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Zum Thema "Integration"

Fernwald | Nach den Ankündigung von Bundeskanzlerin Frau Merkel und Herr Seehorfer,

hätte ich noch eine Frage dazu?
Wer setzt die Regeln und Normen der Integration fest?
Die Gesellschaft, die Politiker oder ich selbst…

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Kommentare zum Beitrag

Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 16.10.2010 um 22:12 Uhr
Ich persönlich, weiß ich ganz genau, das ich mich integriert habe.. dies habe ich gerne und gezielt gemacht...aber ich weiß es nicht ob meine Integration zu Recht für die Gesellschaft ist...
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2010 um 22:33 Uhr
Liebe Silvia, ich habe Dich kennen und schätzen gelernt. Du bist hier Zuhause und trotzdem tief mit Deiner Heimat verbunden. Du bist natürlich integriert.
Auch mein Mann hat sich schnell in Deutschland Zuhause gefühlt und ist schon lange integriert. Er hat seine Heimat nicht vergessen , aber hier ist er Zuhause.
Dort, wo man geboren und aufgewachsen ist sind es die Menschen, die ein "Heimatgefühl" geben, die Umgebung, wo man zur Schule gegangen ist, dort wo die Freunde sind. Sein Dorf, seine Stadt, nicht das Land ist die Heimat- so empfindet es man Mann. Er besucht nicht Ungarn, sondern seine Verwandten und seine Heimatstadt Budapest.
Wie ist es bei Dir, Silvia?
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 07:02 Uhr
Ja ich bin sicher, dass ich mich hier integriert habe, ich lebe hier fast 22 Jahre, mir war immer bewusst, dass ich Gast für dieses Land war, ich hatte nie Probleme mit den Menschen hier gehabt. Ich habe mich immer wohl Gefühl deswegen, die Integration war für mich eine richtige Entscheidung um hier zu bleiben. Wenn du meine Lebenslauf aussieht, habe ich mich immer an das Gesetzt gehalten...war nie Ilegal, habe ich immer ordentlich und gerne gearbeitet jetzt immer noch, bezahle ich meine Steuer wie alle andere und habe mich ständigt qualifiziert und benommen,
Aber liebe Ilse Heimat ist Heimat ...wie du ganz gut geschrieben hast..ich bin mit meinem Heimat verbunden.wenn man langsam älter ist vermisst das Land, wo man geboren ist..Meine Eltern, meine Familie, Freunden sind noch da, die Kommunikation ist auch ständig und in grüne Bereich...
Heuzutage genieße ich hier das Leben mit meinem Sohn, Freunde (Deutscher und Latinos) ich habe Arbeit, ich bin noch Gesund, es darf hier studieren..mehr möchte ich nicht verlangen...Ich bin sehr dankbar, dass ich mich für die Integration entschieden habe....Obwohl ich denke, dass ich gut Deutsch sprechen kann...wird immer noch behauptet, dass es noch nicht genügen ist..ab und zu diese Behauptung macht micht wütend und traurig...aber ich komme mich am meisten zu recht....
Danke Ilse für die Möglichkeit, dass du mir gegeben hast hier etwas über mich zu schreiben...Ich bin froh, dass es immer gibt, Personen wie du, dass die Integration mit Migranten einfach und angenehm machen.Dafür bin ich Dankbar....aber ich much erkennen, dass es immer geben wird, Personen die diese Integration mit Migranten schwer machen, weil einfach nicht verstanden haben wie schwer ist hier zu integrieren...Leider die Sprache ist nicht so einfach ....Deswegen meine Frage war: Wer setzt die Regeln und Normen der Integration in Deutschland fest?
LG
Silvia
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.10.2010 um 09:36 Uhr
Die "Regeln"? = die bestimmen immer noch wir!

und diese "Regeln" lassen wir uns auch nicht von den "Sarrazins" "Seehofers" und anderen verändern und vorschreiben!

