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Fernwald | Ältere Pflegekräfte länger im Beruf halten
Hessische Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „Arbeitsbedingungen anpassen – Leistungsfähigkeit erhalten“

(15.09.2010)
Land Hessen


© Land Hessen

Frankfurt. Ältere Pflegekräfte sollen mit Hilfe betrieblicher Unterstützungsmöglichkeiten länger im Beruf gehalten werden. Dies hat Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, am 14. September bei einer Fachtagung des Institutes für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität Frankfurt gefordert. „Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen immer mehr ältere Menschen betreut, gepflegt und versorgt werden. Dieser Bedarf kann allein durch verstärkte Ausbildungsanstrengungen nicht aufgefangen werden. Es gilt, geeignete Umstände zu schaffen, dass auch ältere Kräfte länger als derzeit Pflegetätigkeiten ausüben“, erklärte die Staatssekretärin.

Bisher gelinge es noch nicht, ausreichend ältere Pflegekräfte im Beruf zu halten, ihre Erfahrungen zu nutzen und ihnen eine befriedigende Berufstätigkeit zu ermöglichen. Viele wertvolle Pflegepotentiale gingen dadurch verloren. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer von Pflegefachkräften betrage knapp zwölf Jahre, bei den Pflegehelfern und –helferinnen sogar nur acht Jahre.

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„Wir brauchen Strategien, die direkt bei den Beschäftigten ansetzen. Immer noch steigen viele Pflegekräfte frühzeitig aus der Pflegearbeit aus“, betonte Petra Müller-Klepper. „Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen in der Pflege andere Arbeitsbedingungen als junge.“ Sie müssten so gestaltet sein, dass die Leistungsfähigkeit erhalten bleibe. Eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit oder Teilzeitbeschäftigung seien Ansatzpunkte. Im Bereich der Qualifikation müsse nicht nur der Weiterbildung Jüngerer, sondern auch einer vorausschauenden Personalentwicklung und Qualifizierung älterer Beschäftigter Rechnung getragen werden. Darüber hinaus müsse es aber auch eine gute kommunale Versorgungsstruktur geben, damit älteren Pflegekräfte, die selber Angehörige pflegen, ermöglicht wird, dies mit der Ausübung ihres Berufs zu vereinbaren. Hierzu gehörten z.B. ausreichend Tagespflegeplätze.

Anhand aktueller Daten des Hessischen Pflegemonitors verdeutlichte Petra Müller-Klepper den Handlungsbedarf. Bis zum Jahr 2020 würden in den ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen der Altenpflege 2.878 Altenpflegekräfte und 2.241 Gesundheits- und Krankenpflegekräfte mehr benötigt. „Dies ist ein Zuwachs von einem Drittel des derzeitigen Beschäftigungsstandes des ambulanten und stationären Altenpflegesektors“. Es gelte, bereits jetzt bestehenden Engpässen zu begegnen und zukünftigen Engpässen vorzubeugen. Die Landesregierung bilde daher bereits heute mehr Altenpfleger und Altenpflegerinnen, Altenpflegehelfer und Altenpflegehelferinnen aus als je zuvor. Die Gesamtzahl der in Ausbildung befindlichen Schülerinnen und Schüler habe sich auf 3.626 erhöht, der Mitteleinsatz innerhalb der letzten zehn Jahre von 4,6 auf 13,576 Millionen Euro. Menschen ohne Arbeit ermutige die Landesregierung, sich für eine Berufsumschulung zu einem Pflegeberuf zu entscheiden.

Mit dem Hessischen Pflegemonitor verfügt Hessen als einziges Bundesland über eine valide und repräsentative Datenlage zur Abbildung der Pflegekräftesituation. So kann festgestellt werden, wie der Fachkräftebedarf in den hessischen Regionen derzeit gedeckt werden kann. Ebenso besteht die Möglichkeit, die zukünftigen Bedarfe wissenschaftlich abgesichert zu quantifizieren.

Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit (www.hmafg.hessen.de)

Hier können Sie die Quelle ansehen.

http://pflegen-online.de/nachrichten/aktuelles/aeltere-pflegekraefte-laenger-im-beruf-halten.htm

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Kommentare zum Beitrag

Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 24.09.2010 um 20:54 Uhr
Ich bin der Meinung, dass der Arbeitnehmer selbst mit dieser Frage konfrontiert werden, ob tatsächlich in der Altenpflege bleiben möchten, obwohl Älter sind...wenn ja, finde ich keine Hinderniss davon..sie wollen auch weiter beschätigt zu sein... oder?
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.09.2010 um 01:49 Uhr
Ich sehe dies ähnlich wie Frau Stapf
es gibt viele Berufe (z.B. Dachdecker, Krankenschwester, Bauarbeiter....und auch AltenpflegerInnen) in denen bereits heute kaum einer mehr mit 60 jahren im Berufsleben steht, geschweige mit 65 oder wie "geplant" mit 67!
grundsätzlich müsste meines Erachtens das Renteneintrittsalter runter(!), bei Millionen von Arbeitslosen (viele Jugendliche!) gibt es genügend Ansatzpunkte diese auch in diesem Beruf auszubilden und einzusetzen!
wenn eine "ältere" Pflegekraft gerne weiter in ihrem Beruf arbeiten möchte, weil sie dies noch schafft sollte es ihr natürlich nicht verwehrt werden, aber generell länger arbeiten per Gesetz (z.B. bis 67) bedeutet nichts anderes wie Rentenkürzung!
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 25.09.2010 um 07:41 Uhr
Frau Stapf, Herr Walther,

In der Realität war früh anders aus...Die Ausbildung haben Menschen gemacht, die über 30 Jahre bzw über 40 Jahre waren, heuzutage haben die Junge Leute die Möglichkeit die Ausbildung ab 17 Jahre Alt zu besuchen.

Dies ist die Nachrteile, die heute angesehen wird, die Arbeitgeber stellen auf diesem Grund junge Arbeitsnehmer.....

Dies ist die Frage..wer wird am erstes die Stelle bekommen...oder warum sollte man eine ältere Arbeitsnehmer beschäftigt werden.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.09.2010 um 09:26 Uhr
Ja, da haben Sie Recht, Frau Ernst-Tijero,
dies gilt aber nicht nur für diesen Bereich = am besten "jung, dynamisch und mit Berufserfahrung :-))"
man muss trotzdem die Belange von Älteren in verschiedenen Berufen berücksichtigen, die es einfach schon heute nicht mehr bis zum Rentenalter schaffen
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 25.09.2010 um 10:36 Uhr
Herr Walther,
Wenn über die Pflege sprechen..viele ältere Mitarbeiter haben den Wünsch immer gehabt die Ausbildung zu machen..aber weil mehrere Gründe waren, haben die Idee verschoben..jetzt wenn alles wieder in Griff ist..z.B. die Kinder groß sind etc..entscheiden die Ausbildung zu machen..sogar mit gute Ergebnisse..gute Note...dann gehen sie auf der Arbeitsmarkt...und werden nicht über den Wille und Leistung gefragt sondern...das Alter...Obwohl viele tätig in der Pflege waren...Also haben Sie auch Recht es passiert auch in andere Berufe ständig so...Aber hier in der Artikel haben Sorge gemacht um die ältere Mitarbeiter...Ich finde die Initiative gut...
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.09.2010 um 11:24 Uhr
Frau Ernst-Tijero,
ich glaube wir meinen das gleiche, zumindest im "groben Rahmen", manchmal redet man auch unbewußt aneinander vorbei, deshalb nochmal zusammengefaßt meine Meinung, besser kann ich`s nicht ausdrücken:
- Älteren muss genau wie Jüngeren(!) eine Chance gegeben werden!
- ich sehe nur die Gefahr, bei genereller Erhöhung des Renteneintrittsalters, dass dies in der Praxis lediglich zur Rentenkürzung führt
- diese Vorgehensweise "Ältere nicht mehr einzustellen" ist keine Besonderheit der Altenpflege
- die Initiative hat gute Ansatzpunkte, gerade auch die Betonung der "guten kommunalen Versorgungsstruktur", mal schauen wie dies dann in der Praxis umgesetzt wird = dies ist der einzige "Gradmesser"!
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 25.09.2010 um 12:56 Uhr
Danke, genau so meine ich..mal schauen, was die anderen auch denken..
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Silvia Elizabeth Tijero Sanchez

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