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Wir wollen einfach nur danke sagen

Fernwald | Dass man als Feuerwehrmann/frau zu einem Brand gerufen wird, kommt häufig vor und steht immer im Zusammenhang mit Angst und Schrecken. Wenn jedoch ein Anruf kommt und man wird zum Brand seines eigenen Wohnhauses gerufen, ist man versteinert und glaubt, dass muss ein Scherz sein und der Kollege in Gießen hat sich vertan.
So erging es Familie Holger und Reinhold Schwalb aus Fernwald. Am 23. Januar diesen Jahres brannte der Dachstuhl ihres Wohnhauses völlig aus (GAZ berichtete). Während sie auf einer lustigen Geburtstagsfeier sind, kommt der Anruf: Holger, euer Haus steht in Flammen. Kurz darauf steht die Familie vor ihrem brennenden Haus und kann nichts machen, sondern muss zusehen, wie mehrere Feuerwehren den Brand bekämpfen um zu retten, was noch zu retten ist. Innerhalb von wenigen Stunden steht man da und hat nichts mehr. Viele können sich das gar nicht vorstellen und wenn man es nicht selbst erlebt hat, ist es auch unvorstellbar, was damit alles zusammen hängt. Der Schock saß und sitzt noch immer tief. „Wo schlafen wir?“ „Was sollen wir anziehen?“ „Werden wir jemals wieder in unserem Haus leben können?“
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Diese und noch andere Fragen schießen einem von da an durch den Kopf. Man ist hilflos, weiß weder ein noch aus und dann sind da ganz viele Menschen, die kommen und einem helfen, einen unterstützen und einen durch diese schwere Zeit begleiten und aus dieser heraus helfen. Diesen Menschen möchte Familie Schwalb nun ein gutes dreiviertel Jahr nach dem schrecklichen Brand danken. Der Neuaufbau des Dachstuhles hat begonnen, jener Dachstuhl den im Januar die freiwilligen Feuerwehren aus Albach, Steinbach, Annerod, Lich und Garbenteich sowie die Berufsfeuerwehr aus Gießen gelöscht haben. Am Abend waren ebenfalls ein RTW aus Lich, NEF Gießen, die Notfallseelsorge und die DRK Bereitschaft anwesend. Alle diese fingen die Familie im ersten Schreckensmoment ab. Familie Schwalb heute: „Wir möchten einfach nur danke sagen“. Der Rewe in Steinbach backte in der Nacht noch Brötchen und die Feuerwehrfrauen der Feuerwehr Albach belegten diese. Die Nachbarn brachten warme Getränke. Holger Schwalbs Chef Christian Bausch reagierte prompt und stellte ihn für einige Wochen frei. Die Familie Rainer Schmitt nahm Schwalbs für 14 Tage bei sich auf, bis sie in eine Zweizimmerwohnung ziehen konnten. „Wir möchten einfach nur danke sagen“. Die Holzgemeinschaft mit Anhang, Nachbarn, Freunde und Verwandte sowie Geschwister mit Anhang halfen nach dem Brand, das Haus auszuräumen. Nach wie vor ist die Holzgemeinschaft zur Stelle und hilft auch weiterhin, dass der Bau so schnell wie möglich fertig wird und man wieder in das Haus einziehen kann. Die Gesamtschule Busecker Tal, die Gemeinde Fernwald, die Metzgerei Dippel und der Landkreis Gießen unterstützten wo sie nur konnten. „Wir möchten einfach nur danke sagen“. Am Neuaufbau des Dachstuhles und des restlichen Hauses sind derzeit einige Firmen beschäftigt.
Ein ganz besonderer Dank geht an R+V Generalagentur Stefan Ellrich und Team mit Dorothee Rinn, Großschadenregulierer Werner Nowak, Sachverständigen Büro Werner Mertesacker und Peter Diehl sowie dem Architekturbüro Martin Keil und Herrn Johann Weiß. Sie haben die komplette Schadenabwicklung übernommen, die Architekten mit eingebunden, die Planung übernommen, den Ablauf koordiniert, die Schadenabwicklung sowie den Start des Wiederaufbaues in Wallung gebracht und überwacht. Deren ganze Arbeit hatte eine sehr positive Schadenregulierung seitens der R+V Versicherung als Ergebnis.
„Wir möchten einfach nur danke sagen“ betont Familie Schwalb, denn nur durch die Hilfe all dieser Menschen haben sie es durch diese schwere Zeit geschafft und stehen heute kurz davor, wieder in ihr altes/neues Zuhause einzuziehen und den schlimmen Brand hinter sich zu lassen. Ein großer Schrecken mit einem letztendlich „Happy End“.

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