es gab mal eine Kampagne der Gewerkschaften, sie ist heute aktueller denn je: "MACH MEINEN KUMPEL NICHT AN !"
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 09:42 Uhr
Mach Meinen Kumpel nicht an! Herr Walther, was bedeutet genau diese Aussage?
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.10.2010 um 09:56 Uhr
Es ist eine Aussage, die sich gegen Rassismus, gegen Spaltung der Arbeiterschaft, für ein gleichberechigtes Zusammenleben aller Nationalitäten...stark macht! Ihr Kennzeichen ist "die gelbe Hand" (mehrfach ausgezeichnet)

siehe auch: http://www.gelbehand.de

(oder unter "mach`meinenkumpelnichtan" googeln)
Florian Schmidt
3.846
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 11:11 Uhr
Die Regeln sind doch ganz klar und verstehen sich von selbst.
Ein Zusammenleben erleichtert sich dadurch dass Einwohner eines Landes die selbe Sprache sprechen. Wer diese nicht lernen will grenzt sich aus. Dann müssen die gleichen Gesetze und Rechtsnormen gelten. Diese ergeben sich in Deutschland aus unserer Verfassung und den Gesetzbüchern aber nicht aus Bibel oder Koran.
Außerdem muss man die Kultur eines Landes akzeptieren. Hier gibts Schwimmuntericht für alle Kinder, eine Schulkantine serviert auch mal ein Schweineschnitzel, unverschleierte Frauen sind auch mit offenem Haar keine Schlampen...
Jeder der sich an diese Grundregeln hält und danach lebt ist doch in unserem Land sehr gerne Willkommen. Was ich auch nicht verstehe ist das die gut integrierten sich nicht mal ihre Landsleute zur Brust nehmen die sich daran nicht halten.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.10.2010 um 11:33 Uhr
Na dann sorgen Sie schon mal für genügend Wohnraum für all die Deutschen, die jetzt nach Jahren wieder zurückkehren müssten, weil sie nach wie vor z.B. kein Wort spanisch reden, von der Integration was die einheimische Kultur betrifft mal ganz abgesehen.

völlig richtig: klare Trennung von Kirche und Staat, und zwar unabhängig davon um was für eine Religion es geht, nur dieses Problem haben nicht nur viele Muslime!
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 12:34 Uhr
Liebe Silvia, weder Regeln noch Gesetze, weder die Kirche noch die Politik können es schaffen, dass Menschen friedlich und harmonisch miteinander umgehen. Das kann nur jeder einzelne Bürger von uns selbst in die Hand nehmen. Allerding muss auch jedem einzelnen erlaubt sein, Kritik zu üben, ohne gleich in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden.
Ich übe Kritik an der Tatsache, das viele Frauen ausländischer Bürger nicht selbst über ihr Leben entscheiden dürfen, dass Männer bestimmen, was gut oder schlecht ist. Dass Mädchen bestraft, ja sogar getötet werden, wenn sie "westlich" leben wollen. Dass junge Frauen Männer aus ihrer Heimat "präsentiert" bekommen, die sie heiraten müssen, ohne gefragt zu werden.
Es gibt viele Bücher über Zwangsheirat und Beschneidung von Frauen. Es ist empfehlenswert, diese zu lesen. Und das solche Sitten und Gebräuche in Deutschland Einzug halten, das kann doch wohl nicht wahr sein.
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 12:58 Uhr
ein grosses Problem ist die Sprache. Deutsch ist nicht gerade eine leichte Sprache. Es werden Kurse angeboten oder zur Auflage gemacht . Mein Mann hat zB ein Jahr warten muessen bis ein Deutschkurs angeboten wurde der auch anerkannt ist obwohl es eine Auflage des Auslaenderamtes gewesen ist. Die Kurse sind aber leider nicht fuer alle neuen auslaendischen Mitbuerger Pflicht. Viele beenden den Kurs nicht sodas im Endefekt nicht genuegend Schueler vorhanden sind. Man kann es kaum Glauben aber ich hatte zwischenzeitlich kleine Wutanfaelle wegen dieser Situation. Muessten es alle machen gaebe es einige Probleme nicht. Die Wartezeiten wuerden sich extrem Verkuerzen und die Betroffenen koennten viel frueher in Lohn und Brot gehen. Ohne Sprache ist man doch aufgeschmissen egal in welchem Land man Wohnt. Das das Amt das Auswandern nach zB Spanien foerdert ohne das irgendwelche Sprachkennnis vorhanden ist damit der langzeitarbeitslose Vermittelt wird ist unbegreiflich. Da werden sogar Umzugskosten gezahlt. Da hab ich kein Verstaendnis fuer. Sprache oefnet Tueren durch diese solle man gehen um eine fundierte Bildung zu ermoeglichen.
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 13:09 Uhr
Hallo Nicole, ich gebe Dir recht, die Sparache ist sehr wichtig für die Integration, aber mit hat etwas aufgefallen.. Ich lernte die Sprache in Hessen(Wiesbaden), danach bin ich, in der Zeit wo ich verheiratet war, nach Bayern umgezogen(Franken), dort begann ich meine Ausbildung als Altenpflegerin und ich musste wieder die Sprache erlernen weil....
Kannst du dich vorstellen warum?..... Ja hier gibt es nicht nur eine Sprache sondern auch Dialekten...dann mach die Integration schwer...obwohl eine gute Freundin von mir aus Niederbayern..wegen mir lernte sie hoch Deutsch..dann war möglich gegenseitig zu kommuniziren..Ich vergesse diese gute Fruendin nicht, weil sie Teil meine Integration war...

