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Möller informierte sich auf landwirtschaftlichem Betrieb über aktuelle Herausforderungen

von Redaktion GZam 07.01.2009974 mal gelesen1 Kommentar
v.l.: Thomas Schäfer (Landwirt); Matthias Klose (Bgm.); Klaus Peter Möller (Landtagskandidat); Timo Röder (Vorsitzender CDU Fernwald); Andrea Walker und Manfred Paul (Bezirksvorsitzender Bauernverband).
v.l.: Thomas Schäfer (Landwirt); Matthias Klose (Bgm.); Klaus Peter Möller (Landtagskandidat); Timo Röder (Vorsitzender CDU Fernwald); Andrea Walker und Manfred Paul (Bezirksvorsitzender Bauernverband).
Fernwald | Der Landtagskandidat Klaus Peter Möller (CDU) besuchte gemeinsam mit Fernwalds Bürgermeister Matthias Klose und dem Bezirksvorsitzenden des Bauernverbandes Manfred Paul einen der wenigen verbliebenen Landwirtschaftlichen Betriebe, die noch im Haupterwerb betrieben werden. Nicht nur im Wahlkreis 18, sondern auch im gesamten Landkreis gäbe es kaum noch vergleichbare Betriebe. Bei dem Besuch erkundigte sich Möller, der dem Umweltausschuss und dem Europaausschuss des hessischen Landtags angehörte nach den Herausforderungen, mit denen die Landwirtschaft seitens der Europäischen Union konfrontiert wird. „Obwohl die Landwirtschaft als Selbstverständlichkeit hingenommen wird, macht sich kaum jemand mehr Gedanken darüber, welche enorme Arbeitsleistung hinter jedem Glas Milch steckt“, so Möller. Die Preispolitik der großen, den Markt beherrschenden Lebensmittelketten waren bei dem Besuch ebenso ein Thema, wie die teilweise widersprüchlichen Entscheidung aus Brüssel.
Die Stationen des Rundgangs waren unter anderem die Zucht- und Milchkuhställe, in dem die Milchpreisdiskussion zur Sprache kam. Noch im Sommer wurden demonstrativ
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über den Verfall des Milchpreises Zeichen gesetzt um auf diesen Hinzuweisen. Doch das immer weitere Sinken des Milchpreises konnte damit nicht auf Dauer aufgehalten werden. „Gerade große Liefermengen in Angebot und Nachfrage machen es für die Landwirte kaum noch lohnenswert, Milchvieh zu halten“ erläuterte Schäfer.“ Da ist es einfach für die Käufer und Zwischenhändler billiger Milch aus dem nahen EU-Ausland zu importieren.“
Dies führe zu einer zunehmenden Herausforderung gerade für die haupterwerblichen Betriebe ab, die den Preisschwankungen und den unangemessen niedrigen Milchpreisen auf dem Markt nicht entgegen treten können. Hierbei stelle zwar der auch internationale Handel mit Zuchtvieh eine Ergänzung dar, könne aber bei Weitem nicht aufwiegen, dass mittlerweile die Preise für Milch dazu führen, dass nahezu ohne Gewinn gewirtschaftet werden müsse. „Dadurch dass die großen Lebensmittelketten nun die Einkaufspreise wieder gesenkt haben, ist der enorme Arbeitseinsatz ein Nullsummenspiel“, so Möller weiter. Auch ein landwirtschaftlicher Betrieb gehorche dem Markt und betriebswirtschaftlichen Gesetzen. Als gelernter Handwerksmeister seien Möller die vorgetragenen Heurausforderungen vertrauter als manchem politischen Mitbewerber, die wirtschaftliche Zusammenhänge und betriebliche Probleme nur aus Büchern kennen.
Beeindruckt zeigte sich der Landtagskandidat auch von den vorgetragenen Arbeitszeiten auf dem Hof von Landwirt Thomas Schäfer. „Wenn sich jeder mehr Gedanken machen würde, dass hinter der Landwirtschaft 365 Tage ununterbrochener Einsatz steckt, würden auch angemessene Preise akzeptiert“. Das Land würde sich in naher Zukunft schleichend und unumkehrbar zum Nachteil verändern, wenn weiter mehr und mehr Betriebe schließen oder nur noch im Nebenerwerb erhalten werden können. „Wir müssen mehr darauf achten, dass wir auch in Zukunft die Produktion eigener Landwirtschaftlicher Erzeugnisse gewährleisten können“, so Klaus Peter Möller abschließend. Mit über 100 Stück Vieh und ausgeprägtem Ackerbau gehöre der Hof der Familie Schäfer in Albach zu den wenigen verbliebenen landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis Gießen. Auch bei diesem Termin zeige sich, dass im Land Hessen wieder stabile und verlässliche Verhältnisse Einzug halten müssten, da in diesen Zeiten keine Zeit für politische Experimente sei.

Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.01.2009 um 17:06 Uhr
Die Situation der Bauern in Deutschland ist sicher nicht gut und solange durch die EU nur die ganz großen Betrieb gefördert werden, die Geiz ist Geil Mentalität der Verbraucher anhält, wird auch eine hessische Regierung, gleich welcher Zusammensetzung hier wenig ändern können. Da hilft auch der Auftritt von Herrrn Möller wenig.
Es muss sich grundsätzlich die Einstellung der Menschen zur Ernährung und den dafür notwendigen, erforderlichen Produkten, ändern.

Da gab es mal den Slogan;" Aus deutschen Landen frisch auf den TIsch" Dahin müssen wir wieder kommen. Lieber weniger, aber dafür bessere Qualität konsumieren. Das kostet vielleicht etwas mehr, ist aber auf Dauer kostengünstiger.
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