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Die Wichtigkeit eines Tagebuches oder Lebensbuches für die Umsetzung der Biografiearbeit bei alternden Migranten.

Fernwald | Die Wichtigkeit eines Tagebuches oder Lebensbuches für die Umsetzung der Biografiearbeit bei alternden Migranten, im Fall einer beeinträchtigenden kognitiven Erkrankung wie Demenz entstehen konnte.

Was wird mit Migranten passieren, die zur ersten Generation, der Generation der Arbeitsmigranten gehören und nun von einer demenziellen Erkrankung betroffen sind oder betroffen sein könnten?

Die Antwort lautet: Es sollten vorher entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden, die eine Erleichterung bringen können, bevor (ältere) Migranten an Demenz erkranken und zwar bevor die Sprachbarriere zu einer Verhinderung der Kommunikation führen kann.

Um den Zugang der Lebensgeschichte von alternden Migrantinnen und Migranten zu gewinnen, empfehle ich die Methode der Biografiearbeit im Rahmen eines autobiografischen, visualisierten und unterstützenden Tagesbuches oder Lebensbuches. Dies bedeutet, die Lebensgeschichte der alternden Migranten aufzuschreiben, bevor eine beeinträchtigende kognitive Erkrankung wie Demenz entstehen könnte.

Es sollte die Möglichkeit geben, dass die alternden Migranten selbst ihre Lebensgeschichte
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schreiben dürfen. Wenn die Sprachbarriere aber stark ausgeprägt ist, sollte die Methode der Biografiearbeit durch Angehörige, Bekannte und Freunde unterstützt werden. Die Visualisierung erleichtert das Schreiben, und die Gestaltung der Methode sollte in verschiedenen Sprachen gemacht werden.

Die Lebensgeschichte, die da entsteht, erleichtert dem Personal den Zugang zu an Demenz erkrankten Migranten, die z. B. plötzlich ins Krankenhaus oder aber in ein Pflegeheim umziehen, müssen. Im Rahmen der kultursensiblen Pflege sind die Kenntnisse der Lebensgeschichte der Migranten für die Pflegenden sinnvoll, um die Gestaltung der entsprechenden Lebensgewohnheiten, Essgewohnheiten und Rituale organisieren und planen zu können.

Biografiearbeit ist keine starre Methode, sondern ein Prozess, der kontinuierlich aktualisiert und erneuert werden soll. Diese autobiografische, visualisierte und unterstützende Biografie, die von den Migranten geschrieben wurde, ist ein erster Schritt, der den Pflegeprozess unterstützen kann. Da die Erkrankten mit ihren Gewohnheiten, Ritualen und die kulturellen Bedingungen wahrgenommen werden, steigert es ihr Wohlbefinden.

Alternde Migranten von dieser Art der Biografiearbeit zu überzeugen ist lohnend, da insbesondere Migranten der ersten und zweiten Generation bestimmt viele Lebensereignisse erfahren haben, die sie gerne weitergeben möchten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an diesem Thema Interesse haben und sich mit mir durch herkömmliche Medien in Verbindung setzen.

Silvia Elizabeth Tijero Sanchez

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.102
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.03.2014 um 10:38 Uhr
Ein Tagebuch ist mir wichtig auch wenn ich nur kurze Notizen mache. Ab und an dann mal nachschauen. Ist erstaunlich was da alles dann steht
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Silvia Elizabeth Tijero Sanchez

von:  Silvia Elizabeth Tijero Sanchez

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