Die Frage, wie siehts es auch in andere Bundesländer mit Dialekten...solen wir auch alle Dialekte erlernen)...
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 13:22 Uhr
Die Dialekte koennen die meisten deutschen doch auch nicht. Aber Hochdeutsch in Wort und Schrift sollte Standart sein. Allein in Hessen gibt es unzaehlige Dialekte. Kommt man ueber einen Berg redet alles wieder anders . In Norddeutschland gibt es das Plattdeutsch im Spreewald das Sorbisch das tatsaechlich als Sprache anerkannt ist. Aber Hochdeutsch wird ueberall vorausgesetzt. Wenn ich im Vogelsberger dialekt in Giessen einkaufen will bin ich geliefert. Integration bedeutet nich eigene Traditionen aufzugeben solange diese nicht gegen das Gesetz des Landes gehen indem ich lebe. Wenn ich in den Bergen der Tuerkei ohne Kopftuch leben moechte bekomme ich genauso kontra als wenn eine Tuerkin mit Kopftuch durch Giessen laueft. Dem Land in dem man wohnt sollte man sich anpassen ohne die eigenen wurzeln zu vergessen. Thanksgiving wird bei uns genauso gefeiert wie Pfingsten. Warum nicht die feste feiern wie sie fallen gemeinsam.
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 13:35 Uhr
sehr gut Nicole, haben sie recht, das Einzige, dass ich nicht abgeben möchte ist meine lateinische und warnherzige Temperament..
LG
Silvia
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 13:36 Uhr
Wieviel Binationale Ehen sind den bei der GZ ? Ilse,Silvia und ich , wer noch? Das waere doch mal interesant. Vorallem wo habt ihr geheiratet und warum da ?
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 13:42 Uhr
Hallo Nicole, ein gute Idee, was vielleicht als neues Thema ansprechen sollte?
So nach dem Motto: wo die Liebe hinfällt?
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 13:47 Uhr
Die andere Art der integration wuerde ich sagen. Viele sehen nur die Familien die nach Deutschland kommen , dabei gibt es viel mehr die durch die Liebe den weg in die migration finden. Sei es nach Deutschland oder in ein anderes Land . Wie wird der Auslaendische Partner an deiner Seite von der Umwelt akzeptiert und wo werden nicht nur Steine in den Weg gelegt sondern Mauern gebaut.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 14:02 Uhr
Nicole, erzähle uns Deine Geschichte, bestimmt wird es viele Kommentare und Beiräge geben.
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 14:12 Uhr
Genau Nicole, erzählt uns deine Geschichte, ich wurde gerne darüber wissen, wenn du einverstanden bist
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 14:27 Uhr
Ok mein Mann und ich haben in Daenemark geheiratet. Daenemark war eine idee die mehr oder weniger aus frust ueber die deutschen Behoerden und Amtsschimmel getrieben wurde. Es wurden Uebersetzungen von den unmoeglichsten Dokumenten wie Geburtsurkunde und Scheidungsurteil sowie eine Eidesstatliche Erklaerung des Konsulates das die vorherige Ehe geschieden ist. Natuerlich von einem Uebersetzer der vom Oberlandesgericht zugelassen ist. Die dokumente sind in Englisch vorhanden gewesen. Kaum das man das eine erledigt hatte mussten wieder andere dokumente erneuert werden da die ja abgelaufen waren. Nach einem Jahr hatten wir die Faxen dicke und wir sind ueber das Internet an eine Agentur geraten die Binationale Ehen organisieren. Achso Kostenvoranschlag fuer alle Uebersetzungen ca 3000 euro. Nachdem wir kopieen unserer Unterlagen unuebersetzt zur Agentur gesendet hatten erfuhren wir es wird Daenemark werden. Ok nach einer Woche kam der anruf in 4 Tagen am Standesamt in Daenemark und Ausweis nicht vergessen. Die Grenznahe Gemeinde hat sich bereits auf Massenhochzeitstouristen eingestellt. die Trauung unbuerokratische 15 minuten pro Paar. Danach eine Internationale Eheurkunde die dann in Deutschland problemlos anerkannt wird. Hochzeit mit 1 woche Aufenthalt in
Daenemark keine 500 euro. Die Daenische Gemeinde verleiht sogar Trauzeugen . Zum Glueck ha meine Familie die Trauzeugen stellen koennen obwohl nur 4 Tage Zeit war. wenn wir nicht sicher gewesen waeren in Deutschland leben zu wollen haetten wir eventuell das Amerikanische Angebot angenommen . Die wollten uns als Ehepaar haben. Auf deutscher Seite kam mir das nicht so vor
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 14:28 Uhr
Achso nach der Eheschliessung wurde meinem MAnn der integrationskurs zur Auflage gemacht. Auf den Kurs haben wir ein Jahr gewartet .
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 15:07 Uhr
Was habt ihr fuer Erfahrung gemacht wenn es um Behoerden und Buerokratie geht
