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Exportleiterkreis der Industrie- und Handelskammer zu Gast in Fernwald

Fernwald | Die „Auswirkungen der Finanzkrise auf das deutsche Exportgeschäft“ standen im Mittelpunkt des IHK-Exportleiterkreises bei der R.H.v. Meyerinck GmbH in Annerod. Referent war Dr. Peter Henning, über 30 Jahre im In- und Ausland in verschiedenen Positionen des operativen und strategischen Bankgeschäftes und zuletzt sechs Jahre als „Global Head Financial Institutions“ bei der Commerzbank tätig.
Gastgeber Torsten Schüerhoff, Vertriebsleiter von Meyerinck, stellte den mittelhessischen Exportleitern das international operierende Unternehmen mit eigener Fertigungsstätte vor. Das 1966 von Robert H. Meyerinck als Ingenieurbüro für Mess- und Regeltechnik gegründete Unternehmen gehört seit November zur schwedischen Firmengruppe Cavotec. „Wir sorgen dafür, dass Flüssigkeiten sicher von A nach B kommen“, fasste Schüerhoff den Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens zusammen. So ist Meyerinck Partner für Ausrüstungskomponenten und Systeme für die chemische und petrochemische Industrie, Flugzeugbetankung und Trinkwasserversorgung. Seit Jahrzehnten werden aus Fernwald Regelarmaturen, Pumpen, Filter, Druckstoßdämpfer und (bewegliche)
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Verladearme für verfahrenstechnische Anlangen in die ganze Welt geliefert. Aber auch die Verteilung, Messung, Einlagerung und Sicherung flüssiger Medien fällt in das Aufgabengebiet des Unternehmens. „Unser Fachbereich Systeme integriert die Einzelprodukte zu Gesamtlösungen. Auf diese Weise entstehen maßgeschneiderte, verfahrenstechnische Lösungen“, unterstrich der Vertriebsleiter. Das Lieferprogramm besteht sowohl aus eigenen, wie auch aus Produkten internationaler Kooperationspartner. Darüber hinaus bietet Meyerinck auch Unterstützung bei der Konzeption und Planung von Anlagen.
Besonders stolz ist Meyerinck auf seine Auszeichnung als „Hidden Champion“. „Hidden Champions“ sind Unternehmen, die einerseits in ihrer Branche oder ihrem Konkurrenzumfeld Weltmarktführer sind, andererseits von der Öffentlichkeit und den Wirtschaftsmedien kaum beachtet werden. Ausgezeichnet wurde Meyerinck für die Entwicklung eines Rohrleitungsnetzes zur Direktbetankung von Flugzeugen. „Hier sind wir der einzige Hersteller und Lieferant weltweit“, hob Torsten Schüerhoff hervor. „Viele NATO-Staaten sind unsere Kunden. Auch die Air Force One, das Flugzeug des US-Präsidenten, wird mit unserem System betankt.“ Einen starken Ausbau der Aktivitäten führt das 65 Mitarbeiter zählende Unternehmen im zivilen Sektor durch.
„Betriebswirtschaftslehre ist eine unvollständige Wissenschaft“, stellte Dr. Peter Hennig gleich zu Beginn seines Vortrages klar. Denn die Faktoren Mensch, Vertrauen und Nachhaltigkeit würden hier keine Berücksichtigung finden. Und gerade im internationalen Bankengeschäft sei Vertrauen von größter Bedeutung. „Die Krise ist noch lange nicht überwunden“, hob Dr. Peter Henning hervor. „Jeder Amerikaner hat im Schnitt zwölf Kreditkarten, die noch nicht berücksichtigt worden sind“.
Durch die Finanzkrise müssten auch mittelhessische Unternehmen Rückgänge bei Aufträgen in den traditionellen Wachstumsmärkten verzeichnen. Dr. Peter Henning riet den Exportleitern, eine Bank auszuwählen, die in der Lage ist, die gesamte Prozesskette zu überblicken und Cross-Selling als Chance zu erkennen. „Die Hilfe einer Bank darf nicht an der deutschen Grenze aufhören.“ Wichtig sei es, die Kreditverbindungen der Partner zu prüfen. Ein Risiko hingegen stelle der zunehmende Rückzug der Banken aus den interessanten Märkten dar. „Gehen Sie nach Afrika, dort gibt es Nischenmärkte, in die es sich heute lohnt einzusteigen. Und: Messen Sie ihre Bank daran, inwieweit sie ihnen zur Seite steht.“ Der Mittelstand sei flexibel genug, neue Märkte zu erschließen.
BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) positiv
Eine Blitzumfrage unter den deutschen Auslandshandelskammern (AHK) hat ergeben, dass die deutschen Exporte im nächsten Jahr mit einem Minus von ungefähr einem Prozent nur leicht unter dem Niveau von 2008 bleiben. Die Exporte in die meisten Haupthandelspartner Deutschlands im EU-Raum stagnieren 2009; aus anderen wichtigen Absatzmärkten wie den USA, Japan oder Korea melden die AHKs sogar eine stark sinkende Nachfrage. Positive Impulse werden für den deutschen Export 2009 jedoch aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) erwartet – trotz aller Abschwächungstendenzen. Insbesondere die beiden asiatischen Megamärkte China und Indien liegen in der Projektion der AHKs auch in 2009 noch bei einem Zuwachs der Lieferungen aus Deutschland von zehn Prozent; in den letzten Jahren waren allerdings weit höhere Zuwachsraten die Regel. Zu den Geschäftschancen in den BRIC-Staaten findet am 5. Februar 2009 der vierte Mittelhessische Außenwirtschaftstag in Gießen statt. Nähere Informationen: www.aussenwirtschaft-mittelhessen.de.

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