uhr
Vielleicht könnte es für manche Wählende hilfreich sein, wenn man die Begriffe "kumulieren" und "panaschieren" einfach durch die deutschen Wörter "anhäufen" und "ausstreichen" ersetzen würde.
Ein weiteres Problem war in manchen Fällen die Regel, dass
man nur in der gewählten Liste Namen ausstreichen durfte.
Eine gute alte Freundin (82 Jahre) hat mir nach der Wahl freudestrahlend berichtet:" Ich hab Euch auch gewählt. Und die CDU, die mag ich gar nicht, da hab ich alle ausgestrichen."
Da hab ich mir meinen Frust erst einmal heruntergelacht.
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 10:47 Uhr
Der Umfang der Listen ist eine Zumutung und in der Wahlkabine fast nicht zu lösen. Da her mache ich Briefwahl.
2.308
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 11:23 Uhr
Die Briefwahl ist eine gute Lösung.
In Frankfurt sollen die Wahlscheine 1,50 m lang gewesen sein.
Da ist sicher eine kritische Grenze erreicht.
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 11:26 Uhr
Kann besser zum Tapezieren verwendet werden
2.308
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 14:00 Uhr
Andererseits bedeutet das Kumulieren und Panaschieren eben
mehr Wahlfreiheit für die Wählenden. Und auch die kleinen Oppositionsparteien, die den Großen so lästig sind.
2.308
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 12.03.2016 um 14:00 Uhr
Andererseits bedeutet das Kumulieren und Panaschieren eben
mehr Wahlfreiheit für die Wählenden. Und auch die kleinen Oppositionsparteien, die den Großen so lästig sind.
Karl-Ludwig Büttel
3.595
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.03.2016 um 10:06 Uhr
Ohne Kumulieren und Panaschieren wäre die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen noch schlechter- je kleiner die Wahleinheit, desto besser die Ausnutzung dieser Möglichkeit.
Ich bin seit Jahren im Wahlvorstand meines Ortes und auch bei der Auszählung seit 2001 in der Stadt dabei.
Nur ca. 30 % machen bei uns ein Listenkreuz. Der Rest kumuliert und panaschiert. Auch habe ich nicht den Eindruck (vielleicht sind unsere Bürger auch besser aufgeklärt) das es zu großen Schwierigkeiten oder mehr Ungültigen Stimmen geführt hat. Was richtig ist die meisten bescherten sich übern den großen Zettel zur Kreistagswahl. Das ist aber auch Naschvollziehbar dort sind die wenigsten Kandidaten bekannt.
In kleineren Wahlzellen haben die Menschen wirklich die Möglichkeit denjenigen den sie kennen der für seinen Bezirk oder Dorf was leistet in Vereinen / Ehrenamt zu wählen und das unabhängig von der Partei.
Ich durfte das am eigenen Leib erfahren. In einem Ort wo bei Wahlen eine Partei 70 % der Stimmen erreichte, war die Chance auf ein Amt nicht absehbar. Die Partei für die ich angetreten bin hatte am Wahlabend nach den Listenkreuzen auch nur 18 % der Stimmen erreicht. Nach Auszählung der Kumulierten und Panaschierten Stimmen erzielte ich ein so gutes Ergebnis, dass die Partei einen Sitz dazu gewonnen hatte und wir nach dieser Auszählung 38 % der Stimmen erreicht hatten. Ich wurde gemeinsam mit einem Partner zum Ortsvorsteher gewählt. 2006 kumulierten mich die Bürgerinnen und Bürger auf 64,4 % der Stimmen (Listenkreuze 38,7%) Also ein klarer Unterschied zwischen Partei und Persönlichkeit. Sie können sicherlich verstehen, dass ich daher ein Fan bin von kumulieren und panaschieren.
Auch bei dieser Kommunalwahl am 06.03 konnte ich davon erheblich profitieren.
Fazit: Kumulieren und Panaschieren dort wo die Kandidaten noch greifbar und bekannt sind.
In Städten wie Frankfurt oder auf Kreisebene kann man darauf verzichten.
Ich halte das System für eine Stärkung der Basisdemokratie für die Bürger.
2.308
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 16.03.2016 um 09:43 Uhr
Ja, dieser Aussage stimme ich voll zu.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Marcus Link

von:  Marcus Link

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