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 17.10.2010 um 15:19 Uhr
Ja ich kann dich sehr gut verstehen Nicole, für mich war auch damals nicht ganz einfach, ich musste alles aus Peru bestellen, dauerte auch länger, aber ich bin ich Deutschalnd geheiratet in einem Dorf wo meine Cousine wohnt, es waren nur meine Cousine Ihr Mann und ihr beide...Das ganzze Saal nur für uns, es war in Niederhausen (Taunus).
Der Name zu suchen war interessant am Ende habe ich mich für Ernst-Tijero entschieden.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 15:23 Uhr
Ich habe mit den deutschen Behörden 1970 nur positive Erfahrungen gemacht. Mein Mann floh aus dem damals kommunistischen Ungarn mit Fluchthelfern nach Triest. Dort hat er den Fehler gemacht, sich bei der Fremdenpolizei statt beim Deutschen Konulat zu melden. Die Triester Behörden setzten ihn im dortigen Flüchtlingslager fest. Mir hat das Ausländeramt in Giessen sehr geholfen. Meine Mutter musste eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass mein Mann an den Deutschen Staat keiner finanziellen Ansprüche stellt. Dann hat sich das Giessener Ausländeramt eingesetzt und mein Mann konnte nach wenigen Wochen offiziell nach Deutschland einreisen. Er bekam sofort Papiere, Arbeitserlaubnis und eine Aufenthaltsgenehmigung. Sein Studium wurde nur teilweise anerkannt. Er hat einige Monate gearbeitet und dann vier Semester in Dortmund studiert. Wir haben vom Deutschen Staat kein Geld bekommen und auch niemals erwartet. Mein Mann fühlt sich in Deutschland sehr wohl und ist hier Zuhause. Zehn Jahre konnte er nicht nach Ungarn fahren, sie hätten ihn verhaftet. Dann bekam er die deutsche Staatsbürgerschaft und sich überall auf der Welt frei bewegen.
Wir konnten ohne jeglichen Komplikationen in Giessen heiraten, die erforderlichen Papiere hatte mein Mann auf der Flucht dabei. Sie wurden übersetzt und anerkannt.
Auch wir sind mit vielen Dingen in Deutschland unzufrieden und haben in die Politik kein großes Vertrauen mehr.
Dennoch sagen wir, dass es uns Deutschen gut geht, auch wenn man einiges verbessern könnte.
Wir sind freie Menschen! Frei in der Wahl unseres Wohnortes und frei mit Worten. Wir können sagen was wir wollen- und wenn ich irgendeinen Politiker doof finde, dann sage ich das! In vielen Ländern unserer Erde sitzt man dafür Jahre im Gefängnis oder wird mit dem Tode bestraft
Meine Tochter war während ihres Studium ein Jahr in Amerika. Dort, in dem Land "der unbegrenzten Möglichkeiten", hat sie in einigen Wohngebieten eine Armut gesehen, die wir hier nicht so kennen.
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 15:34 Uhr
Ja uns geht es in Deutschland gut. Besser als viele war haben wollen. Das Auslaenderamt in Giessen ist uns auch hilfreich gewesen. Geld haben wir auch keines vom Staat bekommen und das wuerde ich auch nicht verlangen . Mich graut es wenn ich sehe wie unvorbereitet manche Auswandern. Juhu ich geh in die Staaten hahaha. Wenn man Glueck hat bekommt man ueber das US Konsulat Jobangebote die auf ein Jahr sicher sind. Aber was kommt dann! Keine Krankenversicherung , kein Kuendigungsschutz,Kein Arbeitslosengeld. Meist reicht ein Job nicht um zu ueberleben. Meine Schwiegermutter hat auf uns so eingeredet das wir durchhalten sollen damit es uns sicher gut geht. Klar haette sie sich auch gefreut ihren Sohn bei sich zu haben aber in USA gibt es nur zwei Schichten. Oben oder Unten. Die Mitte fehlt. Leider ist die Buerokratie in Deutschland echt hammer hart aber es gibt auf den Aemtern auch Menschen die den Menschen sehen.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2010 um 19:56 Uhr
In vielen Ländern und auch in Amerika haben die Menschen mehrere Jobs, um leben zu können. Und sie dürfen nicht krank werden!
Die Bürokratie ist in Deutschland übertrieben. Aber alle schreien ja auch nach immer neuen Gesetzen!
Ich lebe gerne hier und wenn ich auswandern möchte, da kann ich das jederzeit tun.
Viele wandern aus, weil sie es in Deutschland nicht schaffen, ihr Leben zu meistern. Sie glauben dann, im Ausland lacht das Glück! Aber jeder hat seine Probleme im Koffer und nimmt sie mit auf die Reise.
Und so mancher steht dann bei der Deutschen Botschaft, um eine Rückreise nach Deuschland zu bekommen. Dann ist Hartz 4 immer noch besser, als im Ausland unter der Brücke zu schlafen.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.10.2010 um 22:08 Uhr
Also langsam wird`s mir doch etwas zu "rosig" wie es in Deutschland aussehen soll!

