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Blasorchester der TSG Steinbach umjubelter Publikumsmagnet auf dem Schiffenberg

Fernwald | Gut besuchtes Konzert auf dem Schiffenberg krönt das sehr anspruchsvolle erste Halbjahr 2011 der mittelhessischen Musikgruppe

Am vergangenen Sonntag, den 26. Juni 2011, konnten die knapp 40 Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters der TSG Steinbach wieder zahlreiche Besucher auf dem Giessener Hausberg begeistern.
Bei strahlendem Sonnenschein begann das Orchester sein Programm mit seiner Erkennungsmelodie, der Konzertouvertüre „Centuria“, bewies sogleich, wie breit das Repertoire eines modernen Blasorchesters sein kann. Diesem sehr schwungvollen konzertanten Auftakt folgte der von Ernst Uebel komponierte Brilliermarsch „Jubelklänge“, der den Tenorhörnern und Baritonen glasklare Linien in den höchsten Lagen abverlangte. Dies meisterten die vier Herren sehr eindrucksvoll.
Auch für die jüngeren Zuschauer hatte das Orchester und der Leitung seines Kapellmeisters Alexander Fischer etwas auf Lager. Mit „Let me entertain you“, einem Medley der bekanntesten Titel des englischen Ausnahmesängers Robbie Williams, zeigte das Ensemble seine rhythmischen und klanglichen Fähigkeiten.
Seit Jahren schon spielt der
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Launsbacher Flügelhornist Otwin Balser in den Reihen der Steinbacher Musiker mit und bereichert das Repertoire des Orchesters mit seinen Eigenkompositionen. Mit der „Steinbacher Wildsau-Polka“, einer Polka, die Balser extra für die Steinbacher Musiker um ein von den Posaunen dominiertes Bass-Solo ergänzt hat, wollte er die zur „Fronarbeit des Nachschlags“ verdammten Posaunen zu höheren musikalischen Tätigkeiten anregen. Balser selbst griff bei diesem Titel zum Mikrofon und sang die Geschichte mehrerer Wildschweine, die einst seinen eigenen Garten durchpflügten, um dann auf dem Teller mit Brot und Speck zu enden. Viel Applaus des lachenden Publikums mündete in einem weiteren Werk des Komponisten. Bei „Musik, die das Herz berührt“ griffen dann der Moderator Carsten Schäfer und der Dirigent Alexander Fischer selbst zum Mikrofon und zeigten, wie gut sie als Gesangsduo zusammen agieren können.
Zum Mitklatschen und Mitsingen konnten die beiden dann die zahlreich angereisten Zuschauer bei dem Titel „Böhmerländer Welterfolge“ animieren. Alle sangen zusammen bekannte Polkamelodien wie „Herz, Schmerz, und dies und das“ oder „Rosamunde“. Wiederum das tiefe Blech stand bei der „Burgrainer Polka“ von Ernst Hofmann im Vordergrund, das im Trio ein überzeugendes dreistimmiges Solo lieferte.
In die 60-er und 70-er Jahre versetzte das Orchester die Zuhörer mit dem Medley „Best of the Beatles“, bei dem mit „Obladi, Oblada“, „Hey Jude“, „Yesterday“ und „Let it be“ die bekanntesten Hits der wohl wichtigsten britischen Popgruppe des vergangenen Jahrtausends durch die Musiker dargeboten wurden.
Das Volkslied „Funiculi Funicula“ des Italieners Luigi Denza, das für die Einweihung der Standseilbahn auf dem Vesuv geschrieben, durch Richard Strauss‘ Symphonischer Dichtung „Aus Italien“ aber erst richtig bekannt und wie zu einer italienischen Nationalhymne wurde, beendete furios und rasend schnell vorgetragen den ersten Teil des Konzerts der Steinbacher.

So schwungvoll und flott wie der erste Teil endete, begann auch der zweite. Der holländische Marsch und die immer schneller werdende Polka „Lustige Kutschenfahrt“ standen zu Beginn des knapp zweistündigen Konzertprogramms. Wie der sehr wortgewandte Ansager Carsten Schäfer zu berichten wusste, hatten die Mittelhessen im ersten Halbjahr 2011 bereits ein großes Pensum an Auftritten unterschiedlichster Art zu bewältigen: drei feierliche und musikalisch sehr anspruchsvolle Neujahrskonzerte, Karnevalsveranstaltungen, ein Konzert eigens für Kinder, ein Auftritt auf dem Hessentag in Oberursel am Pfingstmontag und die musikalische Umrahmung der Jubiläumsfeierlichkeiten des ortsansässigen Autohauses Brixy sind nur einige wenige Stationen des beliebten Blasorchesters aus Steinbach.
Eben aus dem Programms dieses Konzerts für Kinder entnommen war auch das Medley „Hurra, Hurra“, in dem Pippi Langstrumpf, Heidi und Pumuckl genauso vertreten waren wie das „Lied der Schlümpfe“. Mit dem „King of Pop“ präsentierten die Fernwälder Melodien von Michael Jackson. Auch diese Musikrichtung gelang den Musikern und Musikerinnen mit Bravour.
In den volkstümlichen Schlussspurt des Konzerts startete das Ensemble mit der langsamen „Chodounska“ oder auch Festwies-Polka, auf die die rasant und präzise vorgetragene „Amselpolka“ folgte. Mit dem „Böhmischen Traum“ aus dem Repertoire der Scherzachtaler Blasmusik präsentierte das Orchester die wohl bekannteste und beliebteste Polka derzeit. Diese wurde von den Zuhörern mit besonders viel Applaus bedacht.
Ohne Zugaben ließen die begeisterten Zuschauer ihre Musikerinnen und Musiker nicht von der Bühne, so dass der „Deutschmeister-Marsch“ und der „Fliegermarsch“ einen glanzvollen Abschluss des diesjährigen Konzerts des Blasorchesters der TSG Steinbach bildeten.

 
 

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von:  Andrea Stump-Schmidt

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