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Fernwalds Grüne: Kommunalwahlprogramm vorgestellt

Seit 2001 wieder ein eigenes Wahlprogramm in den Händen. Von links nach rechts: Vordere Reihe: Gisela Papstein, Bernd Voigt, Rolf Nüßen. Hintere Reihe: Günter Papstein, Heike Habermann, Sylvia Voigt, Ferit Ak
Seit 2001 wieder ein eigenes Wahlprogramm in den Händen. Von links nach rechts: Vordere Reihe: Gisela Papstein, Bernd Voigt, Rolf Nüßen. Hintere Reihe: Günter Papstein, Heike Habermann, Sylvia Voigt, Ferit Ak
Fernwald | Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt
Dies ist der rote Faden, der sich durch das Kommunalwahlprogramm der Fernwalder Grünen zieht. Am 3. März nun konnten sich Fernwalds Bürgerinnen und Bürger ein Bild davon machen, welche Schwerpunkte die Grünen für ihre Gemeinde in Zukunft setzen wollen. Dazu traf man sich in der Ratsschänke in Steinbach.
„Unser Programm ist überschrieben: Neues Grün für Fernwald“ so Sylvia Voigt, die auf Platz eins der Grünen Liste kandidiert. „Dabei kommt es uns auf Inhalte an. Der demografische Wandel macht auch vor unserer Gemeinde nicht halt. Wir müssen sehen, wie wir in den Ortsmitten attraktive Begegnungsstätten schaffen.“ Einen Schwerpunkt legen die Grünen auf erneuerbare Energien durch Wind und Sonne: Viel zu lange habe man in Fernwald deren Nutzung verschlafen. „Eine nachhaltige und ressourcenschonende Energieversorgung wird auch Dächer und Windschneisen einbeziehen müssen,“ so Sylvia Voigt weiter. Hier könne man mit dem Genossenschaftsmodell die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. „Da ist Fernwald schlicht und einfach Geld durch die Lappen gegangen.“
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für Kindergärten sollen nach und nach abgeschmolzen werden, um langfristig das Ziel der Beitragsfreiheit zu erreichen. Ein weiteres Thema ist der zunehmende Verkehr und die damit verbundene Lärmbelastung. Hier wollen die Grünen mit Tempo 30 für LKW als erste Maßnahme ansetzen.
Schutz des Wassers, Naturschutz und Landwirtschaft nehmen ebenfalls einen breiten Raum ein. Bestehende Wasserschutzgebiete sollen erhalten und wo notwendig erweitert werden.Auf versteckte Gentechnik in Lebensmitteln soll aufmerksam gemacht werden: „Gentechnik gehört nicht in Kindergärten, Schulen und Seniorenheime“, fordert Heike Habermann, Vorsitzende des Ortsverbands.
Schließlich wollen die Grünen die öffentliche Beschaffung auf sozialverträgliche und ökologische Beine stellen und durch gemeinsame, koordinierte Beschaffung Geld einsparen. Angesichts der Schulden der Gemeinde Fernwald sei es notwendig, mit einer Kombination aus Effizienzsteigerungen, Einsparungen und Einnahmeerhöhungen die aktuelle Situation anzugehen. „Das wird nicht immer populär sein“, so Heike Habermann weiter, „aber auch in finanziellem Sinn haben wir die Erde nur von unseren Kindern geborgt: Sie müssen für die Schulden aufkommen, die wir heute machen.“ Aus diesem Grund plädieren die Grünen für ein Ja zur Schuldenbremse „ und zwar ab sofort und nicht erst ab 2020.“
Ferner beschlossen die Grünen, sich an der Protestaktion des Bündnisses „Gießen bleibt bunt – gemeinsam gegen Nazis“ am 16. Juli 2011 zu beteiligen.
Einem Ausbau der Kreisstraße im Albachtal erteilen sie eine Absage. „Sanierung ja – Rennstrecke nein“.
Am 12. und 19. März stehen die Grünen von 9:30 bis 13:00 Uhr mit einem Infostand vor dem Rewe in der Oppenröder Straße in Steinbach für Fragen zur Verfügung. Aktuelles könne man auch auf der neuen Homepage der Fernwalder Grünen erfahren: www.gruene-fernwald.de

Zu ihrem nächsten Treffen haben die Grünen Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich eingeladen. Es findet am 16. März um 19.30 in der Ratsschänke in Steinbach statt. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.

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Kommentare zum Beitrag

Christian Zuckermann
49
Christian Zuckermann aus Allendorf (Lumda) schrieb am 10.03.2011 um 15:36 Uhr
Starke Ziele!! Ich drücke die Daumen.
Liebe Grüße aus Allendorf/ Lumda
Christian Zuckermann
Heike Habermann
72
Heike Habermann aus Fernwald schrieb am 10.03.2011 um 16:11 Uhr
Danke! Ich euch auch!!!!
Liebe Grüsse,
Heike
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 13.03.2011 um 07:00 Uhr
Ich schließe mich Herrn Zuckermann an! Außer bei der Tempo 30 Zone, LKWs haben nichts in Wohngebieten zu suchen der Schwerlastverkehr sollte in Ortschaften anders geregelt werden! z.B. mit umladen auf Elektro betriebene Fahrzeuge, das schont die Umwelt.
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von:  Heike Habermann

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Interessensgebiet: Fernwald
Heike Habermann
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Neulich in Steinbach....
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