"Uns" geht es gut = das ist genauso eine Aussage wie die von Frau Merkel "Wir" haben über unsere Verhältnisse gelebt". Wer ist "uns" und wer ist "wir"?

auch in Deutschland gibt es nicht wenige Familien, in denen es Kinderarmut gibt, das haben Sie doch an anderer Stelle selbst geschrieben, Frau Toth? Und genauso gibt es nicht wenige, die aufgrund von Niedrigstlöhnen (unterstes Ende der Skala in der EU) mehrere Jobs haben weil sie nicht von ihrer normalen Arbeit leben können ! Jeder, der dies noch nie mußte, dem würde ich empfehlen mal zu versuchen mit Hartz IV über die Runden zu kommen.
Sicher, Hartz IV ist besser wie unter der Brücke schlafen, unter der Brücke schlafen ist besser wie kein sauberes Wasser zum trinken haben, schmutziges Wasser trinken ist besser als verhungern usw. usw. = man findet immer jemanden dem es schlechter geht!
Aber das ist nicht das Thema, es geht um gleichberechtigtes, würdiges, lebenswertes Leben und um Gerechtigkeit und zwar für Deutsche und Migranten! Und da geht es erst recht nicht um auswandern, das wäre ja noch schöner, dass die, die sich für Gerechtigkeit, gegen die Umverteilung von unten nach oben....einsetzen, als Unzufriedene oder Nörgler angesehen werden, die ja auswandern können!
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2010 um 09:24 Uhr
Es gibt mehrere Gruende in ein anderes Land zu gehen. Fakt ist das derjenige der es macht alles zuruecklaesst was vertraut ist. Die einen Fluechten die anderen wanderen ein und andere folgen der Liebe. Aber egal welcher Grund is es noetig die Sprache zu lernen. Diejenigen die Fluechten hoffen meist auch darauf irgendwann wieder zurueck zu koennen und haben meis eine Ungewissheit was mit denen die zurueckgeblieben sind passiert. eine grausame Vorstellung. Aber was hindert denn das erlernen der Sprache. Sehr viele haben nicht nur das Problem das sie uns nicht verstehen sondern das sie noch nie eine Schule von innen gesehen haben. Analphabetismus ist neben dem Maedchen brauchen keine Bildung ein Hauptproblem was viele die nichts mit unseren auslaendischen Mitbuergern zu tun haben nicht wissen. In vielen Laendern ist Bildung so teuer das eine Familie meist nur ein Kind wenn ueberhaupt zur Schule schicken koennen. Das sind dann meistens die aeltesten Soehne da sie Haus und Hof vom Vater uebernehmen und das Geld so in der Familie bleibt. Egal aus welchem Land die Person kommt hat sie unsere Gesetze zu befolgen. Ohne wenn und aber. Wenn aber jetzt genau die Personen die selbst unter finanzieller Unterstuezung des Staates diesen so wichtigen Sprachkurs abbrechen weil die Frau das Maedchen ploetzlich zu selbstaendig wird und der Kopf der Familie seine Vorreiterstellung verliehren koennte platzt mir der kragen. Den Sprachkurs muessen nur Personen die nicht aus der eu kommen machen. Warum die Unterschiede?!
E;tern die die Sprache kaum sprechen werden ihren kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen koennen und wenn dann noch die teure Nachhilfe nur dem aeltesten Sohn zu gute kommen kann sind wir doch genausoweit wie im Herkunftsland. Dazu kommt die Einstellung alles egal aus mir wird doch nicht ich bin nichts wert und schon gehts Berg ab. Man sucht sich leute die die gleichen Probleme haben und das Gesetz des Staerkeren greift. Dazu kommt wenn sie mal erwischt worden sind dauert es zu lange bis eine Bestrafung folgt. Wie kann es sein das erst nach nem halben Jahr eine schwere Koerperferletzung verhandelt wird und der Jugendliche laeuft frei rum. In der Zwischenzeit wird damit gepralt und juengere schwaechere werden weiter bedroht und auch zu verbrechen gezwungen. Viele Eltern bekommen erst mit was mit ihren Kindern los ist wenn die Polizei im raum steht. Bildung ist das a und o und die einzige Moeglichkeit den Kreis der Verzweiflung zu brechen. Da sind wir alle gefragt. Wenn ab und zu nur der Nachbar die Hausaufgaben der Kids kontrolliert oder Nachhilfe anbietet koennte schon viel getan werden. Und mit der tuerkischen Nachbarin Kochen kann viel spass machen. Nebenbei lernt die Frau ohr deutsch zu benutzen und bekommt Anschluss.
In kleinen Doerfern im Vogelsberg funktioniert das ueber die Dorfgemeinschaft. Versuchts doch mal im Haeuserblock.
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 18.10.2010 um 10:24 Uhr
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2010 um 16:06 Uhr
Zum Erschrecken habt ihr euch mal unsere christliche Bibel angesehen
ein paar sprueche sind mir aufgefallen die mich schaudern lassen.
Zum Glueck haben wir nicht solch strenge Fundamentalisten sonnst wuerden wir Frauen alt aus sehen. Mal ein paar Auszuege :
1 Kor 14,34 sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert.
1 Kor 14,35 Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden.
1 Korinther, 11
Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. 6Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber übel steht, daß ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken.
(Eph 5,23): "Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau."

Ich schreibe Texte aus unserer Bibel nicht dem Koran.
Warum verteufeln wir eine Religion wenn die unsere nicht besser ist.
Ist es nicht Auslegungssache . Was will ich Glauben und was bin ich gewillt zu Befolgen
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2010 um 17:14 Uhr
Auch die Todesstrafe sollen wir nach der Bibel ausfuehren .
Im 2.Mose 20.21 /12 Wer den Menschen sch;aegt,dass er stirbt,der soll des Todes sein.
Im 2.Mose 20.21/15 Wer Vater oder Mutter schlaegt, der soll des Todes sterben.

2.Mose 23/9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdruecken.denn ihr wiesst um der Fremdlinge Herz,weil ihr auch Fremdlinge in Aegypten gewesen seid.

jezt genug davon
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2010 um 19:31 Uhr
Ich denke auch, dass es genug ist. Wir alle können die "anders Denkenden" ebenso wenig von ihrem Fremdenhass überzeugen, so wie wir uns auch nicht von unserer Meinung abbringen lassen.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.10.2010 um 01:39 Uhr
Also ich kann Stefan in seinem Kommentar und auch Frau Freeman's Kommentar vom 18.10.2010 um 09:24 Uhr nur zustimmen.

Zum Thema Auswandern bzw. warum Menschen aus Deutschland auswandern bzw. ausgewandert sind hier noch der Link zu einem zutreffenden und m. E. sehr guten Lied:
http://www.youtube.com/watch?v=ZEtS38Fk8LY (Video)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_stolzes_Schiff (Lyrics und Hintergründe zu dem Lied)
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.10.2010 um 08:14 Uhr
wau klasse lied
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.10.2010 um 09:24 Uhr
Klasse, Christian, ich wußte gar nicht, dass es "Zupfgeigenhansel" noch gibt.
- hatte dir ja mal den Tipp "Die Grenzgänger" weitergegeben = die hatten zu diesem Thema auch ne CD gemacht, gibt`s leider (zur Zeit) nur noch auf YouTube, na wenn du mal Zeit hast :-), lohnt sich zu "googeln"
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